Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Condor-Chef rechnet mit weiter hohen...

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 31.08.2026 - 15:38 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4426 Beiträge)
Hat ja lange gedauert bis auch der Condor- Chef in diese Kerbe haut.

"Umso größer werde daher der Druck auf die Politik, die extrem hohen Standortkosten für den Luftverkehr in Deutschland zu senken."

Der Anstieg der Ölpreise, ausgelöst durch dem Krieg der hirnverbrannten Knallcharge im weißen Haus, trifft ALLE Industrien, die diesen Rohstoff bzw. deren Derivate für Ihre Produktion benötigen!
Und Millionen von privaten AutonutzerInnen jeden Tag an der Tankstelle, die im übrigen zusätzlich noch eine Mineralölsteuer, KfZ- Steuern, und noch zusätzliche Mehrwertsteuer darauf, bezahlen! Vielleicht einfach mal überprüfen welche dieser, oder ähnliche Steuern, die Airlines bezahlen!?

Diese Geheule ist erbärmlich!

Btw.
"Für die Bürger ist Fliegen kein Luxusgut,...".

Doch das ist es. Jede Urlaubsreise, und speziell mit dem Flieger, ist eine solche. Man kann sich nur leisten was man sich leisten kann. Das gilt für die einfachen Bürger, wie auch für (private) Wirtschaftsunternehmen. Geschäftsreisende die unbedingt den Flieger nutzen möchten/müssen, müssen eben die höheren Kosten im Reisebudget einkalkulieren.

Und bevor mir jetzt unterstellt wird ich möchte den Menschen ihren, für die Erholung sehr wichtigen, Urlaub wegnehmen:
man kann auch ohne Flug sehr gut Urlaub machen.

Und noch dieses:
was Subventionen bringen, bzw. wo dieses Geld wirklich landet, konnte man ja sehr negativ z.B. bei Mehrwertsteuersenkung für die Gastrononie oder dem Tankrabatt erfahren.
Beitrag vom 31.08.2026 - 15:55 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1610 Beiträge)
Hat ja lange gedauert bis auch der Condor- Chef in diese Kerbe haut.

"Umso größer werde daher der Druck auf die Politik, die extrem hohen Standortkosten für den Luftverkehr in Deutschland zu senken."

Der Anstieg der Ölpreise, ausgelöst durch dem Krieg der hirnverbrannten Knallcharge im weißen Haus, trifft ALLE Industrien, die diesen Rohstoff bzw. deren Derivate für Ihre Produktion benötigen!
Und Millionen von privaten AutonutzerInnen jeden Tag an der Tankstelle, die im übrigen zusätzlich noch eine Mineralölsteuer, KfZ- Steuern, und noch zusätzliche Mehrwertsteuer darauf, bezahlen! Vielleicht einfach mal überprüfen welche dieser, oder ähnliche Steuern, die Airlines bezahlen!?

Diese Geheule ist erbärmlich!
Ich sage es nicht gerne, aber hier muss ich Ihnen voll und ganz zustimmen!

Btw.
"Für die Bürger ist Fliegen kein Luxusgut,...".

Doch das ist es. Jede Urlaubsreise, und speziell mit dem Flieger, ist eine solche. Man kann sich nur leisten was man sich leisten kann. Das gilt für die einfachen Bürger, wie auch für (private) Wirtschaftsunternehmen. Geschäftsreisende die unbedingt den Flieger nutzen möchten/müssen, müssen eben die höheren Kosten im Reisebudget einkalkulieren.

