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Beitrag 1 - 13 von 13
Beitrag vom 17.09.2025 - 13:34 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4043 Beiträge)
"Nun schaltet sich auch der Bürgermeister ein."

Nur ist Herr Wegner nunmal garnicht 'der Bürgermeister', da der BER in Brandenburg liegt und von dem Fluglärm doch eher Bürger aus den umliegenden Brandenburger Städten und Dörfern betroffen sind... ;) .
Beitrag vom 17.09.2025 - 13:54 Uhr
Usersuperflieger
User (106 Beiträge)
Da haben Sie natürlich Recht, aber so 2 - 3 Berliner werden wohl auch am BER abfliegen oder ankommen,oder? Wäre auf jeden Fall sinnvoller als ein BER zwo in Neuhardenberg...
Beitrag vom 17.09.2025 - 20:21 Uhr
UserEricM
User (6998 Beiträge)
Der Flughafengesellschaft zufolge sind im vergangenen Jahr 50 Flüge mit einer geplanten Landungszeit zwischen 22.00 und Mitternacht umgeleitet worden.
"Wir gehen bei diesen Umleitungen davon aus, dass diese größtenteils aufgrund des Nachtflugverbotes nicht am BER landen konnten", hieß es.

Wir gehen davon aus??? Größtenteils??? Was ist denn das für ein Anspruch an die eigenen Aussagen?
Da also offenbar weder Verspätungen noch Umleitungen systematisch erfasst wurden/werden, lässt das mehrere Schlüsse zu:

1) So schlimm kanns nicht sein, wenn seitens des Betreibers nicht mal erfasst wird, wie groß das Problem ist.
2) Die Aussage "Immer wieder kommt es vor, dass Passagierflugzeuge wegen weniger Minuten Verspätung nicht mehr landen dürfen [...]" ist mangels Daten schlicht nicht belegbar, wenn nicht mal klar ist, ob die Verspätung überhaupt Grund für die Umleitung war.
3) Falls das Nachtflugverbot der Grund für die Umleitung war, kann die Dauer der jeweiligen Verspätung nach Mitternacht oder der zu frühen Ankunft vor 06:00 bei dieser Datenlage durchaus immer im Bereich mehrerer Stunden gelegen haben.

TL;DR: Der BER und die von ihm eingespannten Politiker bleiben ihrem bekannten Qualitätsanspruch treu.
Beitrag vom 17.09.2025 - 21:03 Uhr
Userfbwlaie
User (5353 Beiträge)
Als Pax würde ich mich fragen, wie ich denn von z. B. um 1:30 nach Hause komme...
Mit privatem "Fahrdienst" ist das natürlich kein Problem.
Herr Wegner sorgt bei verspäteten Ankünften für den entsprechende ÖVP?
Beitrag vom 18.09.2025 - 09:11 Uhr
UserT5
User (3 Beiträge)
Als Pax würde ich mich fragen, wie ich denn von z. B. um 1:30 nach Hause komme...
Mit privatem "Fahrdienst" ist das natürlich kein Problem.
Herr Wegner sorgt bei verspäteten Ankünften für den entsprechende ÖVP?

Jep,Herr Wegner sorgt sich.
Man kommt nachts mit der S Bahn S9 oder dem RE8 in die Stadt.
Zusätzlich fahren im 30 Minuten Takt drei Nachtbuslinien am BER.
Beitrag vom 18.09.2025 - 09:16 Uhr
UserT5
User (3 Beiträge)
"Nun schaltet sich auch der Bürgermeister ein."

Nur ist Herr Wegner nunmal garnicht 'der Bürgermeister', da der BER in Brandenburg liegt und von dem Fluglärm doch eher Bürger aus den umliegenden Brandenburger Städten und Dörfern betroffen sind... ;) .

