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Beitrag vom 21.12.2021 - 08:27 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Lufthansa wird nun erst mal zu verstehen bekommen, dass der Flugbetrieb ganz schnell sehr teuer werden kann, indem Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Da werden 25-30% Gehaltseinsparung ganz schnell Nebensache. Ein Unternehmen, welches stark davon profitieren kann, wenn die Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten, darf es sich nicht mit diesen verscherzen. Die Piloten haben zahlreiche Möglichkeiten, völlig legal und ohne jegliche Sanktionsmöglichkeit, die Kosten explodieren zu lassen.

Eine deutsche Airline hat es verstanden, dass es nur mit den Mitarbeitern geht: Condor

Abgesehen davon, dass die Lufthansa entgegen der Überschrift des Artikels keine 30 Prozent gefordert hat (was man wüßte, wenn man den Artikel gelesen hätte), wie wäre es, wenn Lufthansa der Condor nacheifert und man einfach alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen der Condor auf Lufthansa spiegelt?
Diesen Vorschlag könnte die VC ja mal der Lufthansa machen! Der Vorteil: Die ganze Tarifdebatte wäre sofort vom Tisch und die Lufthansa könnte das auch toll vermarkten .... "mit dem Mitarbeiter" .... und so weiter ...
Warum macht die VC das nicht? .... > grübel, grübel < ....
Beitrag vom 21.12.2021 - 09:20 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (734 Beiträge)
Lufthansa wird nun erst mal zu verstehen bekommen, dass der Flugbetrieb ganz schnell sehr teuer werden kann, indem Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Da werden 25-30% Gehaltseinsparung ganz schnell Nebensache. Ein Unternehmen, welches stark davon profitieren kann, wenn die Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten, darf es sich nicht mit diesen verscherzen. Die Piloten haben zahlreiche Möglichkeiten, völlig legal und ohne jegliche Sanktionsmöglichkeit, die Kosten explodieren zu lassen.

Eine deutsche Airline hat es verstanden, dass es nur mit den Mitarbeitern geht: Condor

Abgesehen davon, dass die Lufthansa entgegen der Überschrift des Artikels keine 30 Prozent gefordert hat (was man wüßte, wenn man den Artikel gelesen hätte), wie wäre es, wenn Lufthansa der Condor nacheifert und man einfach alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen der Condor auf Lufthansa spiegelt?
Diesen Vorschlag könnte die VC ja mal der Lufthansa machen! Der Vorteil: Die ganze Tarifdebatte wäre sofort vom Tisch und die Lufthansa könnte das auch toll vermarkten .... "mit dem Mitarbeiter" .... und so weiter ...
Warum macht die VC das nicht? .... > grübel, grübel < ....


vlt. aus dem selben Grund wegen dem die VC lieber mit LH streitet statt FR und Wizz zu tarifieren?

Dieser Beitrag wurde am 21.12.2021 09:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.12.2021 - 09:29 Uhr
UserViri
User (1087 Beiträge)
Lufthansa wird nun erst mal zu verstehen bekommen, dass der Flugbetrieb ganz schnell sehr teuer werden kann, indem Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Da werden 25-30% Gehaltseinsparung ganz schnell Nebensache. Ein Unternehmen, welches stark davon profitieren kann, wenn die Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten, darf es sich nicht mit diesen verscherzen. Die Piloten haben zahlreiche Möglichkeiten, völlig legal und ohne jegliche Sanktionsmöglichkeit, die Kosten explodieren zu lassen.

Eine deutsche Airline hat es verstanden, dass es nur mit den Mitarbeitern geht: Condor

Abgesehen davon, dass die Lufthansa entgegen der Überschrift des Artikels keine 30 Prozent gefordert hat (was man wüßte, wenn man den Artikel gelesen hätte), wie wäre es, wenn Lufthansa der Condor nacheifert und man einfach alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen der Condor auf Lufthansa spiegelt?
Diesen Vorschlag könnte die VC ja mal der Lufthansa machen! Der Vorteil: Die ganze Tarifdebatte wäre sofort vom Tisch und die Lufthansa könnte das auch toll vermarkten .... "mit dem Mitarbeiter" .... und so weiter ...
Warum macht die VC das nicht? .... > grübel, grübel < ....


