Beitrag vom 04.01.2026 - 09:30 Uhr
Eigentlich ist es nur traurig, wie die (lokale, regionale?) Politik sich in die eigene Tasche lügt, um die Verschwendung von Steuergeldern zu rechtfertigen. Welches der Unternehmen im Umkreis der Flughafens nutzt diesen denn wirklich - sei es mit Fracht oder Personen? Und für die allgemeine Luftfahrt hätte der "Airport" sicher ein paar Nummern kleiner ausfallen können.
Dazu aufschlussreich: die Stellungnahme von Frau Ziegler, die ins Schwarze trifft.
Beitrag vom 04.01.2026 - 10:23 Uhr
Alleine die Annahme, dass so viele Arbeitsplätze direkter Effekt des Flughafens sein sollen, ist höchst fraglich. Mich würde die genaue Ermittlung interessieren.
Beitrag vom 04.01.2026 - 10:41 Uhr
DAS MINISTERIUM wird schon Recht haben, die müssen es doch schliesslich genau wissen :-) Man sollte allerdings auch konsequent diesen Weg weitergehen: Wenn die Zahlen dieser Studie des "Zentrums für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs" (ZFL) tatsächlich stimmen, dann spricht doch eigentlich alles dafür, auch die vorhandenen Pisten in Siegerland, Reichelsheim, Mainz, Gelnhausen und Aschaffenburg in gleicher Weise auszubauen? Wertschöpfung ohne Ende scheint da möglich...
Beitrag vom 04.01.2026 - 10:51 Uhr
DAS MINISTERIUM wird schon Recht haben, die müssen es doch schliesslich genau wissen :-) Man sollte allerdings auch konsequent diesen Weg weitergehen: Wenn die Zahlen dieser Studie des "Zentrums für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs" (ZFL) tatsächlich stimmen, dann spricht doch eigentlich alles dafür, auch die vorhandenen Pisten in Siegerland, Reichelsheim, Mainz, Gelnhausen und Aschaffenburg in gleicher Weise auszubauen? Wertschöpfung ohne Ende scheint da möglich...
Mainz und Langen (Egelsbach) wurden schon öfter von Lufthansa angeflogen. Ich bin selbst schon von Langen nach Frankfurt geflogen. Na gut - die Ju steht jetzt abgestellt im CS-Museum, aber das zählt :D
Beitrag vom 04.01.2026 - 11:26 Uhr
Alleine die Annahme, dass so viele Arbeitsplätze direkter Effekt des Flughafens sein sollen, ist höchst fraglich. Mich würde die genaue Ermittlung interessieren.
Einfach mal in die Studie schauen.
Durch die Input-Output-Analyse zur Ermittlung und Quantifizierung von Spillover-Effekten. Die indirekten und induzierten Arbeitsplätze in der ZFL-Studie wurden mithilfe einer Input-Output-Analyse aus der direkten Wertschöpfung des Flughafens abgeleitet, unter Nutzung branchenbezogener Beschäftigungs- und Einkommensmultiplikatoren nach anerkanntem volkswirtschaftlichem Standard (Tabellen von Destatis).
Die ZFL-Studie weist das methodisch aus, bewertet aber nicht, ob diese Jobs ohne den Flughafen alternativ anderswo entstanden wären. Ob es die rund 1000 Jobs von Airbus
Helikopter Technik, Flughafen GmbH Kassel, Piper Deutschland und Airbus Helicopters Deutschland in Baunatal auf der grünen Wiese ohnehin gegeben hätte, kann jeder selbst spekulieren.
@F11 Was genau an den Aussagen oder Zahlen ist denn gelogen?
Beitrag vom 04.01.2026 - 11:40 Uhr
Alleine die Annahme, dass so viele Arbeitsplätze direkter Effekt des Flughafens sein sollen, ist höchst fraglich. Mich würde die genaue Ermittlung interessieren.
Einfach mal in die Studie schauen.
Durch die Input-Output-Analyse zur Ermittlung und Quantifizierung von Spillover-Effekten. Die indirekten und induzierten Arbeitsplätze in der ZFL-Studie wurden mithilfe einer Input-Output-Analyse aus der direkten Wertschöpfung des Flughafens abgeleitet, unter Nutzung branchenbezogener Beschäftigungs- und Einkommensmultiplikatoren nach anerkanntem volkswirtschaftlichem Standard (Tabellen von Destatis).
