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Beitrag vom 12.12.2019 - 16:07 Uhr
UserLuftfahrt und Ei..
User (23 Beiträge)
Hört sich natürlich wenig an, ist aber für die heutigen Anforderungen der Luftfahrtsicherheit, eine zu hohe Risikorate. Wobei es sich hier auch um eine Statistik handelt. Die haben bekanntlich auch Tücken. Man sollte froh sein, dass die Fehler (leider durch zwei Unfälle) gefunden wurden und die MAX jetzt überarbeitet wird. Dann wird man bestimmt eine Statistik aufstellen, die tragbarer für heutige Luftfahrtstandards sind und die liegt in meiner Vorstellung bei einem Absturz in 30 Jahren!

Dieser Beitrag wurde am 12.12.2019 16:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.12.2019 - 16:17 Uhr
UserEricM
User (2292 Beiträge)
Hört sich natürlich wenig an,

Was? Ein Absturz eines Modells wegen systembedingten Fehlern in der Flugsteuerung alle 2-3 Jahre ist WENIG? In welcher Industrie arbeiten Sie?
Versuchen Sie mal mit einer Unfallprognose von 70 Toten im Jahr auch nur einen Wasserkocher zugelassen zu bekommen...
Beitrag vom 12.12.2019 - 16:24 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (550 Beiträge)
Wobei es sich hier auch um eine Statistik handelt. Die haben bekanntlich auch Tücken.

Stimmt, es hat kein halbes Jahr gedauert, bis der nächste Unfall passiert ist.
Beitrag vom 12.12.2019 - 16:26 Uhr
UserFraBay83
User (28 Beiträge)
Hört sich natürlich wenig an, ist aber für die heutigen Anforderungen der Luftfahrtsicherheit, eine zu hohe Risikorate. Wobei es sich hier auch um eine Statistik handelt. Die haben bekanntlich auch Tücken. Man sollte froh sein, dass die Fehler (leider durch zwei Unfälle) gefunden wurden und die MAX jetzt überarbeitet wird. Dann wird man bestimmt eine Statistik aufstellen, die tragbarer für heutige Luftfahrtstandards sind und die liegt in meiner Vorstellung bei einem Absturz in 30 Jahren!

Sie lernen es einfach nicht! Das ist keine Statistik sondern eine Hochrechnung gewesen. Jeder Absturz, jeder Tote ist einer zu viel! Den Anderen Relativierung und Lügen unterstellen und selbst leider nur rudimentäres Wissen über die Luftfahrt besitzen. Sie wollten doch an den Diskussionen teilnehmen, dann verhalten Sie sich auch dementsprechend und lassen diese latente "Boeinghuldigung" endlich mal sein.

Dieser Beitrag wurde am 12.12.2019 16:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.12.2019 - 17:34 Uhr
UserFlug_Fan
User (2 Beiträge)
@FraBay83
Dem kann ich nur zustimmen!
Beitrag vom 12.12.2019 - 18:02 Uhr
Userdidigolf
User (353 Beiträge)
Hört sich natürlich wenig an, ist aber für die heutigen Anforderungen der Luftfahrtsicherheit, eine zu hohe Risikorate. Wobei es sich hier auch um eine Statistik handelt. Die haben bekanntlich auch Tücken. Man sollte froh sein, dass die Fehler (leider durch zwei Unfälle) gefunden wurden und die MAX jetzt überarbeitet wird. Dann wird man bestimmt eine Statistik aufstellen, die tragbarer für heutige Luftfahrtstandards sind und die liegt in meiner Vorstellung bei einem Absturz in 30 Jahren!

Sie lernen es einfach nicht! Das ist keine Statistik sondern eine Hochrechnung gewesen. Jeder Absturz, jeder Tote ist einer zu viel! Den Anderen Relativierung und Lügen unterstellen und selbst leider nur rudimentäres Wissen über die Luftfahrt besitzen. Sie wollten doch an den Diskussionen teilnehmen, dann verhalten Sie sich auch dementsprechend und lassen diese latente "Boeinghuldigung" endlich mal sein.
Bei manchen wenigen Foristen ist das aussichtslos, er oder sie lernen es einfach nie!
Beitrag vom 12.12.2019 - 18:19 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (376 Beiträge)

Bei manchen wenigen Foristen ist das aussichtslos, er oder sie lernen es einfach nie!