Ach gordon, jetzt stellen Sie sich aber mal naiver dar, als Sie sind :-) Wenn die VC der LH die Condor Konditionen anbietet, wissen Sie, was dann passiert? Dann sagt die LH: "Cool, aber wir wollen nochmal 20% weniger als das". Man hat über die Jahre gelernt, dass man der LH keinen kleinen Finger anbieten kann, weil sonst nicht nur direkt die ganze Hand, sondern der ganze Arm mitgefordert wird.

@Krügerklappe: FR wurde tarifiert.
Beitrag vom 21.12.2021 - 09:42 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Lufthansa wird nun erst mal zu verstehen bekommen, dass der Flugbetrieb ganz schnell sehr teuer werden kann, indem Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Da werden 25-30% Gehaltseinsparung ganz schnell Nebensache. Ein Unternehmen, welches stark davon profitieren kann, wenn die Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten, darf es sich nicht mit diesen verscherzen. Die Piloten haben zahlreiche Möglichkeiten, völlig legal und ohne jegliche Sanktionsmöglichkeit, die Kosten explodieren zu lassen.

Eine deutsche Airline hat es verstanden, dass es nur mit den Mitarbeitern geht: Condor

Abgesehen davon, dass die Lufthansa entgegen der Überschrift des Artikels keine 30 Prozent gefordert hat (was man wüßte, wenn man den Artikel gelesen hätte), wie wäre es, wenn Lufthansa der Condor nacheifert und man einfach alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen der Condor auf Lufthansa spiegelt?
Diesen Vorschlag könnte die VC ja mal der Lufthansa machen! Der Vorteil: Die ganze Tarifdebatte wäre sofort vom Tisch und die Lufthansa könnte das auch toll vermarkten .... "mit dem Mitarbeiter" .... und so weiter ...
Warum macht die VC das nicht? .... > grübel, grübel < ....


Ach gordon, jetzt stellen Sie sich aber mal naiver dar, als Sie sind :-) Wenn die VC der LH die Condor Konditionen anbietet, wissen Sie, was dann passiert? Dann sagt die LH: "Cool, aber wir wollen nochmal 20% weniger als das". Man hat über die Jahre gelernt, dass man der LH keinen kleinen Finger anbieten kann, weil sonst nicht nur direkt die ganze Hand, sondern der ganze Arm mitgefordert wird.

Ach, es hat natürlich nichts damit zu tun, dass die LH Konditionen weitaus besser sind als die der Condor. Ich lach' mich schlapp ....
Beitrag vom 21.12.2021 - 10:57 Uhr
Usercontrail55
User (3265 Beiträge)
Ach gordon, jetzt stellen Sie sich aber mal naiver dar, als Sie sind :-) Wenn die VC der LH die Condor Konditionen anbietet, wissen Sie, was dann passiert? Dann sagt die LH: "Cool, aber wir wollen nochmal 20% weniger als das". Man hat über die Jahre gelernt, dass man der LH keinen kleinen Finger anbieten kann, weil sonst nicht nur direkt die ganze Hand, sondern der ganze Arm mitgefordert wird.
Heißt das, Sie trauen der Gewerkschaft Ihres Vertrauens nicht zu dies vertraglich so abzusichern, dass es keine Spielräume gibt? So wie es aussieht wird es für einige Kollegen demnächst nicht beim Arm bleiben. Nicht falsch verstehen, ich finde ja das Verhalten des Managements in vielen Maßnahmen auch fragwürdig. Dem gegenüber steht aber, dass die anderen Berufsgruppen es irgendwie schaffen, bei gleichem Management aber anderen GW, hier schneller zu Ergebnissen zu kommen.
Ich kann verstehen, dass man sich nicht über den Tisch ziehen lassen will. Auf der anderen Seite steht aber unsere Kostenbasis und der Wettbewerb. Wenn man sich die GB anschaut, dann haben wir innerhab der Gruppe die höchsten Stückkosten und im Wettbewerb liegt KLM knapp 15% günstiger als wir. Flüge wandern ab von LH zu Discover und jede EW A320 in FRA/MUC bedeutet eine weniger bei uns. Das wird so weiter gehen, Druck vom Markt ist ja da, und ich sehe das, aber ich sehe auch keine andere Lösung als unsere Stückkosten zu senken.