Stimmt. Bürgermeister von Berlin ist Franziska Giffey.
Und die Berliner sind unter Umständen schon betroffen. Grünau/Köpenick und auch der Nordosten Berlins sind spät Abends schon auch durch Überflüge betroffen.
Beitrag vom 18.09.2025 - 11:02 Uhr
UserBruchpilot75
User (14 Beiträge)
Lächerlich. Die tatsächlichen Belästigungen durch An-/Abflüge decken sich nicht mit den ursprünglichen Annahmen, die "Lärmschutzmaßnahmen" wurden nur im politischen Klüngelgebiet gefördert und laufen jetzt aus.. die, die tatsächlich "überflogen" werden, gucken lärmschutztechnisch in die Röhre. Keine Zugeständnisse für diesen elendigen Kasten und die Politiker.

Dieser Beitrag wurde am 18.09.2025 11:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.09.2025 - 12:16 Uhr
Userdiver
User (211 Beiträge)
Ich bin erstaunt, wie bereitwillig sicher Herr Wegner vor den Karren von Rynair & Co spannen lässt.

Es gibt m.E. nur 2 Möglichkeiten für das Ganze: Entweder man schafft das Nachtflugverbot komplett ab (was wahrscheinlich nicht durchsetzbar ist) oder aber man setzt es konsequent um. Und dann ist halt um 24:00 Schluss. Irgendwelche zusätzlichen Toleranzen lösen das Problem nicht, sondern verschieben es nur, da dann Ryanair & Co auch diese Grenzen (z.B. 0:05) versuchen komplett auszureizen und sich dann wieder wegen "nur ein paar Minuten zu spät" beschweren werden.
Beitrag vom 18.09.2025 - 13:31 Uhr
UserEricM
User (6998 Beiträge)
Lächerlich. Die tatsächlichen Belästigungen durch An-/Abflüge decken sich nicht mit den ursprünglichen Annahmen, die "Lärmschutzmaßnahmen" wurden nur im politischen Klüngelgebiet gefördert und laufen jetzt aus.. die, die tatsächlich "überflogen" werden, gucken lärmschutztechnisch in die Röhre.
Bis hierhin: Ja, das ist nicht nur am BER ein Problem. Lärmschutzmaßnahmen hängen an der Flugführung des geplanten Ausbaus. Spätere Änderungen der Routenplanungen oder -Belegungen führen nur noch in Ausnahmefällen zu Lärmschutz oder Entschädigungen.

Keine Zugeständnisse für diesen elendigen Kasten und die Politiker.

Aber hier Widerspruch: Nicht jeder Politiker nutzt das Verwaltungsrecht im o.g. Sinne gegen die Bürger.
Merken Sie sich genau, wer Bürger in dieser Weise über den Tisch zieht und strafen Sie entsprechende Personen bei den nächsten Wahlen gezielt ab.
Generell "Politiker" für alles verantwortlich zu machen was schief geht erreicht nur eine Delegitimation des Staates an sich und bewirkt keine Verbesserung.

Dieser Beitrag wurde am 18.09.2025 13:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.09.2025 - 14:00 Uhr
UserBruchpilot75
User (14 Beiträge)
Lächerlich. Die tatsächlichen Belästigungen durch An-/Abflüge decken sich nicht mit den ursprünglichen Annahmen, die "Lärmschutzmaßnahmen" wurden nur im politischen Klüngelgebiet gefördert und laufen jetzt aus.. die, die tatsächlich "überflogen" werden, gucken lärmschutztechnisch in die Röhre.
Bis hierhin: Ja, das ist nicht nur am BER ein Problem. Lärmschutzmaßnahmen hängen an der Flugführung des geplanten Ausbaus. Spätere Änderungen der Routenplanungen oder -Belegungen führen nur noch in Ausnahmefällen zu Lärmschutz oder Entschädigungen.

Jetzt geben Sie doch mal bitte einen realistisch erfolgreichen Tipp, wie man diese (von vornherein absehbar desaströse) Situation nachträglich einfängt? Was meinen Sie mit "nur noch in Ausnahmefällen"?


