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Beitrag vom 14.08.2025 - 10:50 Uhr
UserChristian159
User (1623 Beiträge)
Als Dreist bezeichne ich hier konkret die Forderungen des BDL, der verlangt das der Staat Kosten eines privaten Anbieters eines Produktes übernehmen soll, damit der Anbieter mehr davon verkaufen kann.

Naja, gerade bei der Luftverkehrssteuer kann man hinterfragen, ob man dei der LVK überhaupt von "Kosten eines Produkts" sprechen kann.
Diesen "Kosten" steht ja überhaupt keine Gegenleistung des Staates gegenüber. Die wurden willkürlich erhoben, weil der Staat nicht mit Geld umgehen kann. Im Prinzip soll diese Unfähigkeit des Staates von "anteilmäsig wenigen Menschen" ausgeglichen werden.
Beitrag vom 14.08.2025 - 11:13 Uhr
UserChristian159
User (1623 Beiträge)
Nette Zahlen(spielereinen). Die aber leider nicht den Kern des Themas treffen. Sie sind leider immer noch nicht auf ein paar einfache, aber eben wichtige Fragen zu Ihren 'Argumenten' eingegangen.

- Wie konkret gefährden (angeblich) nicht vorhandene Fluglinien aus/nach DE bzw. innerdeutsch den Wirtschaftsstandort Deutschland?

- Welche, für Geschäftsreisen notwendige, Ziele können aus/in DE, nicht mit dem Flugzeug erreicht werden? Bzw. innerdeutsch nicht mit anderen Verkehrsmittel?

- Welche Airlines (Globalplayer) meiden Deutschland bzw. haben sich 'von Deutschland verabschiedet'?

Ich kann es Ihnen sagen: weil Sie es nicht können, weil diese 'Argumente' der Luftfahrtlobby, gelinde gesagt, unwahr sind.

Jetzt halten Sie mal den Ball flach!
Sie bezeichnen die Argumente der Luftfahrtlobby als Lüge. Das entspringt doch lediglich einem Bauchgefühl. Normalerweise sollten Sie Belege für Ihre Vermutung vorweisen und nicht verlangen, dass irgendjemand Ihre Gefühle widerlegt.

Im übrigen - wie Sie richtig gesagt haben - der BDL ist eine Lobbyorganisation. Die will Gesetze ändern (lassen).
Trauen Sie unseren Politikern nicht zu, die Argumente (die Sie als Lüge bezeichnen) zu hinterfragen? Der BDL wäre schlecht beraten, die Regierung zu belügen, meinen Sie nicht?
Deswegen sollten gerade Sie entspannt bleiben, diese Argumente werden geprüft und entsprechend bewertet.

Und dann verweise ich nochmal auf @EricM, der schon vor Jahren die Auswirkung von Gebührenerhöhung auf die Nachfrage prognostiziert hat (auch wenn er heute davon anscheinend nichts mehr wissen will).
Beitrag vom 14.08.2025 - 11:41 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1355 Beiträge)
Als Dreist bezeichne ich hier konkret die Forderungen des BDL, der verlangt das der Staat Kosten eines privaten Anbieters eines Produktes übernehmen soll, damit der Anbieter mehr davon verkaufen kann.

Naja, gerade bei der Luftverkehrssteuer kann man hinterfragen, ob man dei der LVK überhaupt von "Kosten eines Produkts" sprechen kann.
Diesen "Kosten" steht ja überhaupt keine Gegenleistung des Staates gegenüber. Die wurden willkürlich erhoben, weil der Staat nicht mit Geld umgehen kann. Im Prinzip soll diese Unfähigkeit des Staates von "anteilmäsig wenigen Menschen" ausgeglichen werden.
Nun, das Gleiche gilt dann auch für viele anderen Steuern: Wo sind die unmittelbaren "Gegenleistungen" bei der Tabak-, Branntwein-, Hunde-, Benzin- oder Einkommenssteuer? Und warum wächst der Flugverkehr in UK trotz einer deutlich höheren Besteuerung?
Beitrag vom 14.08.2025 - 12:57 Uhr
Usercontrail55
User (6000 Beiträge)
Als Dreist bezeichne ich hier konkret die Forderungen des BDL, der verlangt das der Staat Kosten eines privaten Anbieters eines Produktes übernehmen soll, damit der Anbieter mehr davon verkaufen kann.