@Krügerklappe: FR wurde tarifiert.
Das ist sicherlich faktisch richtig, aber nicht vergleichbar mit den Kosten die andere Tarifierungen produzieren. Unter dem Strich, nach über 20 Jahren am Standort D, ist das Ergebnis hier mehr als mager, im Gegensatz zu den Kostensteigerungen über den gleichen Zeitraum bei uns.
Beitrag vom 21.12.2021 - 11:01 Uhr
UserViri
User (1087 Beiträge)
Lufthansa wird nun erst mal zu verstehen bekommen, dass der Flugbetrieb ganz schnell sehr teuer werden kann, indem Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Da werden 25-30% Gehaltseinsparung ganz schnell Nebensache. Ein Unternehmen, welches stark davon profitieren kann, wenn die Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten, darf es sich nicht mit diesen verscherzen. Die Piloten haben zahlreiche Möglichkeiten, völlig legal und ohne jegliche Sanktionsmöglichkeit, die Kosten explodieren zu lassen.

Eine deutsche Airline hat es verstanden, dass es nur mit den Mitarbeitern geht: Condor

Abgesehen davon, dass die Lufthansa entgegen der Überschrift des Artikels keine 30 Prozent gefordert hat (was man wüßte, wenn man den Artikel gelesen hätte), wie wäre es, wenn Lufthansa der Condor nacheifert und man einfach alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen der Condor auf Lufthansa spiegelt?
Diesen Vorschlag könnte die VC ja mal der Lufthansa machen! Der Vorteil: Die ganze Tarifdebatte wäre sofort vom Tisch und die Lufthansa könnte das auch toll vermarkten .... "mit dem Mitarbeiter" .... und so weiter ...
Warum macht die VC das nicht? .... > grübel, grübel < ....


Ach gordon, jetzt stellen Sie sich aber mal naiver dar, als Sie sind :-) Wenn die VC der LH die Condor Konditionen anbietet, wissen Sie, was dann passiert? Dann sagt die LH: "Cool, aber wir wollen nochmal 20% weniger als das". Man hat über die Jahre gelernt, dass man der LH keinen kleinen Finger anbieten kann, weil sonst nicht nur direkt die ganze Hand, sondern der ganze Arm mitgefordert wird.

Ach, es hat natürlich nichts damit zu tun, dass die LH Konditionen weitaus besser sind als die der Condor. Ich lach' mich schlapp ....

Die PPV und damit die Flottenzusage hat man sich damals mit Zugeständnissen in Höhe von 15% erkauft. Jetzt sagt man, die Flottenzusage könne man nur mit Kostenreduktionen von 25-30% halten. Und das, wie bereits erwähnt, ohne konkrete Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch zu legen, damit sich eine GW mal Gedanken machen kann, wie diese 25-30% zustande kommen sollen. So wirkt es wie eine gewürfelte Zahl.

Was Sie offensichtlich nicht verstanden haben: es ist vollkommen unerheblich, ob ich jetzt 10, 20, 30% oder Condor Konditionen anbiete - am Ende will die LH immer mehr, völlig egal ob ein Rekordgewinn oder ein Rekordverlust eingefahren wurde. Bei Condor ist das mitnichten so und das ist es, was die Zusammenarbeit bei der Condor so ausmacht.
Beitrag vom 21.12.2021 - 11:11 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Lufthansa wird nun erst mal zu verstehen bekommen, dass der Flugbetrieb ganz schnell sehr teuer werden kann, indem Dienst nach Vorschrift gemacht wird. Da werden 25-30% Gehaltseinsparung ganz schnell Nebensache. Ein Unternehmen, welches stark davon profitieren kann, wenn die Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten, darf es sich nicht mit diesen verscherzen. Die Piloten haben zahlreiche Möglichkeiten, völlig legal und ohne jegliche Sanktionsmöglichkeit, die Kosten explodieren zu lassen.

Eine deutsche Airline hat es verstanden, dass es nur mit den Mitarbeitern geht: Condor

Abgesehen davon, dass die Lufthansa entgegen der Überschrift des Artikels keine 30 Prozent gefordert hat (was man wüßte, wenn man den Artikel gelesen hätte), wie wäre es, wenn Lufthansa der Condor nacheifert und man einfach alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen der Condor auf Lufthansa spiegelt?
Diesen Vorschlag könnte die VC ja mal der Lufthansa machen! Der Vorteil: Die ganze Tarifdebatte wäre sofort vom Tisch und die Lufthansa könnte das auch toll vermarkten .... "mit dem Mitarbeiter" .... und so weiter ...
Warum macht die VC das nicht? .... > grübel, grübel < ....