Die ZFL-Studie weist das methodisch aus, bewertet aber nicht, ob diese Jobs ohne den Flughafen alternativ anderswo entstanden wären. Ob es die rund 1000 Jobs von Airbus
Helikopter Technik, Flughafen GmbH Kassel, Piper Deutschland und Airbus Helicopters Deutschland in Baunatal auf der grünen Wiese ohnehin gegeben hätte, kann jeder selbst spekulieren.
Der Flughafen Paderborn - die Expertin im Artikel wies daraufhin - war und ist nur 70 km entfernt. Das ist der ökonomische Blödsinn bei dieser Investition: 271 Millionen (nur Baukosten) quasi umsonst aus dem Fenster geschmissen.
Aber das sind ja nur Steuergelder... .
@F11 Was genau an den Aussagen oder Zahlen ist denn gelogen?
Beitrag vom 04.01.2026 - 13:12 Uhr
Die ZFL-Studie weist das methodisch aus, bewertet aber nicht, ob diese Jobs ohne den Flughafen alternativ anderswo entstanden wären. Ob es die rund 1000 Jobs von Airbus
Helikopter Technik, Flughafen GmbH Kassel, Piper Deutschland und Airbus Helicopters Deutschland in Baunatal auf der grünen Wiese ohnehin gegeben hätte, kann jeder selbst spekulieren.
Genau diese Jobs an genau diesen Standorten vermutlich nicht.
Die Alternative wäre allerdings nicht "ohne den Flughafen", sondern mit Verkehrslandeplatz wie vor dem Ausbau 2014 und nach Investition der gleichen Summe ( 250 Mio + jährlichen Zuschuss von mehreren Millionen, also ~ 300 Mio ) in andere Standort-Förderungsmaßnahmen in Nordhessen.
Mit 30 Millionen jährlich hätte man in 10 Jahren wirklich einiges an Firmenansiedlungen erreichen können.
Dieser Beitrag wurde am 04.01.2026 15:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.01.2026 - 13:24 Uhr
@F11 Was genau an den Aussagen oder Zahlen ist denn gelogen?
Der Nachweis, dass die Zahl der Arbeitsplätze mittelbar oder gar unmittelbar mit dem (Aus-)bau des Flughafens zusammen hängt, fehlt. Dass dort Arbeitsplätze entstanden sind, kann - muss aber nicht - mit dem Flughafen zusammen hängen. Auch ist offen, in wie weit die von Ihnen genannten Betriebe diesen Flughafen (in dieser Größe) nutzen. Auch Sie spekulieren hier nur. Aber gut, statt "in die Tasche lügen" kann man auch sagen "schön gerechnet" - wie so oft bei öffentlichen Vorhaben von Anbeginn -von der Planungsphase an (letztlich drei mal teurer als geplant, weil die Politik schon in dieser Phase in der Regel mit geschönten Zahlen arbeitet - auf allen Ebenen..) Hinzu kommt (Zitat!) "Die Ansiedlung zahlreicher Firmen aus dem Luftverkehrsbereich am Kassel Airport sei schon als Erfolg zu werten, sagt sie. Aber sie sei nicht die ursprüngliche Bestimmung des Flughafens gewesen. "Und ob sie die hohe Investition in den Kassel Airport rechtfertigt, sei dahingestellt. Die Frage ist, ob man mit dem Geld nicht etwas Sinnvolleres hätte machen können für die Region."
Dieser Beitrag wurde am 04.01.2026 13:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.01.2026 - 14:21 Uhr
Habe gerade mal gegoogelt um etwas über dieses 'Zentrums für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL)' zu erfahren.
Dabei erstaunlich:
viele Artikel zu dieser Studie sind bereits im Februar 2025 erschienen!? Liegt diese also schon seit gut einem Jahr vor? Wenn ja wäre es doch eher sinnvoll mal zu recherchieren ob und wie die in der Studie gemachten optimistischen Voraussagen in 2025 bereits eingetroffen sind.
