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Beitrag vom 02.11.2022 - 22:52 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (1383 Beiträge)
Und da gibt es wirklich genug Lösungen die man nutzen kann:
Atomkraft - hat sehr wenig Co2 AUsstoß (nicht 0!) aber wollen die Grünen nicht.
Verpressung von Co2 - eleminiert den Ausstoß von Co2 und packt das Gas dahin wo man es letztendlich her bekommen hat. Wollen die Grünen nicht.

Wir haben letztendlich ein Wärmeproblem, überwiegend ausgelöst von CO2. Daher dürfen wir eigentlich nur noch die Sonne und in der Atmosphäre vorhandene Energie nutzen, z.B. Wind. Jede Energie die wir aus anderen Quellen beziehen - z.B. Atom, Kernfusion, CCS - heizt die Atmosphäre. (Ich weiß nicht wie hoch der Anteil ist. Aber das Fass läuft massiv über, da ist jeder "Tropfen" zu viel.)


Speicher hat man keinen, Wind und Solar fluktuieren massiv.

Die Speicher sind vorhanden, aktuell werden sie aber nicht genutzt. 1,5 Mio E-Pkw haben mehr Speicherkapazität wie alle Pumpspeicher. Bis 2030 sollen es 15 Mio E-Autos sein.

Mit dem letzten Absatz haben sie klar gemacht wie wenig Ahnung sie haben.

Pumpspeicher sind halt einfach verschwindend gering von der Kapazität und wir haben auch keine.
Wir haben 36 GWH und bräuchten aber wohl irgnedwie die Option 500 GWH zu speichern.

Und kein EAuto Fahrer wird sie in ihre Batterie speichern lassen. Denn speichern heisst das sie es irgendwann auch wieder raus nehmen wollen, dann ist mein Speicher mit dem ich fahren will leer.

Faktisch haben wir weder eine ausreichende Stromerzeugung von erneuerbaren, noch die Möglichkeit den Strom zu speichern wenn wir ihn hätten.
Und die Technologie ist so auch noch nicht da.
Es macht ökonomisch und ökologisch und von der Effizienz keinen Sinn.

P.S. Wir haben kein Wärmeproblem.
Beitrag vom 02.11.2022 - 22:54 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (1383 Beiträge)
Der Luftverkehr ist vom C02 Abdruck global gesehen ein FLiegenschiss. Und es ist egal wie sie die 12.000km machen - per Bahn oder per Schiff - es wird immer viel Co2 freigesetzt.
Sie können natürlich Bus fahren, das ist sehr effzient.

In der Luftfahrtforschung ist der aktuelle Wissenstand, dass die Klimawirkung der Luftfahrt (inkl. nicht CO2-Effekten) irgendwo zwischen 5% und 10% der gesamten Klimawirkung ist. Ein Fliegenschiss ist das nicht, auch wenn man sicher erstmal die Low Hanging Fruits in stationären und bodengebundenen Anwendungen angehen sollte.

Haben sie die Zahlen?

Innerdeutsch: 0,3%

Luftverkehr weltweit wird mit 2,91 - 3,06% angegeben.
Beitrag vom 03.11.2022 - 07:22 Uhr
UserEricM
User (5341 Beiträge)
Die eigentliche Aussage ist,
dass das reglementieren der Kurzstrecke nur bedingte Auswirkungen hat, da es nur einen geringen Anteil an dem eigentlichen Kerosin Verbrauch hat. (Es geht ja nicht um Sinn und Unsinn)
Es zeigt nur dass das verteufeln dieser Flüge nicht die erste Priorität haben sollte und mehr Lobby als Wirkung bringt.

Richtig.
Man könnte auch den Titel umformulieren: Die Langstrecke ist das Problem.
Tatsächlich konzentrieren sich die meisten Diskussionen um Klimawirkungen des Flugverkehrs und auch staatliche Handlungen wie in Frankreich auf die Kurzstrecke.

Das scheint laut der Studie aber mehr eine Thematik zu sein, wo a) die Politik zeigen kann dass wie was tut ohne der Industrie wirklich zu schaden und b) die Luftfahrt ob der erlittenen Einschränkungen jammern kann, ohne dass es tatsächlich weh tut.
Also so eine Art Scripted Reality der Klimadiskussion:

Beim dem Klimaschutz geneigten Bürger wird der Eindruck erweckt, die Politik tut etwas.
Der weniger geneigte Bürger regt sich zwar kurzfristig auf, muss faktisch aber keine Einschränkungen hinnehemen.
Die Industrie lässt ihre Presseabteilung Krokodilstränen vergießen, während weiter Business as usual betrieben wird.