Ach gordon, jetzt stellen Sie sich aber mal naiver dar, als Sie sind :-) Wenn die VC der LH die Condor Konditionen anbietet, wissen Sie, was dann passiert? Dann sagt die LH: "Cool, aber wir wollen nochmal 20% weniger als das". Man hat über die Jahre gelernt, dass man der LH keinen kleinen Finger anbieten kann, weil sonst nicht nur direkt die ganze Hand, sondern der ganze Arm mitgefordert wird.

Ach, es hat natürlich nichts damit zu tun, dass die LH Konditionen weitaus besser sind als die der Condor. Ich lach' mich schlapp ....

Die PPV und damit die Flottenzusage hat man sich damals mit Zugeständnissen in Höhe von 15% erkauft. Jetzt sagt man, die Flottenzusage könne man nur mit Kostenreduktionen von 25-30% halten. Und das, wie bereits erwähnt, ohne konkrete Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch zu legen, damit sich eine GW mal Gedanken machen kann, wie diese 25-30% zustande kommen sollen. So wirkt es wie eine gewürfelte Zahl.

Was Sie offensichtlich nicht verstanden haben: es ist vollkommen unerheblich, ob ich jetzt 10, 20, 30% oder Condor Konditionen anbiete - am Ende will die LH immer mehr, völlig egal ob ein Rekordgewinn oder ein Rekordverlust eingefahren wurde. Bei Condor ist das mitnichten so und das ist es, was die Zusammenarbeit bei der Condor so ausmacht.

Das ist Ihre These. Und meine ist, dass es auch bei LH ein Miteinander wäre, würde man die Konditionen der Condor akzeptieren.
Beitrag vom 21.12.2021 - 11:18 Uhr
UserViri
User (1087 Beiträge)
Heißt das, Sie trauen der Gewerkschaft Ihres Vertrauens nicht zu dies vertraglich so abzusichern, dass es keine Spielräume gibt?

Naja, wie viel bringt ein Vertrag, wenn sich der Vertragspartner einfach nicht an diesen hält?

Nicht falsch verstehen, ich finde ja das Verhalten des Managements in vielen Maßnahmen auch fragwürdig. Dem gegenüber steht aber, dass die anderen Berufsgruppen es irgendwie schaffen, bei gleichem Management aber anderen GW, hier schneller zu Ergebnissen zu kommen.

Schneller =! besser. Demgegenüber kann ich halten, dass die anderen Airlines es irgendwie schaffen, bei der gleichen Pilotengewerkschaft, hier schneller zu Ergebnissen zu kommen.

Ich kann verstehen, dass man sich nicht über den Tisch ziehen lassen will. Auf der anderen Seite steht aber unsere Kostenbasis und der Wettbewerb. Wenn man sich die GB anschaut, dann haben wir innerhab der Gruppe die höchsten Stückkosten und im Wettbewerb liegt KLM knapp 15% günstiger als wir. Flüge wandern ab von LH zu Discover und jede EW A320 in FRA/MUC bedeutet eine weniger bei uns. Das wird so weiter gehen, Druck vom Markt ist ja da, und ich sehe das, aber ich sehe auch keine andere Lösung als unsere Stückkosten zu senken.

Das sind doch mal ansatzweise Zahlen (15% bei KLM), mit denen man einmal anfangen kann. Wieso sieht sich die LH in den Verhandlungen nicht in der Lage, mal solche Zahlen auf den Tisch zu legen? Wenn man hier einmal nachvollziehbare Daten auf den Tisch liegt, dann hat man als GW auch nicht das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden. Wie wäre es denn mal damit?

Das ist sicherlich faktisch richtig, aber nicht vergleichbar mit den Kosten die andere Tarifierungen produzieren. Unter dem Strich, nach über 20 Jahren am Standort D, ist das Ergebnis hier mehr als mager, im Gegensatz zu den Kostensteigerungen über den gleichen Zeitraum bei uns.

Wie stellen Sie sich das vor? LH und eine Ryanair haben ja auch komplett unterschiedliche Geschäftsmodelle. Als Beispiel schickt LH ihre Crews im europäischen Ausland ins Layover, Ryanair nicht. Um mit Ryanair zu konkurrieren, müsste man das gesamte Modell umstellen. Jetzt kann man sagen, okay, wir haben ja EW dafür ins Rennen geschickt. Dann kann ich LH aber nicht mit FR vergleichen, sondern wenn überhaupt EW. Abgesehen davon hat eine Gewerkschaft auch nur begrenzten Handlungsspielraum. Wenn wir in Europa bei trivialen Dingen schon keine politische Einheit hinbekommen, wie soll man dann eine europaweite, einheitliche Basis für Arbeitsbedingungen erwirken?
Beitrag vom 21.12.2021 - 14:11 Uhr
Usercontrail55
User (3265 Beiträge)
Heißt das, Sie trauen der Gewerkschaft Ihres Vertrauens nicht zu dies vertraglich so abzusichern, dass es keine Spielräume gibt?