Naja, gerade bei der Luftverkehrssteuer kann man hinterfragen, ob man dei der LVK überhaupt von "Kosten eines Produkts" sprechen kann.
Diesen "Kosten" steht ja überhaupt keine Gegenleistung des Staates gegenüber. Die wurden willkürlich erhoben, weil der Staat nicht mit Geld umgehen kann. Im Prinzip soll diese Unfähigkeit des Staates von "anteilmäsig wenigen Menschen" ausgeglichen werden.

Nun, das Gleiche gilt dann auch für viele anderen Steuern: Wo sind die unmittelbaren "Gegenleistungen" bei der Tabak-, Branntwein-, Hunde-, Benzin- oder Einkommenssteuer? Und warum wächst der Flugverkehr in UK trotz einer deutlich höheren Besteuerung?
Welche "Besteuerung" meinen Sie da konkret?
Ich habe gerade von der KI mal die Strecke ARN-FRA/LHR-AGP gegenrechnen lassen. Hat eine Weile gedauert und es wurden über 30 Parameter verglichen. A320, 80% Auslastung. Die nichtpassagierbezogenen Kosten waren über LHR günstiger. Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden. In LHR ist das pauschal 24€, wenn wir den für FRA bekommen, können wir präziser vergleichen.
Nachtrag-habe das für FRA versucht sparat berechnen zu lassen. Dazu fehlen aber Details für eine präzise Aussage. Die Schätzung ergab 17-30€. Interessant war, Anfluggebühr LHR 23,54Pfund, FRA 497,73€.
Kurz, eine frei gewählte Steuer reicht nicht für einen Vergleich.

Dieser Beitrag wurde am 14.08.2025 13:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.08.2025 - 13:06 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1355 Beiträge)
Als Dreist bezeichne ich hier konkret die Forderungen des BDL, der verlangt das der Staat Kosten eines privaten Anbieters eines Produktes übernehmen soll, damit der Anbieter mehr davon verkaufen kann.

Naja, gerade bei der Luftverkehrssteuer kann man hinterfragen, ob man dei der LVK überhaupt von "Kosten eines Produkts" sprechen kann.
Diesen "Kosten" steht ja überhaupt keine Gegenleistung des Staates gegenüber. Die wurden willkürlich erhoben, weil der Staat nicht mit Geld umgehen kann. Im Prinzip soll diese Unfähigkeit des Staates von "anteilmäsig wenigen Menschen" ausgeglichen werden.
Nun, das Gleiche gilt dann auch für viele anderen Steuern: Wo sind die unmittelbaren "Gegenleistungen" bei der Tabak-, Branntwein-, Hunde-, Benzin- oder Einkommenssteuer? Und warum wächst der Flugverkehr in UK trotz einer deutlich höheren Besteuerung?
Welche "Besteuerung" meinen Sie da konkret?
Ich habe gerade von der KI mal die Strecke ARN-FRA/LHR-AGP gegenrechnen lassen. Hat eine Weile gedauert und es wurden über 30 Parameter verglichen. A320, 80% Auslastung. Die nichtpassagierbezogenen Kosten waren über LHR günstiger. Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden. In LHR ist das pauschal 24€, wenn wir den für FRA bekommen, können wir präziser vergleichen.
Konkret an die 1994 eingeführte Air Passenger Duty (APD) die seitdem mehrfach erhöht wurde und seit 2024 (gleichzeitig letzte Erhöhung) in vier Bereichen erhoben wird: Inlandsflüge, 0 - 2000 Meilen, 2001 - 5500 Meilen und über 5500 Meilen, gestaffelt nach Klassen im Flugzeug von £7 (Inland niedrigste Klasse) bis £202 (>5500 Meilen, alle anderen Klassen).
Beitrag vom 14.08.2025 - 14:19 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2165 Beiträge)
Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Beitrag vom 14.08.2025 - 15:46 Uhr
Usercontrail55
User (6000 Beiträge)
Als Dreist bezeichne ich hier konkret die Forderungen des BDL, der verlangt das der Staat Kosten eines privaten Anbieters eines Produktes übernehmen soll, damit der Anbieter mehr davon verkaufen kann.

