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Beitrag vom 25.03.2025 - 10:22 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1484 Beiträge)
Dabei könnte vieles einfacher sein, wenn man sich auf ein altes Sprichwort besinnt: "Löse das Problem, nicht die Schuldfrage" oder "suche nicht nach dem Schuldigen, sondern löse das Problem". Meistens wird leider - wie auch die Diskussion hier zeigt - anders verfahren: es wird nach Verantwortlichen (somit Schuldigen) gesucht und viel Zeit darauf verschwendet.
Beitrag vom 25.03.2025 - 10:23 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1484 Beiträge)
Dabei könnte vieles einfacher sein, wenn man sich auf ein altes Sprichwort besinnt: "Löse das Problem, nicht die Schuldfrage" oder "suche nicht nach dem Schuldigen, sondern löse das Problem". Meistens wird leider - wie auch die Diskussion hier zeigt - anders verfahren: es wird nach Verantwortlichen (somit Schuldigen) gesucht und viel Zeit damit verschwendet.
Beitrag vom 25.03.2025 - 10:38 Uhr
UserDigiflieger
User (1190 Beiträge)
Ja, kann man so sehen ;-) Das ist doch schließlich das, was seitens des Managments vor nicht allzu langer Zeit verkündet wurde. Die AN sollen sich nicht in die Strategie einmischen. Jede Einschränkung der unternehmerischen Freiheit ist inakzeptabel.
Jetzt soll das Personal Lösungen liefern?!? Echt jetzt?
Wenn man sich der Mitgestaltung verweigert, dann wird man gestaltet. In der LHG gibt es genug Beispiele, wie das dann ausgeht. Scheinbar möchte die VC jetzt doch lieber mitgestalten. Ich bin mir nach Ihren Ausführungen aber nicht sicher, ob sie von allen Mitgliedern den gleichen Auftrag dazu hat.

Der Vorwurf geht nun wirklich ins Leere. Die VC, die Personalvertretungen und jede/-r Pilot:in ist bereit für das Unternehmen die Extrameile zu gehen. Im tagtäglichen, aber auch im tariflichen Kontext. Das wurde in der Vergangenheit immer wieder bewiesen. Was mich triggert, ist, dass jedes Entgegenkommen der Unternehmensseite (Geld oder Arbeitsbedingungen) umgehend als untragbar tituliert wird. Das verdirbt jede "Freude" über Goodies, die ja nun unstreitig auch in Richtung der AN gekommen sind.
Leider hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass man AN in gefühlter Unsicherheit besser führen kann. Ich hoffe ganz ehrlich, dass uns das als LH-Konzern nicht richtig auf die Füsse fällt. Andere große Konzerne haben es auch überlebt, aber schön ist sicherlich anders.


Klar kann man sich aus allem raushalten und dem Management die Verantwortung übertragen. Wenn es aber mal gut läuft, dann müsste man das dem Management aber zugestehen. Warten wir es ab, wer beim nächsten Erfolg alles die Hand aufhält.

Fair point. Die meisten AN sind durchaus froh darüber, in einem großen Konzern zu arbeiten und damit in einer relativen Sicherheit zu leben. (Genau diese wird aber ja bei jeder Gelegenheit in Frage gestellt...)

Relativ gesehen hat eine bestimmte Gruppe von (Top?-)Managern über die letzten Jahre überproportional die Hand aufgehalten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Einkommen der AN im Konzern im gleichen Maße gestiegen sind, oder?

Ja, die Umstände haben sich geändert. Das ist ne Binsenweisheit, da Veränderung konstant ist.
Ich hätte da Vorschläge ;-)
- einheitliche, Geschäftsfeld abhängige Bezahlung aller Konzernpilot:innen. (Hatten wir schon mal, aber die Zeiten ändern sich ja)
Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Alle das Gleiche, aber dennoch nach Geschäftsfeld differenziert? Warum nach Geschäftsfeld? Ist die Lebensstunde eines qualifizierten Piloten in GF A mehr/weniger wert als die in GF B? Welches Kriterium würden Sie da anlegen? Eigentlich ist es doch heute schon so ähnlich, was wäre der Unterschied?

