Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Sorge um Flugzeugbau in Europa nimmt zu

Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 18.07.2008 - 14:01 Uhr
Useroverview
User (27 Beiträge)
Wenn der Dollarkurs einen so dramatischen Einfluss auf die Gewinne hat, wie Airbus es immer wieder verkündet, müssten andere Export-
Abhängige Unternehmen (und das sind in D fast alle) schon lange Pleite oder aus dem Euro-Raum geflüchtet sein.
Ist aber nicht so. Die meisten Großen machen super Geschäfte im Export - auch mit Dollarabrechnung. Evtl. sollte das Airbus-Management mal die eigene Beschränktheit ablegen und schauen wie andere das machen.
Im übrigen produziert Airbus schon seit Jahren nicht unerheblich im US u. Asien - Dollarraum. Tun aber so, als wenn alles Made in EU ist.
Ich hoffe, dass von den Millionen Steuersubventionen der letzten 25 Jahre nicht nur Managertaschen gefüllt werden und Arbeitsplätze in Dubai oder Mexiko geschaffen werden.
Hier ist auch die Politik gefragt. Ohne die Politik und das Geld der Steuerzahler wäre Airbus nicht so erfolgreich wie sie heute sind. Und sie sind erfolgreich, trotz des schwachen Managements und gegenteiliger Behauptungen einiger Lobbyisten...
Beitrag vom 18.07.2008 - 14:57 Uhr
UserTimbo
Student, Luft und Raumfahrt
User (27 Beiträge)
Die Manager, die bei Airbus sitzen und rumheulen, dass der Gewinn durch die anhaltende Dollarschwäche minimiert wird, müssen ja auch um ihre Gewinne bangen. Schließlich werden diese Leute nach dem Aktienkurs gemessen und nicht nach dem Auftragsbestand. Diese Herren lügen ihren Kunden das Blaue vom Himmel runter, wenn es um Lieferzeiten etc. geht. Sie denken nur an die Rendite, da man in Asien und Amerika billiger Produzieren kann. Aber an die Fachkräfte denkt keiner von ihnen. Finde mal in Dubai oder Mexiko 2000 Fertigungskräfte.
Sie stellen sich hin und halten bei allen EU-Ländern die Hände auf, um Subventionen zu erhalten für ihre neuen Projekte. Dann aber wollen sie ihre Werke verkaufen und wenn es geht alles in den Dollarraum zu verlagern. Die Regierungen in Europa sollten Airbus entsprechenden Druck ausüben und ihnen mal klar machen, wer ihnen diese Innovationsschübe und dementsprechende Infrastruktur finanziert. Ich bin mal gespannt wer ihnen das Geld für neue Entwicklungen dann in den Rachen schiebt. Immer nur haben wollen ist auch nicht. Airbus ist gut beraten ihre Standorte in Europa zu pflegen.
Beitrag vom 18.07.2008 - 15:00 Uhr
UserOldfly1
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User (1570 Beiträge)
Moin,

man kann den Leuten bei Airbus nicht Helfen, bei Opel hatten wir andere Kontakte da funktionierte die Kette und alle haben dazu beigetragen das Open in Bochum bleibt.

Die Leute bei Airbus wissen anscheinend nicht was da passiert weil die immer wieder umgedreht werden, ich habe vielmals hier Abhilfen geschrieben, allein das Dollar Pumpen die letzten Tage hätte man so unglaublich verdienen können, anere Konzerne machen das auch, oder lassen es machen.

Tom Enders ist eben der falsche Kopf des ganzen der ist von seinem Vorsitz für die Atlantik Brücke gelenkt, die steht dem PNAC nahe und die wollen wiederum Kontrolle über die Luft und Space Technologie erhalten.

Das Problem für die Mitarbeiter bei Airbus ist, man muss es schon wirklich erfassen wollen und viel lesen um die Zusammenhänge erkennen zu können, schlißlich ist dies eine umfassend angelegte Strategie die es in sich hat.

Es gibt viele Möglichkeiten dagegen zu wirken, wenn man nur will, und die Gewerkschaften scheinen blind zu sein.

Man muss halt etwas schlauer sein und sich mit ran hängen an Kurssteigerungen und Fallende Firmenkurse in beide Richtung kann man verdienen man muss es halt nur tun. :D

Allein an Conti konnte man noch am Dienstag gut verdienen.

Gruß
Beitrag vom 18.07.2008 - 15:11 Uhr
UserOldfly1
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User (1570 Beiträge)
Moin,

@Timbo,
[quote]Die Regierungen in Europa sollten Airbus entsprechenden Druck ausüben und ihnen mal klar machen, wer ihnen diese Innovationsschübe und dementsprechende Infrastruktur finanziert.[/quote]
dass müssen aber die Bürger wollen, und danach schreien das die Politiker in Zugzwang kommen sonst tut sich da nichts.

Ich habe tausendmal geschrieben hier die sollen intern eine Kommunikationsstruktur aufbauen außerhalb der Gewerkschaften (die werden auch beeinflusst, oder suchen nur das kleinste Ã?bel.), und dann könnte man von heute auf Morgen den Laden still legen und den Managern mal den Marsch blasen, aber anscheinend tut sich da nichts.

Also sind die anscheinend alle zufrieden damit was passiert.

Ein Manager denkt wie ein Politiker, die wollen alle nur etwas auf den Weg bringen, wer es später dann umsetzt ist denen wurst weil dann ist man ja eh nicht mehr dort wo man das initiiert hat.

Gruß