Beitrag vom 12.09.2026 - 12:00 Uhr
"Der erfolgreiche Abschluss der Rolltests sowie die ersten Flüge unserer für die Fahrwerkserprobung eingesetzten D328 sind ein wichtiger Meilenstein"
Das ist jetzt mindestens etwas missverständlich.
Sind jetzt nur die Rolltests abgeschlossen und die für die Fahrwerkserprobung eingesetzten D328 hat noch ein altes Fahrwerk oder ist das neue Fahrwerk zusammen mit dieser D328 schon geflogen?
Ansonsten wäre das neue Fahrwerk schon vor Abschluss der Rolltests geflogen...
Beitrag vom 12.09.2026 - 21:45 Uhr
Das ist zumindest im Umfang des Zitats nicht missverständlich, das besagt, die Rolltests wurden abgeschlossen und es wurden die ersten Flüge damit gemacht. Was für die geplante Verwendung ein wichtiger Meilenstein ist.
Beitrag vom 13.09.2026 - 11:00 Uhr
"Der erfolgreiche Abschluss der Rolltests sowie die ersten Flüge unserer für die Fahrwerkserprobung eingesetzten D328 sind ein wichtiger Meilenstein"
Das ist jetzt mindestens etwas missverständlich.
Sind jetzt nur die Rolltests abgeschlossen und die für die Fahrwerkserprobung eingesetzten D328 hat noch ein altes Fahrwerk oder ist das neue Fahrwerk zusammen mit dieser D328 schon geflogen?
Ansonsten wäre das neue Fahrwerk schon vor Abschluss der Rolltests geflogen...
Moin Eric
Das "neue" Fahrwerk ist auch für die Legacy DO328 entwickelt worden, rollt und fliegt also erstmal damit. Die "Deutsche Aircraft" versucht verzweifelt, Erfolgsmeldungen rauszuhauen, weil ihr eigentliches Projekt, die D328eco ein Disaster ist. Da wird die neue FAL gefeiert, owbohl man gar kein Flugeug hat, welches man dort zusammenabauen könnte. Dann der tolle Simulator, neue Lieferanten, angebliche neue Einsatzgebiete und beabsichtigte Fertigungsraten... Luftfnummern in Serie.
Gruß, 25.1309
Beitrag vom 13.09.2026 - 11:36 Uhr
Das "neue" Fahrwerk ist auch für die Legacy DO328 entwickelt worden, rollt und fliegt also erstmal damit.
Danke, so ergibt das mehr Sinn :)
Zum Rest: Hört sich ja nicht so gut an ...
Beitrag vom 13.09.2026 - 12:42 Uhr
Das erinnert leider an die elktro-möchtegern Flieger wie Lilium...
Beitrag vom 13.09.2026 - 21:45 Uhr
Den Vergleich mit Lilium verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz.
Die D328eco ist weder ein Elektroflugzeug noch ein völlig neues und technologisch bislang unbewiesenes Flugzeugkonzept. Sie basiert auf der Dornier 328 – einem seit den 1990er-Jahren zugelassenen und im kommerziellen Betrieb bewährten Verkehrsflugzeug.
Auch beim Antrieb gibt es wenig Experimentelles: Zwei moderne Pratt-&-Whitney-Turboprops treiben das Flugzeug an. "eco" steht hier unter anderem für höhere Effizienz und die Möglichkeit, SAF einzusetzen – nicht für einen Elektroantrieb.
Und gerade der Artikel zeigt doch ziemlich gut den Unterschied: Da wird ein neu entwickeltes Fahrwerk nicht in einer Präsentation versprochen, sondern bereits an einer flugfähigen D328 mit Rolltests und realen Testflügen erprobt. Danach folgen weitere Belastungs-, Brems-, Seitenwind-, Lebensdauer- und Zuverlässigkeitstests für die Zulassung.
Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob die D328eco am Ende wirtschaftlich erfolgreich sein wird. Aber technisch ist das eine vollkommen andere Kategorie als Lilium: die Weiterentwicklung eines bewährten Regionalflugzeugs mit konventioneller Antriebstechnik und einem real laufenden Zulassungs- und Flugtestprogramm.
Nur weil "eco" im Namen steht, ist es noch lange kein Elektroflugzeug.
Beitrag vom 14.09.2026 - 09:46 Uhr
Den Vergleich mit Lilium verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz.
Die D328eco ist weder ein Elektroflugzeug noch ein völlig neues und technologisch bislang unbewiesenes Flugzeugkonzept. Sie basiert auf der Dornier 328 – einem seit den 1990er-Jahren zugelassenen und im kommerziellen Betrieb bewährten Verkehrsflugzeug.
Auch beim Antrieb gibt es wenig Experimentelles: Zwei moderne Pratt-&-Whitney-Turboprops treiben das Flugzeug an. "eco" steht hier unter anderem für höhere Effizienz und die Möglichkeit, SAF einzusetzen – nicht für einen Elektroantrieb.
