Community / / Piloten von Discover Airlines treten...

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Beitrag vom 02.02.2024 - 20:31 Uhr
UserF11
einfach nur interessierter Pax
User (342 Beiträge)
Ich sag es ja als in den nächsten Wochen vielleicht Betroffener nicht gerne, aber ich wünschen den Beschäftigten bei der LHG, vor allem ab er bei den Bodendiensten und in der Kabine viel Erfolg! Denn Arbeitsgeber, die auf der einen Seite den Piloten der Kernlinie viel Geld "gönnen", aber bei den Tochtergesellschaften, den Bodendiensten und der Kabine sparen wollen, reagieren eben nur auf Schmerz. Und den Passagieren bleibt auf vielen (vor allem den Lang-) Strecken die Alternative, bei den Wettbewerbern zu buchen, die von den Streiks bei der LHG weniger betroffen sind.

Dieser Beitrag wurde am 02.02.2024 20:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.02.2024 - 05:52 Uhr
UserKosmopolit
User (219 Beiträge)
Ich sag es ja als in den nächsten Wochen vielleicht Betroffener nicht gerne, aber ich wünschen den Beschäftigten bei der LHG, vor allem ab er bei den Bodendiensten und in der Kabine viel Erfolg! Denn Arbeitsgeber, die auf der einen Seite den Piloten der Kernlinie viel Geld "gönnen", aber bei den Tochtergesellschaften, den Bodendiensten und der Kabine sparen wollen, reagieren eben nur auf Schmerz. Und den Passagieren bleibt auf vielen (vor allem den Lang-) Strecken die Alternative, bei den Wettbewerbern zu buchen, die von den Streiks bei der LHG weniger betroffen sind.

Klar, die böse LH, die gönnt den Piloten auch nichts. Garnichts.

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.

Ich verstehe das jeder AN jetzt mehr Geld haben will um die Inflation auszugleichen, nur muss das halt erwirtschaftet werden.
Und das ist nicht so trivial.

Da wird schnell eine Lohn-Preis Spriale in Gang gesetzt und die AN müssen halt akzeptieren das weniger Kaufkraft vorhanden sein wird, das ist der Preis der massiven Geldmengenausweitung die letzten 15 Jahre und die Folge der Positionierung Europas im Krieg.

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.
Beitrag vom 03.02.2024 - 09:11 Uhr
UserFRA251
F/O
User (81 Beiträge)
Ich sag es ja als in den nächsten Wochen vielleicht Betroffener nicht gerne, aber ich wünschen den Beschäftigten bei der LHG, vor allem ab er bei den Bodendiensten und in der Kabine viel Erfolg! Denn Arbeitsgeber, die auf der einen Seite den Piloten der Kernlinie viel Geld "gönnen", aber bei den Tochtergesellschaften, den Bodendiensten und der Kabine sparen wollen, reagieren eben nur auf Schmerz. Und den Passagieren bleibt auf vielen (vor allem den Lang-) Strecken die Alternative, bei den Wettbewerbern zu buchen, die von den Streiks bei der LHG weniger betroffen sind.

Klar, die böse LH, die gönnt den Piloten auch nichts. Garnichts.

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.

Ich verstehe das jeder AN jetzt mehr Geld haben will um die Inflation auszugleichen, nur muss das halt erwirtschaftet werden.
Und das ist nicht so trivial.

Da wird schnell eine Lohn-Preis Spriale in Gang gesetzt und die AN müssen halt akzeptieren das weniger Kaufkraft vorhanden sein wird, das ist der Preis der massiven Geldmengenausweitung die letzten 15 Jahre und die Folge der Positionierung Europas im Krieg.

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.



