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Beitrag vom 11.10.2023 - 17:48 Uhr
UserEricM
User (7357 Beiträge)
Eine persönliche Bestrafung gibt es nur bei Vorsatz. Und das ist auch gut so.

Stimmt, es ist aber erstaunlich, wie oft das im kommerziellen Bereich gerade in DE anders gehandhabt wird.
Bei einem typischen Post-Mortem eines Projekts wird hierzulande oft schlicht ein Verantwortlicher gesucht, der "die Konsequenzen tragen" soll - damit der Rest seine Ruhe hat, als nicht verantwortlich erklärt wird und weiterwurschteln kann wie bisher.
Ã"hnlich wie bei den Forumsteilnehmern hier, die Konsequenzen für die beteiligten Piloten verlangen.

Multi-Ursächliche Fehler-Ursachen, Prozessfehler oder strukturelle Probleme im Controlling werden so kaum addressiert. Natürlich landet so das nächste Projekt ebenfalls in der Leitplanke, idealerweise aus gleichen Gründen.

Es ist im (nicht sicherheitskritischen) kommerziellen Umfeld echt schwierig, vielen Leuten die Suche und Bestrafung des "einen Schuldigen" auszureden, und lieber dafür zu sorgen, dass die noch laufenden Projekte nicht auch an die Wand fahren.
Da bekommt man ein ganz gutes Gefühl dafür, wie früher wohl Hexenprozesse abgelaufen sind...
Beitrag vom 11.10.2023 - 18:03 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)
Es geht doch um Fehlerkultur! Und nicht um die Höhe des Schadens.

Erläutern Sie doch bitte mal den Begriff "Fehlerkultur".

Warum sollte ich?
Lesen Sie doch einfach noch einmal die Kommentare durch, insbesondere die von @freightdagw und @dashsteuermann, und dann beantworten Sie für sich die Frage, ob der hier aufgezeigte Umgang mit Fehlern hoher Professionalität entspricht und - wenn das so ist - ob das dann auch für andere Tätigkeitsbereiche gelten sollte.

Ich kann jetzt nicht erkennen das die Diskussion, auch die Beiträge der von Ihnen genannten Foristen, mit Ihrem - vom Thema wegführenden - (neuerlichen) Versuch zu tun haben, verantwortliche Führungskräfte im Managament 'in Schutz zu nehmen' - quasi einen 'Freibrief' für Fehlentscheidungen zu erteilen.

Wieso Freibrief? Und wer entscheidet überhaupt, was eine Fehlentscheidung ist? Ich kann es Ihnen sagen: Die Zeit ist es!

Zum Thema: wie @Menschmeier u.a. schrieben: es wird eine Untersuchung geben und wenn sich herausstellt das die Cockpitter einen Fehler gemacht haben, dann wird das mit Sicherheit Kosequenzen für diese haben.

Eben nicht, darum geht es ja!

Was - um auf 'Ihr' Thema zurück zu kommen - im oberen Management kaum (eigentlich nie) der Fall ist.
Da wird man dann ggfls. 'weggelobt' oder (gut abgesichert) abgeschoben.

Das ist doch Unsinn, Sie klammern sich doch an Einzelfälle (z.B. Medorn). Forschen Sie mal, was aus den Ex LH Vorständen wie Hätty, von Dörenberg und was weiß ich, wie die alle hießen, geworden ist. Meinen Sie, die konnten noch das große Rad drehen? Die wollte doch keiner mehr.

Persönliche, spürbare Haftung ist nahezu ausgeschlossen (m.M. nach zu Unrecht).

Nach meiner Meinung zu Recht! Es sei denn, wie @Menschmeier ausführte, es liegt Vorsatz vor.

Was meinen Sie: Sollte der Vorstand der LH für die 2020 (?) getroffene (Fehl-)Entscheidung, die A380 auszuflotten, "persönlich, spürbar haftbar" gemacht werden?
Beitrag vom 12.10.2023 - 07:20 Uhr
Userfliegerschmunz
User (1022 Beiträge)
schon witzig, wohin die Diskussion abdriftet. Interessant, dass sich niemand mit meiner Kopfrechnung zum fuel planning befasst hat, aber auf Gelaber mit Gelaber zu reagieren ist ja auch leichter.
Inzwischen trägt die Buschtrommel es durch das Unterholz - die Jungs haben schlicht verpennt zu tanken, ihre Checklisten und Verfahren nicht ordentlich abgearbeitet und kurz nach dem Start einen Heidenschreck bekommen. Kann auch gut sein, dass durch die pitch attitude die "fuel low" warnings angesprungen sind. Ich habe / hatte nie ein CRJ rating, aber dass es da so etwas auch gibt, ist wahrscheinlich. Würde dann ja auch zum Flugprofil passen und meine aufgeworfene Frage erklären, warum man bei zu wenig fuel (und nicht bei fast gar keinem fuel) nicht in Prag oder Dresden nachgefasst hat, sondern pronto wieder gelandet ist.
Die Pressemeldung der LH würde ich mal als Notlüge oder Ausflucht bezeichnen, das ist ja auch extrem peinlich.

