Community / / Innerdeutscher Flugverkehr sackt wei...

Beitrag 1 - 12 von 12
Beitrag vom 04.01.2024 - 09:21 Uhr
Userconaly
User (74 Beiträge)
Verständlich, wenn es immer weniger Verbindungen gibt. Allein aus Nürnberg wurden seit 2019 Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg eingestellt. Während ich mir Berlin durch die neue ICE-Strecke durchaus erklären kann, vermisse ich Hamburg und Düsseldorf doch schon, da ich beide Verbindungen oft genutzt habe. Jetzt nur noch mit Umstieg in Frankfurt erreichbar, was jeglichen zeitlichen Vorteil gegenüber der Bahn zunichte macht.

Ist halt auch wieder so eine Henne-Ei-Geschichte. Wo kein Angebot, da keine Nachfrage, wo keine Nachfrage, da kein Angebot. Jedoch erinnere ich mich, dass Düsseldorf und Hamburg meistens doch gut besetzt waren. Düsseldorf hatte zu der Zeit allerdings auch noch die Eurowings-Langstrecken, die es dort auch nicht mehr gibt...
Beitrag vom 04.01.2024 - 12:26 Uhr
UserNunja
User (22 Beiträge)
Das liegt aber auch daran, dass es weniger Dienstreisen gibt, da vieles nun über Teams gemacht wird. Beispiel: Ich dürfte vor Corona alle 14 Tage nach München für ein Termin der ca. 2 Std dauert. Morgens von Dus nach Muc und Abends wieder zurück. Nun findet dieser per Teams statt, und ich bin sogar froh darum. Ja ich habe noch Dienstreisen, jedoch sind es ca. ein zehntel von dem was ich früher machen musste.
Beitrag vom 04.01.2024 - 16:15 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2467 Beiträge)
Dann geht wohl der Bedarf an rein innerdeutschen Verbindungen zurück, siehe Beispiel von @Nunja.

Da laut Artikel:

"Zugleich wächst den Angaben zufolge die Bedeutung innerdeutscher Flüge als Zubringer für Ziele im Ausland. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres reisten 28,2 Prozent der Passagiere nach einem innerdeutschen Flug weiter in ein anderes Land. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2019 lag der Anteil noch bei 17,0 Prozent."

ist doch somit alles i.O..
Eine Steigerung, gegenüber 2019, von 11,2 % !
Beitrag vom 04.01.2024 - 16:41 Uhr
UserAir Marshall
User (82 Beiträge)

ist doch somit alles i.O..
Eine Steigerung, gegenüber 2019, von 11,2 % !

Relativ gesehen klingt das "gut", absolut gemessen sind nach diesen Zahlen auch die internationalen Transfer-PAX zurückgegangen von 3.3m auf 2.7m (-19%)

Insgesamt ist der Artikel relativ-lastig...nach Absolutzahlen sind die innerdeutschen Flüge um -42% zurückgegangen, die Passagiere sogar um -51%...

...was wiederum hieße in jedem Flug saßen als weitere rückläufige Dimension auch -16% weniger Passagiere (von 77.9 auf 65.1)
Beitrag vom 04.01.2024 - 16:50 Uhr
UserChristian159
User (903 Beiträge)
Dann geht wohl der Bedarf an rein innerdeutschen Verbindungen zurück, siehe Beispiel von @Nunja.

Da laut Artikel:

"Zugleich wächst den Angaben zufolge die Bedeutung innerdeutscher Flüge als Zubringer für Ziele im Ausland. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres reisten 28,2 Prozent der Passagiere nach einem innerdeutschen Flug weiter in ein anderes Land. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2019 lag der Anteil noch bei 17,0 Prozent."

ist doch somit alles i.O..
Eine Steigerung, gegenüber 2019, von 11,2 % !

Diese "Steigerung" ist faktisch eine Reduzierung von ca. 600.000 Passagieren.
Beitrag vom 05.01.2024 - 05:18 Uhr
UserKutscher777
User (68 Beiträge)
Der Wirtschaftsminister würde dem folgendermaßen widersprechen: Es ist gar keine Reduzierung- es sind nur weniger Passagiere!!;-)

Deutschland schafft sich ab.
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:52 Uhr
UserF11
einfach nur interessierter Pax
User (350 Beiträge)
Der Wirtschaftsminister würde dem folgendermaßen widersprechen: Es ist gar keine Reduzierung- es sind nur weniger Passagiere!!;-)

Deutschland schafft sich ab.
So so! Weil vernünftigerweise weniger im Inland fliegen schafft sich Deutschland ab? Womit begründen Sie diese pessimistische Haltung? Ist es vielmehr nicht so, dass weniger CO2 durch den Verzicht auf überflüssige Flüge zu begrüßen ist? Und anscheinend gibt es ja immer noch genügend innerdeutsche Zubringerflüge von den Provinzflughäfen zu internationalen Verbindungen ab/nach MUC und FRA.
Beitrag vom 05.01.2024 - 10:25 Uhr
Usercontrail55
User (4731 Beiträge)
Der Wirtschaftsminister würde dem folgendermaßen widersprechen: Es ist gar keine Reduzierung- es sind nur weniger Passagiere!!;-)