Ihr Argumentation könnte glatt aus der Konzernzentrale kommen: "Lohnpreisspirale", "Standortfaktor Deutschland ein Risiko", "die AN müssen halt akzeptieren das weniger Kaufkraft vorhanden sein wird". Der Deutsche Michel soll bloß die Füße stillhalten und sich über die angebotenen 3% freuen! *Ironie Off*

Fakt ist, dass Deutschland weltweit und trotz Krisen nach wie vor an der Spitze der reichsten und stärksten Wirtschaftsnationen steht und dass Unternehmen wie Lufthansa trotz aller Krisen rekordgewinne einfahren (2,3 Mrd in 2023!) und auch für die kommenden Jahre mit enormen Umsätzen rechnet.
 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-reiseboom-100.html.

Gleichzeitig fahren die Vorstände Millionen Boni ein und expandieren weiterhin enorm (hunderte Flugzeugbestellungen, Einstige bei ITA, ein Auge auf TAP, etc.). Und während die Mainline Piloten mit enormen Gehalterhöhungen rechnen können ( https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/luftfahrt-lufthansa-piloten-bekommen-dickes-gehaltsplus/29324980.html), soll sich der Rest also brav zurücklehnen und zuschauen? Ihre Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht für alle Kolleginnen und Kollegen. Und im Übrigen steigen die Preise vor allem aufgrund der hohen Energiepreise, der Nahrungsmittel- und anderer Rohstoffpreise und wegen ungelöster Lieferkettenprobleme. Mit der Lohn-Preis-Spirale in den 70ern ist das also nicht zu vergleichen.

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2024 09:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.02.2024 - 09:13 Uhr
UserEricM
User (5599 Beiträge)
Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.

Ich verstehe das jeder AN jetzt mehr Geld haben will um die Inflation auszugleichen, nur muss das halt erwirtschaftet werden.
Und das ist nicht so trivial.

Tatsächlich ergibt sich das bei im Rahmen der allgemeinen Inflation steigenden Preisen quasi nebenher.

Da wird schnell eine Lohn-Preis Spriale in Gang gesetzt und die AN müssen halt akzeptieren das weniger Kaufkraft vorhanden sein wird das ist der Preis der massiven Geldmengenausweitung die letzten 15 Jahre und die Folge der Positionierung Europas im Krieg.

Ist das aus der Alt-Argumentekiste des INSM?
Die angeblich Lohn-Preis-Spirale wird da seit Jahrzehnten beschworen :)
Und nein, geringere Kaufkraft muss "halt" nicht einfach so akzeptiert werden.
Was hätte der AN denn davon, das einfach so zu akzeptieren - außer weniger Kaufkraft durch die Firmen ja auch Binnennachfrage verlieren?

Wirtschaft ist nun mal ein Kreislauf, der auch zahlungsfähige Kundschaft benötigt.

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.

Früher sagte man an der Stelle immer: "Dann geh' doch nach 'drüben'", also zB nach Nordkorea - da darf sicher nicht gestreikt werden :)

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2024 09:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.02.2024 - 09:16 Uhr
Usertop_pax
User (75 Beiträge)
Da ist schon alles richtig. Discover ist ein eigenes Thema, das sicherlich unter anderen Gesichtspunkten angesehen werden muss.

Nur wird niemand aus der LH GF erklären können warum der Inflationsausgleich für das Cockpit gezahlt wurde und für die Berufsgruppen, die ihn benötigen nur Teilzahlungen Angeboten werden. Das ist das Problem und das Wesen sich diese Gruppen nicht gefallen lassen.
Beitrag vom 03.02.2024 - 09:51 Uhr
Userflyer217
User (9 Beiträge)
Ich sag es ja als in den nächsten Wochen vielleicht Betroffener nicht gerne, aber ich wünschen den Beschäftigten bei der LHG, vor allem ab er bei den Bodendiensten und in der Kabine viel Erfolg! Denn Arbeitsgeber, die auf der einen Seite den Piloten der Kernlinie viel Geld "gönnen", aber bei den Tochtergesellschaften, den Bodendiensten und der Kabine sparen wollen, reagieren eben nur auf Schmerz. Und den Passagieren bleibt auf vielen (vor allem den Lang-) Strecken die Alternative, bei den Wettbewerbern zu buchen, die von den Streiks bei der LHG weniger betroffen sind.

