Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / DHL schränkt Paketversand in die US...

Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 22.08.2025 - 11:26 Uhr
Userrambazamba123
User (822 Beiträge)
Ein Wahnsinn, wie Agent Orange seiner Nation mit einem kleinen Baustein nach dem anderen reichlich Schrot in die eigenen Kniescheiben jagt.
Beitrag vom 22.08.2025 - 14:38 Uhr
UserEricM
User (7072 Beiträge)
n der Mitteilung von DHL hieß es, dass hierbei wesentliche Fragen noch ungeklärt seien, "insbesondere, wie und von wem die Zollgebühren künftig zu erheben sind, welche zusätzlichen Daten erforderlich sind und wie die Datenübermittlung an die amerikanische Zollbehörde erfolgen soll".

Dass die radikalen Linken immer alles so kompliziert machen müssen ... das ist doch ganz einfach:

Die Zollgebühren werden berechnet und bezahlt vom Versender, dürfen aber nicht auf den Preis des Produkts aufgeschlagen werden.
Die Summe ist auf die nächsten vollen 1000$ aufzurunden und auf das Privatkonto des amerikanischen Präsidenten in einem noch zu benennenden Offshore-Steuerparadies zu überweisen.
Zusätzlich ist eine Mail mit Lobpreisungen auf Trump an die amerikanische Zollbehörde zu senden, andernfalls wird der Zollsatz verdoppelt.
Beitrag vom 22.08.2025 - 15:15 Uhr
UserFRAHAM
User (1273 Beiträge)
Sehr gute Zusammenfassung - nicht zu vergessen, dass die Verpackung aus Blatt-Gold bestehen muss.
Beitrag vom 22.08.2025 - 20:08 Uhr
UserEricM
User (7072 Beiträge)
Sehr gute Zusammenfassung - nicht zu vergessen, dass die Verpackung aus Blatt-Gold bestehen muss.

Stimmt :) ab heute sind nur noch GOLDEN PARCEL zulässig, damit sie zu den anderen Initiativen dieser Präsidentschaft passen.

Ein Wahnsinn, wie Agent Orange seiner Nation mit einem kleinen Baustein nach dem anderen reichlich Schrot in die eigenen Kniescheiben jagt.

Aber mal im Ernst:
Diese Regelung wird viele Kleinlieferungen mittelfristig nicht nur teurer machen, sondern aufgrund des zusätzlichen Verwaltungsaufwands auch gewaltig verzögern.
Die Produktion dürfte das jetzt nicht wirklich hemmen, die kaufen in anderen Maßstäben, aber F&E und Wissenschaft im allgemeinen nutzt diese Form von Lieferungen ja ebenfalls.

Also ja, stimme zu: Ein weiterer Sargnagel für die amerikanische Innovationskraft.
Wenn auch im Verhältnis zum Rest was diese Regierung so anstellt, ein relativ kleiner...

Dieser Beitrag wurde am 22.08.2025 20:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.08.2025 - 15:08 Uhr
UserGB
User (982 Beiträge)
Also ja, stimme zu: Ein weiterer Sargnagel für die amerikanische Innovationskraft.

Nicht unbedingt. Dass der exorbitante Handelsbilanzüberschuss Europas und Asiens Gift für die US-Industrie ist, ist ja unbestritten. Trump haut die Kerbe da in die richtige Richtung, nur halt am falschen Stamm, von uns aus gesehen. Man muss ja zustimmend zur Kenntnis nehmen, dass es jetzt sogar schlichten Gemütern klar wird, was gerade abgeht, wenn China statt immer noch mehr Schuldpapieren jetzt lieber weltweit Industrie zu überhöhten Preisen aufkauft, was den USA langfristig noch mehr schadet. Die hohen Zölle von heute werden dagegen nicht erst morgen zu internationaler Dankbarkeit führen, unsere Euro-Führung ist ja bereits heute schon dankbar und zufrieden, wenn sie nur das Doppelte statt dem Dreifachen zahlen dürfen, weil Europa eben keine Alternative hat als beiden grossen Playern gleichzeitig in den Hintern zu kriechen. Man kann dieses einmalig grosse Problem schon daran erkennen, dass nicht einmal mehr die Schweiz ihre erst angedachte F35-Bestellung auch nur öffentlich zu überdenken wagt. Insofern und im Unklaren, was da noch auf uns zukommen wird, könnte man die derzeitige US-Wirtschaftspolitik fast noch als massvoll bezeichnen. The winner takes it all, heisst es, und da geht noch mehr, bspw. der Zwang US-Bonds zu kaufen, wenn die US-Industrie nicht mehr kompetitiv genug ist und China nicht mehr so richtig will. Flüssiggas, das keiner will, kaufen wir ja eh schon. Warum nicht auch Flugzeuge, die nicht fliegen, wann wir wollen. Oder Papiergeld aka Kryptowährungen, die mit US-Staatsanleihen unterlegt werden müssen. Die haben den Vorteil gepflegt implodieren zu können, ohne dass eine reale Währung abgewertet werden muss. Es bleibt spannend.

Beitrag vom 24.08.2025 - 19:43 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (725 Beiträge)
Also ja, stimme zu: Ein weiterer Sargnagel für die amerikanische Innovationskraft.