Naja, gerade bei der Luftverkehrssteuer kann man hinterfragen, ob man dei der LVK überhaupt von "Kosten eines Produkts" sprechen kann.
Diesen "Kosten" steht ja überhaupt keine Gegenleistung des Staates gegenüber. Die wurden willkürlich erhoben, weil der Staat nicht mit Geld umgehen kann. Im Prinzip soll diese Unfähigkeit des Staates von "anteilmäsig wenigen Menschen" ausgeglichen werden.
Nun, das Gleiche gilt dann auch für viele anderen Steuern: Wo sind die unmittelbaren "Gegenleistungen" bei der Tabak-, Branntwein-, Hunde-, Benzin- oder Einkommenssteuer? Und warum wächst der Flugverkehr in UK trotz einer deutlich höheren Besteuerung?
Welche "Besteuerung" meinen Sie da konkret?
Ich habe gerade von der KI mal die Strecke ARN-FRA/LHR-AGP gegenrechnen lassen. Hat eine Weile gedauert und es wurden über 30 Parameter verglichen. A320, 80% Auslastung. Die nichtpassagierbezogenen Kosten waren über LHR günstiger. Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden. In LHR ist das pauschal 24€, wenn wir den für FRA bekommen, können wir präziser vergleichen.
Konkret an die 1994 eingeführte Air Passenger Duty (APD) die seitdem mehrfach erhöht wurde und seit 2024 (gleichzeitig letzte Erhöhung) in vier Bereichen erhoben wird: Inlandsflüge, 0 - 2000 Meilen, 2001 - 5500 Meilen und über 5500 Meilen, gestaffelt nach Klassen im Flugzeug von £7 (Inland niedrigste Klasse) bis £202 (>5500 Meilen, alle anderen Klassen).
Danke. Es ist aber nur eine staatliche Gebühr von vielen rund um einen Flug. Den Satz "Kurz, eine frei gewählte Steuer reicht nicht für einen Vergleich." haben Sie leider weggelassen, aber er ist entscheidend.
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum das Aufkommen in UK zugenommen hat. Hier ein paar davon
 https://neweconomics.org/2025/06/introducing-the-ultra-frequent-flyer
Ob das für einen Vergleich mit D taugt weiß ich nicht.
Beitrag vom 14.08.2025 - 16:04 Uhr
Usercontrail55
User (6000 Beiträge)
Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.
Beitrag vom 14.08.2025 - 22:35 Uhr
UserEricM
User (6980 Beiträge)
Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.

und

In LHR ist das pauschal 24€

D.h. LHR ist 15% teurer als FRA?


Dieser Beitrag wurde am 14.08.2025 22:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.08.2025 - 06:58 Uhr
Usercontrail55
User (6000 Beiträge)
Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.

und

In LHR ist das pauschal 24€

D.h. LHR ist 15% teurer als FRA?
Was diese Gebühr angeht, ja. Aber, Danke für das Beispiel, dass es in der Diskussion nichts bringt, sich einen Posten rauszususchen und diesen als Grundlage für ein Verhalten zu nutzen. Die Summe aller Aufwendungen ist entscheidend. Sie hätten ja auch die Landegebühr für das Aircraft nehmen können, da ist FRA 2000% teurer.
Wenn man für LHR die 24€ nimmt und für FRA 20€ ergeben die Berechnungen aller Gebühren Routing, Airport Handling, Airport ATC, Passagierhandling, Passagiergebühren für einen A320ceo, mittags, SLF 144 Passagiere ein Kostenvorteil im LHR von rd 1500€. Da kommen natürlich noch eine Reihe anderer Faktoren dazu, aber es ging ja um das Gebührenszenario. Interessant finde ich die Aufschlüsselung der LVA in UK. Da werden Economy Passagiere günstiger behandelt wie die Hochpreis Klassen.

Dieser Beitrag wurde am 15.08.2025 08:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.08.2025 - 10:06 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1355 Beiträge)
Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.

und

In LHR ist das pauschal 24€

D.h. LHR ist 15% teurer als FRA?
Was diese Gebühr angeht, ja. Aber, Danke für das Beispiel, dass es in der Diskussion nichts bringt, sich einen Posten rauszususchen und diesen als Grundlage für ein Verhalten zu nutzen. Die Summe aller Aufwendungen ist entscheidend. Sie hätten ja auch die Landegebühr für das Aircraft nehmen können, da ist FRA 2000% teurer.
Wenn man für LHR die 24€ nimmt und für FRA 20€ ergeben die Berechnungen aller Gebühren Routing, Airport Handling, Airport ATC, Passagierhandling, Passagiergebühren für einen A320ceo, mittags, SLF 144 Passagiere ein Kostenvorteil im LHR von rd 1500€. Da kommen natürlich noch eine Reihe anderer Faktoren dazu, aber es ging ja um das Gebührenszenario. Interessant finde ich die Aufschlüsselung der LVA in UK. Da werden Economy Passagiere günstiger behandelt wie die Hochpreis Klassen.
Bleibt aber doch die Tatsache, dass es nicht die Luftverkehrsabgabe ist, die Fliegen in D teuerer macht, ein Großteil der Gebühren fällt für Dienstleistung und Infrastruktur an.
Beitrag vom 15.08.2025 - 10:20 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4039 Beiträge)
Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.