Keine Zugeständnisse für diesen elendigen Kasten und die Politiker.

Aber hier Widerspruch: Nicht jeder Politiker nutzt das Verwaltungsrecht im o.g. Sinne gegen die Bürger.
Merken Sie sich genau, wer Bürger in dieser Weise über den Tisch zieht und strafen Sie entsprechende Personen bei den nächsten Wahlen gezielt ab.
Generell "Politiker" für alles verantwortlich zu machen was schief geht erreicht nur eine Delegitimation des Staates an sich und bewirkt keine Verbesserung.

Da bin ich etwas über die Piste hinaus geschossen, stimmt. Ich berücksichtige und präzisiere das zukünftig genauer, bei Wahlen sowieso und bei Kommentaren.
Übrigens: Personen/Politiker in Amt und Würden werden bei Versagen/Klüngelei u.ä. in diesem Lande nicht "abgestraft". Pensionen werden nicht gestrichen, Bezüge nicht zurückgefordert. Oder irre ich?

Dieser Beitrag wurde am 18.09.2025 14:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.09.2025 - 14:08 Uhr
Usercontrail55
User (6005 Beiträge)
Ich bin erstaunt, wie bereitwillig sicher Herr Wegner vor den Karren von Rynair & Co spannen lässt.

Es gibt m.E. nur 2 Möglichkeiten für das Ganze: Entweder man schafft das Nachtflugverbot komplett ab (was wahrscheinlich nicht durchsetzbar ist) oder aber man setzt es konsequent um. Und dann ist halt um 24:00 Schluss. Irgendwelche zusätzlichen Toleranzen lösen das Problem nicht, sondern verschieben es nur, da dann Ryanair & Co auch diese Grenzen (z.B. 0:05) versuchen komplett auszureizen und sich dann wieder wegen "nur ein paar Minuten zu spät" beschweren werden.
Guter Punkt, was ja auch regelmäßig bewiesen wird. Die offiziellen Betriebszeit endet m.W. um 23:30. Das heißt, man kann Flüge nur bis zu dieser Zeit planen und veröffentlichen. Danach gibt es diese 30 Min Verlängerung bei besonderen Umständen. Danach ist Schluß. Warum gibt es überhaupt Flüge, bei denen diese 30Min gerissen werden? Wozu braucht es 35Min. 40Min. usw.. Schluss ist Schluss. Die üblichen Verdächtigen haben ja in FRA schon auf die Finger bekommen, weil sie genau das überreizt haben.
Beitrag vom 18.09.2025 - 18:28 Uhr
UserEricM
User (6998 Beiträge)
Jetzt geben Sie doch mal bitte einen realistisch erfolgreichen Tipp, wie man diese (von vornherein absehbar desaströse) Situation nachträglich einfängt?

Kann ich nicht.
Die rechtsverbindliche Planfeststellung mit den darin beantragten Routen ist die letzte Stufe im Verwaltungsrecht, die Lärmschutz und/oder Entschädigungen für Fluglärm auslöst.

Spätere Änderungen der Flugrouten durch die DFS sind rechtlich gesehen "nur" Verwaltungsakte ohne die Implikationen einer Planfeststellung.

Der Fluglärm hat zudem mit dem Fluglärmschutzgesetz seine eigene, recht laxe Rechtsgrundlage, ggü der deutlich stringenteren TA Lärm die für alle anderen Lärmarten, Industrie und Privat, zuständig ist.