Deutschland schafft sich ab.
So so! Weil vernünftigerweise weniger im Inland fliegen schafft sich Deutschland ab? Womit begründen Sie diese pessimistische Haltung? Ist es vielmehr nicht so, dass weniger CO2 durch den Verzicht auf überflüssige Flüge zu begrüßen ist?
Das Eine muss das Andere ja nicht ausschließen.
Und anscheinend gibt es ja immer noch genügend innerdeutsche Zubringerflüge von den Provinzflughäfen zu internationalen Verbindungen ab/nach MUC und FRA.
Ohne gesamte Datenlage kann man dazu überhaupt nichts sagen oder bewerten. Kann ja sein, nach Corona bereinigt, dass jeder der fliegen will fliegt, nur eben nicht in D umsteigt.
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:32 Uhr
UserEricM
User (5608 Beiträge)
Der Wirtschaftsminister würde dem folgendermaßen widersprechen: Es ist gar keine Reduzierung- es sind nur weniger Passagiere!!;-)

Deutschland schafft sich ab.
So so! Weil vernünftigerweise weniger im Inland fliegen schafft sich Deutschland ab? Womit begründen Sie diese pessimistische Haltung? Ist es vielmehr nicht so, dass weniger CO2 durch den Verzicht auf überflüssige Flüge zu begrüßen ist?
Das Eine muss das Andere ja nicht ausschließen.

Doch eigentlich schon.
Entweder ist die Reduktion von Inlandsflügen zur CO2 Reduktion sinnvoll oder aber Deutschland schafft sich dadurch ab, so wie Kutscher777 das behauptet.

Man kann nicht alles relativieren, sonst landet man irgendwann bei der Forderung amerikanischer Evangelikaler, doch zu jedem wissenschaftlichen Argument bitte auch die biblische Schöpfungsgeschichte alternativ zu erwähnen.
Man muss auch Stellung beziehen können, sonst wird alles nur noch wischiwaschi.

Und wenn Deutschland sich abschafft, dann im Bildungssektor, in der Forschung und ein paar anderen Ecken. Aber sicher nicht durch Reduktion von Inlandsflügen um ein paar Prozent.
Beitrag vom 05.01.2024 - 12:56 Uhr
Usercontrail55
User (4731 Beiträge)
Der Wirtschaftsminister würde dem folgendermaßen widersprechen: Es ist gar keine Reduzierung- es sind nur weniger Passagiere!!;-)

Deutschland schafft sich ab.
So so! Weil vernünftigerweise weniger im Inland fliegen schafft sich Deutschland ab? Womit begründen Sie diese pessimistische Haltung? Ist es vielmehr nicht so, dass weniger CO2 durch den Verzicht auf überflüssige Flüge zu begrüßen ist?
Das Eine muss das Andere ja nicht ausschließen.

Doch eigentlich schon.
Entweder ist die Reduktion von Inlandsflügen zur CO2 Reduktion sinnvoll oder aber Deutschland schafft sich dadurch ab, so wie Kutscher777 das behauptet.
Ich habe das jetzt nicht als DEN Grund für die Abschaffung gelesen, sonder als einen weiteren Baustein den Wirtschaftsstandort D unattraktiver zu machen. Wie Sie es weiter unten selbst anmerken. Die Mängelliste ist lang und das Mobilitätsangebot in D nur ein Teil davon.
Man kann nicht alles relativieren, sonst landet man irgendwann bei der Forderung amerikanischer Evangelikaler, doch zu jedem wissenschaftlichen Argument bitte auch die biblische Schöpfungsgeschichte alternativ zu erwähnen.
Man muss auch Stellung beziehen können, sonst wird alles nur noch wischiwaschi.

Und wenn Deutschland sich abschafft, dann im Bildungssektor, in der Forschung und ein paar anderen Ecken. Aber sicher nicht durch Reduktion von Inlandsflügen um ein paar Prozent.
Beitrag vom 05.01.2024 - 14:52 Uhr
UserFW 190
User (2125 Beiträge)
Ich interpretier die Zahlen ganz anders als einige hier:
" Gegenwärtig nutzt jeder zehnte Passagier in Deutschland das Flugzeug für einen innerdeutschen Flug. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Inlandsflüge stetig zurückgegangen" Also rd. 10% der hier bei Aero genannten 84 Mio. = 8,4

 https://www.bdl.aero/de/themen-positionen/nachhaltigkeit/intermodalitaet/

Auch hier bei Aero ist das anders zu verstehen:

"starteten von Januar bis Oktober 2023 gut ein Fünftel (20,6 Prozent) der rund 715.500 Flüge von einem der deutschen Hauptverkehrsflughäfen zu einem Ziel im Inland" und weiter: "Zugleich waren ((davon), (meine Interpretation)) 11,4 Prozent der 84,3 Millionen gestarteten Passagiere in diesem Zeitraum innerhalb Deutschlands unterwegs" = 9,6

Klare Aussage die auch aus dem oberen link so zu lesen ist. Wir reden von rd. 8,4 oder 9,6 Mio inner deutsche PAX. Oder kurz von 715 T Flügen 144 T Inland mit 9,6 oder 8,4 Mio. Im Vergleichszeitraum waren es rd. 19 Mio. Also rd. das doppelte. Oder heute Halbierung.

Dieser Beitrag wurde am 05.01.2024 14:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2024 - 16:42 Uhr
UserDiode
User (133 Beiträge)
Der Verkehr ist schon ein Indiz für wirtschaftliche Entwicklung. Das merkt man sehr deutlich wenn man von Nord- nach Süddeutschland fährt/ fliegt.

Dass es weniger Geschäftsreisende gibt liegt zum Teil an Teams, Zoom usw. aber auch daran dass das Geld bei vielen Konzernen einfach nicht mehr so locker sitzt.

So krass haben die C-Maßnahmen die Geschäftswelt national auch garnicht betroffen dass die da dermaßen einschneidende Auswirkungen gehabt haben könnten.