Und gerade der Artikel zeigt doch ziemlich gut den Unterschied: Da wird ein neu entwickeltes Fahrwerk nicht in einer Präsentation versprochen, sondern bereits an einer flugfähigen D328 mit Rolltests und realen Testflügen erprobt. Danach folgen weitere Belastungs-, Brems-, Seitenwind-, Lebensdauer- und Zuverlässigkeitstests für die Zulassung.
Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob die D328eco am Ende wirtschaftlich erfolgreich sein wird. Aber technisch ist das eine vollkommen andere Kategorie als Lilium: die Weiterentwicklung eines bewährten Regionalflugzeugs mit konventioneller Antriebstechnik und einem real laufenden Zulassungs- und Flugtestprogramm.
Nur weil "eco" im Namen steht, ist es noch lange kein Elektroflugzeug.
Das ist alles völlig richtig und trotzdem hat fwblaie Recht. Nur bezieht sich die Erinnerung an Lillium (so wie ich das verstehe und es wohl auch gemeint ist) überhaupt nicht auf die eigentliche Technik sondern auf die wirtschaftliche Grundlage und die Versuche mit irgendwelchen Meldungen über Details positive Stimmung zu erzeugen. Das war bei Lillium an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.
Ja, technisch ist das hier alles nachzuvollziehen aber das ist nicht das Problem. Zuerst eine Fabrik zu bauen, dann das Produkt zu entwickeln und dann zu hoffen das Kunden das Produkt kaufen funktioniert nur dann wenn schon vorher eine deutlich erkennbare Nachfrage besteht. Genau die sehe ich bisher nicht und von festen vorliegenden und belastbaren Aufträgen hört man auch nix.
Im kleinen Europa (mit der relativ guten Infrastruktur) sehe ich überhaupt keinen wirtschaftlich vertretbaren Bedarf und in den weitläufigen USA und Entwicklunhsländern theoretisch ja aber auch da stehen keine Kunden Schlange. Wenn ich das falsch einschätze würde ich mich freuen aber daran glaub ich nicht.
Beitrag vom 14.09.2026 - 10:05 Uhr
Ich habe mir den möglichen Markt genauer angesehen – und gerade deshalb bin ich bei der These, es gebe für ein solches Flugzeug kaum Bedarf, nicht überzeugt.
Man darf dabei meines Erachtens nicht nur auf Europa schauen. Weltweit fliegen noch mehrere hundert Regionalturboprops in genau dieser Größenordnung, deren Produktion teilweise seit Jahrzehnten beendet ist.
Allein von den alten Dash-8-Baureihen waren zuletzt noch rund 164 DHC-8-100, 54 DHC-8-200 und 159 DHC-8-300 im kommerziellen Betrieb – zusammen also rund 377 Flugzeuge. Dazu kommen noch Saab 340, Fokker 50, EMB-120/-135/-145, alte ATR 42 und natürlich die verbliebenen Dornier 228/328.
Viele dieser Flugzeuge sind inzwischen 25, 30 oder sogar deutlich über 30 Jahre alt.
Und dann wird es interessant: Was kauft ein Betreiber heute neu, wenn er weiterhin ein Flugzeug mit ungefähr 30 bis 50 Sitzen benötigt?
Saab 340: eingestellt.
DHC-8-100/-200/-300: eingestellt.
EMB-120/-135/-145: eingestellt.
Fokker 50: eingestellt.
Dornier 328: eingestellt.
Im Grunde bleibt als Neuflugzeug nur die ATR 42-600, und selbst die liegt mit rund 50 Sitzen schon oberhalb der D328eco und ist in ihrer Grundkonstruktion deutlich älter. Und wenn ich nicht irre, dazu auch noch langsamer.
Vielleicht liegt genau darin der Business Case: nicht darin, in Europa massenhaft neue Regionalstrecken zu eröffnen, sondern einen Teil einer weltweit noch immer erstaunlich großen und inzwischen sehr alten Bestandsflotte zu ersetzen.
Ob Deutsche Aircraft davon genügend Flugzeuge verkaufen kann, um das Programm wirtschaftlich zu machen, steht natürlich auf einem völlig anderen Blatt. Und da gebe ich Dir Recht: Ein überzeugendes Orderbook würde der Argumentation von Deutsche Aircraft erheblich mehr Gewicht verleihen.
Aber dass grundsätzlich kein Markt vorhanden wäre, würde ich angesichts dieser Bestandsflotte inzwischen eher bezweifeln. Die spannendere Frage ist für mich: Wie groß muss der tatsächlich erreichbare Anteil dieses Replacement-Marktes sein, damit sich die D328eco rechnet?
Beitrag vom 14.09.2026 - 12:59 Uhr
... Das war bei Lillium an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten...
Doch, durch CargoLifter ;oD