Beitrag vom 27.08.2024 - 12:27 Uhr
Viel einfacher kann man das Flugschamthema in Deutschland nicht lösen: einfach nur den "Partnern" der Luftverkehrsabkommen maximalen Zugang einräumen, damit die deutschen Airlines nicht mehr so viel fliegen müssen. Das hat Minister Gabriel mit Qatar und den U.A.E. (Frauenrechte! Freiheit!) vorgemacht und es geht scheinbar einfach so weiter.
Welches Volk vertreten die eigentlich?
Beitrag vom 27.08.2024 - 12:46 Uhr
Ja, die EU-Technokraten scheinen nicht nur hier völlig abgelöst von dem zu sein, für was wen sie eigentlich arbeiten sollten: für die Menschen in der EU.
Beitrag vom 27.08.2024 - 13:26 Uhr
Da die Discover Crews ja gerde nichts zu tun haben könnten die doch, sozusagen einen Parrallelstreik, hier nach Berlin kommen und dort streiken, wo die Entscheideungen getroffen werden, die noch mehr Druck auf die Arbeitsplätze machen. Nur so als Idee. CS würde wahrscheinlich sogar mitmachen ;-)
Beitrag vom 28.08.2024 - 08:06 Uhr
Viel einfacher kann man das Flugschamthema in Deutschland nicht lösen: einfach nur den "Partnern" der Luftverkehrsabkommen maximalen Zugang einräumen, damit die deutschen Airlines nicht mehr so viel fliegen müssen. Das hat Minister Gabriel mit Qatar und den U.A.E. (Frauenrechte! Freiheit!) vorgemacht und es geht scheinbar einfach so weiter.
Welches Volk vertreten die eigentlich?
Das Flugrechte-Abkommen EU-China ist noch von 2019, als für viele europäische Airlines China noch DER aufstrebende Markt war, auf dem man stark wachsen wollte.
Ich kann mich an wenig Kritik von unseren Arlines in Europa aus der Zeit erinnern. Im Gegenteil.
Und diese Abkommen gelten halt immer in beide Richtungen.
Beitrag vom 28.08.2024 - 08:10 Uhr
>Und diese Abkommen gelten halt immer in beide Richtungen.
D'accord.
Was aber niemanden dazu zwingt, der anderen Seite anlasslos mehr Rechte einzuräumen. Die 17 Frachtflüge können es nicht sein...
Beitrag vom 28.08.2024 - 10:07 Uhr
Viel einfacher kann man das Flugschamthema in Deutschland nicht lösen: einfach nur den "Partnern" der Luftverkehrsabkommen maximalen Zugang einräumen, damit die deutschen Airlines nicht mehr so viel fliegen müssen. Das hat Minister Gabriel mit Qatar und den U.A.E. (Frauenrechte! Freiheit!) vorgemacht und es geht scheinbar einfach so weiter.
Welches Volk vertreten die eigentlich?
Das Flugrechte-Abkommen EU-China ist noch von 2019, als für viele europäische Airlines China noch DER aufstrebende Markt war, auf dem man stark wachsen wollte.
Ich kann mich an wenig Kritik von unseren Arlines in Europa aus der Zeit erinnern. Im Gegenteil.
Und diese Abkommen gelten halt immer in beide Richtungen.
Und was hat das dann damit zu tun, dass man jetzt den Wünschen der Platzhirschen noch mehr entgegenkommt, wissend, dass die eigenen Unternehmen alleine schon aufgeund der geopolitischen Situation kaum mithalten können?
Beitrag vom 28.08.2024 - 11:54 Uhr
Und was hat das dann damit zu tun, dass man jetzt den Wünschen der Platzhirschen noch mehr entgegenkommt, wissend, dass die eigenen Unternehmen alleine schon aufgeund der geopolitischen Situation kaum mithalten können?
Wieso noch mehr entgegenkommt?
Der China-Mann nutzt halt die ihm durch den Vertrag eingeräumten Rechte komplett aus.
Das ist kein weiteres Entgegenkommen, das ist den Vertrag nutzen wie er (einst/aktuell) ausgehandelt und unterzeichnet wurde - nicht mehr und nicht weniger.
Der rechtliche Grundsatz "pacta sunt servanda" gilt schließlich auch hier.
Der China-Mann geht ja schließlich nicht über das ihm seitens des Vertrages eingeräumte Maß hinaus.
Leider ist das auch wieder eine typische westliche Eigenheit.
Sobald jemand Fremdes Verträge bzw. marktwirtschaftlich für alle geltende/nutzbare Regelungen bis zum rechtlich äußerst Möglichem ausreizt, findet der Westen das nicht gut, wenn sein eigenes Geschäft darunter leidet.
