Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Drohne setzt Sprengstoff im Sicherhe...

Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 05.08.2026 - 12:47 Uhr
UserGB
User (1099 Beiträge)
Wer hätte auch gedacht, dass man Drohnen zu anderen Zwecken als zum Herumfliegen im Endanflug nutzen könnte? Eigentlich kann sich jeder ausrechnen, was nach dem Ausprobieren des unbemerkten Eindringens und danach des Positionierens von Sprengladung als Nächstes und Übernächstes zu erwarten ist.

Leider sieht und hört man wenig bis gar nichts von ernsthaften Bemühungen, dieser vorausschaubaren Entwicklung zielgerichtet entgegenzutreten. Ob es sie gibt, man weiss es trotz aller politischen Geschwätzigkeit nicht. Eher nicht.

Stattdessen liest man, so auch wieder heute, Berichte über den Vorteil des Kaufs weiterer F35, mit der grandiosen Begründung, was die dank Stealth-Technik doch so alles können: "unbemerkt in den feindlichen Lufrarum eindringen, Abwehrsystemen ausweichen und Ziele angreifen". Das alles können unbemannte Flugkörper aka Drohnen auch, und zwar sogar bälder, besser, billiger. Und trotzdem will man Personal riskieren und eine planmässig schnelle Ressourcenerschöpfung systematisieren?

Hinzu kommt ein unerschüttlicher Glaube an Infrastruktur. Dass die USA im Irankrieg gerade eines Besseren belehrt werden, das wird schlicht ausgeblendet. Ein paar Raketen der Mullahs auf US-Stützpunkte waren diesbezüglich weit nachhaltiger als tagelange US-Angriffe auf weit verteilte Stellungen.

Manchmal drängt sich einem der Eindruck der Strategie auf, potentielle Gegner sollen sich durch Totlachen gefälligst selbst ausser Gefecht setzen, und nachdenken sei nur etwas für Weicheier.
Beitrag vom 05.08.2026 - 13:19 Uhr
UserEricM
User (7227 Beiträge)
Flugzeug kollidiert in der Luft mit Objekt
Wenige Kilometer vom Flughafen entfernt kollidierte Berichten zufolge eine andere Frachtmaschine in rund 400 Meter Höhe mit einem Objekt.

Da es im Ukraine Krieg mittlerweile auf beiden Seiten Usus ist, Drohnenschläge mit einer zweiten Drohne, die auch als Relais dient, zu filmen und zu steuern, könnte diese Kollision durchaus das Relais erwischt und damit einen erfolgreichen Anschlag verhindert haben.

nach Medieninformationen hat eine Drohne ein "Päckchen mit einem Zünder" und Sprengstoff abgesetzt.

Die Drohne hätte demnach, wäre die Verbindung nicht gekappt worden, möglicherweise eine der abgestellten An-124 erfolgreich angegriffen.
Nach Unterbrechung der Steuerung durch Ausfall des Relais stand sie im "Hold" an Ort und Stelle in der Luft und ist nach Verbrauch der Batterie gelandet, also das was der Text interpretiert als nur "Sprengstoff abzusetzen".

Wir sollten denke ich nicht erwarten, dass die Russische Föderation hierzulande nur mit subtilen Hinweisen arbeitet...
Ich würde das potentiell als fehlgeschlagenen Anschlag werten.
Und falls das stimmt, könnte eine Suche nach weiteren "abgestellten Drohnen mit Sprengstoffpäckchen" in der weiteren Umgebung (oder sogar auf Rumpf oder Tragflächen der AN-124) womöglich hilfreich sein. Für 4 An-124 waren dann vermutlich mindestens 4 Drohnen plus das Relais unterwegs.
Ebenso eine Aufrüstung von LPG um Anti-Drohnen Fähigkeiten

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2026 14:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.08.2026 - 15:00 Uhr
Usermuckster
User (596 Beiträge)
@GB

Zu Ihrer substanzlosen Kritik an der Art und Weise der deutschen Rüstung will ich mich gar nicht äußern, darum nur so viel: Infolge der grundgesetzlichen Beschränkungen des Einsatzes der Bundeswehr im Innern bellen Sie den falschen Baum an. Für die Abwehr solcher Angriffe—selbst wenn sie von feindlich gesonnenen Staaten in Auftrag gegeben wurden—ist in Deutschland die *Bundespolizei* zuständig. Solange der Bundestag nicht den Verteidigungsfall ausgerufen hat, haben die Streitkräfte die Füße still zu halten.
Beitrag vom 05.08.2026 - 16:44 Uhr
UserGB
User (1099 Beiträge)
@muckster

Um es mit Ihren Worten zu sage, ich bellte ja keinen Baum explizit an, sondern eher den ganzen Wald, bestehend z.B. aus den Sprösslingen Bundeswehr, Bundespolizei, Bundestag und Bundesregierung. Da war wie beim Weihnachtsmann für jeden was dabei.

Das Blöde ist nur, diejenigen, die hier einen Schaden anrichten (oder bestenfalls die Fähigkeit zum Anrichten eines Schadens anzeigen) wollten, pflegen sich um derlei Differenzierung nicht zu scheren.

Und diejenigen, die ggfs. einen Schaden erleiden und ausbaden müssen, erst recht nicht.

Wobei, wenn sich die Streitkräfte schon dezidiert zu den gewünschten Waffen äussern, dann betrifft eine Kritik daran natürlich auch die Urheber der Wünsche, oder nicht?