Beitrag vom 18.02.2024 - 09:19 Uhr
Ich prophezeie mal, dass der Solidaritätsstreik so nicht stattfinden wird. Zunächst einmal weil man die LH-Mitarbeiter auch damit überrascht hat und null Aufklärung über die Rechtslage stattfand. So sind z.B. nur VC-Mitglieder aufgefordert zu streiken. Außerdem kann das Personal für die 5 Ausgänge am Montag easy durch "Managementpiloten" gedeckt werden. Generell kann man kann sich natürlich auch fragen, wie hoch die Motivation ist, für diejenigen zu streiken, die die eigenen Strecken übernommen haben, noch dazu meist die attraktivsten Ziele wie z.B. Cancun und Male während die LH mit dem 330 nach Malabo und Port Hartcourt fliegt.
Beitrag vom 18.02.2024 - 09:32 Uhr
Ich prophezeie mal, dass der Solidaritätsstreik so nicht stattfinden wird. Zunächst einmal weil man die LH-Mitarbeiter auch damit überrascht hat und null Aufklärung über die Rechtslage stattfand. So sind z.B. nur VC-Mitglieder aufgefordert zu streiken. Außerdem kann das Personal für die 5 Ausgänge am Montag easy durch "Managementpiloten" gedeckt werden. Generell kann man kann sich natürlich auch fragen, wie hoch die Motivation ist, für diejenigen zu streiken, die die eigenen Strecken übernommen haben, noch dazu meist die attraktivsten Ziele wie z.B. Cancun und Male während die LH mit dem 330 nach Malabo und Port Hartcourt fliegt.
Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die Lufthansa VC-Piloten für die Discover-Kollegen streiken?
Ziel der VC ist, die Discover so stark zu tarifieren, dass sie sich nicht mehr rechnet und die Lufthansa-Piloten nicht unter Druck gesetzt werden können.
Beitrag vom 18.02.2024 - 10:15 Uhr
Ja, weil die Kosten gegenüber anderen Airlines höher werden und damit um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Dann sollte man auch einmal fragen, warum das so ist und ob das wirklich nur dazu zu lösen ist, den Beschäftigten (außerhalb der Mainline) immer weniger zahlen zu wollen. Und warum werden immer wieder neu AOCs gegründet? Macht man die gleichen Fehler immer wieder?
Ist es ein Fehler? Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht, denn es "funktioniert" ja. Funktionieren bedeutet, dass sich ja immer wieder genügend Arbeitnehmer finden, für die Bedingungen der neuen Gesellschaft zu arbeiten. Also scheinen ja die Konditionen gar nicht so schlimm zu sein, wenn man trotz angeblichem Fachkräftemangel die Stellen besetzen lassen. Und an welchen Kostenschrauben kann man drehen? Gebühren? Klar kann man die großen Airports meiden und statt in Frankfurt in Lautzenhausen landen, aber man braucht sie mit ihrer teuren Infrastruktur für die Umsteigerverkehre. An Flugzeugen? Schwerlich, es sei denn man geht demnächst in China shoppen. Am Service? Welchen denn noch? Am Ende ist es der Geiz (nicht aller, aber der großen Masse), der die eigenen Löhne berühren wird.
Welcher Kunde denkt bei der Ticketbuchung an die Gehälter der Mitarbeiter (oder beim Kauf von Textilien an den der Näher oder von Fabrikarbeitern von billigst Fern-Ost Produkten).
Da gibt es eine ganze Menge inzwischen, die durchaus sowohl bei Nahrungsmitteln als auch bei Kleidung daran denken und nachhaltig handeln. Und die sind auch beim Fliegen bereit für ein entsprechendes Produkt mehr zu zahlen. Etwas differenzierte Betrachtung wäre hilfreich.
Korrekt, aber zu welchen Anteilen? Kleiner Vergleich: wie viele Discounter gibt es und wie viele Bio-Supermärkte? Wie viele fliegen mit Low-Cost Carriern oder in der Economy und wie viele in einem Premium Segment (also mindestens Y+ oder höher). Blick auf die Flottenlisten dieser Welt und Bestuhlungspläne belegen das.
"Schuld" woran? Und wer behauptet, es "besser" zu wissen? Ist Kritik nicht erwünscht?
