Das Besondere am X-59: Die Maschine soll ohne Ã?berschall-Knall fliegen können.
Ich dachte, das Designziel sei nur eine Reduktion des Knalls...
Der X-59, der Ã?berschalljet ohne Ã?berschall-Knall, soll in etwa 16 Kilometer Höhe mit rund 1.500 Kilometern pro Stunde fliegen - und anstelle eines lauten Knalls nur ein Geräusch erzeugen, das so laut ist wie das Zuschlagen einer Autotür.
Dieser Vergleich ist ohne Angabe einer Entfernung zur Autotür ziemlich undefiniert. Laut Wikipedia will die NASA bei 16.000m Ã?berflughöhe 60-75 dB(A) am Boden erreichen.
Für einen 1-Mann Jet, wohlgemerkt.
Ob sich das Design bei Erfolg auf 50 oder mehr Plätze skalieren lässt, muss sich auch erst noch zeigen.
Mit dem X-59 rückt eine Rückkehr des Ã?berschall-Flugs näher
Mit Mach 1.5 und damit mit etwa dem 4-fachen Verbrauch eines normalen Jets und auf 16.000 m noch höher in der Stratosphäre rücken erst mal noch größeren Umweltauswirkungen näher...
Das Flugzeug ermöglichte es etwa Jetsettern und Topmanagern ein Vierteljahrhundert lang, binnen dreieinhalb Stunden von Europa nach New York zu fliegen - nach Sonnenuntergang in Europa los, vor Sonnenuntergang in den USA.
Und dann rechnen wir alle Zeiten vom Betreten des Startflughafens bis zum Verlassen des Zielflughafens dazu und schon ist so ein Ã?berschallflug nur noch 30% schneller als ein "normaler" Interkontflug bei deutlich beengteren Platzverhältnissen.
Aus Umwelt- und kommerzieller Perspektive sehe ich daher insgesamt eher schwarz.
Nebenbei: Ist das heute noch ein Ding für "Topmanager"?
Wenn ich es als Normalo so eilig habe, nehme ich eher Teams als einen Ã?berschalljet...
[...] Boom [...]
hat kein Triebwerk, keins mit kommerzieller Zulassung in Aussicht und will, nachdem der letzte potentielle Hersteller abgesprungen ist, jetzt selbst eins basteln...
Boom ist eins der Startups mit einer noch schlechteren Realitätsanbindung als Lilium.
Dieser Beitrag wurde am 07.01.2024 16:11 Uhr bearbeitet.