Naja, wie viel bringt ein Vertrag, wenn sich der Vertragspartner einfach nicht an diesen hält?
Das ist mir zu einfach. In meinen Augen einfach schlechtes Handwerk in der Redaktionsphase. Wenn ich in den Verhandlungen keinen Malus einbaue, dann habe ich schlecht verhandelt.
Nicht falsch verstehen, ich finde ja das Verhalten des Managements in vielen Maßnahmen auch fragwürdig. Dem gegenüber steht aber, dass die anderen Berufsgruppen es irgendwie schaffen, bei gleichem Management aber anderen GW, hier schneller zu Ergebnissen zu kommen.

Schneller =! besser. Demgegenüber kann ich halten, dass die anderen Airlines es irgendwie schaffen, bei der gleichen Pilotengewerkschaft, hier schneller zu Ergebnissen zu kommen.
Das ist aber auch das einzig Vergleichbare. Die Situationen sind so unterschiedlich, das kann man nicht vergleichen. Wenn der Druck nur groß genug ist, dann bewegen sich alle schneller, siehe Condor. Der Druck wird ja größer, die Zeit läuft ab.
Ich kann verstehen, dass man sich nicht über den Tisch ziehen lassen will. Auf der anderen Seite steht aber unsere Kostenbasis und der Wettbewerb. Wenn man sich die GB anschaut, dann haben wir innerhab der Gruppe die höchsten Stückkosten und im Wettbewerb liegt KLM knapp 15% günstiger als wir. Flüge wandern ab von LH zu Discover und jede EW A320 in FRA/MUC bedeutet eine weniger bei uns. Das wird so weiter gehen, Druck vom Markt ist ja da, und ich sehe das, aber ich sehe auch keine andere Lösung als unsere Stückkosten zu senken.

Das sind doch mal ansatzweise Zahlen (15% bei KLM), mit denen man einmal anfangen kann. Wieso sieht sich die LH in den Verhandlungen nicht in der Lage, mal solche Zahlen auf den Tisch zu legen? Wenn man hier einmal nachvollziehbare Daten auf den Tisch liegt, dann hat man als GW auch nicht das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden. Wie wäre es denn mal damit?
Das halte ich für eine Ausrede der GW. Zahlen sind veröffentlicht, mit denen muss man erst mal arbeiten (-100 Flugzeuge in der Zukunft). Gestern hat der LH CEO genannt, für das Jahr 2022 Worst Case vs. Best Case sind 40 Flieger Unterscheid. Keiner weiß was kommt, deswegen sind die Planungen ja so schwierig.
Nachtrag: Eben bei Offen Gesagt, heute wurden für das erste Quartal 20.000 Flüge gestrichen. Soweit zur Realität.
Man kann sich für den Rest der Welt Zahlen besorgen. Entweder über die Partnergewerkschaften oder über Agenturen. Teilweise kommt man auch frei ran, aber nicht runter gebrochen auf eine Berufsgruppe. Den Benchmark der Europa Airlines hat die GW bestimmt, sonst hätte sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Sie argumentiert ja auch fundiert und begründet, warum sie eine bestimmte Forderung stellt ;-)
Das ist sicherlich faktisch richtig, aber nicht vergleichbar mit den Kosten die andere Tarifierungen produzieren. Unter dem Strich, nach über 20 Jahren am Standort D, ist das Ergebnis hier mehr als mager, im Gegensatz zu den Kostensteigerungen über den gleichen Zeitraum bei uns.

