Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / EU mahnt Regierungen zum Abstandhalten

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Beitrag vom 11.05.2020 - 21:09 Uhr
UserEricM
User (5608 Beiträge)
Die Forderung aus der SPD alle Aktivitäten bei der LH in "Steueroasen" zu unterbinden ist auch mal wieder so provinziell und weltfremd wie es nur die liebe Poltik in Deutschland schafft. Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. So lange es keine einheitlichen, weltweiten Regeln zu dem Thema gibt, würde die LH einen enormen Nachteil gegenüber der Konkurrenz (und allen möglichen anderen DAX Unternehmen die dort auch ansässig sind) haben.

Ja und komischerweise hätte der deutsche Staat und das deutsche Sozialsystem dadurch einen enormen Vorteil gegenüber der Konkurrenz ... also den anderen Staaten.
Wenn wir gerade dabei sind zu überlegen, wo die Steuermilliarden herkommen sollen, um die Corona Ausfälle zu bezahlen:
Wie wärs wenn wir weltweit Steueroasen trockenlegen und die staatlichen Mehreinnahmen für diesen Zweck nutzen?

Auf EU Ebene müsste das nach dem Abgang der Briten eigentlich konsensfähig sein, die akuten Probleme sind groß genug um wirklich was zu bewegen - auch wenn da viele EU Mitglieder vermutlich nicht freiwillig mitgehen werden.
Machbare Alternativvorschläge zur Finanzierung können sie ja gerne machen.

Nur weil es vermeintliche "Steueroasen" sind,

jaja, "vermeintlich" :-)

ist Steuervermeidung/Tax Avoidance (legal wegen unzähliger regulatorischer "Ausnahmen/Lücken") noch lange nicht illegal wie die Steuerhinterziehung/Tax Evasion!

Ja, genau das ist das Problem das gelöst werden muss.

Dieser Beitrag wurde am 11.05.2020 22:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.05.2020 - 18:45 Uhr
UserStockMaster
User (118 Beiträge)

Wie wärs wenn wir weltweit Steueroasen trockenlegen und die staatlichen Mehreinnahmen für diesen Zweck nutzen?

Das ist mal ein wirklich guter Vorschlag! In Zeiten wie diesen gibt es halt auch immer Chancen. Die müssen halt von der Politik genutzt werden. Glaube auch, dass es ohne UK leichter geworden ist daran was zu ändern.

Ich bin absolut dafür die ganzen legalen Schlupflöcher und Ausnahmeregelungen die es gibt zu schließen (Doppelbesteuerungsabkommen mit Nevis & St. Kitts z.B., lustig weil man dort schon keine Steuern gezahlt hat, musste man in UK dann auch keine mehr drauf zahlen)....

So lange die Politik das nicht hinbekommt, sollte sie aber den Mund zu dem Thema halten und lieber an einer Lösung arbeiten. Wie hart die Politik und Medien die LH Info ohne Kontext verbreitet haben ist fahrlässig. Das ist schon Faktenverdrehung a la Trump. Es wird so getan als ob es illegal ist, wahrscheinlich handelt es sich aber einfach um die ganz normale Tax und Cash-Flow Optimisation eines globalen Konzerns. Das ist halt heute legal. Zeit was dran zu ändern, dann aber bitte wenigstens EU-weit.
Beitrag vom 12.05.2020 - 18:54 Uhr
UserStockMaster
User (118 Beiträge)
Die Forderung aus der SPD alle Aktivitäten bei der LH in "Steueroasen" zu unterbinden ist auch mal wieder so provinziell und weltfremd wie es nur die liebe Poltik in Deutschland schafft. Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. So lange es keine einheitlichen, weltweiten Regeln zu dem Thema gibt, würde die LH einen enormen Nachteil gegenüber der Konkurrenz (und allen möglichen anderen DAX Unternehmen die dort auch ansässig sind) haben.

Also liebe SPD: Da ihr Teil der Regierung seid, arbeitet daran, globale Spielregeln zu erstellen. Wenn es diese gibt und für alle (*lach*) gelten, dann könnt ihr auch die Lufthansa rauspicken und draufrumreiten.

Nur weil es vermeintliche "Steueroasen" sind, ist Steuervermeidung/Tax Avoidance (legal wegen unzähliger regulatorischer "Ausnahmen/Lücken") noch lange nicht illegal wie die Steuerhinterziehung/Tax Evasion!

Das ist das Schutzschirmverfahren vielleicht doch die bessere Alternative, zumal da die raffgierigen illoyalen Aktionäre da leer ausgehen.

