Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Kahlschlag bei Lufthansa Cargo

Beitrag 1 - 6 von 6
Beitrag vom 15.11.2019 - 06:55 Uhr
UserAngros
User (372 Beiträge)
Geht es nun um die Kosten, oder um die Nachfrage? Vordergründig, lt. Artikel und Manageraussagen, anscheinend ja um Zweiteres. Wieso lohnt es sich dann für Aerological dann Strecken zu übernehmen, wenn es anscheinend einen weltweiten Nachfrageeinbruch gibt?
Ist Aerological so wesentlich billiger, dass es sich für die lohnt, mit halbleeren Fliegern zu operieren und für LH-Cargo nicht?
Beitrag vom 15.11.2019 - 09:29 Uhr
Usercb6785
MD11-Flieger
User (192 Beiträge)
Ist Aerological so wesentlich billiger, dass es sich für die lohnt, mit halbleeren Fliegern zu operieren und für LH-Cargo nicht?

Ich würde mal schätzen im gleichen Maße wie Eurowings auf dem Papier ja auch vieeeeeeel effizienter und billiger sein sollte als Germanwings. Davon hat sich zwar bisher nichts konkret materialisiert, aber zumindest kann man sich als Management wieder auf die Schultern klopfen, "teures" Altpersonal durch Subunternehmen ersetzt zu haben.
Beitrag vom 15.11.2019 - 10:54 Uhr
UserYankeeZulu1
User (155 Beiträge)
AeroLogic ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit DHL, die Maschinen werden (sicher je nach Bedarf, aber bisher eigentlich immer) in der Woche für DHL eingesetzt, am Wochenende für LHC, mit mehr Maschinen bei AeroLogic ist man insgesamt flexibler. Hinzu kommt, daß AeroLogic logischer Weise nicht dem KTV unterliegt, es m W auch keinen bindenden Rahmen für Vergütungen gibt, vielmehr die Piloten sehr individuell vergütet werden sollen. Damit spart man sicher deutlich Personalkosten, aber - nicht zu unterschätzen - man zeigt dem LH-Personel und den Gewerkschaften, daß man im möglichen Rahmen jede Chance nutzt, KTV nicht anwenden zu müssen. Betriebswirtschaftlich ist das OK, ansonsten aus meiner Sicht nicht. Aber es ist eine Folge der verhärteten Fronten zw AG und AN, mehr Fingerspitzengefühl und mehr Respekt auf beiden Seiten wäre schon passend!
Für die AN und deren Vertretungen sollte klar sein, daß jede Verschlechterung des Betriebsergebnisses Wasser auf die Mühlen der Sparkommissare ist. Für die AG gilt, daß jede offensichtliche Entscheidung gegen KTV-Leute nicht dazu beiträgt, daß die AN-Vertretungen bei der wirklich dringend notwendigen Reform des KTV - sowohl weitgehende bis totale Vereinheitlichung der Regelungen für die Konzerngesellschaften (außer LH), wie auch die dringend nötige grundlegende Reform des aus Staatsbetriebs-/Beamtenzeiten stammenden KTV mit deutlichen Wettbewerbnachteilen am Markt und katastrophalen Chancenreduzierungen für Nachwuchsflugzeugführer - zustimmen wird.
Beitrag vom 15.11.2019 - 12:25 Uhr
UserLumi
User (703 Beiträge)
Ist denn der "Nachfrageeinbruch" bzw. das "Frachtkapazität-Überangebot" von seriöser neutraler Seite aus verifiziert ?
Die MD11-Flotte wurde zum Ausverkaufspreis von LH erworben und ist seit langem abgeschrieben und LH hat jetzt Erfahrung mit der 777-Flotte gesammelt. Ausserdem ist man wesentlicher Eigner der billiger bezahlten Aerologic. Da liegt es nahe das eigene Haus mal so zu verschlanken und "action" zu demonstrieren bevor die Investorengruppen die Köpfe hochbezahlter Ausichträte und Vorstände fordern......
Beitrag vom 15.11.2019 - 13:36 Uhr
UserPilot Response
User (267 Beiträge)
AeroLogic ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit DHL, die Maschinen werden (sicher je nach Bedarf, aber bisher eigentlich immer) in der Woche für DHL eingesetzt, am Wochenende für LHC, mit mehr Maschinen bei AeroLogic ist man insgesamt flexibler. Hinzu kommt, daß AeroLogic logischer Weise nicht dem KTV unterliegt, es m W auch keinen bindenden Rahmen für Vergütungen gibt, vielmehr die Piloten sehr individuell vergütet werden sollen. Damit spart man sicher deutlich Personalkosten, aber - nicht zu unterschätzen - man zeigt dem LH-Personel und den Gewerkschaften, daß man im möglichen Rahmen jede Chance nutzt, KTV nicht anwenden zu müssen. Betriebswirtschaftlich ist das OK, ansonsten aus meiner Sicht nicht. Aber es ist eine Folge der verhärteten Fronten zw AG und AN, mehr Fingerspitzengefühl und mehr Respekt auf beiden Seiten wäre schon passend!
Für die AN und deren Vertretungen sollte klar sein, daß jede Verschlechterung des Betriebsergebnisses Wasser auf die Mühlen der Sparkommissare ist. Für die AG gilt, daß jede offensichtliche Entscheidung gegen KTV-Leute nicht dazu beiträgt, daß die AN-Vertretungen bei der wirklich dringend notwendigen Reform des KTV - sowohl weitgehende bis totale Vereinheitlichung der Regelungen für die Konzerngesellschaften (außer LH), wie auch die dringend nötige grundlegende Reform des aus Staatsbetriebs-/Beamtenzeiten stammenden KTV mit deutlichen Wettbewerbnachteilen am Markt und katastrophalen Chancenreduzierungen für Nachwuchsflugzeugführer - zustimmen wird.

Der KTV hat aber für den Arbeitgeber nicht nur Nachteile, wie eben genau dieses Szenario jetzt zeigt: Mal schnell 200-250 Piloten in einen anderen Flugbetrieb verschieben ohne Abfindungen zahlen zu müssen.
Beitrag vom 17.11.2019 - 09:52 Uhr
User
User ( Beiträge)
Aerologic wird von Joe Moser geführt, einem ehemaligen Flugbetriebsleiter der Air Berlin und Flottenchef von LTU.
Dieser Herr ist ein Individuum der besonderen Art! Er machte immer einen eigenen Karriereschritt, in dem er seine Pilotenkollegen an die Geschäftsleitung verkaufte. Warum sollte er zum Ende seiner Karriere dieses Verhalten ändern?
Obiges Verhalten kann ich jederzeit nachweisen.
Schönes WE