und

In LHR ist das pauschal 24€

D.h. LHR ist 15% teurer als FRA?
Was diese Gebühr angeht, ja. Aber, Danke für das Beispiel, dass es in der Diskussion nichts bringt, sich einen Posten rauszususchen und diesen als Grundlage für ein Verhalten zu nutzen. Die Summe aller Aufwendungen ist entscheidend. Sie hätten ja auch die Landegebühr für das Aircraft nehmen können, da ist FRA 2000% teurer.
Wenn man für LHR die 24€ nimmt und für FRA 20€ ergeben die Berechnungen aller Gebühren Routing, Airport Handling, Airport ATC, Passagierhandling, Passagiergebühren für einen A320ceo, mittags, SLF 144 Passagiere ein Kostenvorteil im LHR von rd 1500€. Da kommen natürlich noch eine Reihe anderer Faktoren dazu, aber es ging ja um das Gebührenszenario. Interessant finde ich die Aufschlüsselung der LVA in UK. Da werden Economy Passagiere günstiger behandelt wie die Hochpreis Klassen.

Ich habe gerade mal geschaut, wie sich diese Mehrgebühren konkret auf die Ticketpreise auswirken.

FRA - LON, 04.09. ONEWAY:

 https://www.swoodoo.com/flights/FRA-LON/2025-09-04?ucs=2qt0o1&sort=price_a

LH: ab 105,00 Euro 
BA: ab 120,00 Euro

Der Rückflug, LON - FRA:

 https://www.swoodoo.com/flights/LON-FRA/2025-09-04?ucs=pbmrki&sort=price_a

BA: ab 100,00
LH: ab 110,00

Andererseits, VIE - LON, 04.09. ONEWAY:

 https://www.swoodoo.com/flights/VIE-LON/2025-09-04?fs=fdDir=false&ucs=t4a3iu&sort=bestflight_a

OS: ab 155,00
BA: ab 135,00

Kurios, mit Umsteigen im 'teuren' FRA: 

LH 152,00 Euro
(2 Flüge, 1 x mehr Gebühren...)

Diese Preisgestaltung versteht niemand, was ja vermutlich auch der Sinn ist. 

Ich bin daher ziemlich sicher das es Möglichkeiten gibt diese o.g. ca. 10,00 Euro mehr in FRA, ohne Probleme in den Ticketpreis inkludieren zu können. Eben weil das System für den Kunden keinerlei Regeln erkennen lässt.

Allerdings bin ich auch ziemlich sicher das, wenn denn der Staat die Gebühren senken würde, sich dies nicht in sinkenden Ticketpreisen wiederfinden würde.

Ich bleibe dabei: 
diese Argumentation seitens BDL u.a. ist haltlos.

Beitrag vom 15.08.2025 - 11:26 Uhr
UserChristian159
User (1623 Beiträge)
> Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.

15,96€ ;)

Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.

und

In LHR ist das pauschal 24€

D.h. LHR ist 15% teurer als FRA?
Was diese Gebühr angeht, ja. Aber, Danke für das Beispiel, dass es in der Diskussion nichts bringt, sich einen Posten rauszususchen und diesen als Grundlage für ein Verhalten zu nutzen. Die Summe aller Aufwendungen ist entscheidend. Sie hätten ja auch die Landegebühr für das Aircraft nehmen können, da ist FRA 2000% teurer.
Wenn man für LHR die 24€ nimmt und für FRA 20€ ergeben die Berechnungen aller Gebühren Routing, Airport Handling, Airport ATC, Passagierhandling, Passagiergebühren für einen A320ceo, mittags, SLF 144 Passagiere ein Kostenvorteil im LHR von rd 1500€. Da kommen natürlich noch eine Reihe anderer Faktoren dazu, aber es ging ja um das Gebührenszenario. Interessant finde ich die Aufschlüsselung der LVA in UK. Da werden Economy Passagiere günstiger behandelt wie die Hochpreis Klassen.

Ich habe gerade mal geschaut, wie sich diese Mehrgebühren konkret auf die Ticketpreise auswirken.