Wie stellen Sie sich das vor? LH und eine Ryanair haben ja auch komplett unterschiedliche Geschäftsmodelle. Als Beispiel schickt LH ihre Crews im europäischen Ausland ins Layover, Ryanair nicht. Um mit Ryanair zu konkurrieren, müsste man das gesamte Modell umstellen. Jetzt kann man sagen, okay, wir haben ja EW dafür ins Rennen geschickt. Dann kann ich LH aber nicht mit FR vergleichen, sondern wenn überhaupt EW.
Ah, also braucht es EW doch, um den Passagier zu halten, den auch Ryanair umgarnt. LH könnte da nicht mithalten, völlig richtig, das Modell ist ein anderes. Dann muss EW aber auch konkurrenzfähig gemacht werden und darf nicht LH light sein. Wenn es aber Strecken gibt, auf denen LH mit LCCs in Konkurrenz steht sieht LH alt aus. Jetzt steht man vor der Wahl, LH raus EW rein (geht nicht immer, da manche Märkte LH wollen) oder die Kosten bei LH senken um sich Ryan und Co anzunähern. Mit heutigem LH Niveau wird man den Kunden verlieren.
Abgesehen davon hat eine Gewerkschaft auch nur begrenzten Handlungsspielraum. Wenn wir in Europa bei trivialen Dingen schon keine politische Einheit hinbekommen, wie soll man dann eine europaweite, einheitliche Basis für Arbeitsbedingungen erwirken?
Ja, das sehe ich genau so. Was also tun als Unternehmen, wenn es hier keine Unterstützung gibt, dann muss man alleine sehen wie man klar kommt.

Dieser Beitrag wurde am 21.12.2021 15:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.12.2021 - 17:57 Uhr
UserDigiflieger
User (1143 Beiträge)
Heißt das, Sie trauen der Gewerkschaft Ihres Vertrauens nicht zu dies vertraglich so abzusichern, dass es keine Spielräume gibt?

Naja, wie viel bringt ein Vertrag, wenn sich der Vertragspartner einfach nicht an diesen hält?
Das ist mir zu einfach. In meinen Augen einfach schlechtes Handwerk in der Redaktionsphase. Wenn ich in den Verhandlungen keinen Malus einbaue, dann habe ich schlecht verhandelt.

Der Malus ist verhandelt und genau den will man nicht zahlen. Deshalb wird gekündigt. Ganz legal, aber eben politisch "verwerflich". Deshalb wird eine Gegenforderung aufgebaut...

Das ist aber auch das einzig Vergleichbare. Die Situationen sind so unterschiedlich, das kann man nicht vergleichen. Wenn der Druck nur groß genug ist, dann bewegen sich alle schneller, siehe Condor. Der Druck wird ja größer, die Zeit läuft ab.

Der selbstgemachte Druck! Statt LH wollte man GWI, dann wollte man EWD, dann EWEU und noch EW Disco...

Ich kann verstehen, dass man sich nicht über den Tisch ziehen lassen will. Auf der anderen Seite steht aber unsere Kostenbasis und der Wettbewerb. Wenn man sich die GB anschaut, dann haben wir innerhab der Gruppe die höchsten Stückkosten und im Wettbewerb liegt KLM knapp 15% günstiger als wir. Flüge wandern ab von LH zu Discover und jede EW A320 in FRA/MUC bedeutet eine weniger bei uns. Das wird so weiter gehen, Druck vom Markt ist ja da, und ich sehe das, aber ich sehe auch keine andere Lösung als unsere Stückkosten zu senken.

Das sind doch mal ansatzweise Zahlen (15% bei KLM), mit denen man einmal anfangen kann. Wieso sieht sich die LH in den Verhandlungen nicht in der Lage, mal solche Zahlen auf den Tisch zu legen? Wenn man hier einmal nachvollziehbare Daten auf den Tisch liegt, dann hat man als GW auch nicht das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden. Wie wäre es denn mal damit?
Das halte ich für eine Ausrede der GW. Zahlen sind veröffentlicht, mit denen muss man erst mal arbeiten (-100 Flugzeuge in der Zukunft). Gestern hat der LH CEO genannt, für das Jahr 2022 Worst Case vs. Best Case sind 40 Flieger Unterscheid. Keiner weiß was kommt, deswegen sind die Planungen ja so schwierig.

Aber die GL weiß, dass 1500 Leute gehen müssen?!? Man weiß, dass 10% TZ (die nie am Verhandlungstisch angekommen sind) und 15-20% Vergütung reichen würden?
Aufgrund welch schwieriger Planung? Selbst auf eine Variabilität wollte man nicht eingehen....

