Beitrag vom 23.07.2026 - 21:36 Uhr
Die Zahlen zeigen vor allem, dass sich der Luftverkehr nach der Pandemie weiter stabilisiert – wenn auch mit einer anderen Struktur als 2019. Dass die Langstrecke und der Europaverkehr das Vorkrisenniveau nahezu wieder erreicht haben, spricht gegen eine generelle Schwäche des Standorts Deutschland. Der starke Rückgang innerdeutscher Flüge ist zudem nicht allein auf hohe Steuern und Abgaben zurückzuführen, sondern auch auf den Ausbau des Bahnverkehrs, verändertes Reiseverhalten und den Trend zu Videokonferenzen. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus sinnvoll, dass die knappen Kapazitäten der Airlines dort eingesetzt werden, wo die Nachfrage am größten ist. Die hohen Standortkosten erklären daher nur einen Teil der Entwicklung – der Luftverkehr passt sich vielmehr dauerhaft an veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen an.