Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / IATA warnt vor tiefgreifenden Störu...

Beitrag 1 - 5 von 5
Beitrag vom 12.12.2018 - 13:40 Uhr
UserAvokus
User (888 Beiträge)
Erschreckend, daß man sich von vielen offiziellen Stellen erst jetzt mit der Möglichkeit des harten Brexit auseinandersetzt. Die Bekundungen hören sich alle unausgegoren, ja hektisch oder panisch an. Man kann nur hoffen, daß die Airlines und Airports da mehr Contingency Planning gemacht haben. Ob eine pragmatische Lösung wie oben skizziert umsetzbar ist, ohne die Möglichkeit sich darauf formell zu verständigen, ist ebenfalls mit einem dicken Fragezeichen zu versehen. Jetzt wird langsam klar in welch einen Schlamassel sich die Engländer selbst und auch ihre Noch-Partner in der EU geritten haben. Schon jetzt von einem guten 2019 zu sprechen scheint mir vor diesem Hintergrund recht töricht zu sein. Interessant sind aber auch die klaren Worte von Heidi Nordby Lunde, Präsidentin der Norway's European Movement in in Bezug auf einen möglichen Beitritt zu EFTA

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Dieser Beitrag wurde am 12.12.2018 13:41 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.12.2018 - 14:33 Uhr
UserEricM
User (5488 Beiträge)
Nicht überraschend. Die Luftfahrt ist sehr Prozess-orientiert und seit Jahrzehnten optimierungs- und rationalisierungswütig.
Solche Organsationen verlieren daher fast zwangsläufig diejenigen Mitarbeiter, deren Stärke im Improvisieren besteht.
Gleichzeitig wird der Aufwand gescheut, umfangreiche (teure) Vorbereitungen für den Worst Case (Harter Brexit) zu treffen, bevor das alle anderen auch tun.

So sind aktuell weder die notwendigen umfangreichen Vorbereitungen abgeschlossen, noch ist flexibles Personal für schnelle, gezielte Adaptionen auf große Veränderungen vorhanden.

Kurz: Aktuell sind weder die Strukturen noch die Führungskräfte der Luftfahrt auf den Brexit ausgelegt.
Aber nicht nur dort ...


Dieser Beitrag wurde am 12.12.2018 15:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.12.2018 - 15:22 Uhr
Usernessie
User (674 Beiträge)
Als Beispiel nannte er die Infrastruktur für Ein- und Ausreise in Großbritannien, die trotz zusätzlicher automatischer "E-Gates" nicht ausreichend sei für den erhöhten Bedarf an Personenkontrollen nach einem Brexit. Lange Wartezeiten seien unabwendbar.

Verstehe ich nicht. Großbritannien ist nicht Schengen und hat daher die ganze Zeit Personenkontrollen durchgeführt. Habe regelmäßig meinen Pass/Perso vorweisen müssen.

Die IATA sorgt sich auch um die Durchführbarkeit von Sicherheitsverfahren. "Wenn Großbritannien ohne ein Abkommen über Luftfahrtsicherheit aus der EU fällt könnte das dazu führen, dass Passagiere und Gepäck bei Flügen aus Großbritannien in die EU erneut kontrolliert werden müssten ", so Schvartzman.

Wie viele Umsteiger, die von Großbritannien kommen und in einem EU-Flughafen umsteigen gibt es denn? Die Mehrzahl dürften doch Direktflüge sein. Fallen die Umsteiger dann im Verhältnis zu den ganzen Umsteigern aus anderen Ländern ins Gewicht?

Und nachdem nicht zu erwarten ist, dass Großbritannien mit dem Austrittstag die Sicherheitskontrollen spontan schleifen lässt, wäre eine Aufnahme in die Liste der Länder mit hohem Kontrollstandard doch ohne Probleme machbar.

Ich sage nicht, dass es keine Probleme gibt. Ich halte hier aber einiges für Panikmache. Mag aber auch sein, dass ich das zu entspannt sehe.
Beitrag vom 12.12.2018 - 16:30 Uhr
Usercontrail55
User (4626 Beiträge)
Nicht überraschend. Die Luftfahrt ist sehr Prozess-orientiert und seit Jahrzehnten optimierungs- und rationalisierungswütig.
Solche Organsationen verlieren daher fast zwangsläufig diejenigen Mitarbeiter, deren Stärke im Improvisieren besteht.
Gleichzeitig wird der Aufwand gescheut, umfangreiche (teure) Vorbereitungen für den Worst Case (Harter Brexit) zu treffen, bevor das alle anderen auch tun.

So sind aktuell weder die notwendigen umfangreichen Vorbereitungen abgeschlossen, noch ist flexibles Personal für schnelle, gezielte Adaptionen auf große Veränderungen vorhanden.

Kurz: Aktuell sind weder die Strukturen noch die Führungskräfte der Luftfahrt auf den Brexit ausgelegt.
Aber nicht nur dort ...
Das ist aber arg pauschal. Welche Vorbereitungen meinen Sie denn konkret? Die im Artikel aufgeführten Themen sind allesamt hoheitlich. Was soll da die IATA ausrichten? Wie ihre Rolle gesehen wird zeigt sich aktuell im Qatar Boykott. Eher nebensächlich.
Das GB-USA Abkommen steht bereits, da der Bedarf klar ist. Aber wenn ein harter Brexit kommt, dann ist die Luftfahrt nur eins von unzähligen Themen, die dann schnell zu lösen wären.

Dieser Beitrag wurde am 12.12.2018 16:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.12.2018 - 10:29 Uhr
UserDaemotron
User (119 Beiträge)
Der regulatorische Part wird wüst - UK kann der EASA (wie Norwegen, Schweiz und Island auch) zwar wieder beitreten, und das wäre (soweit ich verstanden) habe auch Bestandteil des vorliegenden Brexit-Abkommens. Bei einem Austritt ohne Abkommen müsste das aber in einem separaten Vertrag erst wieder vereinbart werden.

Das betrifft dann eine ganze Menge - gegenseitige Anerkennung von Pilotenlizenzen, AOCs, Zertifizierung von Luftfahrzeugen und Flugzeugkomponenten, Zertifizierung von Entwicklungs-, Herstell- und Wartungsbetrieben, etc.