Community / / Airbus verteidigt Umbaupläne

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Beitrag vom 26.06.2021 - 13:34 Uhr
UserLP
User (396 Beiträge)
Das Unternehmen ist seit seiner Auslagerung eine Airbus Tochter. (Ich glaube zu 100%) Es häuft seit Jahren Verluste an? Was läuft da schief? Sollte sich da Airbus nicht erst mal selbst hinterfragen? Davon abgesehen: welcher Investor soll so etwas kaufen und wie soll ein "externer" Eigner sich besser eignen, dass Problem zu lösen. Das nötige Fachwissen um die Produktion und um die Lieferverträge so zu gestalten, dass am Ende was rum kommt, sollte doch bei Airbus und Aerotec eher da sein, als bei einem Investor.
Beitrag vom 26.06.2021 - 15:40 Uhr
UserRunway
User (2869 Beiträge)
Da unterscheiden sich 2 Komplexe. Da P Aerotec überwiegend für Airbus arbeitet scheinen die vereinbarten Abrechnungspreise nicht kostendeckend gewesen zu sein. Nur wer hat die festgelegt?

Normal bietet ein Unternehmen keine Verlustpreise sondern verzichtet lieber auf Geschäfte. Nur bei Tochtergesellschaften die zudem fast nur an die Mutter liefern kann das völig anders gelagert sein. Da diktiert die Muttergeselschaft meist die Preise und das scheint mir hier absolut der Fall zu sein. Airbusmutter machte jahrelang Gewinne und die Tochter blieb auf den Kosten sitzen.

Der andere Komplex hängt mit der statlich geförderten Entstehungsgeschichte vom ganzen Airbuskonzern zusammen. Da wurde doch anfänglich nach nationalen Proporz gehandelt. Wenn in Deutschland 3 Arbeitsplätze entstanden musste das in Frankreich auch passieren und in Spanien und England je einer. So ungefähr wie damals die Anteile waren.

Wo das Teil am günstigsten her zu bekommen war hat niemanden interessiert. Das hat Strukturen geschaffen die auch heute noch kostentreibend wirken. Viele Teile liessen sich sicher günstiger beschaffen. Wobei das auch seine Grenzen hat wie man bei Boeing gut sehen könnte.

Dieser Beitrag wurde am 26.06.2021 15:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.06.2021 - 18:07 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes (also auch Bayern) ist ernsthaft gefährdet wenn es nichtmal mehr im Bereich der Luft- und Raumfahrt wettbewerbsfähige, sichere Arbeitsplätze mehr gibt.

Vielleicht täuscht der Eindruck auch aber der Standort scheint fast nur klassischen Metallbau zu machen, schon klar dass das inzwischen fast jeder kann.

Das passiert eben wenn sich die Politik einen Scheiß für die Industrie interessiert und nur zur irgendwelchen Festivitäten vorgefahren kommt.
Gerade die Luft- und Raumfahrt braucht dicke Forschungsaufträge, auch jenseits irgendwelcher konkreten Anwendungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Beitrag vom 26.06.2021 - 18:56 Uhr
UserEricM
User (5343 Beiträge)
Das passiert eben wenn sich die Politik einen Scheiß für die Industrie interessiert und nur zur irgendwelchen Festivitäten vorgefahren kommt.

Na dass Sie Ihren üblichen Schuldigen "die Politik" hier wieder ausmachen können war ja klar.
Aber mal ernsthaft: Über mangelnde Subventionen in Form von Aufträgen, Nachsichtigkeit bei Nicht-/Mindererfüllung und Forschungsförderung kann sich gerade eine Airbus ja wohl kaum beklagen, oder?

Gerade die Luft- und Raumfahrt braucht dicke Forschungsaufträge, auch jenseits irgendwelcher konkreten Anwendungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nein, jenseits der konkreten Anwenung wird an Unis, Hochschulen und bei der ESA geforscht, wo diese Art Forschung auch prima aufgehoben ist - und Airbus an vielen Ecken die Hände drin/drauf hat.

Was ich nicht verstehe: Von welcher "Wettbewerbsfähigkeit", die verloren geht spricht denn Airbus überhaupt? Der einzige real existierende Wettbewerber ist für die nächsten 5-10 Jahre außer Gefecht.
Wer/was zwingt denn Airbus aktuell zu diesen Maßnahmen?
Beitrag vom 26.06.2021 - 19:28 Uhr
Usertip
User (509 Beiträge)
Vielleicht täuscht der Eindruck auch aber der Standort scheint fast nur klassischen Metallbau zu machen, schon klar dass das inzwischen fast jeder kann.