Und zackzack ruft der Westen dann nach Einhegung, Vertragskündigung, Sanktionierung, usw. von derlei Entwicklungen.
In meinen Augen ein westliches Trauerspiel, das sich stets in verschiedenen Facetten wiederholt.
Dieser Beitrag wurde am 28.08.2024 12:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.08.2024 - 13:00 Uhr
@unit-er,
""pacta sunt servanda" " ist keine chinesische Weisheit sondern "eine typische westliche Eigenheit".
Nachverhandeln ist auch nirgendswo nicht unüblich. Man kann damit auch auf die Nase fallen!
Natürlich gibt es immer Leute, welche meinen, dass man genügebnd Gründe für Nachverhandlungen hat, wenn sich z. B. einseitig die Geschäftsbedingungen verändern.
Man könnte etwa �berflüge von russischem Gebiet mit Strafen belegen, weil z. B. im Notfall Sicherheitslandungen unverhältnismässig schlecht gehandhabt werden oder... Da gibt es sicher bessere Begründungen.
Dieser Beitrag wurde am 28.08.2024 13:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.08.2024 - 13:44 Uhr
Das THema hier liegt vielteilig.
Zum einen ist der der Aufstrebende Nationalismus bei den Chinesen. Das ist schon deutlich zu sehen, es ist mehr chinesisch.
Dann ist es der simple Fakt das wir Europäer uns durch die Sanktionen selbst schaden, denn China überfliegt russ. Luftraum und wir nicht.
Damit sind die chin. Airlines schneller und billiger.
Und dann ist es das Thema, das die chin. Airlines oft noch in staatlicher Hand sind bzw. der Staat mitmischt. Die Preise die sie teilweise anbieten sind ohne Subvention nicht zu rechtfertigen.
Beitrag vom 28.08.2024 - 16:06 Uhr
""pacta sunt servanda" " ist keine chinesische Weisheit sondern "eine typische westliche Eigenheit".
Genauer lesen, bitte.
Ich habe den rechtlichen Grundsatz "pacta sunt servanda" nicht als quasi konfuzianische Weisheit tituliert.
Man könnte etwa �berflüge von russischem Gebiet mit Strafen belegen, weil z. B. im Notfall Sicherheitslandungen unverhältnismässig schlecht gehandhabt werden oder... Da gibt es sicher bessere Begründungen.
Genau das ist die typisch westliche Eigenheit 1. Kajüte.
Andere sollen gefälligst wirtschaftlich auch mit uns leiden, wenn wir uns mit Sanktionen freiwillig selbst geißeln auch wenn diese anderen mit unserem Sanktionswerk moralisch und vor allem bündnisrechtlich rein gar nichts zu tun haben.
Der Westen ist der Nabel der Welt und die restliche Welt muss nach unserer Pfeife tanzen gilt halt als ungeschriebenes Gesetz weltweit.
Beitrag vom 29.08.2024 - 17:44 Uhr
China Eastern hatte mal angekündigt, irgendwann in der Zukunft Shanghai mit Berlin verbinden zu wollen.
Vielleicht bekommt der BER ja einen Teil von diesen zusätzlichen Flügen ab, z.B. durch eine Ausweitung der bestehenden Berlin-Peking-Verbindung oder eine Berlin-Shanghai-Verbindung.
Beitrag vom 29.08.2024 - 19:26 Uhr
Genau das ist die typisch westliche Eigenheit 1. Kajüte.
Andere sollen gefälligst wirtschaftlich auch mit uns leiden, wenn wir uns mit Sanktionen freiwillig selbst geißeln auch wenn diese anderen mit unserem Sanktionswerk moralisch und vor allem bündnisrechtlich rein gar nichts zu tun haben.
Der Westen ist der Nabel der Welt und die restliche Welt muss nach unserer Pfeife tanzen gilt halt als ungeschriebenes Gesetz weltweit.
Haben Sie schon mal für chinesische Kunden gearbeitet?
Da geht es dann nach : "China ist der Nabel der Welt und die restliche Welt muss nach unserer Pfeife tanzen, das gilt halt als ungeschriebenes Gesetz weltweit"
Das wird auch (im Gegensatz zum Westen) nicht nur implizit vorausgesetzt, sondern ganz offen und selbstbewusst fordernd kommuniziert.
Ich denke daher nicht dass das eine rein "westliche" Eigenschaft sondern eher eine menschliche ist: Wer zahlt, bestimmt und wer als Anbieter Geschäfte machen will, muss sich anpassen.