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Beitrag 1 - 3 von 3
Beitrag vom 07.07.2026 - 11:22 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1544 Beiträge)
Die Zahlen zeigen zwar, dass sich der Luftverkehr in Deutschland langsamer erholt als in vielen anderen europäischen Ländern. Daraus aber automatisch die Forderung nach mehr Kurz- und Mittelstreckenflügen abzuleiten, greift zu kurz. Gerade die Hitzewellen und Wetterextreme dieses Jahres führen eindringlich vor Augen, dass der Klimawandel längst keine abstrakte Zukunftsgefahr mehr ist. Der Luftverkehr gehört insbesondere auf Kurz- und Mittelstrecken zu den emissionsintensivsten Verkehrsmitteln – oft dort, wo es -wenn auch nicht immer zuverlässige - Bahn-Alternativen gibt.

Der vom BDF angeführte "Wertschöpfungsverlust" von 40 Milliarden Euro betrachtet zudem nur die entgangenen wirtschaftlichen Umsätze. Die erheblichen Umwelt- und Klimafolgekosten des Luftverkehrs – von Treibhausgasemissionen über Lärm bis hin zu den volkswirtschaftlichen Schäden durch Extremwetter, Ernteausfälle oder Gesundheitsbelastungen – bleiben in dieser Rechnung vollständig außen vor. Wer eine ehrliche Bilanz ziehen will, muss beide Seiten der Medaille betrachten und darf nicht nur die entgangenen Einnahmen, sondern auch die verursachten Kosten berücksichtigen.

Dass Urlaub bezahlbar bleiben muss, steht außer Frage. Günstiger Urlaub setzt jedoch keinen Flug voraus. Deutschland und seine Nachbarländer bieten zahlreiche attraktive Reiseziele, die bequem mit Bahn oder Fernbus erreichbar sind. Wer früh bucht, kann oft ebenso preiswert verreisen wie mit einem Billigflug – bei einem deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck.

Statt den Luftverkehr um jeden Preis wieder auf Wachstum zu trimmen, sollte die Politik die Rahmenbedingungen für klimafreundliche Mobilität verbessern. Zukunftssicherung bedeutet heute nicht, möglichst viele Flüge zu ermöglichen, sondern wirtschaftliche Interessen mit den ökologischen Grenzen unseres Planeten in Einklang zu bringen.
Beitrag vom 07.07.2026 - 11:28 Uhr
UserEricM
User (7148 Beiträge)
@F11: Volle Zustimmung
Statt den Luftverkehr um jeden Preis wieder auf Wachstum zu trimmen

Statt den Luftverkehr, wie vielfach gefordert, auf Kosten des Steuerzahlers um jeden Preis wieder auf Wachstum (und privat verbuchten höheren Gewinn) zu trimmen, [...]

Darüber hinaus: Die Wachstumsmöglichkeiten des Tourismus in Deutschland und angrenzenden Nationen sind umgekehrt proportional zu Steuerfinanzierten Kurz- und Mittelstrecken-Flügen.

Dieser Beitrag wurde am 07.07.2026 11:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.07.2026 - 12:08 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4309 Beiträge)
""Für die hart arbeitenden Menschen darf der wohlverdiente Urlaub nicht unerschwinglich werden."".

Ach was Herr Ploß, dann sorgen Sie (und Ihre Partei - die ist doch gerade auch an der Regierung, oder!?) doch einfach dafür das 'hart arbeitende Menschen' auch genügend Geld für ihre harte Arbeit bekommen.

Aber ach das beißt sich ja total mit Ihrer anderen Aussage:

"Nun müssten auch die übrigen Standortkosten sinken, etwa die Flughafengebühren und Kosten für Infrastruktur und Sicherheit."!

Weil:
das geht ja nur, wenn man den dort (hart) arbeitenden Menschen weniger bzw. sie nicht ausreichend bezahlt.

Oder man nimmt der restlichen, nicht fliegenden Bevölkerung etwas weg, in dem man deren Steuern zur Subventionierung der Flüge einer prozentual an der Gesamtbevölkerung sehr geringen Zahl fliegender Menschen einsetzt.

@Medien:
warum wird jeder Lobbyisten-Sch... (sorry) immer unreflektiert und unhinterfragt in die Welt posaunt?