Wenn Sie den Konzern kennen, dann kennen Sie auch die feinen Unterschiede, die gerade im Cockpit vom Management sehr aktiv unterbunden worden sind. Aus Angst vor einer noch größeren Einigkeit? Keine Ahnung... Ich verstehe die Befürchtungen, sehe aber deutlich größere Chancen als Risiken.... Aber das kann ich ja nur aus meiner Froschperspektive sagen ...

- einheitliche, Geschäftsfeld abhängige Arbeitsbedingungen aller Konzernpilot:innen (siehe oben)
Siehe oben
Beitrag vom 25.03.2025 - 11:06 Uhr
UserDigiflieger
User (1190 Beiträge)
Dabei könnte vieles einfacher sein, wenn man sich auf ein altes Sprichwort besinnt: "Löse das Problem, nicht die Schuldfrage" oder "suche nicht nach dem Schuldigen, sondern löse das Problem". Meistens wird leider - wie auch die Diskussion hier zeigt - anders verfahren: es wird nach Verantwortlichen (somit Schuldigen) gesucht und viel Zeit darauf verschwendet.

Finden Sie das wirklich, dass dies die Quintessenz dieser Diskussion ist?

Was genau ist den das Problem? Zu wenig Gewinn? Wenn das so ist, welche Maßnahmen sollen das ändern? Personalkosten senken (unter anderem)!

Jetzt frage ich mich wirklich, wie das gehen soll, wenn das Vertrauen, dass die Einsparungen auch dem Personal im Endeffekt irgendwann zu Gute kommen, einfach nicht (mehr) da ist?

Ebenso scheint es ja von der Managmentseite kein Vertrauen in das Personal zu geben...

Jetzt frage ich mich wirklich, ob wir als 100.000 MA da etwas dran machen können oder die 100 oberen Manager des Konzerns?

Vertrauen ist Führungssache. Im Großen, wie im Kleinen! Da gibt es für mich keine "Schuldigen, sondern Verantwortliche! Und die sind immer (im Großen, wie im Kleinen) in der Bringschuld.
Das ist nur meine Meinung.

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2025 11:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2025 - 14:03 Uhr
Usercontrail55
User (6114 Beiträge)
Wenn man sich der Mitgestaltung verweigert, dann wird man gestaltet. In der LHG gibt es genug Beispiele, wie das dann ausgeht. Scheinbar möchte die VC jetzt doch lieber mitgestalten. Ich bin mir nach Ihren Ausführungen aber nicht sicher, ob sie von allen Mitgliedern den gleichen Auftrag dazu hat.

Der Vorwurf geht nun wirklich ins Leere.
Oh sorry. Das war nicht als Vorwurf gedacht. Ich habe nur versucht die Sitation so zu beschreiben, wie ich sie sehe.
Beitrag vom 25.03.2025 - 14:23 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4197 Beiträge)
Dabei könnte vieles einfacher sein, wenn man sich auf ein altes Sprichwort besinnt: "Löse das Problem, nicht die Schuldfrage" oder "suche nicht nach dem Schuldigen, sondern löse das Problem". Meistens wird leider - wie auch die Diskussion hier zeigt - anders verfahren: es wird nach Verantwortlichen (somit Schuldigen) gesucht und viel Zeit darauf verschwendet.

Es geht doch überhaupt nicht darum 'Schuldige' zu finden (auch wenn mir das hier unterstellt wird). Das Geschehene kann man eh nicht mehr ändern.

Aber Verantwortlichkeiten und deren ev. Nichtwahrnehmung kann, sollte und muss man benennen und entsprechende Konsequenzen ziehen, auch auf höchster Ebene.

Ob die 2 ausgeschiedenen Manager da ausreichen kann ich nicht beurteilen.