Einer produziert sich doch immer so gerne als Politiker. Bei seiner Qualifikation hier und seinem US Huldigen würde ich mal meinen als polnischstämmiger hat er eine ziemliche nähe zur Weltsicht der polnischen PIS Partei (rechtsaussen) für welche Partei der hier in D wohl Politiker ist?
Beitrag vom 12.12.2019 - 20:28 Uhr
UserNeilArmstrong
User (422 Beiträge)
wenn das so alles stimmt (was ich nicht ernsthaft bezweifle), dann sollten auf beiden Seiten Köpfe rollen, und - auch um ein Zeichen zu setzen - nie mehr sollte eine 737MAX abheben!!! Auf die avisierten software-updates pfeife ich, die werden mehr überdecken denn beseitigen!
Schimpft mich einen Populisten, aber die Sicherheit geht vor, und ohne schmerzhg´hafte Zeichen zu setzen, geht das sonst immer so weiter.
Safety first muss wieder ein Wert sein!


Wieso sollten Sie als Populist beschimpft werden? Maximal wären Sie ein Sicherheitsfetischist :-), also Sicherheitsfanatiker. Aber das ist doch beim Bewegen im dreidimensionalem Raum kein Schimpfwort sondern sollte ein Muß sein.

Dieser Beitrag wurde am 12.12.2019 20:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.12.2019 - 20:41 Uhr
UserNeilArmstrong
User (422 Beiträge)
Das Lesen der ST gehört zum Leidwesen meiner Frau ja schon zu meinen Frühstücksritualien, so auch heute.
Was man da wieder liesst über die Anhörung im Kongress, lässt es einem schon grauen.
Nur ein Beispiel, von vielen, die da besprochen wurden: Ed Pierson, Senior Manager Boeing, hat mehrfach einen vorübergehenden Stop der Produktion empfohlen, um mit der Begründung, beim Militär wurde schon für viel weniger eine Produktionslinie gestoppt! Die Antwort von Scott Campbell, Chef der Production line in Renton:
“The military isn’t a profit-making organization.”
Das ist jetzt ja keine heimliche Aussage, sondern hier geht es um die Anhörung im US Kongress, und die Öffentlichkeit schaut sich das auch genau an.
Jeder kann ja selbst da nachlesen, wenn es interessiert.
Zugelassen wird der Flieger ohnehin erst wieder, wenn alle Zweifel beseitigt sind, da kann sich die FAA nicht erlauben weiterhin grosszügig über die Probleme hinweg zu sehen.
Und im Gegensatz vieler werde auch ich dann wieder in den Flieger einsteigen!
Die Frage ist nur, welche Strafzahlungen da auf Boeing zu kommen.
Wenn es um ausländische Unternehmen ging, war man ja schnell bei hohen Milliardenbeträgen. Hier bei solchen Praktiken von Boeing müsste das sicher bei 2 stelligen Milliardenbeträgen sein!


Wären diese Milliardenbeträge sinnvoll? Nein! Ich wäre dafür, daß die FAA der Max nur noch eine zeitlich befristete Zulassung gibt, und zwar ungeachtet der Betriebswirtschaftlichkeit. Boeing wird dafür auferlegt ein Nachfolgemodell mit einem vorgegeben Sicherheitskatalog zu entwickeln. Ist genauso teuer wie eine Strafzahlung. Aber es nutzt mehr dem Kunden, den Menschen statt dem Staat.
Beitrag vom 12.12.2019 - 20:54 Uhr
UserNeilArmstrong
User (422 Beiträge)
@ GRAHA
Sie haben zurecht einen Link auf die VW-Thematik in den USA angesprochen.
Was haben sich die USA in der Dieselaffaire gegen VW als Saubermann hingestellt, und was hat das Ganze VW gekostet.
Im Vergleich dazu ist die Vorgehensweise von FAA als auch Regierung gegenüber Boeing bisher einfach nur als schändlich und von scheinbarem populistischem Schutz (America first) geprägt. Hoffentlich besinnen sich die Zuständigen und treffen noch ausstehende ernstzunehmende Maßnahmen.

Beide Fälle sind nicht vergleichbar. Auch wenn Boeing sicherlich einem nationalen "Schutz" unterliegt, wie VW in Deutschland eben auch (Strafrechtlich als auch zivilrechtlich in DE). Den USA ist kein "echter" Schaden (Nicht respektlos gemeint, aber leider wird es rechtlich so verstanden werden) entstanden, da es keine Opfer in den USA gab. VW hat mit einem erhöhten Schadstoffausstoß Schaden in den USA verursacht. Und damit gilt der Rechtsgrundsatz in den USA. Profitiert man von etwas Unrechtmäßigen, dann entstehen hohe Strafzahlung anhand des zu erwartenden Mehrgewinns durch den "Betrug". Denkt man über diese Grundlage des amerikanischen Systems nach, werden so man "irrsinnge" Strafen, welche wir nicht nachvollziehen können, plötzlich doch klarer und verständlicher. Auch wenn es manchmal etwas komische Auswüchse hat, wie jedes System. Dies begründtet auch die Milliardensumme an Strafen von VW. Die Frage ist eher macht das amerikanische System mehr Sinn als Unseres? Klar ist, ein entdeckter "Betrug" in den USA tut sicherlich bedeutend mehr weh als bei uns und schreckt sicher mehr ab. Denn über ein "paar Milliönchen" lacht VW in Deutschland doch und die komplette ehemalig Führungsebene ist entspannt mit einem dicken Konto im Ruhestand und nicht im Gefägnis.

