Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Boeing stößt auf nächstes Dreamli...

Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 14.10.2021 - 14:45 Uhr
UserDaedalos1504
User (59 Beiträge)
Und täglich grüßt das Murmeltier. Das nächste Problem beim Nightmareliner.
Beitrag vom 14.10.2021 - 15:28 Uhr
Userfliegerschmunz
User (337 Beiträge)
It it's Boeing, I'm not going !
Beitrag vom 14.10.2021 - 19:02 Uhr
Usertriangolum
User (173 Beiträge)
Titan und nicht Sicherheitsrelevant... ähm aber natürlich. Das waren hoffentlich keine Bolzen für die Triebwerkshalterungen oder was anderes an der Steuerung usw. Gehen sie weiter hier gibt es nichts zu sehen... bedauerliche Einzefälle
Beitrag vom 14.10.2021 - 19:31 Uhr
UserAfterburner
User (278 Beiträge)
Gibts da keinen Qualitätscheck bei der Anlieferung? Wenigstens stichprobenartig?

Ganz ehrlich, ich will nicht wissen, welche Leichen auch noch im 77X-Programm im Keller liegen.

Wenigstens war da nicht alles neu zu planen, aber der eine Prototyp, dessen Rumpf barst, hatte wohl auch schon zu kleine Teile eingebaut ...
Beitrag vom 14.10.2021 - 21:13 Uhr
UserStartbahnRuhrgeb..
User (27 Beiträge)
Der Dreamliner mag Probleme haben, er gehört aber zu den wenigen großen Passagierflugzeugen, die bis heute nicht abgestürzt sind bzw. menschliche Verluste herbeigeführt haben. Ohne die MAX-Krise würde man niemals die Sache beim Dreamliner so an die große Glocke hängen. Alle Flugzeuge haben irgendwo Schwachstellen. Entscheidend ist wie groß das Risiko ist, dass diese zu Katastrophen führen. Das ist hier in dem Falle nun mal eben extrem gering. 1000 ausgelieferte Dreamliner sprechen eine klare Sprache. Es ist weder ein Nightmareliner, noch ein Pannenflugzeug. Sondern eines der modernsten Linienmaschinen die es derzeit gibt. Wird wohl noch zwei bis drei Jahrzehnte in Produktion sein, wo weitere Versionen kommen werden. Sieht natürlich beim A350 nicht anders aus!

Dieser Beitrag wurde am 14.10.2021 21:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.10.2021 - 11:54 Uhr
UserJumpfly
User (240 Beiträge)
Hierbei geht es nicht darum, zu bewerten, ob der Dreamliner ein gutes oder schlechtes Flugzeug ist. Im Fokus sollte die Firmenpilosophie liegen die in den letzten Jahren/Jahrzehnten tendentiell Sicherheit weniger gewichtet als Gewinn, die Qualitätskontrollen systematisch vermeidet und Kritiker mundtot macht.

Sollten wir hier dennoch darüber diskutieren ob der Dreamliner ein gelungenes und gutes Flugzeug ist wird der Hauptaugenmerk seitens Boeing nicht auf Optik, Kundenbeliebtheit oder neuen Technologien liegen, sondern als erstes auf dem eingebrachten Gewinn. Von der Gewinnzone ist der Dreamliner noch sehr weit entfernt, nahezu eine Jahresproduktion steht wegen Qualitätsmängeln auf Halde und kann nicht ausgeliefert werden, Kunden fordern Schadensersatz, das Image bröckelt und es kommen schneller neue Probleme hinzu als die bisherigen gelöst werden. Ein update eines eher betagten Modells (A330) kann wohl in weiten Bereichen mit der 787 mithalten und hat ein Bruchteil der Entwicklungskosten verschlungen. Einer intensiveren Kontrolle der Produktionsqualität durch die FAA hat die 787 nicht standgehalten, durch die Verlegung nach Charlston wurde dies von Boeing billigend in Kauf genommen. Finanziell ist das Flugzeug für Boeing bisher eine Katastrophe, obwohl schon genügend Exemplare ausgeliefert worden sind um durchaus von einem Erfolg sprechen zu können. Dass bisher keine 787 abgestürzt ist hat neben einer weitestgehend soliden Konstruktion auch damit zu tun, dass die Batterien mit viel Glück nie in einer Situation entflammt sind die kritisch war.
Bei allen Abstürzen von Flugzeugen muss man mMn auch zwingend drei Ursachen unterscheiden:
- Bedienungsfehler vom Nutzer für den der Flugzeughersteller wenig kann. Beispiele dafür wären runway overshoots weil man bei starkem Regen und Rückenwind meint doch mit 1,5km (Pegasus, Air India) verbleibender Bahn landen zu müssen. Auch AF447 wäre da ein Beispiel oder PIA wo die Piloten meinen alle Warnungen in den Wind schießen zu müssen und einfach mal ohne Fahrwerk landen zu können...
- Konstruktionsfehler seitens des Herstellers: Da kommt einem als erstes die 737MAX in den Sinn, aber auch andere Flugzeuge von der Comet bis zur MD11 hatten Flugzeugverluste wegen falscher Materialen.
- Eine Kombination von den ersten beiden was meist der Fall ist.

