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Beitrag 1 - 15 von 15
Beitrag vom 26.07.2021 - 09:27 Uhr
UserVJ 101
User (1022 Beiträge)
Die Briten haben sich diesem Irrsinn entzogen - mögen sie auch von den Kontinentaleuropäern dafür als blöd dargestellt werden.
Beitrag vom 26.07.2021 - 11:02 Uhr
UserSonnenbar
User (54 Beiträge)
wenn man sich die neusten wirtschaftsdaten unabhängig von corona anschaut mit recht
Beitrag vom 26.07.2021 - 11:57 Uhr
Userairborn
User (227 Beiträge)
wenn man sich die neusten wirtschaftsdaten unabhängig von corona anschaut mit recht.
Auf welchen Fakten beruht Ihre Aussage?
Beitrag vom 26.07.2021 - 13:04 Uhr
UserPropeller45
User (270 Beiträge)
Nun ja, zumindest die Erwartungen mit 7,6% Wachstum dieses Jahr sind hoch.

 https://www.theguardian.com/business/2021/jul/26/uk-economy-growing-at-fastest-rate-in-80-years-says-forecaster

Während der EU-Tanker nur langsam wieder Fahrt aufnehmen kann, weil sich im Lockdown doch viele Algen und Muscheln etc. am Rumpf angedockt haben und die Fahrtaufnahme deutlich verlangsamt, können die Briten schneller und flexibler agieren. Und sie tun es offensichtlich.
Beitrag vom 26.07.2021 - 13:24 Uhr
UserCinrella
User (160 Beiträge)
Nun ja, zumindest die Erwartungen mit 7,6% Wachstum dieses Jahr sind hoch.

 https://www.theguardian.com/business/2021/jul/26/uk-economy-growing-at-fastest-rate-in-80-years-says-forecaster

Während der EU-Tanker nur langsam wieder Fahrt aufnehmen kann, weil sich im Lockdown doch viele Algen und Muscheln etc. am Rumpf angedockt haben und die Fahrtaufnahme deutlich verlangsamt, können die Briten schneller und flexibler agieren. Und sie tun es offensichtlich.

Die Zahl ist hoch, ist aber auch darin begründet, dass das BIP (laut Ihrer Quelle) massiv gesunken ist (-9,8% in 2020). Da ist ein hohes Wachstum normal und nicht weiter schwierig.

Das EU-BIP ist 2020 um nur 5% gesunken und es wird ein Wachstum von 3,4% in 2021 erwartet.
In Zahlen bedeutet dies, dass sich der EU-Wirtschaftsraum über die Krise besser gehalten hat!

Beispielrechnung mit einem fiktionalen BIP von 100.000€ in 2019 zur vereinfachten Rechnung:
GB: 9,8% Verlust sind in 2020 90.200€ BIP. Nach Wachstum von 7,6% in 2021 stände das BIP bei 97.055€

EU: 5% Verlust sind in 2020 95.000€ BIP. Nach Wachstum von 3,4% in 2021 stände das BIP bei 98.230€

Außwirkungen aus dem EU-Austritt sind aktuell noch schwer zu ermitteln, da durch die Krise verfälscht. Allerdings waren die Auswirkung seit dem Referendum bis zum Start der Corona-Krise nicht positiv für das BIP, obwohl sich in diesem Zeitraum für die Firmen rechtlich nichts geändert hat und der Handel normal möglich war.

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2021 13:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.07.2021 - 13:40 Uhr
UserPropeller45
User (270 Beiträge)
Nun ja, zumindest die Erwartungen mit 7,6% Wachstum dieses Jahr sind hoch.

 https://www.theguardian.com/business/2021/jul/26/uk-economy-growing-at-fastest-rate-in-80-years-says-forecaster

Während der EU-Tanker nur langsam wieder Fahrt aufnehmen kann, weil sich im Lockdown doch viele Algen und Muscheln etc. am Rumpf angedockt haben und die Fahrtaufnahme deutlich verlangsamt, können die Briten schneller und flexibler agieren. Und sie tun es offensichtlich.

Die Zahl ist hoch, ist aber auch darin begründet, dass das BIP (laut Ihrer Quelle) massiv gesunken ist (-9,8% in 2020). Da ist ein hohes Wachstum normal und nicht weiter schwierig.

