Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Ursache der Flugverspätung entschei...

Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 20.08.2019 - 15:06 Uhr
UserMHalblaub
User (533 Beiträge)
Bei natürlichen Ursachen wie Wetter oder Vögel bin ich dabei aber für einen Systemausfall egal wo, hat die Airline gerade zu stehen. Wenn sie nicht Schuld hat, soll sie sich das Geld vom Verursacher holen.
Beitrag vom 20.08.2019 - 15:17 Uhr
UserP41
User (22 Beiträge)
Wetter ist wahrscheinlich jedem klar. Vögel bin ich mir nicht sicher, schließlich kann man Vögel mit geeigneten Maßnahmen vertreiben. Kostet Geld, aber ist möglich. Systemausfall: Ist der Rechner ausgefallen weil man notwendige Updates nicht gemacht hat oder hat der Blitz eingeschlagen? Defekte am Flugzeug: Wartungsschlamperei oder billige Ersatzteile vom Schwarzmarkt oder nicht vorhersehbarer Verschleiß?
Wer sorgt dafür dass nichts als die Wahrheit (was auch immer das ist) entscheidet?
Beitrag vom 20.08.2019 - 16:39 Uhr
UserPeterP
User (4 Beiträge)
Ich finde, die Airline sollte für JEGLICHE Gründe haften mit der entsprechenden Entschädigung. Es ist für mich als Kunde schlicht nicht (bezahlbar) möglich, der Airline das Gegenteil zu beweisen, wenn sie irgendwas behauptet. Zudem ist sie in meinen Augen in jedem Fall Schuld, zumindest mehr als ich als Kunde.
Derzeit hat sie aber null Interesse da was dran zu ändern. Wieso soll die Airline Ersatzflieger bereithalten oder den Flugplan ändern, wenn sie mit dem Grund "Wetter" garnicht fliegen muss, jede Menge Geld spart aber von jeglicher Haftung befreit ist?

Natürlich würden Tickets teurer wenn die Airline in ausnahmslos JEDEM Fall Entschädigungen zahlen muss aber dafür würde die Airline dann auch mal was tun und es würde zuverlässiger funktionieren.
Zudem kann sich die Airline ja Schäden auch entsprechend wiederholen, wenn jemand anders Schuld hat.


Ich bin mal von C nach D geflogen und der Flug wurde ohne Begründung erst verspätet und dann Annuliert. In C und D war das Wetter sonnig ohne Wolken. Am Schalter konnten sie nichts sagen außer, dass die beiden Maschinen die am gleichen Tag noch nach D fliegen sollten auch ausfallen werden (standen aber noch pünktlich im Flugplan). Daher dachte ich erstmal, Flieger kaputt, müsste ne Erstattung geben.
Also eine Erstattung beantragt "Ne, war Wetter". Offenbar fliegt die Airline von A nach B nach C nach D. In B (EU-Ausland) war nun schlechtes Wetter. Eine Ersatzbeförderung war nicht Sinnvoll, da ich Freitags Mittags für ne Hochzeit Freitag Abends fliegen wollte und Samstags Abends wieder heim geflogen wäre. Mit dem Zug wäre ich erst am nächsten Morgen angekommen und damit hoffnungslos zu spät.
Die Airline hätte problemlos den Flieger von A nach C schaffen können und dann zumindest C -> D durchführen können, kann sich aber nach derzeitigem EU-Recht mit Wetter sonstwo rausreden.
Neben dem unbezahlbaren Erlebnis der Heirat des besten Kumpels habe ich auch das Geld für Hinflug, Rückflug, Hotel und Getränke- bzw. Buffetbeteiligung in den Sand gesetzt.
So habe ich nun die Flugkosten hin und zurück, das Hotel sowie die Getränke und Buffet-Beteiligung von der Hochzeit umsonst bezahlt.
Beitrag vom 20.08.2019 - 17:11 Uhr
UserP41
User (22 Beiträge)
Ist ja alles schön und nett. Aber haben Sie mitbekommen was das Wetter am Wochenende im Rhein-Main Gebiet angestellt hat? Ersatzflugzeuge hätten nichts bewirken können, und um die Airlines dafür verantwortlich machen zu wollen (oder vielleicht die Flughäfen?) muss man sich schon sehr weit aus dem Fenster hängen.
Eine grundsätzliche Entschädigung würde manches einfacher machen, wenn Sie Ihre Entschädigung geltend machen wollen, da haben Sie sicher recht. Aber es muss den anderen auch zumutbar sein. Das Problem ist dass man Ihnen erst einmal alles mögliche zu den Gründen erzählen kann.
Ihr Erlebnis ist sicher ein besonderes Ärgernis, aber hätte eine Entschädigung Ihren Ärger denn wirklich nennenswert gelindert. Ich meine, wenn z.B. die Entschädigung IMMER gezahlt werden muss, aber dann eben keine 600 Euro mehr sondern nur noch 25.
Beitrag vom 20.08.2019 - 18:37 Uhr
UserMuck
User (261 Beiträge)
Bei natürlichen Ursachen wie Wetter oder Vögel bin ich dabei aber für einen Systemausfall egal wo, hat die Airline gerade zu stehen. Wenn sie nicht Schuld hat, soll sie sich das Geld vom Verursacher holen.

