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Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 14.03.2025 - 18:04 Uhr
Usermpilot
User (720 Beiträge)
>An kritischen Infrastrukturen werden immer mehr Drohnen gesichtet - ein Fluggerät wies rund fünf Meter Spannweite auf.
Am 28. Februar sichteten Zollbeamte demnach 15 Drohnen an einem Containerterminal in Bremerhaven, nur Tage später zogen zehn Flugobjekte über die Hafenanlagen hinweg

Wenn es nicht die eigenen Dienste beim Ã?ben waren, dann könnte einem Angst und Bange werden. Eine Spannweite von 5m ist ein beachtliches Gerät das sich da im Luftraum bewegt, von Unbekannt wo auch immer gesteuert. Dadurch wird auch der VMC Luftverkehr gefährdet der auf "see and avoid" vertraut. Es müsste eine Flugplanpflicht dafür eingeführt werden, wer ohne fliegt wird eliminiert, was mit scramble jets sicher gar nicht so einfach durchführbar ist. Spätestens wenn die Drohnen 10 m Spannweite haben sollte die Luftverteidigung flächendeckend bereit sein.
Beitrag vom 14.03.2025 - 18:14 Uhr
UserEricM
User (7375 Beiträge)
Anzahl: Falls wer auch immer was aukundschaften will, wäre eine Drohne besser als 10 oder 15. Die Aufnahmen sind die gleichen, aber eine fällt weniger auf.

Abschätzung der Größe: Wenn man nicht weiß, wie hoch bzw wie weit entfernt die Drohne fliegt, also im Normalfall, kann man auch die Größe genauso schwer abschätzen, wie bei Flugzeugen.
Viele Anwohner im Endanflug denken ja, die Flugzeuge würden in verschiedenen Höhen vorbeikommen, dabei sind sie nur unterschiedlich groß und laut, zB bei einem A330 hinter einem A319.

Ein Jet kann schon mal gar nichts gegen eine tief fliegende Drohne ausrichten.
Die Drohne ist viel zu klein und viel zu tief und der Jet viel zu schnell.
Beitrag vom 14.03.2025 - 19:07 Uhr
UserDaemotron
User (153 Beiträge)
Wer heimlich einen Stützpunkt ausspähen will, nutzt entweder sehr kleine Drohnen, die visuell schwer auszumachen sind, oder fliegt einfach mit einem Kleinflugzeug drüber (ist vielerorts völlig legal möglich, wie ein Blick auf die ICAO Karte zeigt).

Wer mit größerem Gerät drüberfliegt, der will gesehen werden. Das ist keine heimliche Spionage, sondern eine offene Drohung.
Beitrag vom 15.03.2025 - 06:17 Uhr
Usermeihan
User (124 Beiträge)
Wenn schon an einem Tag 15 (!) Drohnen am selben Object gesichtet werden ist ds schon verdächtig. Vermutlich sollen die teils "großen" Drohnen von den kleinsten ablenken, welche dann ungestört die für die Spionge wichtigen Details fotografieren/übertragen können. Man sollte hier dringend, gerade bei sicherheitsrelevanten Orten/Obiekten, umgehend mit Abwehrmöglichkeiten (Laser?) sichern und Flugverbote jeglicher Art in größerem Umkreis einrichten. Zeitverzögernde Genehmigungsverfahren sollten dabei ausgeschlossen werden.
Beitrag vom 15.03.2025 - 18:09 Uhr
UserDaemotron
User (153 Beiträge)
Man sollte hier dringend, gerade bei sicherheitsrelevanten Orten/Obiekten, umgehend mit Abwehrmöglichkeiten (Laser?) sichern und Flugverbote jeglicher Art in größerem Umkreis einrichten. Zeitverzögernde Genehmigungsverfahren sollten dabei ausgeschlossen werden.

Ã?ber den meisten Chemiewerken gilt bereits Flugverbot, ebenso über AKWs (auch wenn die aus sind). Genauso betroffen sind militärische Manövergebiete und auch einige Stützpunkte. Wenn Drohnen da drüberknattern, halten die sich einfach nicht an Verbote. Wenn es Drohnen ausländischer Provenienz sind, fliegen sie wahrscheinlich ohnehin komplett illegal, also ohne Betriebsgenehmigung für den deutschen Luftraum. Wir dürfen also getrost davon ausgehen, dass der Betreiber sich weder um SERA noch LuftVO schert. Trotzdem wäre es wichtig, vor einer Gewaltanwendung ED-Rs zu definieren, in denen diese stattfinden würde - sonst läuft man Gefahr, aus Versehen ein Kleinflugzeug oder einen Segelflieger runterzuholen.

Die Einrichtung von ED-Rs ist aber nicht trivial und nicht überall so ohne weiteres möglich, vor allem nicht "in größerem Umkreis" - das hat jetzt nix mit Bürokratie zu tun, sondern schlicht mit geographischen Gegebenheiten. Die Luftlinienentfernungen in Dt'land sind nicht so wahnsinnig groß, und was passiert, wenn man ein hohes Luftverkehrsaufkommen in einem vergleichsweise kleinen Luftraum zusammenpfercht, haben wir jüngst über dem Potomac sehen müssen. Dabei geht es nicht nur um Verkehrsfliegerei, sondern auch um anderen zivilen Luftverkehr (Rettungshubschrauber z. B.). Blöd, aber lieber zweimal nachdenken, bevor eine gut gemeinte, aber schlecht gemachte Maßnahme nur zu krassen Bildern, schlechter Presse und plattgeklopften Stirnen führt - das nützt hier niemandem, unseren Widersachern hingegen schon.

Vielleicht sollten wir uns daher überlegen, ob wir kritische Anlagen, die andere auf keinen Fall zu Gesicht bekommen sollen, auch anderweitig tarnen oder baulich schützen - denn selbst wenn es gelingt, Drohnen fernzuhalten, dann hat die andere Seite immer noch Aufklärungssatelliten.

Das ist übrigens mit einer der Gründe, warum ich nicht daran glaube, dass es hier primär um Aufklärung geht - das ginge wie schon ausgeführt auch dezenter. Es ist die Demonstration, dass man die Ziele auch angreifen könnte.

Laser sind zur Drohnenabwehr übrigens nur mäßig gut geeignet - Airburst-Geschosse sind da wesentlich effektiver und bei den meisten Streitkräften heute das Mittel der Wahl (zumindest bei kleineren, tief fliegenden Drohnen).
Beitrag vom 15.03.2025 - 20:40 Uhr
UserTagesprophet
User (265 Beiträge)
Mir ist unverständlich, dass die zuständigen staatlichen Stellen nicht herausfinden können, wo diese Drohnen herkommen/aufsteigen. Wenn die Anzahl der Drohnen so groß ist, und die Ereignishäufigkeit so hoch, dann wird es ja wohl in wenigstens einem Fall mal möglich sein, den Ursprung/Urheber zu ermitteln.
Beitrag vom 24.03.2025 - 23:19 Uhr
UserDaemotron
User (153 Beiträge)
Kurzes Update: Das BMDV hat per NfL 2025-1-3430 vier neue ED-Rs eingerichtet, die ab morgen (und zunächst bis zum 4. April) gültig sind (Nordenham, Hude, Fulda und Niederaichbach), alle offiziell ohne Angaben von Gründen. Niederaichbach ist wohl für's AKW, bei den anderen ist es nicht so klar ersichtlich.