Das EU-BIP ist 2020 um nur 5% gesunken und es wird ein Wachstum von 3,4% in 2021 erwartet.
In Zahlen bedeutet dies, dass sich der EU-Wirtschaftsraum über die Krise besser gehalten hat!

Beispielrechnung mit einem fiktionalen BIP von 100.000€ in 2019 zur vereinfachten Rechnung:
GB: 9,8% Verlust sind in 2020 90.200€ BIP. Nach Wachstum von 7,6% in 2021 stände das BIP bei 97.055€

EU: 5% Verlust sind in 2020 95.000€ BIP. Nach Wachstum von 3,4% in 2021 stände das BIP bei 98.230€

Außwirkungen aus dem EU-Austritt sind aktuell noch schwer zu ermitteln, da durch die Krise verfälscht. Allerdings waren die Auswirkung seit dem Referendum bis zum Start der Corona-Krise nicht positiv für das BIP, obwohl sich in diesem Zeitraum für die Firmen rechtlich nichts geändert hat und der Handel normal möglich war.

Danke für die Erläuterungen. Ein paar mehr Zahlen und diese Gegenüberstellung sind hilfreich.
Ich hatte gerade den Guardian online gelesen und dieser Artikel von heute war aktuell veröffentlicht.
Beitrag vom 26.07.2021 - 21:07 Uhr
UserEricM
User (3217 Beiträge)
"... sorgen für Entsetzen"

Eigentlich heisst das doch nur, dass Slots erst dann wieder reserviert werden können, wenn sie auch genutzt werden.
Es macht doch keinen Sinn, über mehrere Jahre den Status quo der Slotvergabe von 2019 zu zementieren, obwohl sich in der Branche gerade starke Verschiebungen des Angebots vollziehen.
Wo sollen denn da zB neue Angebote herkommen, die, vielleicht etwas umweltfreundlicheren Direktverkehr bieten, wenn die Platzhirsche weiter alle brauchbaren Slots blockieren aber nicht bedienen?
Beitrag vom 27.07.2021 - 00:41 Uhr
User2ndSEG
User (240 Beiträge)
Wie weltfremd ist denn diese Kommission geworden?

Zu verlangen, dass 50% der Slots im Winter (!) besetzt werden müssen, wo deutlich mehr als die Hälfte der Länder kein freies Reisen ermöglichen?!?

Hauptsache, sie räumen Qatar praktisch grenzenloses Wachstum ein und stechen der hiesigen Industrie wo sie nur können das Messer in den Rücken. Bravo! Langsam werde ich auch zum EU-Skeptiker...
Beitrag vom 27.07.2021 - 06:35 Uhr
UserVJ 101
User (1022 Beiträge)
Es ist immer gut etwas zu hinterfragen, das nicht demokratisch gewählt und ohne Kontrolle ist.

FIFA Funktionäre, EU Kommission...vom Volk abgekapselte Eliten
Beitrag vom 27.07.2021 - 07:10 Uhr
UserEricM
User (3217 Beiträge)
Es ist schon komisch... sobald die EU etwas zu Regulierung, Umweltschutz, Passagierrechten, Arbeitsrecht oder Klimaschutz tut, wird das von ihren Kritikern als "Sozialismus" gebrandmarkt der mit dem angeblich "freien Markt" in Konflikt steht, der als Lösung aller Probleme dargestellt wird.

Kaum trifft die EU wie in diesem Fall aber eine Entscheidung, die Regulierung reduziert und den Marktkräften mehr Spielraum lässt - den Interessen dieser Kritiker aber zuwiderläuft - wird genau nach Beibehaltung diesr Regulierung gerufen - von "freiem Markt" ist dann plötzlich keine Rede mehr, sondern die Maßnahme wird als diktatorisch und undemokratisch dargestellt...