Klar, die böse LH, die gönnt den Piloten auch nichts. Garnichts.

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.

Ich verstehe das jeder AN jetzt mehr Geld haben will um die Inflation auszugleichen, nur muss das halt erwirtschaftet werden.
Und das ist nicht so trivial.

Da wird schnell eine Lohn-Preis Spriale in Gang gesetzt und die AN müssen halt akzeptieren das weniger Kaufkraft vorhanden sein wird, das ist der Preis der massiven Geldmengenausweitung die letzten 15 Jahre und die Folge der Positionierung Europas im Krieg.

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.


Warum sinkt die Kaufkraft dann erst seit dem Krieg Russlands und nicht seit der "massiven Geldmengenausweitung" (was auch immer das sein soll...) Und bite nennen Sie doch mal ein Beispiel für die gefährliche Lohn-Preis-Spirale aus der Vergangenheit und warum diese nicht von LH-Gehältern aber von den Gehältern von 500 4Y Piloten in Gang gesetzt werden würde.
Beitrag vom 03.02.2024 - 09:57 Uhr
UserF11
einfach nur interessierter Pax
User (342 Beiträge)

Klar, die böse LH, die gönnt den Piloten auch nichts. Garnichts.
Denen in der Mainline doch recht viel! Nur der Rest soll möglichst ohne Tarifvertrag und billig arbeiten.

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.
Wenn das so ist, dass die Langstrecke defizitär ist, sollte man über das Management nachdenken. Die machen dann wohl was falsch. Da scheint dann Allegris nur ein Symptom zu sein.
Ich verstehe das jeder AN jetzt mehr Geld haben will um die Inflation auszugleichen, nur muss das halt erwirtschaftet werden.
Angesichts der Milliardengewinn der LHG ist es doch erwirtschaftet worden!
Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.
Klar: die Mitarbeiter sind das Problem! Und das Streikrecht! Und die Gewerkschaften! Wahrscheinlich auch die Demokratie, der Staat, die Regierung, die Mondphase? Geht's noch?

Dieser Beitrag wurde am 03.02.2024 09:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.02.2024 - 10:15 Uhr
UserKosmopolit
User (219 Beiträge)
Alles klar, lauter Experten.

Selbstverständlich gibt es die Lohn Preis Spirale, da hilft einschlägige Literatur.

Bei einem insgesamt defizitären Geschäft sind Kostensteigerungen ein Problem.


Weit verbreitet auch der Irrglaube wann die Inflation eingesetzt hat.
Diese war schon weit vor dem Krieg in der Ukraine über der Zielmarke von 2%, schauen sie sich einfach mal die Statistik an bevor sie einen Beitrag schreiben.


Inflationäre Phasen führen immer zu einem Kaufkraftverlust, da die Lohnsteigerungen nicht die Preissteigerungen aufwiegen. Wenn sie es tun, dann haben sie eine sich die Lohn-Preis Spirale.

Als Discover Angestellter würde ich mir Gedanken machen, ob hohe Lohnforderungen im zweistellingen Bereich nicht bedeuten, das mein Job in Zukunft nicht mehr existiert.
Das erwarte ich nämlich von der LH. Wenn sie Discover nicht nachhaltig profitabel kriegen, dann sollen sie es halt lassen, die Leute auf die Strasse setzen und den Betrieb einstellen.
Beitrag vom 03.02.2024 - 10:36 Uhr
Userrambazamba123
User (530 Beiträge)
Eine Lohn-Preis-Spirale hat es noch nie gegeben, auch nicht in den 70ern.

