Beitrag vom 01.08.2025 - 11:30 Uhr
57 Milliarden? Warum nicht 157 Milliarden?
Mir bleibt da echt die Spucke weg, was für Kosten.
Mir fällt dazu spontan das Karnevalslied ein: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld...
Dieser Beitrag wurde am 01.08.2025 11:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.08.2025 - 13:45 Uhr
57 Milliarden? Warum nicht 157 Milliarden?
Mir bleibt da echt die Spucke weg, was für Kosten.
Mir fällt dazu spontan das Karnevalslied ein: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld...
Schauen Sie sich einfach mal an, wer da zunehmend "das Sagen" hat (siehe Eigentumsverhältnisse IAG Group - Wikipedia etc.), dann wissen Sie auch, aus welcher "Portokasse" das mit einem dicken Grinsen bezahlt werden wird… die Rechnung kommt dann später. Der Ausverkauf des mutlosen Europas geht voran.
Beitrag vom 03.08.2025 - 15:52 Uhr
57 Mrd. durch 84 Mio Passagiere macht rd. 680 € pro Passagier/Jahr, d.h. bei 10 Jahren Amortisationsfrist müssten pro durchgeleitetem Passagier 68 € **zusätzlich** erwirtschaftet werden, und das noch ohne Zinsen, Inflation und sonstigen passagierzahlabhängigen Kosten.
Bei uns nagt die Branche doch schon bei 5 € Mehrbelastung am Hungertuch.
Beitrag vom 03.08.2025 - 17:17 Uhr
57 Mrd. durch 84 Mio Passagiere macht rd. 680 € pro Passagier/Jahr, ....
Mit der dritten Startbahn sollen es 150 Mio Passagiere jährlich werden.
Dennoch erstaunen die Zahlen. In MUC hat man bis zu 2,5€ Milliarden für die dritte Startbahn kalkuliert, in LHR sollen es 21 Mrd Pfund sein. Also ungefähr das zehnfache. Möglicherweise sind da Umsiedlungen von Anwohnern und massive Lärmschutzmassnahmen dabei?
T5X(12 Mrd Pfund) soll viermal so viel kosten wie T3(4 Mrd €) in FRA. Wenn T5X den Großteil der zusätzlichen Passagiere(~70 Mio) aufnehmen soll könnte das hinkommen(FRA T3=19 Mio).
Die sonstigen Infrastrukturmassnahmen für 15 Mrd Pfund beinhalten vermutlich auch Kosten für bessere Anbindung an London und optimierten internen Transit zwischen den Terminals.
Und da es sich um private Investoren handelt haben die möglicherweise realistisch gerechnet und die Inflation gleich mit einkalkuliert.
Beitrag vom 03.08.2025 - 18:30 Uhr
MUC könnte eine dritte Startbahn mal eben nebenan auf der grünen Wiese bauen. Heathrow ist dagegen mitten in der Start. Ortschaften müssten umgesiedelt werden, ebenso müsste die vielbefahrene Autobahn M25 verlegt und unter die 3. Startbahn verlegt werden. Das verschlingt Unsummen. Wenn die Kapazität um 70 Millionen gesteigert werden sollte wäre das mehr als heute ab MUC abgewickelt wird. MUC hatte 2024 41.6 Millionen Passagiere. Also MUC mit LHR zu vergleichen macht wenig Sinn. LHR ist auch ein Punkt zu Punkt Flughafen, er müsste also auch gut mit Autobahn und ÖV abgeschlossen werden. MUC ist eher ein Umsteigeflughafen, daher ja leider auch schlecht angbunden an München mit ÖV.
Es ist aber erstaunlich, dass man in Deutschland diesen Wettbewerbsvorteil nicht zu nutzen weis. Dort wäre die dritte Bahn schnell gebaut. Und relativ günstig.
