Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Schweiz setzt Swiss unter Erfolgsdruck

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 21.09.2020 - 11:07 Uhr
UserPLANEtruth
FQTV ex SEN CC-Lover
User (520 Beiträge)
Falls das stimmen sollte . . . WOW, da hat doe Lufthansa-Group dann wirklich eine brennende Baustelle nach der anderen und die Anwaelte muessen hier richtig ins Schwitzen kommen. Gerechtigkeit auch bei Swiss? Nachdem diese ja bereits mehreren Unternehmen in der Vergangenheit durch Versprechen und Knebelvertraegen die alle entweder gekippt oder einfach nichtig waren am Ende gezeigt, dass auch die Swiss, ex Swissair gut mit Mafia aehnlichen Handlungen umgehen kann. War da nicht mal eine Flotte von 4 MD-11 der ex LTU die einverleimt wurden aber die Gegenleistung ausblieb, eine Crossair deren Vertraege so haeufig geaendert wurden, dass am Ende eine Swiss hervorging aber die eigenen Leute auf der Strecke blieben?
Falls diese Presseberichte stimmen, scheint nun der Druck richtig gross zu sein in der Schweiz, vielleicht hat eine Schweizer Regierung aber auch nur auf eine Situation wie diese gewartet, dass diese Airline wieder komplett in schweizer Hand ist?
Das sind ja fast schon UEFA Zustaende und alle relativ schweizerisch Scheinheilig.
Da denke ich sind nun die Anwaelte der LH-Group nun am rotieren, hier reichen schoene verdrehte Worte nicht mehr, den Schweizern geht's ums Geld. 2023 kommt schneller als sich viele wuenschen!

Beitrag vom 21.09.2020 - 11:29 Uhr
User
User ( Beiträge)
Nein, die Damen und Herren Anwälte kommen nicht ins Schwitzen. Warum auch?

Bildhaft gesprochen:
Die Schweiz entfernt einen tief sitzenden Stachel in ihrem Fleisch, indem sie die Swiss iSe "Notübernahme" von der LH Group zurück holt, denn die Gewinnerzielungsvorgaben kann die Swiss - gegenwärtig und absehbar - nicht erfüllen.

Als kleine, aber feine Airline der Schweiz kann sie der LH hingegen Kunden (und Slots?) abnehmen.

Du triffst mit deinem zweiten Absatz daher ins Schwarze. Mitte, volle Punktzahl. ;-)

Nur die LH liebt sich selbst und war sich stets selbst genug.

Der Rest der Welt sah in der LH stets eine Art letztes Exemplar eines Megalodon.
Beitrag vom 21.09.2020 - 11:30 Uhr
UserJoachimE
User (207 Beiträge)
Und wenn sie dann alles eingezogen haben... wird das dann besser oder wollen sie dann noch mehr Geld reinschießen?
Beitrag vom 21.09.2020 - 11:48 Uhr
UserBald-Lokführer
User (386 Beiträge)
Nein, die Damen und Herren Anwälte kommen nicht ins Schwitzen. Warum auch?

Bildhaft gesprochen:
Die Schweiz entfernt einen tief sitzenden Stachel in ihrem Fleisch, indem sie die Swiss iSe "Notübernahme" von der LH Group zurück holt, denn die Gewinnerzielungsvorgaben kann die Swiss - gegenwärtig und absehbar - nicht erfüllen.

Als kleine, aber feine Airline der Schweiz kann sie der LH hingegen Kunden (und Slots?) abnehmen.

Eine Airline in der Größe der Swiss kann alleine nicht überleben. Austritt aus der Lufthansa heißt ziemlich sicher auch Austritt aus der StarAlliance. Man stände also ziemlich allein da. Heisst kein Zugriff mehr auf die Marktmacht der LH Group was Einkauf von Fliegern/Waren usw betrifft. Heisst Synergien können nicht genutzt werden.
Was Sie hier schreiben ist illusorisch und realistischer Weise nicht umsetzbar.

Du triffst mit deinem zweiten Absatz daher ins Schwarze. Mitte, volle Punktzahl. ;-)

Nur die LH liebt sich selbst und war sich stets selbst genug.

Der Rest der Welt sah in der LH stets eine Art letztes Exemplar eines Megalodon.
Beitrag vom 21.09.2020 - 11:50 Uhr
User
User ( Beiträge)
@JoachimE:

"Als kleine, aber feine Airline der Schweiz kann sie der LH hingegen Kunden (und Slots?) abnehmen."

Die kleineren Airlines mit dem Vermögen zu "flexible Response" werden die Gewinner der Krise sein.

Deswegen versucht LH alles, sich möglichst umfassend zu verkleinern.

Swiss braucht keine Verkleinerung. Swiss ist - vergleichsweise - bereits "klein" und potent, kann daher wesentlich leichter am Leben erhalten werden, als ein Megalodon.

P.S. (eines eigenen Beitrags bedarf es beim besten Willen nicht)
Als ob es keine anderen Allianzen = Synergien gäbe.
Again:
"Nur die LH liebt sich selbst und war sich stets selbst genug."


Dieser Beitrag wurde am 21.09.2020 11:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.09.2020 - 12:07 Uhr
UserBald-Lokführer
User (386 Beiträge)
@JoachimE:

"Als kleine, aber feine Airline der Schweiz kann sie der LH hingegen Kunden (und Slots?) abnehmen."

Die kleineren Airlines mit dem Vermögen zu "flexible Response" werden die Gewinner der Krise sein.

Deswegen versucht LH alles, sich möglichst umfassend zu verkleinern.

Swiss braucht keine Verkleinerung. Swiss ist - vergleichsweise - bereits "klein" und potent, kann daher wesentlich leichter am Leben erhalten werden, als ein Megalodon.

P.S. (eines eigenen Beitrags bedarf es beim besten Willen nicht)
Als ob es keine anderen Allianzen = Synergien gäbe.
Again:
"Nur die LH liebt sich selbst und war sich stets selbst genug."

Schauen Sie sich einfach mal die Geschichte der Swiss an bevor Sie hier einfach drauf los schreiben. Die Swiss war schon einmal eine Airline ohne größere Gruppe dahinter. Was das für Ergebnisse geliefert hat, können Sie selber rausfinden.
Beitrag vom 21.09.2020 - 13:25 Uhr
UserCinrella
User (136 Beiträge)
Bitte auch beachten das hier der EBITDA als Kennzahl genannt ist. EBITDA ist in keinem Fall einem Verlust oder Gewinn gleichzusetzen und die Bezeichnung "operativer Gewinn" ist leider geläufig, aber an sich falsch für den EBITDA. (Bzw. Verwirrend)

So betrug der EBITDA im ersten Halbjahr 2020 -75Mio€. Die im Artikel genannten -266Mio Franken sind der EBIT. Diese Zahl ist im Zusammenhang mit dem Kredit aber anscheinend nicht relevant und klingen im Artikel einfach "dramatischer"

Das EBITDA von 2019 betrug +959Mio€. Also ist die Forderung der schweizerischen Regierung nicht überzogen und ist sogar weit unter Vorkrisenniveau. Sie dient daher tatsächlich einfach der (berechtigten) Absicherung des Geldes und es ist durchaus möglich für die Swiss diese Summen bis 2023 wieder zu erreichen.