Klar ist Kritik gewünscht - aber konstruktive. Zu signalisieren, die GF sei einfach dumm und wisse nicht, was sie tut, ist keine konstruktive Kritik. Zu behaupten, das seien die Folgen der Handlung der GF, ist keine konstruktive Kritik. Und über alle Beiträge darf doch wohl diskutiert werden, sonst wäre es ja kein Diskussionsforum, oder?
Auf Kritik kann er sich ja nicht bezogen haben, da war ja keine. Alles was vor @FRAHAM zu lesen war, waren Hasstriaden.
Dann hast du etwas gelesen, was ich nicht geschrieben habe. Ich habe keinen Hass, sondern auch nur eine Meinung wie die meisten hier. Nur eine Frage zu den Spielregeln - ich habe es offensichtlich überlesen - Meinungen gegen GF/CS sind konstruktive Kritik, Meinungen gegen VC/Streiks sind Hass-Tiraden - habe ich das richtig zusammengefasst?
Sonst hätte man keine 1:1 Kopie in Form einer BV unterschrieben. Befremdlich ist dagegen für mich nur, warum hier einige offensichtlich Applaus für diesen Bestenfalls fragwürdigen Move der GF erwarten.
Wenn man eine 1:1 Kopie in Form einer BV unterschrieben hat, warum ist dann das Ziel der Gewerkschaften nicht für eine Anwendung der BV auf alle Konzerngesellschaften? Und wieso muss es binnen x Tagen der y. Streik sein. Schaut mal für Spaß wie sich die Streik-Freudigkeit in den letzten Jahren gesteigert hat. Und dann schaut euch die Ziele an. Die meisten Streiks hatten das Ziel Symptome zu lindern, die wenigsten die Ursachen zu bekämpfen. Das die GF an den Ursachen mit "Schuld" ist, ist schon klar, aber die reagieren auch nur (wozu sie verpflichtet sind gem. ihrer Stellenbeschreibung) auf äußere Einwirkungen.
Wenn die Lufthansa noch so aufgestellt wäre wie von 30 Jahren, hätte sie nicht bis heute überlebt. Also im Prinzip hat es damit die GF doch richtig gemacht. Ob CS es richtig macht, wird sich zeigen, wenn wir in 30 Jahren immer noch über die LH diskutieren.
Keine Ahnung ob die LH nicht einfach besser dran wäre, wenn sie den Quatsch mit EW Langstrecke, Ocean , Discover einfach lassen würde.
Was will man mit einem so marginalen Geschäft, das darüber hinaus zahlreiche Risiken mit sich bringt?
Das ist in der Tat eine Frage, die sich aber nicht leicht beantworten lässt. Bis 2019/202 wäre ich da sicherlich bei gewesen - nun scheint es aber so zu sein, dass der hochpreisige Segment nicht so recovered, wie man es bräuchte. Damit sind touristische Ziele notwendiger. Den "Fehler" hat man in den 90er gemacht, als man die Condor begonnen hat zu veräußern. Heute würde kein Wettbewerbshüter eine erneute Ã?bernahme erlauben.
Dieser Beitrag wurde am 18.02.2024 10:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.02.2024 - 10:36 Uhr
Auch hier - wie im Nachbarthread bereits verlinkt - die Empfehlung sich die Normentabelle in Ruhe anzusehen und sich damit auseinanderzusetzen, wenn man behauptet, es braucht keinen TV wenn man eine BV hat.
Ein TV ist einfach eine höhere Ebene und kann auch mehr regeln.
Eine BV kann nur Dinge im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetz regeln.
Auch die Unterschiede und Aufgaben eines Betriebsrats und einer Gewerkschaft nochmals grob zu studieren täte hier Einigen gut.
Dann wird schnell klar, dass es nicht das gleiche ist, selbst wenn beide (TV und BV) hier oberflächlich auf den ersten Blick die gleichen Forderungen zu erfüllen scheinen.
Beitrag vom 18.02.2024 - 11:02 Uhr
Das Streikrecht ist ein Relikt des 19. Jahrhunderts, und gehört abgeschafft. Es ist die Verantwortung des AG, die Bedingungen so zu gestalten, dass die MA erstens kommen, zweitens bleiben und drittens motiviert sind. Tut er das nicht, wird er scheitern. Stattdessen wird diese Streikfolkore veranstaltet, die niemandem außer den Gewerkschaften als Institution nützt.
