Beitrag vom 16.10.2026 - 08:03 Uhr
Ein 321F ist also nicht rentabel und als Ausgleich setzt man dann eine deutlich kleinere 777F ein. Das macht absolut Sinn.
Gute Entscheidungen des Unternehmens sind einfach unbezahlbar.
Beitrag vom 16.10.2026 - 12:58 Uhr
Während die CityLiner bei vollem Gehalt zu Hause sitzen und die A321 bei weiter laufenden Kosten geparkt sind. Die Einsparungen Dank der CityLine Stilllegung müssen enorm sein...NICHT!
Beitrag vom 17.10.2026 - 10:48 Uhr
Die geparkten A321F und mögliche weiterlaufende Personalkosten sind durchaus ein Anlass, nach der Wirtschaftlichkeit der Entscheidung zu fragen. Für das eindeutige Urteil, dass keinerlei Einsparungen entstehen, fehlen uns allerdings die Zahlen.
Dass eine A321F nicht rentabel eingesetzt werden konnte, schließt einen wirtschaftlichen Einsatz der deutlich größeren 777F nicht automatisch aus. Entscheidend sind Frachtaufkommen, Erlöse, Frequenzen und die Einbindung in das übrige Netzwerk. Eine größere Maschine könnte beispielsweise Fracht mehrerer kleinerer Flüge bündeln oder zwischen Langstreckeneinsätzen zusätzliche Umläufe übernehmen. Ob das hier tatsächlich die Erklärung ist, wissen wir nicht.
Außerdem wird laut Artikel nicht jeder bisherige A321-Flug durch eine 777F ersetzt. Einzelne Europastrecken werden mit Großraumfrachtern bedient, andere Transporte über die Beiladekapazitäten des Passagiernetzes abgewickelt. Ein Vergleich allein anhand der Flugzeuggröße greift deshalb zu kurz.
Beim Personal sollte man zwischen der damaligen Freistellung und dem heutigen Stand unterscheiden. Die Einstellung des Flugbetriebs beendet Arbeitsverhältnisse nicht automatisch. Eine dauerhafte Stilllegung kann aber grundsätzlich betriebsbedingte Kündigungen ermöglichen – dafür ist keine Insolvenz erforderlich. Kündigungsfristen, mögliche tarifliche Schutzregelungen und die vorgeschriebenen Verfahren sind dabei zu berücksichtigen.
Ebenso ist plausibel, dass sich Beschäftigte inzwischen anderweitig orientiert haben oder innerhalb des Konzerns gewechselt sind. Belastbare Zahlen dazu liegen uns hier jedoch nicht vor. Aus den Freistellungen im April lässt sich daher nicht ohne Weiteres schließen, dass heute noch sämtliche CityLine-Beschäftigten unverändert bei vollem Gehalt zu Hause sitzen.
Selbst bei zunächst weiterlaufenden Personal- und Flugzeugkosten kann die Einstellung verlustreicher Flüge das Ergebnis verbessern: wenn die eingesparten flugabhängigen Kosten höher sind als die entfallenden Erlöse. Für die Gesamtbewertung müssen allerdings auch Ersatzverkehre, entgangene Deckungsbeiträge sowie Übergangs- und Restrukturierungskosten berücksichtigt werden.
Die berechtigten Fragen wären deshalb: Welche Kosten wurden tatsächlich eingespart? Welche laufen weiter? Was kostet die Ersatzbeförderung? Und welche Perspektive gibt es für Personal und die vier geparkten Frachter?
Dass diese Flugzeuge seit Monaten keinen neuen Betreiber haben, verdient eine nachvollziehbare Erklärung. Es beweist für sich genommen aber ebenso wenig die Unwirtschaftlichkeit der gesamten CityLine-Stilllegung, wie der Verweis auf eingesparten Treibstoff deren Erfolg belegen würde.