Über das 'Zentrum' selber findet man leider nicht viel. Nur das der Sprecher ein Prof. Dr. Richard Klophaus ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Klophaus
Bei dessen beruflicher Vita könnte man jedoch vermuten das er nicht ganz neutral sein dürfte.
Bei der Recherche bin ich auf diesen bemerkenswerten Artikel gestoßen:
https://www.hna.de/kassel/flughafen/zwischen-bestaetigung-und-schoenrechnen-so-reagieren-politik-und-wirtschaft-auf-die-airport-studie-93553590.html
Daraus:
""Mehr Menschen werden fliegen, mehr Fracht wird transportiert", ist sich Patrick Weilbach, Vorstand von Piper und Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung sicher. Die bestehenden Luftfahrtdrehkreuze seien aber bereits überlastet. Deshalb würden kleine Regionalflughäfen an Bedeutung gewinnen."
Passt doch sehr gut zum Thema 'Schönrechnen':
"Die bestehenden Luftfahrtdrehkreuze seien aber bereits überlastet." !?
Das kann man sich nicht ausdenken:
FRA, MUC, nicht zu vergessen HAM, BER und (für Fracht) LEJ sind überlastet - ob das die jeweiligen Betreiber dieser Airports auch so sehen?
Beitrag vom 04.01.2026 - 16:42 Uhr
Alles kompletter Unsinn. Einen Großteil der "Wertschöpfung" hätte man auch auf einer x-beliebigen, grünen Wise erzielen können. Da wird im nachhinein gesund gebetet, dass sich die Balken biegen. Un dkedesmal, wenn ein Flugzeug kommt, dass größer als ein Scheibe-Falke ist, kommt das Luftwaffen-Musikkorps und spielt Marschmusik. Wirtschaftliche Impulse für Nordhessen, ich ach mich weg. Der ICE-Bahnhof sicher, weil Kassel ziemlich zentral liegt, aber doch nicht dieser Schwachsinnsflughafen.
Es gibt zu viele Landratspisten in Deutschland.
Beitrag vom 04.01.2026 - 17:23 Uhr
Die ZFL-Studie weist das methodisch aus, bewertet aber nicht, ob diese Jobs ohne den Flughafen alternativ anderswo entstanden wären. Ob es die rund 1000 Jobs von Airbus
Helikopter Technik, Flughafen GmbH Kassel, Piper Deutschland und Airbus Helicopters Deutschland in Baunatal auf der grünen Wiese ohnehin gegeben hätte, kann jeder selbst spekulieren.
Genau diese Jobs an genau diesen Standorten vermutlich nicht.
Die Alternative wäre allerdings nicht "ohne den Flughafen", sondern mit Verkehrslandeplatz wie vor dem Ausbau 2014 und nach Investition der gleichen Summe ( 250 Mio + jährlichen Zuschuss von mehreren Millionen, also ~ 300 Mio ) in andere Standort-Förderungsmaßnahmen in Nordhessen.
Mit 30 Millionen jährlich hätte man in 10 Jahren wirklich einiges an Firmenansiedlungen erreichen können.
Ja sicher, hätte man. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Wirtschaftsförderung hat, je nach Standort und Maßnahme, oft eine erstaunlich niedrige nachhaltige Erfolgsquote von nur 50%. Das macht es schwer zu vergleichen und hinterher ist man immer schlauer.
Es gibt hier rund um Berlin auch ein paar Förderruinen, das geht auch gut ohne Flughfen zu sein ;-)
Beitrag vom 04.01.2026 - 17:31 Uhr
@F11 Was genau an den Aussagen oder Zahlen ist denn gelogen?
Der Nachweis, dass die Zahl der Arbeitsplätze mittelbar oder gar unmittelbar mit dem (Aus-)bau des Flughafens zusammen hängt, fehlt. Dass dort Arbeitsplätze entstanden sind, kann - muss aber nicht - mit dem Flughafen zusammen hängen. Auch ist offen, in wie weit die von Ihnen genannten Betriebe diesen Flughafen (in dieser Größe) nutzen. Auch Sie spekulieren hier nur.
Ich habe doch garnicht spekuliert. Die Angaben sind aus der Studie. Jetzt hier Nachweise zu fordern, wo Sie doch völlig nachweisfrei die (lokale, regionale?) Politik verurteilt haben.