In Frankfurt hat der Ausbau 2011 die Kapazität von 96 FB/h auf nur ca. 110/h statt der geplanten 126/h erhöht. Die mit der Südumfliegung verbundene Komplexität (u.A. Kreuzung von Durchstart-Strecken) verhindert die Erreichung des Planziels von 126/h also deutlich.
Im Endeffekt ist damit die Planumsetzung des Ausbaus auf 126/h faktisch gescheitert.
Die DFS versucht nun, die alten Nordabflüge wieder stärker zu reaktivieren, die eine große Zusatzbelastung einiger Gemeinden und Städte darstellen.

 https://www.hessenschau.de/wirtschaft/routen-streit-am-flughafen-frankfurt-fluglaermkommisssion-spricht-von-vertrauensbruch-v1,fluglaermkommission-frankfurt-100.html

Die FLK hat das schon mal abgelehnt. Wie es weitergeht, wenn die beantragten Flugrouten die geplante Kapazität nicht ermöglichen, kann man wohl in den nächsten Jahren vor Gerichten bewundern.

Was meinen Sie mit "nur noch in Ausnahmefällen"?

In seltenen Fällen ist im Verwaltungsrecht wohl das Mittel einer Plankorrektur anwendbar um das Planziel trotz Fehlern zu erreichen. Sollte der Plan also nochmal geändert und neu genehmigt werden müssen, könnte das Einfluss auf die zu erstellenden Schutzzonen und Entschädigungsgebiete haben.

Die Optionen an einem konkreten Standort sind allerdings dann Fragestellungen für vollberufliche Verwaltungsrechtler.

Dieser Beitrag wurde am 18.09.2025 18:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.09.2025 - 21:42 Uhr
Userdiver
User (211 Beiträge)
Ich bin erstaunt, wie bereitwillig sicher Herr Wegner vor den Karren von Rynair & Co spannen lässt.

Es gibt m.E. nur 2 Möglichkeiten für das Ganze: Entweder man schafft das Nachtflugverbot komplett ab (was wahrscheinlich nicht durchsetzbar ist) oder aber man setzt es konsequent um. Und dann ist halt um 24:00 Schluss. Irgendwelche zusätzlichen Toleranzen lösen das Problem nicht, sondern verschieben es nur, da dann Ryanair & Co auch diese Grenzen (z.B. 0:05) versuchen komplett auszureizen und sich dann wieder wegen "nur ein paar Minuten zu spät" beschweren werden.
Guter Punkt, was ja auch regelmäßig bewiesen wird. Die offiziellen Betriebszeit endet m.W. um 23:30. Das heißt, man kann Flüge nur bis zu dieser Zeit planen und veröffentlichen. Danach gibt es diese 30 Min Verlängerung bei besonderen Umständen. Danach ist Schluß. Warum gibt es überhaupt Flüge, bei denen diese 30Min gerissen werden? Wozu braucht es 35Min. 40Min. usw.. Schluss ist Schluss. Die üblichen Verdächtigen haben ja in FRA schon auf die Finger bekommen, weil sie genau das überreizt haben.

Ich hatte etwas ähnliches in Erinnerung, musste jetzt aber eine Weile suchen, um die entsprechende Info zu finden: "Von 23.30 bis 24 Uhr und von 5 bis 5.30 Uhr dürfen grundsätzlich keine planmäßigen Flüge stattfinden. Diese Zeiten stehen ausschließlich für Verspätungen bzw.
Verfrühungen zur Verfügung." Das bedeutet also, das es bereits jetzt einen Puffer von 30 Minuten gibt, der Ryanair & Co nicht ausreicht! Worüber beschwert sich Herr Wegner also???

Vielleicht könnte man das Ganze über die Landegebühren steuern? Von 23:30-24:00 und 5:00 bis 5:30 drastisch höhere Gebühren, so dass es sich für Ryanair & Co nicht mehr lohnt permanent dieses Puffer auszureizen und den Flugplan total "auf Kante zu nähen". Und auch für wegen des Nachtflugverbots abgebrochene Landungen Gebühren verlangen, damit die Piloten - vielleicht auf Druck der Airlines - die "wenn ein Wunder geschieht schaffen wir das schon" Mentalität ablegen und frühzeitig Alternativen wählen.

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2025 05:49 Uhr bearbeitet.