Und bevor mir jetzt unterstellt wird ich möchte den Menschen ihren, für die Erholung sehr wichtigen, Urlaub wegnehmen:
man kann auch ohne Flug sehr gut Urlaub machen.
Das will hier doch keiner hören (lesen)!
Beitrag vom 31.08.2026 - 21:58 Uhr
Userkallebernd
User (82 Beiträge)
Dass der Ölpreis für alle steigt ist richtig, aber nicht alle müssen die selben Abgaben zahlen wie in Deutschland. Wenn zwei Airlines ein Ticket zum selben Endpreis anbieten, der eine davon aber noch diverse Steuern abführen muss, welche den anderen nicht treffen, dann entsteht daraus natürlich ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.
Zum Fliegen als Luxusgut:
Mobilität und Vernetzung ist essenziell für die Wirtschaft. Flüge sind selten nur mit Urlaubern oder nur mit Geschäftsreisenden besetzt - der Mix macht's. Wenn die Urlauber wegbleiben werden Frequenzen gestrichen, Geschäftsreisen dauern länger, Kontakte werden schwieriger, die Standortattraktivität nimmt ab, und und und... kurzum, an der Mobilität hängt auch ein volkswirtschaftliches Preisschild, sodass ich die Forderungen absolut berechtigt finde.
Beitrag vom 31.08.2026 - 22:10 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1610 Beiträge)
Dass der Ölpreis für alle steigt ist richtig, aber nicht alle müssen die selben Abgaben zahlen wie in Deutschland. Wenn zwei Airlines ein Ticket zum selben Endpreis anbieten, der eine davon aber noch diverse Steuern abführen muss, welche den anderen nicht treffen, dann entsteht daraus natürlich ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.
Der "Mix aus Geschäfts- und Urlaubsreisenden" wird oft als Argument benutzt, warum Fliegen dauerhaft billig bleiben muss. In der Praxis ist das aber kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis gezielter Steuer- und Subventionspolitik.
Internationaler Flugverkehr ist fast vollständig von Kerosinsteuer und Mehrwertsteuer befreit; das geht auf das Chicagoer Abkommen und EU-Richtlinien zurück.
In Deutschland entgehen dem Staat allein dadurch jedes Jahr rund 8 Mrd. Euro (Energiesteuer auf Kerosin) plus ca. 4 Mrd. Euro an Mehrwertsteuer auf internationale Tickets.

Im Vergleich dazu ist die Luftverkehrsteuer mit 15–71 Euro pro Ticket überschaubar; Studien zeigen zudem nur eine schwache Korrelation zwischen solchen Abgaben und den Passagierzahlen.

Das heißt: Der "Mix" finanziert sich nicht magisch selbst, sondern wird massiv steuerlich vergünstigt. Würde man Kerosin wie Diesel besteuern, wären Tickets sofort rund 50% teurer; die aktuelle Diskussion um "zu teures Fliegen" ist also vor allem eine Debatte über den Erhalt dieser Sonderbehandlung.
Zugleich zeigen neuere Analysen, dass die Nachfrage im Luftverkehr stärker von Reiseverhalten und Airline-Strategien abhängt als von kleinen Steueränderungen. Die Behauptung, nur durch dauerhaft billige Tickets bleibe der Mix aus Business- und Urlaubsreisenden erhalten, ist empirisch schlecht belegt.

Kurz: Der Mix ist real – aber er ist kein Argument gegen eine stärkere Bepreisung, sondern ein Hinweis darauf, dass der Luftverkehr bisher auf Kosten anderer Verkehrsträger und der Allgemeinheit bevorzugt wird.



Dieser Beitrag wurde am 31.08.2026 22:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.09.2026 - 09:47 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4426 Beiträge)
Dass der Ölpreis für alle steigt ist richtig, aber nicht alle müssen die selben Abgaben zahlen wie in Deutschland. Wenn zwei Airlines ein Ticket zum selben Endpreis anbieten, der eine davon aber noch diverse Steuern abführen muss, welche den anderen nicht treffen, dann entsteht daraus natürlich ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.

Weisen Sie doch bitte einmal konkret nach, wie diese 'diverse Steuern zum erheblichen Wettbewerbsnachteil' führen. Bitte anhand von zwei Airlines die von Deutschland direkt zum selben Ziel hin- und zurückfliegen.
Das wird Ihnen nicht gelingen.

Und bitte nicht mit 'dann fliegt man eben von Prag, Warschau, Kopenhagen usw.' argumentieren, denn da muss PAX auch erstmal hin und wieder zurückkommen.

Zum Fliegen als Luxusgut:
Mobilität und Vernetzung ist essenziell für die Wirtschaft. Flüge sind selten nur mit Urlaubern oder nur mit Geschäftsreisenden besetzt - der Mix macht's. Wenn die Urlauber wegbleiben werden Frequenzen gestrichen, Geschäftsreisen dauern länger, Kontakte werden schwieriger, die Standortattraktivität nimmt ab, und und und... kurzum, an der Mobilität hängt auch ein volkswirtschaftliches Preisschild, sodass ich die Forderungen absolut berechtigt finde.

In Deutschland fliegt prozentual nur ein geringer Teil der Gesamtbevölkerung. Während wesentliche mehr Menschen Auto, Bus und Bahn benutzen. Warum lassen Sie in Ihrem Statement diese Menschen, die sehr viel mehr von Steuern und Abgaben belastet werden, in Ihrer Betrachtung 'unter den Tisch fallen'!?