Es ist ein Ammenmärchen, ein Narrativ, dass sich hartnäckig hält und insbesondere gerne von der Arbeitgeberseite aufgeführt wird.

 https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-04/lohn-preis-spirale-inflation-lohnerhoehung-mindestlohn

"Zuerst einmal sollten wir mit dem Mythos der schädlichen Stagflation der Siebzigerjahre aufräumen. Zum einen ist es falsch, dass die durch den ersten Ölpreisschock von 1973 ausgelöste und durch indexierte, also an die Inflation gekoppelte Löhne befeuerte Inflation Deutschland damals in eine schädliche Stagflation getrieben habe. Die Fakten entkräften dieses Narrativ: Schließlich waren die Siebzigerjahre für Deutschland vor allem wirtschaftlich gute und auch die deutlich erhöhte Inflation, mit jährlichen Raten von zeitweise über sieben Prozent, hat dem Wirtschaftsmodell und der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen nicht geschadet.

Außerdem lässt sich die heutige Situation nicht mit damals vergleichen."

Andere Meinung vom Chefökonom:

handelsblatt.com/meinung/kommentare/der-chefoekonom-kommentar-warum-es-keine-lohn-preis-spirale-geben-wird/29021840.html
Beitrag vom 03.02.2024 - 11:04 Uhr
Userflyer217
User (9 Beiträge)
Alles klar, lauter Experten.

Schon etwas ;)

Selbstverständlich gibt es die Lohn Preis Spirale, da hilft einschlägige Literatur.

Ich habe nach Beispielen gefragt.

Bei einem insgesamt defizitären Geschäft sind Kostensteigerungen ein Problem.

Warum insgesamt defizitär? Belege?

Weit verbreitet auch der Irrglaube wann die Inflation eingesetzt hat.
Diese war schon weit vor dem Krieg in der Ukraine über der Zielmarke von 2%, schauen sie sich einfach mal die Statistik an bevor sie einen Beitrag schreiben.

Sie erklären Sie aber mit expansiver Geldpolitik, welche in Europa deutlich vor 2021 ein Thema war. Die Inflation stieg aber erst seit 2021 - da war doch was mit Lieferketten und so...


Inflationäre Phasen führen immer zu einem Kaufkraftverlust, da die Lohnsteigerungen nicht die Preissteigerungen aufwiegen. Wenn sie es tun, dann haben sie eine sich die Lohn-Preis Spirale.

Da machen Sie es sich ein bisschen sehr einfach. Wenn das stimmte, dann sind die Amerikaner aber kurz vorm Kollaps, was u.a. die Piloten dort verdienen werden Sie wissen.

Als Discover Angestellter würde ich mir Gedanken machen, ob hohe Lohnforderungen im zweistellingen Bereich nicht bedeuten, das mein Job in Zukunft nicht mehr existiert.

Eine zweistellige Steigerung impliziert nicht automatisch eine hohe Forderung. Den Unterschied zwischen relativen und absoluten Werten werden Sie kennen.
Das erwarte ich nämlich von der LH. Wenn sie Discover nicht nachhaltig profitabel kriegen, dann sollen sie es halt lassen, die Leute auf die Strasse setzen und den Betrieb einstellen.

Dann sieht es ja bis jetzt ganz gut aus ;)
Beitrag vom 03.02.2024 - 11:52 Uhr
UserChristian159
User (903 Beiträge)

Klar, die böse LH, die gönnt den Piloten auch nichts. Garnichts.
Denen in der Mainline doch recht viel! Nur der Rest soll möglichst ohne Tarifvertrag und billig arbeiten.

"Gönnen" tut sie das auch nicht, das war aber das Ergebnis von Tarifverhandlungen.

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.
Wenn das so ist, dass die Langstrecke defizitär ist, sollte man über das Management nachdenken. Die machen dann wohl was falsch. Da scheint dann Allegris nur ein Symptom zu sein.

"Warmwasser Langstrecke" hat nichts mit Allegris zu tun.
"Warmwasser Langstrecke" hat vermutlich eine niedrigere Profitabilität als das Streckenportfolio der Mainline. Und bei niedrigerer Profitabilität wird auch weniger bezahlt. Es gibt schließlich auch Unterschiede zwischen den Arbeitsbedingungen bei LH Mainline und Condor. Vermutlich läßt das auch keine Rückschlüsse auf das Manament zu.