Wenn also heute auf einer 787 beide Piloten im Flug versterben und das Flugzeug anschließend mit 250 Passaieren auf dem Boden einschlägt ist die 787 keinen Deut schlechter als sie es heute ist. Damit will ich nur sagen, dass der Vergleich mit Unfällen mit Todesfolge nur bedingt anzubringen ist. Bei der MAX sagt es ganz klar aus, dass der Hersteller Mist gebaut hat, aber in vielen/den meisten Fällen ist ein Unfall mit Todesfolge nicht auf eine Fehlkonstruktion zurückzuführen. Sollten Analysten jedoch Recht behalten wird die 787 mit fortschreitendem Alter durch die ungenaue Verarbeitung deutliche Probleme am Druckschott bekommen die in Reiseflughöhe automatisch einen Totalverlust bedeuten. Hoffen wir, dass dies nur Schwarzmalerei ist.
Beitrag vom 15.10.2021 - 13:48 Uhr
UserFW 190
User (1856 Beiträge)
Da wird Boeing hoffentlich aus dem Versagen des Druckschotts bei der 747 der JAL gelernt und die Sicherheitsmarge nicht ans Minimum heran gerechnet haben.

Dieser Beitrag wurde am 15.10.2021 13:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.10.2021 - 14:52 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (492 Beiträge)
Da wird Boeing hoffentlich aus dem Versagen des Druckschotts bei der 747 der JAL gelernt und die Sicherheitsmarge nicht ans Minimum heran gerechnet haben.

Das war aber glaub ich ein Instandsetzungs/Montagefehler bei JL123

"Bei der Reparatur nach einem Tailstrike auf dem Osaka International Airport am 2. Juni 1978 war eine Ausbesserung am Druckschott im Heck der Maschine nur mit einer einfachen statt wie gefordert mit einer doppelten Nietreihe befestigt worden. " Wikipedia
Beitrag vom 15.10.2021 - 16:20 Uhr
Useren-zym
User (62 Beiträge)
@Jumpfly

Natürlich wird sie das, Alterung ist i.d.R der einzige Grund für die hohen Herstellungskosten von technischen Anlagen.

Müssten die Flugzeugtriebwerke nicht so lange halten könnte man sie bei gleicher Leistung und Verbrauch locker für die Hälfte der Kosten herstellen und hätte die Comet nur 10-20 Flüge lang halten müssen wär sie ein super Flugzeug gewesen und man hätte die Fenster evtl. sogar noch größer und das Blech noch dünner machen können.

Wenn bei der 787 irgendwas nicht genau genug verbunden ist und irgendein Bolzen/Niet dann anders drückt, zieht und schabt wie er soll werden die Teile an denen er sich abstützt anders belastet und da dank FEM heute nicht nur bei Boeing alles exakt an der Belastungsgrenze konstruiert wird es auch keine versteckten Reserven geben die dass dann auffangen und sie werden sich schneller abnutzen.

Bei Klebstoffen, Beschichtungen, Kunststoffen und sonstigen Chemieerzeugnissen spielt die Alterung, die dort ja auch ohne jede Belastung bzw. Benutzung eintritt, eine noch größere Rolle.

Die Airlines werden ihre 787 sicher gut und regelmäßig untersuchen was sicher in großen, teuren Reperaturen resultieren wird ...
Beitrag vom 15.10.2021 - 19:25 Uhr
UserNiedersachsenHans
User (33 Beiträge)
Der Dreamliner mag Probleme haben, er gehört aber zu den wenigen großen Passagierflugzeugen, die bis heute nicht abgestürzt sind bzw. menschliche Verluste herbeigeführt haben. Ohne die MAX-Krise würde man niemals die Sache beim Dreamliner so an die große Glocke hängen. Alle Flugzeuge haben irgendwo Schwachstellen. Entscheidend ist wie groß das Risiko ist, dass diese zu Katastrophen führen. Das ist hier in dem Falle nun mal eben extrem gering. 1000 ausgelieferte Dreamliner sprechen eine klare Sprache. Es ist weder ein Nightmareliner, noch ein Pannenflugzeug. Sondern eines der modernsten Linienmaschinen die es derzeit gibt. Wird wohl noch zwei bis drei Jahrzehnte in Produktion sein, wo weitere Versionen kommen werden. Sieht natürlich beim A350 nicht anders aus!

Die 787 gehört zu den wenigen Verkehrsflugzeugen, die monatelang gegroundet war, und einige Jahre später an die Airlines ausgeliefert wurde als geplant. Alleine dadurch entstanden für Boeing Milliardenkosten, die erstmal wieder eingenommen werden müssen.
Im Herbst letzten Jahres wurden die Auslieferungen gestoppt, ab März 21 wurden dann wieder einige wenige ausgeliefert und seit Mai aufgrund neuerlicher Probleme wurde wiederum die Auslieferung gestoppt, bis jetzt! Das wird Boeing noch mal riesige Summen an Entschädigungen kosten, und die Airlines haben sogar die Möglichkeit, aus den Verträgen auszusteigen.
Welche Probleme da noch auf uns zukommen, wird man sehen. Nur weil noch keine 787 abgestürzt ist, heißt das ja nicht, dass es sich um ein gutes Flugzeug handelt, insofern ist der Begriff "Nightmareliner" schon angebracht, insbesondere aus finanzieller Sicht!
Finanziell wird das Ding wohl niemals in den grünen Bereich kommen, da sind sich die meisten Fachleute einig!
Übertroffen im negativen Sinne wird die 787 nur noch von der MAX, durch die über 300 Menschen sterben mussten.
Boeing versucht da jetzt den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, indem man den damaligen Chefpiloten Forkner verantwortlich macht, der jetzt angeklagt wird, ein ganz mieses Spiel ist das!
Auch bei den anderen Fliegern von Boeing gibt es Probleme über Probleme, wie z.B. beim Tankerprogramm, aber auch bei der neuen AF one




Dieser Beitrag wurde am 15.10.2021 21:03 Uhr bearbeitet.