So etwas passiert - ich bleibe dabei - wenn man beim Fliegen nicht in der Lage lebt. Und fuel sollte beim Fliegen ein Dauergedanke sein. Haben die bei der Checklist gar nicht hingeguckt oder sich über - was weiss ich - 1.800 kgs nicht gewundert? Das ist das Problem von Checklisten. Auf den challenge FUEL kann auch beim A380 5.000 kgs die richtige Antwort sein, wenn 5.000 kgs im ECAM angezeigt wird. Ob das aber die richtige Antwort für einen 12 h Stunden Flug ist, steht auf einem anderen Blatt. Die uralte Aussage "wer lesen kann, kann auch einen Airbus fliegen" ist mindestens so dumm, wie deren Schöpfer.
Magenta thinking has the clear potential to kill !

@menschmaier. Gehen Sie davon aus, dass die checklisten und Verfahren mit der von mir o.a. Einschränkung (denken nicht vergessen) nicht geändert werden müssen. Das Gesetz gibt es her, es muss nur angewendet werden, heisst es auf anderer Ebene dazu.

Dieser Beitrag wurde am 12.10.2023 07:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.10.2023 - 08:16 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)
schon witzig, wohin die Diskussion abdriftet.

Sie driftet nicht ab, sie beschäftigt sich, mit welchen Strategien Fehler zukünftig abgewendet werden können. Und die sind ja anscheinend sehr unterschiedlich, von Absolution bis persönlicher Haftbarmachung.

Interessant, dass sich niemand mit meiner Kopfrechnung zum fuel planning befasst hat, aber auf Gelaber mit Gelaber zu reagieren ist ja auch leichter.

Wahrscheinlich weil sich Ihre Kopfrechnung mit längst Geschehenem beschäftigt. Vielleicht finden viele eine Diskussion um Schlüsse, die man aus Fehlern zieht, interessanter.


Dieser Beitrag wurde am 12.10.2023 08:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.10.2023 - 15:09 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
schon witzig, wohin die Diskussion abdriftet.

Sie driftet nicht ab, sie beschäftigt sich, mit welchen Strategien Fehler zukünftig abgewendet werden können. Und die sind ja anscheinend sehr unterschiedlich, von Absolution bis persönlicher Haftbarmachung.

Doch @fliegerschmunz hat völlig Recht. Die Diskussion ist völlig weg vom Thema. Deshalb habe ich such nicht mehr, auf Ihren Post, geantwortet.

Interessant, dass sich niemand mit meiner Kopfrechnung zum fuel planning befasst hat, aber auf Gelaber mit Gelaber zu reagieren ist ja auch leichter.

Wahrscheinlich weil sich Ihre Kopfrechnung mit längst Geschehenem beschäftigt. Vielleicht finden viele eine Diskussion um Schlüsse, die man aus Fehlern zieht, interessanter.

Und exakt das:
was genau ist denn geschehen, sollte untersucht, bewertet und ggfls. verbessert werden.
Beitrag vom 12.10.2023 - 15:22 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)
schon witzig, wohin die Diskussion abdriftet.

Sie driftet nicht ab, sie beschäftigt sich, mit welchen Strategien Fehler zukünftig abgewendet werden können. Und die sind ja anscheinend sehr unterschiedlich, von Absolution bis persönlicher Haftbarmachung.

Doch @fliegerschmunz hat völlig Recht. Die Diskussion ist völlig weg vom Thema.

Was ist denn das Thema? Und wieso tragen Sie nichts zu diesem Thema bei?

Deshalb habe ich such nicht mehr, auf Ihren Post, geantwortet.

Echt, wo das doch sogar von @ErikM als durchaus wichtiges Thema kommentiert wurde! Aber schon klar, dass Sie sich um die Antwort drücken.
Sie erstellen jetzt lieber â??Freibriefeâ?? für die Bundesregierung ð???
Beitrag vom 12.10.2023 - 18:20 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
schon witzig, wohin die Diskussion abdriftet.

Sie driftet nicht ab, sie beschäftigt sich, mit welchen Strategien Fehler zukünftig abgewendet werden können. Und die sind ja anscheinend sehr unterschiedlich, von Absolution bis persönlicher Haftbarmachung.

Doch @fliegerschmunz hat völlig Recht. Die Diskussion ist völlig weg vom Thema.

Was ist denn das Thema? Und wieso tragen Sie nichts zu diesem Thema bei?

Siehe Artikelüberschrift - sollten Sie finden ;).
Zum Thema: Wie ich das als Laie sehe, habe ich geschrieben. @Menschmeier hat mich dankenswerterweise auf eine Fehler aufmerksam gemacht. Ansonsten habe ich von diesen speziellen Dingen schlicht und einfach keine Ahnung (arbeite weder als Pilot noch überhaupt in der Luffahrt), überlasse diese Thematik dann doch eher den Fachleuten, wie z.B. @Fliegerschmunz (und lerne dabei so manches).

Deshalb habe ich such nicht mehr, auf Ihren Post, geantwortet.

Echt, wo das doch sogar von @ErikM als durchaus wichtiges Thema kommentiert wurde! Aber schon klar, dass Sie sich um die Antwort drücken.

Was hat Ihr Geschreibe mit dem Beitrag von @EricM zu tun!?

Sie erstellen jetzt lieber â??Freibriefeâ?? für die Bundesregierung ð???

Ich!? ... das ist ja wohl offensichtlich IHR spezielles Anliegen.

So letztes Statement hier dazu:

Sie haben, siehe 10.10.2023 - 13:50 Uhr, damit angefangen vom eigentlichen Thema wegzugehen. Ich habe meine Meinung zu Ihrem 'Ansinnen' in meinem Beitrag am 10.10., zum Thema 'Verantwortung übernehmen' klar zum Ausdruck gebracht.

Ende und aus.
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