FRA - LON, 04.09. ONEWAY:

 https://www.swoodoo.com/flights/FRA-LON/2025-09-04?ucs=2qt0o1&sort=price_a

LH: ab 105,00 Euro 
BA: ab 120,00 Euro

Der Rückflug, LON - FRA:

 https://www.swoodoo.com/flights/LON-FRA/2025-09-04?ucs=pbmrki&sort=price_a

BA: ab 100,00
LH: ab 110,00

Andererseits, VIE - LON, 04.09. ONEWAY:

 https://www.swoodoo.com/flights/VIE-LON/2025-09-04?fs=fdDir=false&ucs=t4a3iu&sort=bestflight_a

OS: ab 155,00
BA: ab 135,00

Kurios, mit Umsteigen im 'teuren' FRA: 

LH 152,00 Euro
(2 Flüge, 1 x mehr Gebühren...)

Das ist nicht kurios, das nennt man Marktwirtschaft.
Im Gegensatz zur früheren DDR bilden sich Preise nicht aus Produktionskosten plus einem staatlich festgelegten Gewinnzuschlag, sondern durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.
Und das sieht man an diesem Beispiel ja sehr schön!

Diese Preisgestaltung versteht niemand, was ja vermutlich auch der Sinn ist.

Das verstehen alle, die die Marktwirtschaft akzeptieren …. und profitieren davon!
 
Ich bin daher ziemlich sicher das es Möglichkeiten gibt diese o.g. ca. 10,00 Euro mehr in FRA, ohne Probleme in den Ticketpreis inkludieren zu können.

Obwohl Sie nur "interessierter Laie" sind, sind Sie doch anscheinend ein Fachmann für Preisgestaltung im Luftverkehr! Wow!

Eben weil das System für den Kunden keinerlei Regeln erkennen lässt.

Die Regel lautet: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Nach 35 Jahren sollte man das langsam mal akzeptieren! Oder auswandern!

Allerdings bin ich auch ziemlich sicher das, wenn denn der Staat die Gebühren senken würde, sich dies nicht in sinkenden Ticketpreisen wiederfinden würde.

Wahrscheinlich haben Sie da sogar recht, die Preise sind ja auch nicht durch die Einführung der Gebühren gestiegen. Aber das Angebot hat sich verändert, da mit höheren Gebühren auf bestimmten Flügen keine Gewinne mehr erwirtschaftet werden konnten. Daher gibt es ja weniger Flüge und weniger Passagiere, was ja z.B. @EricM jahrelang prognostiziert hatte.

Ich bleibe dabei: 
diese Argumentation seitens BDL u.a. ist haltlos.

Sie haben "meines Erachtens" vergessen!
Beitrag vom 15.08.2025 - 13:23 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4039 Beiträge)
> > Für FRA konnte kein konkreter Wert der Kosten für einen Umsteiger ermittelt werden.
>
> 15,96€ ;)
>
Danke, hab's gefunden ;-). Dazu kommt noch eine 1,57€ Sicherheitspauschale pP sowie Passagierabhängige Start- und Landebebühr von jeweils 1,72€ pP. Ein Transit kostet somit total 20,97€ pP.

und

In LHR ist das pauschal 24€

D.h. LHR ist 15% teurer als FRA?
Was diese Gebühr angeht, ja. Aber, Danke für das Beispiel, dass es in der Diskussion nichts bringt, sich einen Posten rauszususchen und diesen als Grundlage für ein Verhalten zu nutzen. Die Summe aller Aufwendungen ist entscheidend. Sie hätten ja auch die Landegebühr für das Aircraft nehmen können, da ist FRA 2000% teurer.
Wenn man für LHR die 24€ nimmt und für FRA 20€ ergeben die Berechnungen aller Gebühren Routing, Airport Handling, Airport ATC, Passagierhandling, Passagiergebühren für einen A320ceo, mittags, SLF 144 Passagiere ein Kostenvorteil im LHR von rd 1500€. Da kommen natürlich noch eine Reihe anderer Faktoren dazu, aber es ging ja um das Gebührenszenario. Interessant finde ich die Aufschlüsselung der LVA in UK. Da werden Economy Passagiere günstiger behandelt wie die Hochpreis Klassen.

Ich habe gerade mal geschaut, wie sich diese Mehrgebühren konkret auf die Ticketpreise auswirken.