Leider wird vergessen, dass laut Geschäftsbericht 2019, 58% Institutionelle Anleger sind. Da sind die ganzen Gelder der Sparer mit drin, die private Altersvorsorg etc. Immer wenn ein Bluechip draufgeht, dann trifft es die ganz normalen Bürger mit. Man muss sich das, in der heutigen Zeit, wo auf die bösen Investoren geschimpft wird die auf Dividenden verzichten sollen, einfach nochmal bewusst machen. Den Großteil aller Anteile halten (über ihre Masse) ganz normale Bürger über ihre Spareinlagen, die Anlagen ihrer Versicherungen, Rentenfonds etc. Trifft also im Endeffekt alle. Es gibt ein paar Ausnahmen mit Konzernen die noch große Einzelinvestoren haben (z.B. BMW). Da BMW im Endeffekt aber noch ein Familienunternehmen ist, werden dort eh andere Maßstäbe angesetzt und in Krisenzeiten eher auf Dividende verzichtet und Geld im Unternehmen gehalten. Bedeutet allerdings nicht, dass sie nicht wie Daimler und VW nicht auch gerne jetzt ne neue Abwackprämie hätten.
Beitrag vom 13.05.2020 - 10:48 Uhr
UserSaintEx
User (378 Beiträge)
Leider wird vergessen, dass laut Geschäftsbericht 2019, 58% Institutionelle Anleger sind. Da sind die ganzen Gelder der Sparer mit drin, die private Altersvorsorg etc. Immer wenn ein Bluechip draufgeht, dann trifft es die ganz normalen Bürger mit. Man muss sich das, in der heutigen Zeit, wo auf die bösen Investoren geschimpft wird die auf Dividenden verzichten sollen, einfach nochmal bewusst machen. Den Großteil aller Anteile halten (über ihre Masse) ganz normale Bürger über ihre Spareinlagen, die Anlagen ihrer Versicherungen, Rentenfonds etc. Trifft also im Endeffekt alle.

Der "ganz normale Bürger" ist laut Definition zum überwiegenden Teil mündig und wird deswegen auch regelmäßig als Teil des Gesamt-Souveräns zu Wahlen aufgerufen. Er ist demnach jederzeit zu 100% selbst dafür verantwortlich, wie und wo er überschüssiges Geld anlegt und sollte sich informieren, mit welchem Risiko seine Anlage per se verknüpft ist ... und er sollte sich stets vor Augen führen, daß Zinsen nicht von alleine entstehen, sondern immer von anderen Menschen erarbeitet werden müssen.
Folglich ist es vollkommen unerheblich, wer tatsächlich hinter dem Überbegriff "Investor" steht, denn jeder, der Aktien direkt oder indirekt erwirbt, weiß (neben den Chancen) um die Risiken ... auch wenn er diese gerne ausblendet. Kommt das Risiko zum Tragen, ist Mitleid fehl am Platz.
Ersparnisse auf Tagesgeldkonten sind zwar weniger chancenreich, haben aber seit März nicht 20-30% an Wert verloren und sind für's Erste auch nicht vom Totalausfall bedroht.
Beitrag vom 13.05.2020 - 11:33 Uhr
UserStockMaster
User (118 Beiträge)
Leider wird vergessen, dass laut Geschäftsbericht 2019, 58% Institutionelle Anleger sind. Da sind die ganzen Gelder der Sparer mit drin, die private Altersvorsorg etc. Immer wenn ein Bluechip draufgeht, dann trifft es die ganz normalen Bürger mit. Man muss sich das, in der heutigen Zeit, wo auf die bösen Investoren geschimpft wird die auf Dividenden verzichten sollen, einfach nochmal bewusst machen. Den Großteil aller Anteile halten (über ihre Masse) ganz normale Bürger über ihre Spareinlagen, die Anlagen ihrer Versicherungen, Rentenfonds etc. Trifft also im Endeffekt alle.

Der "ganz normale Bürger" ist laut Definition zum überwiegenden Teil mündig und wird deswegen auch regelmäßig als Teil des Gesamt-Souveräns zu Wahlen aufgerufen. Er ist demnach jederzeit zu 100% selbst dafür verantwortlich, wie und wo er überschüssiges Geld anlegt und sollte sich informieren, mit welchem Risiko seine Anlage per se verknüpft ist ... und er sollte sich stets vor Augen führen, daß Zinsen nicht von alleine entstehen, sondern immer von anderen Menschen erarbeitet werden müssen.
Folglich ist es vollkommen unerheblich, wer tatsächlich hinter dem Überbegriff "Investor" steht, denn jeder, der Aktien direkt oder indirekt erwirbt, weiß (neben den Chancen) um die Risiken ... auch wenn er diese gerne ausblendet. Kommt das Risiko zum Tragen, ist Mitleid fehl am Platz.
Ersparnisse auf Tagesgeldkonten sind zwar weniger chancenreich, haben aber seit März nicht 20-30% an Wert verloren und sind für's Erste auch nicht vom Totalausfall bedroht.

Stimmt absolut, man sollte meinen der mündige Bürger kommt darauf klar. Leider geht es hier gar nicht in der Masse um die "kleinen" Privatportfolios bei Maxblue, Comdirect oder sonstwo. Viele Anlagen der Bürger sind für den Bürger nicht selbst verwaltbar. Ob das jetzt Rentenfonds, Altersvorsorgen von Firmen, Anlagen von Versicherungen (die legen die Prämien auch an) oder sonstwas sind. In Übersee auch noch viel Stärker die Mutual Funds und Rentenfonds. Das sind Institutionelle Anleger und die legen alle in Bluechips an (frei nach dem Motto "Nobody ever go fired for buying IBM"). Selbst wenn es nur durch eine Erhöhung der Versicherungsprämie ist (weil diese Verluste aus Anlagegeschäften ausgleichen muss), irgendwie wird der Bürger immer getroffen bei sowas.
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