Wenn ich die im Artikel benannten Massnahmen lese, kommen mir Zweifel. Es scheint doch wieder auf die 'alten' Instrumente hinauszulaufen.

@Digiflieger hat es aus eigener Erfahrung beschrieben. Trotzdem ist seine Berufsgruppe offenbar (erneut) bereit, im Rahmen ihrer Aufgaben und Möglichkeiten das Notwendige beizutragen.

Strategische Entscheidungen müssen aber nun mal die Verantwortlichen im Konzern treffen und tragen.
Beitrag vom 27.03.2025 - 10:46 Uhr
UserChristian159
User (1687 Beiträge)
Dabei könnte vieles einfacher sein, wenn man sich auf ein altes Sprichwort besinnt: "Löse das Problem, nicht die Schuldfrage" oder "suche nicht nach dem Schuldigen, sondern löse das Problem".

Jetzt muss ich Ihnen schon zum zweiten Mal in kürzester Zeit recht geben. Wenn das mal nicht zur Gewohnheit wird.

Meistens wird leider - wie auch die Diskussion hier zeigt - anders verfahren: es wird nach Verantwortlichen (somit Schuldigen) gesucht und viel Zeit darauf verschwendet.

Das glaube ich nicht.
Das hier ist doch nur Freizeitgeplänkel, die relevanten Parteien werden das Thema anders handhaben als manch Kommentator hier im Forum.
Beitrag vom 27.03.2025 - 11:29 Uhr
UserChristian159
User (1687 Beiträge)
Dabei könnte vieles einfacher sein, wenn man sich auf ein altes Sprichwort besinnt: "Löse das Problem, nicht die Schuldfrage" oder "suche nicht nach dem Schuldigen, sondern löse das Problem". Meistens wird leider - wie auch die Diskussion hier zeigt - anders verfahren: es wird nach Verantwortlichen (somit Schuldigen) gesucht und viel Zeit darauf verschwendet.

Es geht doch überhaupt nicht darum 'Schuldige' zu finden (auch wenn mir das hier unterstellt wird). Das Geschehene kann man eh nicht mehr ändern.

Aber Verantwortlichkeiten und deren ev. Nichtwahrnehmung kann, sollte und muss man benennen und entsprechende Konsequenzen ziehen, auch auf höchster Ebene.

Naja, die meisten Ihrer Kommentare beziehen sich nun mal auf die Entscheidungen der Vergangenheit mit dem Fingerzeig, wer das zu verantworten hat und wer das nicht zu verantworten hat. Der Blick nach vorne fehlt â?¦. mit der Außnahme, dass LH den Weg der Insolvenz gehen könnte.

Ob die 2 ausgeschiedenen Manager da ausreichen kann ich nicht beurteilen.

Die beiden ausgeschiedenen Manager sind ja noch nicht mal Teil der geplanten Maßnahmen, sondern Konsequenzen, die â??auf höchster Ebeneâ?? geschehen sind.

Wenn ich die im Artikel benannten Massnahmen lese, kommen mir Zweifel. Es scheint doch wieder auf die 'alten' Instrumente hinauszulaufen.

Das liegt aber auch daran, dass der Artikel sich auf das Gespräch Management â?" Piloten bezieht, in den Kommentaren aber der Eindruck vermittelt wird, die Piloten müssten alleine für den Turnaround sorgen.
Das Maßnahmenpaket des Projekts â??Turnaroundâ?? ist aber wesentlich umfangreicher und vielleicht soll der Beitrag der Piloten dazu ja nur 3% betragen. Das wissen wir doch gar nicht. Trotzdem wird sich hier im Forum von vornherein mit Händen und Füßen gewehrt â?¦. und der Gipfel ist, dass selbst ein gehaltsneutraler Ansatz wie Anpassung der Urlaubszeiten hier als â??realitätsfernâ?? bezeichnet wird.

@Digiflieger hat es aus eigener Erfahrung beschrieben.