Nicht unbedingt. Dass der exorbitante Handelsbilanzüberschuss Europas und Asiens Gift für die US-Industrie ist, ist ja unbestritten.

Nur wenn man die IT Dienstleistungen verschweigt.
Beitrag vom 25.08.2025 - 08:48 Uhr
UserGB
User (982 Beiträge)
Nicht unbedingt. Dass der exorbitante Handelsbilanzüberschuss Europas und Asiens Gift für die US-Industrie ist, ist ja unbestritten.

Nur wenn man die IT Dienstleistungen verschweigt.

Das ist zwar richtig, aber Handels- und Dienstleistungsbilanzen bilden unterschiedliche wirtschaftliche Zustände ab, und um die geht es, nicht um deren Repräsentation in Zahlen, sprich Dienstleistungen von Microsoft & Co. binden vom Umsatz her gesehen relativ weniger Beschäftigung als Handel und Produktion, weshalb es den USA wenig nutzt, wenn zwar wenige viel verdienen, die Masse aber trotzdem arbeitslos wird. Das ist ja auch hierzulande schon ein Problem. Dass die Bilanzen in Summe einigermassen ausgeglichen sind ist nur hinreichend, aber nicht ausreichend.
Beitrag vom 25.08.2025 - 10:05 Uhr
UserKonTra77
User (260 Beiträge)
Nicht unbedingt. Dass der exorbitante Handelsbilanzüberschuss Europas und Asiens Gift für die US-Industrie ist, ist ja unbestritten.

Nur wenn man die IT Dienstleistungen verschweigt.

Das ist zwar richtig, aber Handels- und Dienstleistungsbilanzen bilden unterschiedliche wirtschaftliche Zustände ab, und um die geht es, nicht um deren Repräsentation in Zahlen, sprich Dienstleistungen von Microsoft & Co. binden vom Umsatz her gesehen relativ weniger Beschäftigung als Handel und Produktion, weshalb es den USA wenig nutzt, wenn zwar wenige viel verdienen, die Masse aber trotzdem arbeitslos wird. Das ist ja auch hierzulande schon ein Problem. Dass die Bilanzen in Summe einigermassen ausgeglichen sind ist nur hinreichend, aber nicht ausreichend.

Außerdem ist das Bildungsbürgertum der IT-Branche nicht die Trump'sche Wählerschicht. Das sind die wenig gebildeten, die auf Populismus und einfachste Blame-Games hereinfallen.
Es zeigt sich einmal mehr, das Bildung der größte Feind der Populisten ist. Auch ein Grund, weshalb Trump so gezielt gegen Universitäten und das öffentliche Bildungswesen vorgeht.

Beitrag vom 25.08.2025 - 18:01 Uhr
UserEricM
User (7072 Beiträge)
Außerdem ist das Bildungsbürgertum der IT-Branche nicht die Trump'sche Wählerschicht. Das sind die wenig gebildeten, die auf Populismus und einfachste Blame-Games hereinfallen.

Ja, mit dieser Schicht hat er erst mal die Wahl gewonnen, indem er Handelsbilanzen mit Zahlungen an andere Länder gleichgesetzt hat. Ich habe in diesem Sinne auch eine extrem miese Handelsbilanz mit unserer Pizzeria um die Ecke, die nehmen mir im Jahr 100erte Euro ab - ist ähnlich sinnvoll.


Es zeigt sich einmal mehr, das Bildung der größte Feind der Populisten ist. Auch ein Grund, weshalb Trump so gezielt gegen Universitäten und das öffentliche Bildungswesen vorgeht.

Womit er aber genau die Gesellschafts-Schichten und Industrie-Strukturen schädigt, die Amerika bisher erfolgreich gemacht hatten.
Denn seien wir mal ehrlich: Der Erfolg der USA in Technologie und Dienstleistung hing in den letzten 50 Jahren von den großen Unis und ihren Absolventen ab, die zu einem guten Teil Immigranten waren. Das Silicon Valley und aller auf ihm beruhende Wohhlstand ist bei aller sozialer und gesellschaftlicher Kritik _die_ wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der letzten 50 Jahre.
Bis auf wenige Reste eines ehemals großen Industriesektors (zB Boeing, Caterpillar, ...) trägt Manufacturing heute nicht mehr wirklich viel zum Wohlstand in den USA bei, etwa 10% des GDP. Tendenz weiter fallend.

Ja, dieser Erfolg kam nicht überall direkt an, aber viele der zurückgebliebenen Gegenden wurden halt mitgeschleppt.
Jetzt aber werden die Staaten, die den Rest bisher mitgeschleppt haben, ausgebremst und durch staatliche Intervention geschwächt, während uA Fließbandjobs, die aktuell von China nach Thailand verschoben werden, weil sie in China zu teuer sind, in den USA - ebenfalls als staatliche Intervention - neu aufgebaut werden sollen.

Um die 10% des GDP zu steigern, die an der Produktion hängen, werden nun die anderen 90% der GDP Erzeuger geschädigt.
Das kann mMn ökonomisch nicht funktionieren, auch, da die so erzeugten Produkte viel zu teuer sein werden, selbst wenn die USA genug qualifizierte Arbeitskräfte finden, die für einen Minimallohn so hart arbeiten wollen.


Dieser Beitrag wurde am 25.08.2025 18:10 Uhr bearbeitet.