Der Verursacher muss aber eventuell nicht bezahlen, auch wenn er Schuld hat (z.B. Streik der Bodenabfertigung, der Lotsen etc oder ein Passagier erscheint nicht am Gate und dessen Gepäck muss gefunden und ausgeladen werden ...)

Das System ist meiner Meinung nach sowieso extrem unfair und muss zu Gunsten der Airlines geändert werden. Grund: Bei Bus & Bahn können die Entschädigungen nie den Ticketpreis übersteigen, beim Flugticket schon. Die Autobahnbetreiber (in Deutschland also der Bund) müssen keine Entschädigung bezahlen, wenn man durch Staus oder Vollsperrungen mit drei Stunden Verspätung ankommt.



Beitrag vom 21.08.2019 - 08:04 Uhr
UserPeterP
User (4 Beiträge)
Das System ist meiner Meinung nach sowieso extrem unfair und muss zu Gunsten der Airlines geändert werden. Grund: Bei Bus & Bahn können die Entschädigungen nie den Ticketpreis übersteigen, beim Flugticket schon. Die Autobahnbetreiber (in Deutschland also der Bund) müssen keine Entschädigung bezahlen, wenn man durch Staus oder Vollsperrungen mit drei Stunden Verspätung ankommt.
Das muss auf jeden Fall angeglichen werden. Die Entschädigung sollte sich tatsächlich am Ticketpreis orientieren aber denn noch höher sein können. Durch einen Ausfall entstehen ja oft weitere Kosten. Maximal 200% vom Ticketpreis oder so fänd ich fair. Wer den Sparpreis für 19€ bucht bekommt dann halt auch weniger für seine Auslagen als der First Class Spontanbucher.

Das mit der Autobahn haut einfach nicht hin. Dafür müsste man mit einem Ticketsystem arbeiten und müsste dann ein Ticket holen um Freitag von Düsseldorf nach Hamburg fahren zu können um die Auslastung zu steuern und Staus zu verhindern. Das heißt dann aber auch, dass man nicht mehr Spontan auf die Autobahn kommt.
Vollsperrungen passieren ja auch nicht grundlos sondern meistens wegen Unfällen. Damit müsste dann der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung haften.
Beitrag vom 21.08.2019 - 08:58 Uhr
Userdlehmann66
User (219 Beiträge)
Das System ist meiner Meinung nach sowieso extrem unfair und muss zu Gunsten der Airlines geändert werden. Grund: Bei Bus & Bahn können die Entschädigungen nie den Ticketpreis übersteigen, beim Flugticket schon. Die Autobahnbetreiber (in Deutschland also der Bund) müssen keine Entschädigung bezahlen, wenn man durch Staus oder Vollsperrungen mit drei Stunden Verspätung ankommt.
Das muss auf jeden Fall angeglichen werden. Die Entschädigung sollte sich tatsächlich am Ticketpreis orientieren aber denn noch höher sein können. Durch einen Ausfall entstehen ja oft weitere Kosten. Maximal 200% vom Ticketpreis oder so fänd ich fair. Wer den Sparpreis für 19€ bucht bekommt dann halt auch weniger für seine Auslagen als der First Class Spontanbucher.

Das mit der Autobahn haut einfach nicht hin. Dafür müsste man mit einem Ticketsystem arbeiten und müsste dann ein Ticket holen um Freitag von Düsseldorf nach Hamburg fahren zu können um die Auslastung zu steuern und Staus zu verhindern. Das heißt dann aber auch, dass man nicht mehr Spontan auf die Autobahn kommt.
Vollsperrungen passieren ja auch nicht grundlos sondern meistens wegen Unfällen. Damit müsste dann der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung haften.