Nachtrag: Eben bei Offen Gesagt, heute wurden für das erste Quartal 20.000 Flüge gestrichen. Soweit zur Realität.
Man kann sich für den Rest der Welt Zahlen besorgen. Entweder über die Partnergewerkschaften oder über Agenturen. Teilweise kommt man auch frei ran, aber nicht runter gebrochen auf eine Berufsgruppe. Den Benchmark der Europa Airlines hat die GW bestimmt, sonst hätte sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Sie argumentiert ja auch fundiert und begründet, warum sie eine bestimmte Forderung stellt ;-)

Ja, die gibt es. Kann man sich auch selbst zusammenbauen... FR und GWI waren tatsächlich vergleichbar... Allerdings war es halt immer noch PPV/KTV... Das wollte man nie, das will man auch heute nicht. EW ist auch von der VC tarifiert, aber dort kann man die AN mit der Verdi gegeneinander ausspielen... Das gefällt dem AG natürlich besser... FR hat D nach der Tarifierung verlassen... Da es noch keine Möglichkeit gibt, europäische Tarifverträge zu schaffen, hat man als D GW leider nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Aber diese werden genutzt ;_)


Wie stellen Sie sich das vor? LH und eine Ryanair haben ja auch komplett unterschiedliche Geschäftsmodelle. Als Beispiel schickt LH ihre Crews im europäischen Ausland ins Layover, Ryanair nicht. Um mit Ryanair zu konkurrieren, müsste man das gesamte Modell umstellen. Jetzt kann man sagen, okay, wir haben ja EW dafür ins Rennen geschickt. Dann kann ich LH aber nicht mit FR vergleichen, sondern wenn überhaupt EW.
Ah, also braucht es EW doch, um den Passagier zu halten, den auch Ryanair umgarnt. LH könnte da nicht mithalten, völlig richtig, das Modell ist ein anderes. Dann muss EW aber auch konkurrenzfähig gemacht werden und darf nicht LH light sein. Wenn es aber Strecken gibt, auf denen LH mit LCCs in Konkurrenz steht sieht LH alt aus. Jetzt steht man vor der Wahl, LH raus EW rein (geht nicht immer, da manche Märkte LH wollen) oder die Kosten bei LH senken um sich Ryan und Co anzunähern. Mit heutigem LH Niveau wird man den Kunden verlieren.
Dafür gab es die GWI im KTV/PPV... Reichte zwar für eine einmalige schwarze Bilanz, aber es geht immer "günstiger", solange genug Geld für die "Anschubfinanzierung" da ist. Siehe EWEU, siehe EW Disco...


Beitrag vom 23.12.2021 - 18:51 Uhr
Usercontrail55
User (3265 Beiträge)
Der Malus ist verhandelt und genau den will man nicht zahlen. Deshalb wird gekündigt. Ganz legal, aber eben politisch "verwerflich". Deshalb wird eine Gegenforderung aufgebaut...
Na ja, eine Gehaltsforderung von 22% ist auch legal, vielleicht ein bisschen verwerflich ;-)

Der selbstgemachte Druck! Statt LH wollte man GWI, dann wollte man EWD, dann EWEU und noch EW Disco...
Es geht doch garnicht um GWI oder EW. Die Kosten bei LH Airline sind zu hoch. Schauen sie sich doch die Zahlen an. In den letzten 8 Jahren ist der RASK um über 10% zurückgegangen
Ich kann verstehen, dass man sich nicht über den Tisch ziehen lassen will. Auf der anderen Seite steht aber unsere Kostenbasis und der Wettbewerb. Wenn man sich die GB anschaut, dann haben wir innerhab der Gruppe die höchsten Stückkosten und im Wettbewerb liegt KLM knapp 15% günstiger als wir. Flüge wandern ab von LH zu Discover und jede EW A320 in FRA/MUC bedeutet eine weniger bei uns. Das wird so weiter gehen, Druck vom Markt ist ja da, und ich sehe das, aber ich sehe auch keine andere Lösung als unsere Stückkosten zu senken.

Das sind doch mal ansatzweise Zahlen (15% bei KLM), mit denen man einmal anfangen kann. Wieso sieht sich die LH in den Verhandlungen nicht in der Lage, mal solche Zahlen auf den Tisch zu legen? Wenn man hier einmal nachvollziehbare Daten auf den Tisch liegt, dann hat man als GW auch nicht das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden. Wie wäre es denn mal damit?
Das halte ich für eine Ausrede der GW. Zahlen sind veröffentlicht, mit denen muss man erst mal arbeiten (-100 Flugzeuge in der Zukunft). Gestern hat der LH CEO genannt, für das Jahr 2022 Worst Case vs. Best Case sind 40 Flieger Unterscheid. Keiner weiß was kommt, deswegen sind die Planungen ja so schwierig.