Das ist auch schön:
Einer testierten Veröffentlichung Manipulationen unterstellen, aber auf der anderen Seite Behauptungen eines Foristen, von dem man lediglich seinen Nickname kennt, nicht in Zweifel zu ziehen. @Digiflieger könnte genauso gut Pilot bei der Condor sein und hier Stimmung erzeugen wollen.

Trotzdem ist seine Berufsgruppe offenbar (erneut) bereit, im Rahmen ihrer Aufgaben und Möglichkeiten das Notwendige beizutragen.

Natürlich (nicht "trotzdem") ist diese Berufsgruppe dazu bereit. Warum auch nicht? Wenn Sie überzeugt von Ihren eigenen Thesen wären (das ein Umbruch im Markt stattfindet), dann ist das im eigenen Interesse doch selbstverständlich und kein Opfer, wie das hier suggeriert wird.

Strategische Entscheidungen müssen aber nun mal die Verantwortlichen im Konzern treffen und tragen.

Das sieht @Digiflieger leider anders. Seine Vorschläge wären ja ein â??Einmischen in die unternehmerische Freiheitâ?? ... allerdings ohne Verantwortung dafür übernehmen zu wollen.

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2025 11:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.03.2025 - 14:19 Uhr
UserDigiflieger
User (1190 Beiträge)

Strategische Entscheidungen müssen aber nun mal die Verantwortlichen im Konzern treffen und tragen.

Das sieht @Digiflieger leider anders. Seine Vorschläge wären ja ein â??Einmischen in die unternehmerische Freiheitâ?? ... allerdings ohne Verantwortung dafür übernehmen zu wollen.

Ich glaube, da haben Sie mich falsch verstanden ;-)

Ich sehe es nur so, dass wer die Musik bestellt diese auch bezahlt....

Das "Einmischen in die unternehmerische Freiheit" empfindet das Management so. Wenn das Management einmischungsfreie Entscheidungen trifft, dann muss es auch für die Konsequenzen gerade stehen und nicht versuchen, diese aufs Personal umzulegen.

Ich empfinde es als einen Hohn, dass man entschieden hat, AirDolomiti in D zu fordern, VL zu etablieren und zu hofieren und nun sich über die zunehmende Komplexität der LH Flugpläne beschwert.
Dem Faß den Boden schlägt es aus, wenn dann verhandelte Regelungen (zugegebener Maßen immer komplexer werdend) gar nciht erst umgesetzt werden, weil diese ja zu komplex werden...
Wer hat den die unternehmerische Entscheidung getroffen, diese zu unterschreiben?

Und nun kommt man an und unterstellt, dass man nicht bereit wäre einen Beitrag zu Turnaround zu leisten... Ist nur komisch, dass die Gewerkschaft seit Verkündung des Programms versuch, Gespräche zu führen. Das will man aber nicht, stattdessen beschwert man sich, dass die komplexen Regeln zu viel sind.... Drüber reden, ob oder wie man da gemeinsam etwas dran ändern könnte, will man aber auch nicht.

Alles eine Schaumschlacht, um das Narrativ, dass LH-Klassik Cockpit-Personal ist zu teuer und zu kompliziert voran zu treiben.

Ã"ndern will man aber auch nichts dran.

Aus Sicht des Frosches, wird wohl kaum jemand erneut (CLH, GWI, usw.) dabei mithelfen wollen, den Teich trocken zu legen.
Also, wo bleibt das paradiesische Biotop wo man die Frösche unterbringt?

Nachtrag: "Paradiesisch" wird wohl wieder falsch verstanden werden... Eigentlich reicht überhaupt ein Biotop, wo man vor "Austrocknung", vorbehaltlich externer Faktoren, einigermaßen sicher sein sein kann...

Ich finde, wenigstens diese Sicherheit haben alle Frösche der LH verdient, die in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam genau das Geld verdient haben, was für die Einkäufe und Neugründungen nötig war...



Dieser Beitrag wurde am 30.03.2025 18:48 Uhr bearbeitet.
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