Ist schon nicht ungeschickt :-)
Beitrag vom 03.11.2022 - 08:54 Uhr
UserVB
User (342 Beiträge)

Die Industrie lässt ihre Presseabteilung Krokodilstränen vergießen, während weiter Business as usual betrieben wird.

Ist schon nicht ungeschickt :-)


Man kann noch ergänzen: es wird bei jeder Gelegenheit gesagt, dass man auf der Langstrecke ja gar nichts machen, weil alles so global ist. Deutschland ist zwar die Reisenation der Welt mit einem hohem Aufkommen für sowohl als Origin als Destination, aber wen interssiert es.

Im Übrigen glaube ich aber trotzdem nicht, dass es im heutigen Weltgefüge sinnvoll ist, den Langstreckenverkehr auf den Langstreckenverkehr einfach zu verzichten.

Gerade für die reisefreudigen Deutschen muss dennoch die Frage erlaubt sein, ob es unbedingt für zwei Wochen in die Dom Rep oder nach Thailand an den Strand gehen muss, aber ob es nicht auch etwas Näheres sein kann. Wenn man die Thematik darauf runterbricht wird aber bestimmt wieder jemand um die Ecke kommen und sagen "die paar Flüge fallen doch gar nicht ins Gewicht" und die Bahn ist der größte deutsche Dieselabnehmer (steht in keinem Zusammenhang, aber ist doch eine super Begründung) und dann machen wir am Besten alle weiter so wie vorher.
Beitrag vom 03.11.2022 - 12:58 Uhr
UserStairdancer
User (4 Beiträge)

Im Prinzip soll es verdeutlichen, dass wenn heute der Flugverkehr 2,5% der heutigen Treibhausgasemissionen ausmachen, dann würde der Verkehr unter 500km am Ende nur bei 0,15% der gesamten Emissionen (Vereinfacht gerechnet). Und das wird dann so dermaßen Verteufelt und als Heilsbringer gefeiert... das kritisiert die Studie


Genau das ist der Wahnsinn an der aktuellen Politik. Anstatt sich zur Lösung des Problems die größten Verschmutzer vorzunehmen werden massive Einschränungen für Millionen Passagiere in Kauf genommen um einen minimalen Effekt auf das Klima zu erzeugen. Was soll das?
Das ist so wie mit dem Platikstrohalmverbot. Die Verschmutzung der Meere mit Platikabfällen ist ein riesen Problem. Die Fischrei ist für rund 70% des Platik in den Meeren veranwortlich, aber die lässt man in Ruhe und verbietet Platikstrohalme...
Beitrag vom 03.11.2022 - 14:02 Uhr
UserKranich
User (440 Beiträge)
Die Studie zeigt, wie wichtig die Reduktion der Kurzstreckenflüge ist, nicht nur wegen des Klimas sondern auch wegen der Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Lärm und Feinstaub.
Für den Frankfurter Flughafen werden laufend Messungen zum Ultrafeinstaub durchgeführt siehe hier:  https://www.umwelthaus.org/umweltmonitoring/ultrafeinstaub/auftrag-unh/
Ergebnis:"..Auch Studien an internationalen Flughäfen (Kopenhagen 2012, Los Angeles 2013, Schiphol 2015) legen nahe, dass Flughäfen eine bedeutende Quelle für Ultrafeinstaub darstellen.."

Wenn die Kurzstrecken unter 500km alleine für ca. 28% der Flüge verantwortlich sind, erkennt man das Potenzial für eine gesündere Umwelt durch massive Einschränkung der Kurzstrecke.
Was bei allen Studien zur CO2 Emissionen durch Flugverkehr weggelassen wird, ist der Radiative Forcing Index (RFI), das ist der zusätzliche Klimaeffekt durch nicht CO2 bedingte Emissionen durch Jettriebwerke in Flughöhe. Dieser RFI wird vom Bundesumweltamt mit dem Faktor 3 bewertet, siehe hier: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-11-06_texte-130-2019_umweltschonender_luftverkehr_0.pdf.

