Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Boeing und Airbus teilen Spirit Aero...

Beitrag 16 - 19 von 19
1 | 2 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 02.07.2024 - 12:36 Uhr
UserMHalblaub
User (1214 Beiträge)
So ist das in einem Wirtschaftssystem, dass sich selber überlassen wird. Schaut es euch schon mal an, unsere Investoren drängen unsere Unternehmen auch in diese Richtung. Solange aber für Investoren nur das (schnelle) Geld zählt, werden diese Missstände eher zu als abnehmen. Und die Investoren könnten nur Regierungen eindämmen, aber das wissen die Investoren dank ihrer Investitionen in der Medienlandschaft zu verhindern (Stichwort: Verbotsparteien).

Hinter Boeing stehen Großinvestoren, die eher an langfristigen Gewinnen interessiert sind. Das Problem liegt aber im Anreizsystem für die Manager kurzfristige Gewinne in Boni umsetzen zu können.

Die Verbotspartei mit den meisten Verboten: CSU.
Beitrag vom 02.07.2024 - 13:25 Uhr
Userdlehmann66
User (616 Beiträge)
Gibt es dazu ein Beweis?

"Die Verbotspartei mit den meisten Verboten: CSU."
Beitrag vom 03.07.2024 - 00:09 Uhr
UserWeideblitz
Moderator

Eine haarsträubende These. Nur weil ein einzelnes Unternehmen (Boeing) falsche Entscheidungen trifft sollen deshalb die Regierungen die Verantwortung für alles übernehmen. Als wenn Regierungen sich weltweit auf wirtschaftlichem Gebiet schon als vorausschauend erwiesen hätten.

Das möchte ich gerne mal unterstreichen. Boeing ist mit der Führungsphilosophie seiner GF der letzten Jahrzehnte gewiss nicht alleine, aber es gibt such genügend Gegenbeispiele, wo vorausschauend in Abwägung vieler Interessen gut geführt wird.

Das Boeing lange zu viel an die Aktionäre und zu wenig an die Qualitätssicherung dachte ist jetzt allgemein bekannt. Das Boeing mal ganz anders dastand und B787 von den aktuellen Fertigungsmängeln abgesehen doch ein guter Entwurf ist sollte man aber auch mal anerkennen. Abschreiben sollte man Boeing deshalb noch lange nicht wenn sie jetzt die Kurve kriegen.

Anerkennung erteiltâ?¦Auch die B777X wird ein gutes Flugzeug werden. Aber â??die Kurve kriegenâ?? ist jetzt für Boeing eine größere Hetausforderung als damals die 747 zu entwickeln, den das Mindset muss sich ändern, und zwar auf allen Ebenen.
Beitrag vom 03.07.2024 - 00:26 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
wurden einige Entwicklungsaufgaben für die 787 in "Niedrig"lohnländer ausgelagert, und vor allem eines
mit eigener Flugzeugindustrie, wenn man brauchte ja Immer noch Ingenieure mit Aviation-Knowhow:
Rußland...

Auslagern von Entwicklungsleistungen ist nicht die Ursache - MCAS und Alaska-Tür waren kein Entwicklerproblem - das machen andere aus allen Branchen ja auch, man schaue bloß auf Indien, und auch die Produktion von Airbussen ist nicht auf Europa beschränkt. Und selbstverständlich ist dezentrale Fertigung auch unter hohem Qualitätsanspruch realisierbar, siehe Airbus. Es liegt also an was anderem.


Allgemein ist Outsourcing in der Entwicklung Alltagszeugs und muss kein Problem darstellen, wenn man es gut macht. Aber Boeing hat das maximal schlecht gemacht. Der knallharte Shareholder-Value-Mindset, der hinter dem ganzem Outsourcing bei Boeing gestanden hatte, war maßgeblich ursächlich für die schlechte Umsetzung des Outsourcings, für das Sparen in der Qualitätskontrolle, für die Abkürzung der Zertifizierungskohtrolle usw., für letztlich die gesamte Erosion der Qualitätskultur, also alles was am Ende zu MCAS und der Alaska-Tür, due Battetie-Runaways, den falschen Bohrungen am Druckschott, den Müll in der Kabine, etcâ?¦ geführt hat.
1 | 2 | « zurück | weiter »