Dazu so einiges im schwarzen Bereich: CFK Druckschotts für Airbus Modelle - aber auch Konkurrenzmuster. Und im neuen Werk Rumpfschalen für A350.
Beitrag vom 26.06.2021 - 21:18 Uhr
UserLP
User (396 Beiträge)
@Karl_Rapp: Der Eindruck täuscht tatsächlich, was den klassischen Metallbau angeht. 1. hat man vor 20 Jahren dort schon Kohlefaser Druckschotts für 340 und 330 gemacht und an die klassische Metall - Hecksektion installiert. 2. was den Metallbau angeht, aus eigener Erfahrung muß ich sagen: ordentlich kann das nicht unterdessen fast jeder.
Ich glaube, wenn ich hier so die Kommentare überfliege, dann war das wohl so gewollt, dass Verluste entstehen. War in gut gehenden Zeiten wahrscheinlich ok für die Buchhaltung. Allerdings jetzt in Pandemiezeiten nicht mehr willkommen. Und man hofft, dass Ding wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen.
Ich bin ein absoluter Airbus - Fan, hoffe aber, dass sie mit sowas nicht durchkommen. (Sollte die Vermutung stimmen.)
Beitrag vom 26.06.2021 - 21:32 Uhr
User25.1309
User (408 Beiträge)
Na dass Sie Ihren üblichen Schuldigen "die Politik" hier wieder ausmachen können war ja klar.

Also, irgendwann möchte ich Sie mal kennenlernen. Ich hatte die Kommentare geöffnet und erst später gelesen, da war Ihrer noch nicht vorhanden und ich hoffte tatsächlich, dass EricM irgendetwas Vernünftiges geschrieben hat.
Dann aktualisiert und nun kann ich mir einne Entgegnung auf die Banalität von Karl_Rapp und sparen :-)

Also, danke!

Gruß, 25.1309
Beitrag vom 26.06.2021 - 23:21 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Ist Augsburg nicht mehr auf die Ariane spezialisiert?
Beitrag vom 27.06.2021 - 14:41 Uhr
UserVJ 101
User (1572 Beiträge)
Ist Augsburg nicht mehr auf die Ariane spezialisiert?

Die Ariane Booster werden in Augsburg von MT Aerospace (ehemals MAN Technologie) gebaut.

Die Kohlefasertechnologie hat in Augsburg lange Tradition, so wurde dort bereits in den 80et Jahren von MBB die X31 gebaut, ein Flugzeug mit Schubvektorsteuerung und CFK Flügeln.
Beitrag vom 27.06.2021 - 14:46 Uhr
UserVJ 101
User (1572 Beiträge)
Was der Investor machen kann ist die Produktion von Augsburg und Varel nach Brasov in Rumänien verlagern und von den dortigen niedrigeren Energiepreisen und unternehmerfreundlichen Umweltauflagen profitieren.
Beitrag vom 27.06.2021 - 14:46 Uhr
UserVJ 101
User (1572 Beiträge)
Was der Investor machen kann ist die Produktion von Augsburg und Varel nach Brasov in Rumänien verlagern und von den dortigen niedrigeren Energiepreisen und unternehmerfreundlichen Umweltauflagen profitieren.
Beitrag vom 27.06.2021 - 14:46 Uhr
UserVJ 101
User (1572 Beiträge)
Was der Investor machen kann ist die Produktion von Augsburg und Varel nach Brasov in Rumänien verlagern und von den dortigen niedrigeren Energiepreisen und unternehmerfreundlichen Umweltauflagen profitieren.
Beitrag vom 27.06.2021 - 16:12 Uhr
UserLuftnummer1
User (10 Beiträge)
Kann ein Investor mit Kleinserien und den hohen administativen Aufwand des Flugzeugbaus
vor und nach der Fertigung bei den von Airbus gedrückten Preisen jemals Geld verdienen.
Sonst muss es Hobby sein,denn da steckt mann voller Entusialmus sein Geld hinein.
Auf die Selbstdarstellung von Managern sollte man übrigens nicht hereinfallen
wenn aktuell Mac Kinsey mit seinen Konzepten dahinter steht .
Bei Daimler Aerospace war es damals Roland Berger.
Beitrag vom 27.06.2021 - 17:28 Uhr
UserLP
User (396 Beiträge)
VJ 101: ok, wenn Airbus vor hat, mehr als nur Brackets und Haltergedöns (Selbst das klappt nicht wirklich ordentlich.) aus Rumänien zu beziehen, dann können sie schonmal einpacken. Lieber würde ich mich auf bessere Preise für beide Seiten mit meinem deutschen Zulieferer einigen und dazu noch von den kürzeren Lieferwegen profitieren.
Beitrag vom 27.06.2021 - 22:25 Uhr
UserVJ 101
User (1572 Beiträge)
Vielleicht täuscht der Eindruck auch aber der Standort scheint fast nur klassischen Metallbau zu machen, schon klar dass das inzwischen fast jeder kann.

Dazu so einiges im schwarzen Bereich: CFK Druckschotts für Airbus Modelle - aber auch Konkurrenzmuster. Und im neuen Werk Rumpfschalen für A350.

Premium AEROTEC stellt nur für Airbus Modelle den Rear Preassure Bulkhead her.
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