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2021 07:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.07.2021 - 08:05 Uhr
Usercontrail55
User (2769 Beiträge)
Es ist schon komisch... sobald die EU etwas zu Regulierung, Umweltschutz, Passagierrechten, Arbeitsrecht oder Klimaschutz tut, wird das von ihren Kritikern als "Sozialismus" gebrandmarkt der mit dem angeblich "freien Markt" in Konflikt steht, der als Lösung aller Probleme dargestellt wird.
Eigentlich ist es eher komisch, dass gerade Sie dieses Argument anführen, wo Sie doch mit den Protagonisten, die eben diesen freien Markt (aus)nutzen, kontinuierlich auf Kriegsfuß stehen.
Kaum trifft die EU wie in diesem Fall aber eine Entscheidung, die Regulierung reduziert und den Marktkräften mehr Spielraum lässt - den Interessen dieser Kritiker aber zuwiderläuft - wird genau nach Beibehaltung diesr Regulierung gerufen - von "freiem Markt" ist dann plötzlich keine Rede mehr.
Damit sind Sie dann ja in guter Gesellschaft. Jeder dreht es sich so, wie es gerade gebraucht wird.
Haben Sie sich nicht sonst den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben? Jetzt propagieren Sie den freien Markt, der mit einer Flugschwemme versuchen wird, Positionen zu besetzen, die von den anderen mit Leerflügen verteidigt werden und verargumentieren dies noch mit "möglicherem umweltfreundlicheren Direktverkehr". Sie könnten glatt beim BDL anfangen.

Um den Markt mache ich mir keine Sorgen, der wird sich schon anpassen und Wege finden. Wenn die Sicherheit der Beständigkeit als Geschäftsgrundlage wegfällt, wird man agiler werden müssen. Ohne den Ballast lähmender TVs, BVs und Verträge. Man geht dahin, wo es was zu verdienen gibt, und raus wo nicht. Alles was stört und kostet wird kurzfristig entledigt. Das hat der Markt ja bereits verstanden.
Beitrag vom 27.07.2021 - 08:05 Uhr
Usergordon
User (2993 Beiträge)
Es ist schon komisch... sobald die EU etwas zu Regulierung, Umweltschutz, Passagierrechten, Arbeitsrecht oder Klimaschutz tut, wird das von ihren Kritikern als "Sozialismus" gebrandmarkt der mit dem angeblich "freien Markt" in Konflikt steht, der als Lösung aller Probleme dargestellt wird.

Kaum trifft die EU wie in diesem Fall aber eine Entscheidung, die Regulierung reduziert und den Marktkräften mehr Spielraum lässt - den Interessen dieser Kritiker aber zuwiderläuft - wird genau nach Beibehaltung diesr Regulierung gerufen - von "freiem Markt" ist dann plötzlich keine Rede mehr, sondern die Maßnahme wird als diktatorisch und undemokratisch dargestellt...

Komisch ist doch genauso, dass gerade Sie, der ja ein Freund der Regulierung ist und mich immer von den Nachteilen des "freien Marktes" überzeugen will, gerade hier die Reduzierung der Regulierung befürwortet.
Allerdings habe ich die Argumentation mit "umweltfreundlichen Direktverkehren" nicht verstanden habe. Aber egal ...
Nehmen Sie sich ein Beispiel an mir, ich bin auch in dem Fall der Slotvergabe für den "freien Markt" :)
Beitrag vom 27.07.2021 - 17:50 Uhr
UserEricM
User (3217 Beiträge)
Eigentlich ist es eher komisch, dass gerade Sie dieses Argument anführen, wo Sie doch mit den Protagonisten, die eben diesen freien Markt (aus)nutzen, kontinuierlich auf Kriegsfuß stehen.

Welches "Argument"? Ich kann mich nicht erinnern mit Markttheorien oder für einen "freien Markt" argumentiert zu haben.
Ich habe nur in Frage gestellt, ob man Slots für ehemals große Slotverbraucher wirklich weiter auf Vorrat reservieren sollte.
Ich glaube das ist nicht ganz das Gleiche ...

Haben Sie sich nicht sonst den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben? Jetzt propagieren Sie den freien Markt, der mit einer Flugschwemme versuchen wird, Positionen zu besetzen, die von den anderen mit Leerflügen verteidigt werden und verargumentieren dies noch mit "möglicherem umweltfreundlicheren Direktverkehr". Sie könnten glatt beim BDL anfangen.

Wenn die Slots reserviert bleiben, wird mittelfristig ja auch nicht weniger geflogen, denn die schlechteren Slots, die in diesem Fall für den Wettbewerb (der jetzt eh kommen wird) neu reserviert werden müssen, weiten ja zusätzlich den Betrieb in die Nacht hinein aus.