Pro Tonne CO2 Emission also der 3 fache Klimaeffekt im Vergleich zu CO2 durch z.B. Autoverkehr.
Beitrag vom 03.11.2022 - 14:21 Uhr
UserEricM
User (5341 Beiträge)
Genau das ist der Wahnsinn an der aktuellen Politik. Anstatt sich zur Lösung des Problems die größten Verschmutzer vorzunehmen werden massive Einschränungen für Millionen Passagiere in Kauf genommen um einen minimalen Effekt auf das Klima zu erzeugen. Was soll das?

Das ist so nicht richtig. Tatsächlich werden alle Verschmutzer (Haushalte, Industrie, Verkehr, ... ) von der Politik angegangen. Was daran ist "Wahnsinn"?
Für die meisten Problemfelder sind aber Konzepte in der Umsetzung oder zumindest Planung.
E-Autos, Sequestierung, Dämmung, Wärmepumpen, Umstellung Prozesswärme auf Strom, Stromerzeugung durch Erneuerbare, etc.

Der Flugverkehr hat hier mehrere Probleme :
- Er hat kein Konzept zur Vermeidung von CO2,
- Er hat keine Möglichkeit, ausgestoßenes CO2 einzufangen
- Er wächst stark.

D.h. während alle anderen sparen (müssen) und damit auch schon angefangen haben, verursacht der Flugverkehr einen in den nächsten Jahren absehbar weiter steigenden CO2 Ausstoß - prozentual und absolut.
Und zwar ohne Aussicht auf Besserung jenseits der Kosmetik des 3% E-Fuel Anteils bis 2030, der zusätzlich von einem erwarteten Verkehrsanstieg um mehr als 10% bis dahin konterkariert wird.

Dieser Beitrag wurde am 03.11.2022 18:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.11.2022 - 22:09 Uhr
Userfbwlaie
User (4825 Beiträge)
Am Ende landen wir doch beim Brundtland-Bericht aus 1983...
Es gibt keine gute Lösungung für den Verkehr.
Beitrag vom 04.11.2022 - 21:38 Uhr
UserOldCrow
User (201 Beiträge)
Würden wir die in Deutschland produzierte Butter mit Margarine ersetzten, würden gut 11 Mio Tonnen Co2 eingespart. Das entspricht dem 7fachen des deutschen Inland Flugverkehrs oder der Hälfte des gesamten deutschen Luftverkehrs. Manchmal weiß ich nicht, ob uns nicht die Maßstäbe verrutscht sind. Wir arbeiten uns immer an Kleinigkeiten ab und lassen die wichtigen Dinge links liegen.
Beitrag vom 04.11.2022 - 22:59 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (1383 Beiträge)
Würden wir die in Deutschland produzierte Butter mit Margarine ersetzten, würden gut 11 Mio Tonnen Co2 eingespart. Das entspricht dem 7fachen des deutschen Inland Flugverkehrs oder der Hälfte des gesamten deutschen Luftverkehrs. Manchmal weiß ich nicht, ob uns nicht die Maßstäbe verrutscht sind. Wir arbeiten uns immer an Kleinigkeiten ab und lassen die wichtigen Dinge links liegen.

Genau. Das wichitge: Butter schmeckt besser als Margarine.

Dafür nehmen ich die mir angerechneten 11 Mio. t / 84 Mio. Menschen in Kauf.
ich bin damit dann für 0,000001 Grad der Klimaerwärmung verantwortlich.

Rauche dafür aber nicht, sollte sich ausgleichen.

Wer Ironie findet, darf sie behalten. Ausser beim Geschmack.
Beitrag vom 04.11.2022 - 23:09 Uhr
UserOldCrow
User (201 Beiträge)
Genau. Das wichitge: Butter schmeckt besser als Margarine.
Dafür nehmen ich die mir angerechneten 11 Mio. t / 84 Mio. Menschen in Kauf.
ich bin damit dann für 0,000001 Grad der Klimaerwärmung verantwortlich.

Genauso einfältig argumentieren viele, wenn sie einen Urlaubsflug buchen.
Beitrag vom 06.11.2022 - 21:36 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2185 Beiträge)
Völlig überflüssige Diskussion hier.

Da diese so ähnlich überall, wo es Besitztümer, Privilegien oder auf stetes Wachstum (ergo Profitorientiertung) eingerichtete Produktionsarten (vorrangig in der sogenannten 1.Welt, inkl. China und Russland) gibt, zu verteidigen gilt, stattfinden.