Und auch die anderen Industrien, welche ich in meinen ersten Post erwähnt hatte, die noch viel massiver von der Energiesituation (und Steuern!) belastet werden, erwähnen Sie gar nicht.

Warum sollten bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung nun aber ausgerechnet die (privaten) Airlines eine bevorzugte Behandlung erfahren?

Btw.
Das immer wieder vorgebrachte Argument:
'der Wirtschaftsstandort Deutschland bricht, ohne subventionierte Flüge, zusammen'
kam bisher nie über den Status einer unbewiesenen Behauptung hinaus.
Beitrag vom 01.09.2026 - 13:08 Uhr
Userkallebernd
User (82 Beiträge)
Direktfliegen kann man in Deutschland auf der Langstrecke eigentlich nur, wenn man in Frankfurt oder München wohnt.
Hamburg-Kapstadt, mit Condor über Frankfurt, 59,43Euro Luftverkehrssteuer, Hamburg-Kapstadt über Zürich 13,03Euro Luftverkehrssteuer.
Dass die Energiepreise uns alle an der Tankstelle treffen sei unbestritten, jedoch stehen wir an der Stelle nicht in Konkurrenz zu irgendwem, somit hat das mit dem Thema eigentlich nicht wirklich etwas zu tun.
Umgekehrt sind jedoch auch alle Tankenden darauf angewiesen, dass Deutschland ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt.
"Das immer wieder vorgebrachte Argument:
'der Wirtschaftsstandort Deutschland bricht, ohne subventionierte Flüge, zusammen'
kam bisher nie über den Status einer unbewiesenen Behauptung hinaus."
Dasselbe kann man über die Behauptung sagen, dass es keinen Einfluss auf den Standort hätte.
Beitrag vom 01.09.2026 - 16:58 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1610 Beiträge)
Direktfliegen kann man in Deutschland auf der Langstrecke eigentlich nur, wenn man in Frankfurt oder München wohnt.
Hamburg-Kapstadt, mit Condor über Frankfurt, 59,43Euro Luftverkehrssteuer, Hamburg-Kapstadt über Zürich 13,03Euro Luftverkehrssteuer.
Dass die Energiepreise uns alle an der Tankstelle treffen sei unbestritten, jedoch stehen wir an der Stelle nicht in Konkurrenz zu irgendwem, somit hat das mit dem Thema eigentlich nicht wirklich etwas zu tun.
Umgekehrt sind jedoch auch alle Tankenden darauf angewiesen, dass Deutschland ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt.
"Das immer wieder vorgebrachte Argument:
'der Wirtschaftsstandort Deutschland bricht, ohne subventionierte Flüge, zusammen'
kam bisher nie über den Status einer unbewiesenen Behauptung hinaus."
Dasselbe kann man über die Behauptung sagen, dass es keinen Einfluss auf den Standort hätte.
"Direktfliegen kann man in Deutschland auf der Langstrecke eigentlich nur, wenn man in Frankfurt oder München wohnt" – das ist kein Zufall, sondern Folge des Hub-Systems, das wirtschaftlich auf wenige Drehkreuze setzt.
Dass Hamburg–Kapstadt über Frankfurt 59,43 Euro Luftverkehrssteuer kostet und über Zürich 13,03 Euro, ist ärgerlich. Aber daraus die Forderung nach noch mehr "standortfreundlicher" Entlastung für eine ohnehin massiv subventionierte (Kerosin ist im gewerblichen Luftverkehr grundsätzlich von der Energiesteuer befreit, und internationale bzw. insbesondere Fernflüge unterliegen nicht der deutschen Mehrwertsteuer) Branche zu machen, ist schon mutig.
Die Behauptung "ohne subventionierte Flüge bricht der Wirtschaftsstandort zusammen" ist unbewiesen – genauso wie die Gegenthese, es hätte keinen Einfluss. Die Wahrheit liegt dazwischen: Ein paar Direktverbindungen mehr oder weniger ändern nichts am Kern der deutschen Wirtschaft.
Es ist eine besondere deutsche Kunst, die eigene Bequemlichkeit zur systemrelevanten Infrastruktur zu erklären. Wer in Hamburg wohnt und nach Kapstadt will, muss eben über Frankfurt oder Zürich fliegen – und weil Frankfurt teurer ist als Zürich, kann er gerne über Zürich buchen.