Aber gut, statt "in die Tasche lügen" kann man auch sagen "schön gerechnet" - wie so oft bei öffentlichen Vorhaben von Anbeginn
Ah, 'wie so oft' und 'in der Regel'. Haben Sie denn hier in diesem konkreten Fall einen Nachweis für die Vorwürfe?
-von der Planungsphase an (letztlich drei mal teurer als geplant, weil die Politik schon in dieser Phase in der Regel mit geschönten Zahlen arbeitet - auf allen Ebenen..) Hinzu kommt (Zitat!) "Die Ansiedlung zahlreicher Firmen aus dem Luftverkehrsbereich am Kassel Airport sei schon als Erfolg zu werten, sagt sie. Aber sie sei nicht die ursprüngliche Bestimmung des Flughafens gewesen. "Und ob sie die hohe Investition in den Kassel Airport rechtfertigt, sei dahingestellt. Die Frage ist, ob man mit dem Geld nicht etwas Sinnvolleres hätte machen können für die Region."
Nehmen Sie einfach so hin, nachweisfrei. Kann man machen, ist im Zitat ja auch nur eine Reihe von unkonkretem dahingestelltem sinnfreiem Bla Bla.
Beitrag vom 04.01.2026 - 17:35 Uhr
Es gibt hier rund um Berlin auch ein paar Förderruinen, das geht auch gut ohne Flughfen zu sein ;-)
Das ist wohl wahr :)
Beitrag vom 04.01.2026 - 21:38 Uhr
Ah, 'wie so oft' und 'in der Regel'. Haben Sie denn hier in diesem konkreten Fall einen Nachweis für die Vorwürfe?
Ja, lange Jahre in der Kommunalpolitik Bauvorhaben (leider) mit beschlossen und dann beobachtet, wie die Kosten "explodiert" sind. Oder schauen Sie BER an... oder die Elbphilharmonie.. oder Stuttgart 21 .. oder .. oder
Immer wieder wird zur Beschlussfassung erst mal alles "schön gerechnet"
-von der Planungsphase an (letztlich drei mal teurer als geplant, weil die Politik schon in dieser Phase in der Regel mit geschönten Zahlen arbeitet - auf allen Ebenen..) Hinzu kommt (Zitat!) "Die Ansiedlung zahlreicher Firmen aus dem Luftverkehrsbereich am Kassel Airport sei schon als Erfolg zu werten, sagt sie. Aber sie sei nicht die ursprüngliche Bestimmung des Flughafens gewesen. "Und ob sie die hohe Investition in den Kassel Airport rechtfertigt, sei dahingestellt. Die Frage ist, ob man mit dem Geld nicht etwas Sinnvolleres hätte machen können für die Region."
Nehmen Sie einfach so hin, nachweisfrei. Kann man machen, ist im Zitat ja auch nur eine Reihe von unkonkretem dahingestelltem sinnfreiem Bla Bla.
Die zitierte angebliche "Studie" beinhaltet auch nichts anders als Bla Bla .... dazu mehr im Beitrag von @jordan ... Wer also selbst im Glashaus sitzt...
Beitrag vom 05.01.2026 - 11:33 Uhr
Ja, lange Jahre in der Kommunalpolitik Bauvorhaben (leider) mit beschlossen und dann beobachtet, wie die Kosten "explodiert" sind. Oder schauen Sie BER an... oder die Elbphilharmonie.. oder Stuttgart 21 .. oder .. oder
Immer wieder wird zur Beschlussfassung erst mal alles "schön gerechnet"
Bei Stuttgart 21 war es mehr als "schön rechnen". Da wurden "leichte Güterzüge" für die Neubaustrecke erfunden. Diesen Zugtyp gab es damals nicht gab, er wurde damals von keinem Verkehrsunternehmen bei einem Bahnausrüster in Auftrag gegeben, noch gibt es so etwas heute. Dazu kommt noch, dass im Gegensatz zu BER und Elbphilharmonie nichts Neues dazu gebaut wurde sondern es wird vorhandene Infrastruktur verkleiner. Von 18 Bahnsteiggleisen auf 8, von 15 Zuläufen auf 8.
Sind bei den 5 Millionen pro Jahr eigentlich die Zinskosten für die Investition an sich enthalten?