Ich verstehe das jeder AN jetzt mehr Geld haben will um die Inflation auszugleichen, nur muss das halt erwirtschaftet werden.
Angesichts der Milliardengewinn der LHG ist es doch erwirtschaftet worden!

Die LHG besteht aus vielen Unternehmen und alle sollte bestrebt sein, Gewinne zu erzielen. Warum sollte ein profitables Unternehmen wie die LHA nicht nichtprofitable Unternehmen subventionieren?

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.
Klar: die Mitarbeiter sind das Problem! Und das Streikrecht! Und die Gewerkschaften! Wahrscheinlich auch die Demokratie, der Staat, die Regierung, die Mondphase? Geht's noch?

Naja, wenn bei einem Unternehmen die Kosten höher sind als die Erträge, die Mitarbeiter das aber mit hohen Lohnforderungen ignorieren, dann ist wahrscheinlich nicht die Mondphase das Problem.
Beitrag vom 03.02.2024 - 12:07 Uhr
UserOuterMarker
User (38 Beiträge)
Alles klar, lauter Experten.

Selbstverständlich gibt es die Lohn Preis Spirale, da hilft einschlägige Literatur.

Bei einem insgesamt defizitären Geschäft sind Kostensteigerungen ein Problem.


Weit verbreitet auch der Irrglaube wann die Inflation eingesetzt hat.
Diese war schon weit vor dem Krieg in der Ukraine über der Zielmarke von 2%, schauen sie sich einfach mal die Statistik an bevor sie einen Beitrag schreiben.


Inflationäre Phasen führen immer zu einem Kaufkraftverlust, da die Lohnsteigerungen nicht die Preissteigerungen aufwiegen. Wenn sie es tun, dann haben sie eine sich die Lohn-Preis Spirale.

Als Discover Angestellter würde ich mir Gedanken machen, ob hohe Lohnforderungen im zweistellingen Bereich nicht bedeuten, das mein Job in Zukunft nicht mehr existiert.
Das erwarte ich nämlich von der LH. Wenn sie Discover nicht nachhaltig profitabel kriegen, dann sollen sie es halt lassen, die Leute auf die Strasse setzen und den Betrieb einstellen.

Haben Sie bitte noch einen Quellennachweis für die von Ihnen genannte "Lohnforderung im zweistelligen Bereich"?
Als auch eine Quelle für Ihre Aussage, dass Discover nicht profitabel ist? Vielen Dank.

Soweit man lesen kann, geht es um einen ersten grundsätzlichen und strukturierten Tarifvertrag und nur sekundär oder tertiär um höhere Löhne.
Beitrag vom 03.02.2024 - 12:10 Uhr
UserF11
einfach nur interessierter Pax
User (342 Beiträge)

"Gönnen" tut sie das auch nicht, das war aber das Ergebnis von Tarifverhandlungen.
Ja, aber die sind ja recht geräuschlos verlaufen. Da hat sich der AG wohl recht schnell auf die Gewerkschaft zubewegt

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.
Wenn das so ist, dass die Langstrecke defizitär ist, sollte man über das Management nachdenken. Die machen dann wohl was falsch. Da scheint dann Allegris nur ein Symptom zu sein.

"Warmwasser Langstrecke" hat nichts mit Allegris zu tun.
Oh, ja, sorry. Warmwasser hatte ich überlesen. So gesehen haben Sie recht, Allegris ist das Symptom eines anderen Versagens.

Die LHG besteht aus vielen Unternehmen und alle sollte bestrebt sein, Gewinne zu erzielen. Warum sollte ein profitables Unternehmen wie die LHA nicht nichtprofitable Unternehmen subventionieren?
Dann sollte man die nichtprofitablen Töchter eben aufgeben.

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.
Klar: die Mitarbeiter sind das Problem! Und das Streikrecht! Und die Gewerkschaften! Wahrscheinlich auch die Demokratie, der Staat, die Regierung, die Mondphase? Geht's noch?