Immer dasselbe Muster:
"Ja ist wichtig, aber wir können/brauchen/dürfen ... nicht, ausserdem ICH/WIR sind nur ganz klein, aber der/die/das Andere muss/kann/soll ... und dann (vielleicht) denken wir darüber nach. Aber nur, wenn wir NICHTS EINBÜSSEN oder ABGEBEN müssen.".

Hier halt:
ICH/WIR WILL/WOLLEN FLIEGEN - völlig egal, was das für Folgen (für Andere) hat!

Kann man gerade wieder gut beobachten, auf der sogenannten "Klimakonferenz" - wie da palavert, sich gewunden und nach Ausreden gesucht wird... 'der Berg kreiste und gebahr eine Maus' (wenn überhaupt).
Beitrag vom 06.11.2022 - 23:18 Uhr
Userelon
User (6 Beiträge)
Die Studie zeigt, wie wichtig die Reduktion der Kurzstreckenflüge ist, nicht nur wegen des Klimas sondern auch wegen der Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Lärm und Feinstaub.
Für den Frankfurter Flughafen werden laufend Messungen zum Ultrafeinstaub durchgeführt siehe hier:  https://www.umwelthaus.org/umweltmonitoring/ultrafeinstaub/auftrag-unh/
Ergebnis:"..Auch Studien an internationalen Flughäfen (Kopenhagen 2012, Los Angeles 2013, Schiphol 2015) legen nahe, dass Flughäfen eine bedeutende Quelle für Ultrafeinstaub darstellen.."

Wenn die Kurzstrecken unter 500km alleine für ca. 28% der Flüge verantwortlich sind, erkennt man das Potenzial für eine gesündere Umwelt durch massive Einschränkung der Kurzstrecke.
Was bei allen Studien zur CO2 Emissionen durch Flugverkehr weggelassen wird, ist der Radiative Forcing Index (RFI), das ist der zusätzliche Klimaeffekt durch nicht CO2 bedingte Emissionen durch Jettriebwerke in Flughöhe. Dieser RFI wird vom Bundesumweltamt mit dem Faktor 3 bewertet, siehe hier: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-11-06_texte-130-2019_umweltschonender_luftverkehr_0.pdf.

Pro Tonne CO2 Emission also der 3 fache Klimaeffekt im Vergleich zu CO2 durch z.B. Autoverkehr.

Die Sturdie zeigt eigentlich genau das Gegenteil, nämlich, dass es sehr wenig Potential auf der Kurzstrecke einzusparen gibt. Lt- Studie entfallen zwar 27,9 Prozent der Abflüge auf Distanzen von unter 500 Kilometer, aber das sind nur 5,9 Prozent des Treibstoffs und damit des CO2. Im Gegensatz dazu entfielen auf Flüge mit einer Länge von mehr als 4.000 Kilometer 6,2 Prozent der Abflüge, aber 47,0 Prozent des verbrauchten Treibstoffs und damit CO2.

Leider funktioniert der von dir bereitgestellt Link zur Studie der Klimaeffekte nicht- hab sie aber trotzdem gefunden. Allerdings gilt der dort verwendete Faktor 3 ja global betrachtet und auch nur, wenn man die Vergangenheit (Zeithorizont je Metrik) mit einbezieht; auf keinen Fall jedoch für einen Einzelflug und auch nicht für eine Gruppe bestimmter Einzelflüge wie Kurzstrecken, da dort ein Erreichen der angenommenen Flughöhe von 9 km für die Entstehung von negative Klimaeffekten ja gar nicht immer möglich ist. Überdies ist in der Studie von kühlenden Effekten die Rede, deren Ausmaß noch ungenau sei. Hier stellt sich die Frage, ob ein globaler Faktor von 3 für Kurzstreckenflüge, die oftmals in geringen Flughöhen fliegen, als Klimaeffekt überhaupt repräsentativ ist?
Beitrag vom 07.11.2022 - 07:49 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2185 Beiträge)
Hier stellt sich die Frage, ob ein globaler Faktor von 3 für Kurzstreckenflüge, die oftmals in geringen Flughöhen fliegen, als Klimaeffekt überhaupt repräsentativ ist?

Wie ich oben schrieb:
völlig überflüssige Diskussion.

Es findet sich immer wer/was ala 'aber das stimmt nicht, die anderen sind viel schlimmer'. Hier Kurzstrecke 'doch gut', aber Langstrecke 'böse'!
Fazit: "puh, wir müssen nichts einschänken/ändern".

Alles so weiter!
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