Aber die GL weiß, dass 1500 Leute gehen müssen?!? Man weiß, dass 10% TZ (die nie am Verhandlungstisch angekommen sind) und 15-20% Vergütung reichen würden?
Aufgrund welch schwieriger Planung? Selbst auf eine Variabilität wollte man nicht eingehen....

Nachtrag: Eben bei Offen Gesagt, heute wurden für das erste Quartal 20.000 Flüge gestrichen. Soweit zur Realität.
Man kann sich für den Rest der Welt Zahlen besorgen. Entweder über die Partnergewerkschaften oder über Agenturen. Teilweise kommt man auch frei ran, aber nicht runter gebrochen auf eine Berufsgruppe. Den Benchmark der Europa Airlines hat die GW bestimmt, sonst hätte sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Sie argumentiert ja auch fundiert und begründet, warum sie eine bestimmte Forderung stellt ;-)

Ja, die gibt es.
Schön ;-)
Kann man sich auch selbst zusammenbauen... FR und GWI waren tatsächlich vergleichbar... Allerdings war es halt immer noch PPV/KTV... Das wollte man nie, das will man auch heute nicht.
Mal im Ernst, das kann man doch nachvollziehen, oder? Allein die garantiere Flottengröße ist doch eine Behinderung um am Markt agil agieren zu können. Da geht es nicht um Gehalt alleine. Alles was LH teuer macht wird versucht billiger zu machen. Wenn die GW da nicht mitzieht, lagert man aus. Das Kostenverhältnis zum Wettbewerb löst sich ja nicht in Luft auf wenn man sich nicht verändert.
EW ist auch von der VC tarifiert, aber dort kann man die AN mit der Verdi gegeneinander ausspielen... Das gefällt dem AG natürlich besser...
Ist aber nicht Schuld des AG. Wenn man sich bei einer GW gut aufgehoben fühlt, dann lässt man sich von der vertreten, von der anderen eben nicht mehr. Nennt sich Markt.
FR hat D nach der Tarifierung verlassen...
Eben, dadurch hat Ryan weiterhin die günstigeren Kosten. Das kann man doch nicht ignorieren, das ist einfach da! Wenn ich den anderen nicht hochholen kann mit den Kosten, muss ich eben runter. Ganz allgemeine Regel. Wenn ich jetzt mit Streik und harten Vergütungsverhandlungen drohe wird die Schere größer und der AG gezwungen irgendwie die Kosten runter zu bringen oder auszulagern. Der möglich Sieg wird ein Phyrrussieg werden, so aggresiv wie der AG seine Agenda verfolgt.
Da es noch keine Möglichkeit gibt, europäische Tarifverträge zu schaffen, hat man als D GW leider nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Aber diese werden genutzt ;_)
Wie stellen Sie sich das vor? LH und eine Ryanair haben ja auch komplett unterschiedliche Geschäftsmodelle. Als Beispiel schickt LH ihre Crews im europäischen Ausland ins Layover, Ryanair nicht. Um mit Ryanair zu konkurrieren, müsste man das gesamte Modell umstellen. Jetzt kann man sagen, okay, wir haben ja EW dafür ins Rennen geschickt. Dann kann ich LH aber nicht mit FR vergleichen, sondern wenn überhaupt EW.
Ah, also braucht es EW doch, um den Passagier zu halten, den auch Ryanair umgarnt. LH könnte da nicht mithalten, völlig richtig, das Modell ist ein anderes. Dann muss EW aber auch konkurrenzfähig gemacht werden und darf nicht LH light sein. Wenn es aber Strecken gibt, auf denen LH mit LCCs in Konkurrenz steht sieht LH alt aus. Jetzt steht man vor der Wahl, LH raus EW rein (geht nicht immer, da manche Märkte LH wollen) oder die Kosten bei LH senken um sich Ryan und Co anzunähern. Mit heutigem LH Niveau wird man den Kunden verlieren.
Dafür gab es die GWI im KTV/PPV... Reichte zwar für eine einmalige schwarze Bilanz, aber es geht immer "günstiger", solange genug Geld für die "Anschubfinanzierung" da ist. Siehe EWEU, siehe EW Disco...
Ja klar. Die beackern ihr Geschaftsfeld und LH das ihre. Aber Erfolg/Misserfolg von EW et al hat doch nichts mit der Kostenbasis der LH Airline zu tun.
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