Naja, wenn bei einem Unternehmen die Kosten höher sind als die Erträge, die Mitarbeiter das aber mit hohen Lohnforderungen ignorieren, dann ist wahrscheinlich nicht die Mondphase das Problem.
Und? Ist das bei Discovery so? Sind die Forderungen zu hoch? Ist der Hauptstreitpunkt nicht ein anderer?
Beitrag vom 03.02.2024 - 12:38 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (660 Beiträge)
...
Fakt ist, dass Deutschland weltweit und trotz Krisen nach wie vor an der Spitze der reichsten und stärksten Wirtschaftsnationen steht und dass Unternehmen wie Lufthansa trotz aller Krisen rekordgewinne einfahren (2,3 Mrd in 2023!) und auch für die kommenden Jahre mit enormen Umsätzen rechnet.
 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-reiseboom-100.html.
Dabei wird die noch nachwirkende Vergangenheit aber gekonnt ignoriert. Denn Fakt ist auch, dass die Verluste 2020/21 noch Jahre brauchen, um ausgeglichen zu werden.
 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/322194/umfrage/gewinn-von-lufthansa/

Gleichzeitig fahren die Vorstände Millionen Boni ein und expandieren weiterhin enorm (hunderte Flugzeugbestellungen, Einstige bei ITA, ein Auge auf TAP, etc.).
Investitionen in die Zukunft sollen u.a. die Wettbewerbsfähigkeit erhalten und somit werden dann auch Arbeitsplätze gesichert. Insbesondere die Flottenerneuerung trägt dazu bei.

...
Beitrag vom 03.02.2024 - 12:45 Uhr
UserChristian159
User (903 Beiträge)

"Gönnen" tut sie das auch nicht, das war aber das Ergebnis von Tarifverhandlungen.
Ja, aber die sind ja recht geräuschlos verlaufen. Da hat sich der AG wohl recht schnell auf die Gewerkschaft zubewegt

Vermutlich ist dieses Unternehmen profitabler als andere.

Wenn man ehrlich ist, die LH verdient nicht viel Geld in diesem Geschäft, und bisher ist diese Warmwasser Langstrecke immer defizitär gewesen.
Wenn das so ist, dass die Langstrecke defizitär ist, sollte man über das Management nachdenken. Die machen dann wohl was falsch. Da scheint dann Allegris nur ein Symptom zu sein.

"Warmwasser Langstrecke" hat nichts mit Allegris zu tun.
Oh, ja, sorry. Warmwasser hatte ich überlesen. So gesehen haben Sie recht, Allegris ist das Symptom eines anderen Versagens.

Ihre Frage ist doch: Ist Discover, sollte es defizitär sein, Managementversagen?


Die LHG besteht aus vielen Unternehmen und alle sollte bestrebt sein, Gewinne zu erzielen. Warum sollte ein profitables Unternehmen wie die LHA nicht nichtprofitable Unternehmen subventionieren?
Dann sollte man die nichtprofitablen Töchter eben aufgeben.

Genau! Aber davor sollte man versuchen, profitabel zu werden, oder?

Der Standortfaktor Deutschland wird zum Risiko, wenn an allen Ecken und Enden die ANs streiken.
Die Mitarbeiter am Boden von Verdi, die Kabine, die Piloten, die Bahngewerkschaften, etc. etc.
Klar: die Mitarbeiter sind das Problem! Und das Streikrecht! Und die Gewerkschaften! Wahrscheinlich auch die Demokratie, der Staat, die Regierung, die Mondphase? Geht's noch?

Naja, wenn bei einem Unternehmen die Kosten höher sind als die Erträge, die Mitarbeiter das aber mit hohen Lohnforderungen ignorieren, dann ist wahrscheinlich nicht die Mondphase das Problem.
Und? Ist das bei Discovery so? Sind die Forderungen zu hoch? Ist der Hauptstreitpunkt nicht ein anderer?

Vermutlich ist der Hauptstreitpunkt auch nicht kostenneutral, zumindest mittelfristig nicht.
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