Beitrag vom 09.04.2026 - 14:41 Uhr
Bischen reisserisch die Überschrift wenn der Bund noch 49% der Anteile hält.
Ende September wird der Wert von Condor ermittelt, und dann besteht die Möglichkeit die Anteile auszulösen. Ein Schnäppchen wird das sicher nicht werden. Mr. Klingbeil wird sich freuen. Falls man Investoren findet die bereit sind das abzulösen.
Beitrag vom 09.04.2026 - 16:04 Uhr
Beitrag vom 09.04.2026 - 18:50 Uhr
Beitrag vom 09.04.2026 - 19:18 Uhr
Die Tilgung des Kredits ist nicht ergebniswirksam und würde nicht in der EBIT zu Net Profit-Brücke auftauchen. Die Tilgung ist nur cash flow-wirksam. Der Nettoverlust ist also unabhängig davon entstanden - und der operative Gewinn kann nach oben verzerrt sein, weil Leasingverbindlichkeiten bei einer jungen Flotte in das Finanzergebnis (post EBIT) gepackt werden dürfen. Dementsprechend ist die operative Rendite auch nicht einer LH etc vergleichbar.
Was positiv ist: der operative Gewinn deutet darauf hin, dass Condor cash-generative war. Was nicht bei allen Airlines der Fall ist.
Beitrag vom 10.04.2026 - 14:55 Uhr
Beitrag vom 11.04.2026 - 09:01 Uhr
Hier noch ein paar Hintergründe, die das Gesamtbild, auch zum Ergebnis des Jahres davor, klarer darstellen.
https://www.airliners.de/hoehere-verluste-condor-bilanzierungsstandard-gewechselt/87052Beitrag vom 11.04.2026 - 12:06 Uhr
Hier noch ein paar Hintergründe, die das Gesamtbild, auch zum Ergebnis des Jahres davor, klarer darstellen.
https://www.airliners.de/hoehere-verluste-condor-bilanzierungsstandard-gewechselt/87052
Danke für den Link.
Wenn man sich das Ganze insgesamt durchliest und auch auf die anderen Artikel zum Thema geht, erfährt man wirklich sehr viel interessantes.
Und kann nicht umhin kommen anzuerkennen, dass es gelungen ist, trotz sehr vieler von Condor nicht zu vertretenden/zu beeinflussenden negativer äußeren Ereignisse (Insolvenz T.Cook, dadurch 2019 plötzlich quasi 'nackt' dastehen (ohne eigene Bankenfinazierung); Verlust von sehr viel Geld welches T.Cook der DE schuldete, zusätzlich haftete DE auch noch für Schluden von T.Cook; dann Corona und damit Verlust des bereits unterschreiben Übernahmevertrages durch TGL/LOT; völliges Erliegen jeglichen eigenen Flugverkehrs; der Verlust des Zubringervertrages mit LH ...) Condor nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch bzw. trotzdem viel positive Entwicklungen (natürlich klappt nicht alles wie geplant, z.B. die Investorensuche) einzuleiten bzw. zu manifestieren.
Dazu aus dem Text(en):
"Dennoch verwies Condor bei der Präsentation der Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den positiven operativen Trend: Das operative Betriebsergebnis sei im Geschäftsjahr 2024/25 um 25,2 Prozent auf 151 Millionen Euro gestiegen, die Ebit-Marge habe sich weiter verbessert."
"Aus dem früheren Ferienflieger ist inzwischen der Betreiber eines Drehkreuzes am Frankfurter Flughafen geworden. Den Ausbau der Kurz- und Mittelstrecken musste Condor mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe notgedrungen vornehmen, weil die Lufthansa dem Konkurrenten seit langer Zeit geltende Vorzugskonditionen für Zubringerflüge zum Drehkreuz Frankfurt gekündigt hatte. Stattdessen existiert ein klassisches Interline-Abkommen.Das habe Verluste in zweistelliger Millionenhöhe bedeutet, erklärte Condor-Chef Peter Gerber. Auslastung und Erträge auf der Langstrecke seien wieder da, wo sie zu Zeiten der Kooperation mit der Kranich-Airline lagen.
Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr erwartet Condor, die Marke von zehn Millionen Fluggästen zu überschreiten und den Umsatz erneut zu steigern."
Ja und Ihre Flotte hat sie auch in erstaunlich schnellem Tempo komplett erneuert. Das gelingt nicht jeder Airline ;).
Achja, auch das sollte noch erwähnt werden, bevor anderes interpretiert wird:
"Beide Arten der Bilanzierung seien korrekt, heißt es bei mit der Materie vertrauten Analysten. Dennoch mache sich die Airline nach Jahren erfolgloser Suche nach neuen Investoren nun ein Stück weit "ehrlicher"."
Und das ist doch auch noch bemerkenswert:
"... denn Condor selbst war ja betriebswirtschaftlich eigentlich gesund. Das Unternehmen hatte zwischen 2008 und 2019 – mit Ausnahme von zwei Jahren – kontinuierlich Gewinne erwirtschaftet. Der kumulierte Gewinn in diesem Zeitraum betrug laut EU-Kommissionsbeschluss rund 530 Millionen Euro, durchschnittlich also bei gut 44 Millionen Euro pro Jahr."
Auch das gelingt nicht vielen Airlines.
Danke für den Link. Wer sich das ganze insgesamt durchliest, auch auf die anderen Artikel zum Thema geht, wird nicht umhin kommen anzuerkennen, das es DE seit 2019 gelungen ist,