Zum Direktverkehr: Ja, wie soll denn einem Hub-Modell oder dem Betriebsmodell Komplex-Airline Wettbewerb entstehen, wenn alles nach Schema 2019 festgeschrieben bleibt?
Beitrag vom 28.07.2021 - 09:03 Uhr
Usercontrail55
User (2769 Beiträge)
Eigentlich ist es eher komisch, dass gerade Sie dieses Argument anführen, wo Sie doch mit den Protagonisten, die eben diesen freien Markt (aus)nutzen, kontinuierlich auf Kriegsfuß stehen.

Welches "Argument"? Ich kann mich nicht erinnern mit Markttheorien oder für einen "freien Markt" argumentiert zu haben.
Wenn Sie schreiben "...über mehrere Jahre den Status quo der Slotvergabe von 2019 zu zementieren, obwohl sich in der Branche gerade starke Verschiebungen des Angebots vollziehen. " und "Wo sollen denn da zB neue Angebote herkommen ... wenn die Platzhirsche weiter alle brauchbaren Slots blockieren aber nicht bedienen?" dann ist das für mich durchaus ein Argument für einen freien Markt.
Ich habe nur in Frage gestellt, ob man Slots für ehemals große Slotverbraucher wirklich weiter auf Vorrat reservieren sollte.
Ich glaube das ist nicht ganz das Gleiche ...

Haben Sie sich nicht sonst den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben? Jetzt propagieren Sie den freien Markt, der mit einer Flugschwemme versuchen wird, Positionen zu besetzen, die von den anderen mit Leerflügen verteidigt werden und verargumentieren dies noch mit "möglicherem umweltfreundlicheren Direktverkehr". Sie könnten glatt beim BDL anfangen.

Wenn die Slots reserviert bleiben, wird mittelfristig ja auch nicht weniger geflogen, denn die schlechteren Slots, die in diesem Fall für den Wettbewerb (der jetzt eh kommen wird) neu reserviert werden müssen, weiten ja zusätzlich den Betrieb in die Nacht hinein aus.

Zum Direktverkehr: Ja, wie soll denn einem Hub-Modell oder dem Betriebsmodell Komplex-Airline Wettbewerb entstehen, wenn alles nach Schema 2019 festgeschrieben bleibt?
Da es ja mehrere Hubmodelle parallell nebeneinander gibt, stehen die ja schon im Wettbewerb. Der Kunde hat die Wahl zwischen zB STO-AGP über mehrere Hubs oder auch einen Direktflug.
Die drängendstten Wettbewerber in FRA wären Easy und Ryan und die flie(o)gen ex FRA nicht eine Strecke anders als das bereits bestehende Angebot. Das neue Angebot an Direktverkehren müsste ja außerhalb der Hubs liegen, die sind ja bereits vollständig angebunden.
Die Airports für Direktverkehre sind aber in der Regel garnicht Slot Resticted. Da könnte also jederzeit jemand rein gehen, wenn er denn einen Business Case sieht.
Für die Hub Airlines ist aber alles darauf ausgerichtet, dass, wenn es wieder normaler läuft, man wieder zu dem alten Volumen zurückkehren kann. Geld wird bereitgestellt, das Personal wird vorgehalten, die Infrastruktur wird vorgehalten, die Maschinen werden vorgehalten usw., das alles finanziell unterstützt durch die Gemeinschaft. Jetzt sagt man, Volumen ist noch nicht da (auch weil wir es auch durch die Regelungen klein halten), aber ihr müsst dennoch eine Mindestnutzung liefern, sonst ist es weg.
Da darf man schon mal irritiert sein.
Da sich bisher noch niemand für die freien Slots der LHG interessiert hat, scheint die Möglichkeit für Wettbewerb niemand zu vermissen.

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2021 10:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.07.2021 - 10:58 Uhr
UserEricM
User (3217 Beiträge)
dann ist das für mich durchaus ein Argument für einen freien Markt.

Das scheint aber jetzt _sehr_ weit an den Haaren herbeigezogen.
Regulierter Markt vs. Protektionierung einzelner Anbieter sind 2 ganz verschiedene Dinge.

Die Airports für Direktverkehre sind aber in der Regel garnicht Slot Resticted

Nicht mal Frankfurt ist seit dem Ausbau Slot Restricted.

Da darf man schon mal irritiert sein.

Warum denn? Sobald die Slots wieder gebraucht werden, können doch auch die bisherigen Airlines diese Slots wieder belegen? Sie sind ja nicht automatisch auf Dauer weg...