Das halte ich für Wettbewerbsverzerrung. Ich fliege oft von Berlin in die Schweiz (Basel oder Zürich) Aktuell hat man da die Wahl zwischen Swiss und EasyJet. Mehr gibt es nicht. Fällt z.B. der abends der Rückflug nach Berlin aus (wie letztes Jahr gleich 3 mal) dann muss ich meist an dem Abend noch von Basel nach Zürich, weil nur von dort ein buchbarer Frühflug nach Berlin geht. Ich habe also als Kosten, Ersatzflug von Zürich, Hotel am Airport Zürich und Bahnfahrt von Basel nach Zürich. In der Regel so ca. 350 Euro. Der easyJet Flug kostet aber nur 15 - 100 Euro. Swiss ist da schon mit 250 -400 Euro dabei. Als Airline bedeutet das, hoher Ticketpreis heisst auch höhere Kosten im Falle eine Erstattung. easyJet kann dann die tickets noch günstiger kalkulieren, weil eventuelle Erstattungskosten noch geringer ausfallen.
Wie schon gesagt, ich halte das für Wettbewerbsverzerrung und bin dafür, dass alle das gleiche Risiko tragen müssen und dann auch im Ticket einpreisen.
Beitrag vom 21.08.2019 - 09:04 Uhr
Userdlehmann66
User (219 Beiträge)
Das System ist meiner Meinung nach sowieso extrem unfair und muss zu Gunsten der Airlines geändert werden. Grund: Bei Bus & Bahn können die Entschädigungen nie den Ticketpreis übersteigen, beim Flugticket schon. Die Autobahnbetreiber (in Deutschland also der Bund) müssen keine Entschädigung bezahlen, wenn man durch Staus oder Vollsperrungen mit drei Stunden Verspätung ankommt.


Ich bin dafür, dass die Bahn analog Flugzeug alle meine Kosten für eine Ersatzbeförderung z.B. mit Taxi + eine pauschale Entschädigung tragen muss, wenn Sie ein mehr als 2 Stunden unpünktlich ist oder der Zug ausfällt. Dann würden Sie den Fokus doch deutlich mehr auf Zuverlässigkeit legen und die Bahn ist Betreiber von allen und kann sich bei nix raus reden.

Bei einer Busfahrt wird es schwer, denn juristisch wird man kein Busunternehmer für einen Stau verantwortlich machen können und da kann er auch nicht vorsorgen und gegensteuern.
Beitrag vom 21.08.2019 - 16:46 Uhr
UserPeterP
User (4 Beiträge)
Das halte ich für Wettbewerbsverzerrung. Ich fliege oft von Berlin in die Schweiz (Basel oder Zürich) Aktuell hat man da die Wahl zwischen Swiss und EasyJet. Mehr gibt es nicht. Fällt z.B. der abends der Rückflug nach Berlin aus (wie letztes Jahr gleich 3 mal) dann muss ich meist an dem Abend noch von Basel nach Zürich, weil nur von dort ein buchbarer Frühflug nach Berlin geht. Ich habe also als Kosten, Ersatzflug von Zürich, Hotel am Airport Zürich und Bahnfahrt von Basel nach Zürich. In der Regel so ca. 350 Euro. Der easyJet Flug kostet aber nur 15 - 100 Euro. Swiss ist da schon mit 250 -400 Euro dabei. Als Airline bedeutet das, hoher Ticketpreis heisst auch höhere Kosten im Falle eine Erstattung. easyJet kann dann die tickets noch günstiger kalkulieren, weil eventuelle Erstattungskosten noch geringer ausfallen.
Wie schon gesagt, ich halte das für Wettbewerbsverzerrung und bin dafür, dass alle das gleiche Risiko tragen müssen und dann auch im Ticket einpreisen.
Das ist zwar auch wahr aber es ist auch unfair, dass der Ryanair-Passagier welcher 2€ für seinen Flug bezahlt hat, das gleiche bekommt wie der FirstClass- (oder auch BusinessClass)-Passagier der 300€ für die Strecke bezahlt.
Beitrag vom 21.08.2019 - 21:33 Uhr
Userdlehmann66
User (219 Beiträge)
Das ist zwar auch wahr aber es ist auch unfair, dass der Ryanair-Passagier welcher 2€ für seinen Flug bezahlt hat, das gleiche bekommt wie der FirstClass- (oder auch BusinessClass)-Passagier der 300€ für die Strecke bezahlt.

aber beide airlines müssen das ins Ticket mit einpreisen, daher finde ich es gerecht. Wie schafft es Ryanair ein Ticket für 2Euro inkluse Fluggastentschädigung anzubieten? Auf jeden Fall werden sich auch beide airlines identisch um die Zahlung drücken. Ich habe bisher keine Airline erlebt, die sofort und ohne rechtliche Schritte alle zustehenden Entschädigungen gezahlt hat und 95% müssen sie auch nie zahlen, weil sich die Pasagiere nicht drum kümmert und rechtlich nachfassen, wo das heute wirklich einfacher ist.