Beitrag vom 03.08.2025 - 19:09 Uhr
Aktuelles Info-Material vom Flughafenbetreiber:
https://www.heathrow.com/content/dam/heathrow/web/common/documents/company/about/expansion/Expanding-Heathrow-proposal-summary-31-07-25.pdf
Auf Seite 22 die geplanten Veränderungen in Blau / Magenta / Gelb. Nur der Bereich im Süden von Heathrow mit T4 würde unverändert bleiben. Neben der dritten Runway und der T5-Erweiterung im Norden würde dieser Plan einen weitgehenden Neubau der Terminal-Infrastruktur zwischen den bestehenden Bahnen beinhalten.
Edit: Typo
Dieser Beitrag wurde am 04.08.2025 00:29 Uhr bearbeitet.Beitrag vom 03.08.2025 - 22:31 Uhr
Für das Geld bekäme man 2 Flughäfen auf der grünen Wiese. Gerade Heathrow ist doch auch so ein Fall, wo man sich fragt, welche Vorteile eine weitere Konzentration von Mobilität auf engstem Raum, eingezwängt zwischen 3 anderen Verkehrsträgern und inmitten eines dicht besiedelten Gebiets bringen soll.
Best Case wären 8-10 Jahre Verskehrsinfarkt (Bahn, Flugzeug, Auto) rund um Heathrow durch Baustellen.
Dass der aktuelle Betreiber mehr Umsatz machen möchte, kann man ja nachvollziehen, aber wo ist der Sinn eines derartigen Vorhabens für das Umfeld?
Beitrag vom 04.08.2025 - 00:27 Uhr
Für das Geld bekäme man 2 Flughäfen auf der grünen Wiese.
Mit Sicherheit nicht im Großraum um London.
Es gab 2014 eine Studie für einen Neubau mit 24h-Betrieb an der Themsemündung. Da wurden die Gesamtkosten inklusive Verkehrsanbindung und Entschädigung der Heathrow-Betreiber mit bis zu 120 Milliarden Pfund kalkuliert.
Beitrag vom 04.08.2025 - 08:41 Uhr
Für das Geld bekäme man 2 Flughäfen auf der grünen Wiese.
Mit Sicherheit nicht im Großraum um London.
Stimme zu. Im Großraum London gibt es nicht mal eine grüne Wiese, die groß genug wäre. Die Infrastruktur-Dichte rund um London ist erstaunlich. Noch viel weniger wären die wenigen freien Flecken dort für einen Flughafen geeignet.
Meine Idee ging daher auch mehr in Richtung eines zusätzlichen Flughafens außerhalb des Großraum Londons.
Das ist letztendlich der gleiche Widerspruch den man in Frankfurt hat. Auf der einen Seite möchte man lokalen Bedarf einer Metropol-Region abdecken, auf der anderen Seite einen globalen Hub 24h am Tag mit möglichst wenig Einschränkungen betreiben.
Wenn ich mir FRA so anschaue, würde ich sagen, das läuft idR auf einen für alle Seiten unbefriedigenden Dauer-Kompromiss raus.
Also warum nicht 2 Flughäfen draus machen?
Aus strategischer Sicht einer neutralen, nationalen Verkehrsplanung hätte im Jahr 2000 das Modell 24h-Hub in Sperenberg statt des BER am aktuellen Standort durchaus Vorteile gehabt, es hätte aber natürlich die Verkehrsentwicklung der damals schon bestehenden Flughäfen eher in den Sinkflug geschickt...
Es gab 2014 eine Studie für einen Neubau mit 24h-Betrieb an der Themsemündung. Da wurden die Gesamtkosten inklusive Verkehrsanbindung und Entschädigung der Heathrow-Betreiber mit bis zu 120 Milliarden Pfund kalkuliert.
Ja, diese Studie und alleine schon die Überlegung, einen Flughafen in Sumpf/Marschgebiet zu bauen, zeigte primär, dass es in SO-England rund um London schlicht nicht mehr genug freien Raum gibt, um Infrastruktur in der benötigten Größe zu planen.