FRA - LON, 04.09. ONEWAY:

 https://www.swoodoo.com/flights/FRA-LON/2025-09-04?ucs=2qt0o1&sort=price_a

LH: ab 105,00 Euro 
BA: ab 120,00 Euro

Der Rückflug, LON - FRA:

 https://www.swoodoo.com/flights/LON-FRA/2025-09-04?ucs=pbmrki&sort=price_a

BA: ab 100,00
LH: ab 110,00

Andererseits, VIE - LON, 04.09. ONEWAY:

 https://www.swoodoo.com/flights/VIE-LON/2025-09-04?fs=fdDir=false&ucs=t4a3iu&sort=bestflight_a

OS: ab 155,00
BA: ab 135,00

Kurios, mit Umsteigen im 'teuren' FRA: 

LH 152,00 Euro
(2 Flüge, 1 x mehr Gebühren...)

Das ist nicht kurios, das nennt man Marktwirtschaft.
Im Gegensatz zur früheren DDR bilden sich Preise nicht aus Produktionskosten plus einem staatlich festgelegten Gewinnzuschlag, sondern durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.
Und das sieht man an diesem Beispiel ja sehr schön!

Diese Preisgestaltung versteht niemand, was ja vermutlich auch der Sinn ist.

Das verstehen alle, die die Marktwirtschaft akzeptieren …. und profitieren davon!
 
Ich bin daher ziemlich sicher das es Möglichkeiten gibt diese o.g. ca. 10,00 Euro mehr in FRA, ohne Probleme in den Ticketpreis inkludieren zu können.

Obwohl Sie nur "interessierter Laie" sind, sind Sie doch anscheinend ein Fachmann für Preisgestaltung im Luftverkehr! Wow!

Eben weil das System für den Kunden keinerlei Regeln erkennen lässt.

Die Regel lautet: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Nach 35 Jahren sollte man das langsam mal akzeptieren! Oder auswandern!

Allerdings bin ich auch ziemlich sicher das, wenn denn der Staat die Gebühren senken würde, sich dies nicht in sinkenden Ticketpreisen wiederfinden würde.

Wahrscheinlich haben Sie da sogar recht, die Preise sind ja auch nicht durch die Einführung der Gebühren gestiegen. Aber das Angebot hat sich verändert, da mit höheren Gebühren auf bestimmten Flügen keine Gewinne mehr erwirtschaftet werden konnten. Daher gibt es ja weniger Flüge und weniger Passagiere, was ja z.B. @EricM jahrelang prognostiziert hatte.

Ich bleibe dabei: 
diese Argumentation seitens BDL u.a. ist haltlos.

Sie haben "meines Erachtens" vergessen!

Aber sonst ist alles bei Ihnen in Ordnungen, Sie fühlen sich wohl!?
Beitrag vom 15.08.2025 - 13:57 Uhr
UserEricM
User (6980 Beiträge)
Im Gegensatz zur früheren DDR bilden sich Preise nicht aus Produktionskosten plus einem staatlich festgelegten Gewinnzuschlag, sondern durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

Die Planwirtschaft hat mittels 5-Jahresplänen andere Dinge festgelegt als einen Gewinnnzuschlag, zB zu produzierende Mengen in teilweise sehr inadäquaten Einheiten (zB Automobile in t/Monat). Das ganze System war ziemlich kirre...

Andererseits kalkulieren auch heute noch viele Firmen mit Einkaufskosten, Produktionskosten, Vertriebskosten und Marge um den gewünschten Endpreis eines Produkts zu errechnen.
Dass der dann uU an den Markt (oder Märkte) angepasst werden muss ist klar, aber eine negative Marge kann man nur ganz kurz oder in kleinen Teilmärkten durchhalten, sonst geht es an die Substanz.

Die Regel lautet: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Nach 35 Jahren sollte man das langsam mal akzeptieren!

Ja, wobei zum "Angebot" natürlich auch die Konkurrenzsituation gehört. Zumindest wenn kein Monopol vorliegt.
Gehen die Gebühren um 5€ runter und senkt die Konkurrenz die Preise daher um 5€, kann man selbst seine Preise ja auch nicht auf dem alten Stand lassen.

Es ist daher gerade unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht anzunehmen, eine Senkung der Gebühren würde sich direkt in einer besseren Gewinnsituation der regulierten Firmen niederschlagen.

Oder auswandern!

Das ist jetzt ehrlich gesagt eine Frechheit.
Ich teile Ihr über-naives Verständnis von Angebot und Nachfrage auch nicht, werde mich von Ihnen aber auch nicht aus meinem eigenen Land schicken lassen.


Dieser Beitrag wurde am 15.08.2025 15:35 Uhr bearbeitet.
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