Bitte Vorsicht mit juristischen Abschätzungen. Bedenken Sie, daß in den USA der angelsächsische Rechtskreis gilt. Deutschland ist vom römisch-germanischen Rechtskreis geprägt. Kennen Sie die Unterschiede? Bitte informieren. Dazu gibt es im Strafrecht keinen nationalen Schutz oder Vorzug. Es gibt nur eine nationale Strafnorm, die für alle in dieser Nation Aufhaltenden gilt. Denn ohne Nationalstaat gibt es auch kein Recht.

Zeigt übrigens auch den Irrtum, es wären keine Nationalstaaten notwendig. Eine solche Meinung kann nur von Power-Point-Apologeten vertreten werden.
Beitrag vom 12.12.2019 - 23:18 Uhr
UserPropeller45
User (237 Beiträge)
Heute hat der FAA-Boss Mr Muilenburg in Washington untersagt, weiterhin mit seinen Zeitplänen in der Öffentlichkeit fürs Degrounding die FAA und andere Zulassungsbehörden unter Druck zu setzen.

 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/faa-boss-tells-boeing-ceo-to-back-off-over-737-max-schedule/

Beitrag vom 13.12.2019 - 22:56 Uhr
Usershred
User (14 Beiträge)
Gestern scherzte ich noch, man solle Boeing mal fragen, wie viele Tote pro Jahr denn für ihren Profit akzeptabel sind.

Heute blieb mir das Lachen im Halse stecken.
Beitrag vom 14.12.2019 - 11:36 Uhr
UserFW 190
User (1569 Beiträge)
@ Kate Austen

Ein Absturz alle 2-3 Jahre

Da stellt sich ja sofort die Frage: wie viele B737-Flüge weltweit liegen dieser Berechnung zu Grunde um auf diese Einschätzung zu kommen?

Kann ja eigentlich nur die MAX gemeint sein. 350 wurden bis März ausgeliefert, 55 sollten pro Monat dazu kommen. Pro Jahr macht so ein Flieger sicher um die 2.000 Cycles (alte LH Zahlen deren 737 Flotte).

Es gibt Airlines die streben (nur) 5*10^6 unfallfreie Flüge an, andere 10^8. Die genannten "alle 2-3 Jahre" würden bei 1.000 Flugzeugen und 2.000 Flügen p.a. etwa der ersten Zahl entsprechen.

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2019 11:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.12.2019 - 12:51 Uhr
UserEricM
User (2292 Beiträge)
@ Kate Austen

Ein Absturz alle 2-3 Jahre

Da stellt sich ja sofort die Frage: wie viele B737-Flüge weltweit liegen dieser Berechnung zu Grunde um auf diese Einschätzung zu kommen?

Kann ja eigentlich nur die MAX gemeint sein. 350 wurden bis März ausgeliefert, 55 sollten pro Monat dazu kommen. Pro Jahr macht so ein Flieger sicher um die 2.000 Cycles (alte LH Zahlen deren 737 Flotte).

Es gibt Airlines die streben (nur) 5*10^6 unfallfreie Flüge an, andere 10^8. Die genannten "alle 2-3 Jahre" würden bei 1.000 Flugzeugen und 2.000 Flügen p.a. etwa der ersten Zahl entsprechen.

Wobei sich diese Einschätzung (alle 2-3 Jahre) meinem Vertsändnis nach nur auf _zusätzliche_ Abstürze verursacht durch die auffällige Flugsteuerung (MCAS) bezieht.

Alle zwei bis drei Jahre, so rechneten es die Experten der Behörde hoch, drohe der 737 MAX ohne Änderungen an der Flugsteuerung ein Totalverlust - über die Programmlaufzeit der MAX seien weltweit rund 15 mit Flug JT610 vergleichbare Zwischenfälle zu erwarten.

Alle anderen Gründe kämen noch dazu, wenn man es mit dem gesamten Absturzrisiko 10^8 vergleichen will...
Anders gesagt: Das Gesamtabsturzrisiko wäre bei der MAX dann nochmal deutlich höher als die genannten alle 2-3 Jahre.


Dieser Beitrag wurde am 14.12.2019 12:55 Uhr bearbeitet.
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