Beitrag vom 18.02.2024 - 11:16 Uhr
Das Streikrecht ist ein Relikt des 19. Jahrhunderts, und gehört abgeschafft.
Peitsche, Wasser und Brot schon bereit gelegt?
Beitrag vom 18.02.2024 - 14:42 Uhr
â?¦
Auf Kritik kann er sich ja nicht bezogen haben, da war ja keine. Alles was vor @FRAHAM zu lesen war, waren Hasstriaden.
Dann hast du etwas gelesen, was ich nicht geschrieben habe. Ich habe keinen Hass, sondern auch nur eine Meinung wie die meisten hier. Nur eine Frage zu den Spielregeln - ich habe es offensichtlich überlesen - Meinungen gegen GF/CS sind konstruktive Kritik, Meinungen gegen VC/Streiks sind Hass-Tiraden - habe ich das richtig zusammengefasst?
Nein, da habe ich mich wohl nicht deutlich genug geäußert. Die Posts zuvor waren (fast) alles Hasstriaden gegen die GF. Deinem Post habe ich nicht widersprechen wollen.
Beitrag vom 18.02.2024 - 14:48 Uhr
Wenn man eine 1:1 Kopie in Form einer BV unterschrieben hat, warum ist dann das Ziel der Gewerkschaften nicht für eine Anwendung der BV auf alle Konzerngesellschaften?
Was ist das für eine seltsame Frage? Eine Gewerkschaft verhandelt und beschließt keine Betriebsvereinbarungen. Sie kann das also gar nicht durchsetzen, vor allem nicht, wenn Tarifverträge bestehen, die über den BV stehen.
Und wieso muss es binnen x Tagen der y. Streik sein.
Weil sich auf der Gegenseite nichts tut? Wie oft soll man denn Ihrer Meinung nach streiken? Einmal pro Monat? Einmal pro Jahr?
Schaut mal für Spaß wie sich die Streik-Freudigkeit in den letzten Jahren gesteigert hat. Und dann schaut euch die Ziele an. Die meisten Streiks hatten das Ziel Symptome zu lindern, die wenigsten die Ursachen zu bekämpfen. Das die GF an den Ursachen mit "Schuld" ist, ist schon klar, aber die reagieren auch nur (wozu sie verpflichtet sind gem. ihrer Stellenbeschreibung) auf äußere Einwirkungen.
Was denn für Ursachen? Sie reden irgendwie wirr.
Wenn die Lufthansa noch so aufgestellt wäre wie von 30 Jahren, hätte sie nicht bis heute überlebt. Also im Prinzip hat es damit die GF doch richtig gemacht. Ob CS es richtig macht, wird sich zeigen, wenn wir in 30 Jahren immer noch über die LH diskutieren.
Es geht hier ganz konkret darum, dass die discover sich einer Tarifierung, trotz wiederholter Beteuerungen, verweigert.
Beitrag vom 18.02.2024 - 15:33 Uhr
Ich weiss da wird es jetzt wieder böse Kommentare geben, aber ich bringe für keinen Piloten, Bodendienstmitarbeiter, Lokführer oder Busfahrer etc. Verständniss auf, die mir meinen ersparten Urlaub vermiesen.
Beitrag vom 18.02.2024 - 16:02 Uhr
Ich weiss da wird es jetzt wieder böse Kommentare geben, aber ich bringe für keinen Piloten, Bodendienstmitarbeiter, Lokführer oder Busfahrer etc. Verständniss auf, die mir meinen ersparten Urlaub vermiesen.
Zur Kenntnis genommen.
Beitrag vom 18.02.2024 - 21:22 Uhr
Ich weiss da wird es jetzt wieder böse Kommentare geben, aber ich bringe für keinen Piloten, Bodendienstmitarbeiter, Lokführer oder Busfahrer etc. Verständniss auf, die mir meinen ersparten Urlaub vermiesen.
Sie wissen aber schon, dass Sie heute ohne Gewerkschaften und Streiks in der Vergangenheit weder so viel Urlaub hätten noch weniger als 60 Stunden in der Woche arbeiten müssten. Ihre Aussage trieft nur so vor Egomanie!