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Beitrag 1 - 13 von 13
Beitrag vom 23.02.2019 - 12:00 Uhr
UserAvokus
User (738 Beiträge)
Die Diskussionen um defizitäre Regionalflughäfen übersehen leider regelmäßig die positiven ökonomischen Effekte für die Regionen um die Flughäfen. Gerade am Hahn und Umgebung wurden nach dem Abzug der Amerikaner viele neue Firmenansiedelungen realisiert und die Infrastruktur inklusive Verkehrswege aufgewertet. Die Leute die an "diesen Standorten" arbeiten, nicht nur die am Airport oder bei den Airlines, machen den ökonomischen Vorteil aus.

In anderen Länder werden geradezu Airports aus dem Boden gestampft um wirtschaftliche Entwicklung möglich zu machen, siehe China. Bei Subventionen muss man nach deren Wirksamkeit unterscheiden. Wenn dadurch eine Win-Win Situation entsteht sind sie durchaus berechtigt. Die Früchte des Aufbaus Ost sind doch das beste Beispiel. Hätte man dort nicht subventioniert, wäre die Republik ökonomisch geteilt und der soziale Friede wäre in Gefahr. Auch wenn alles noch nicht für alle so ist wie es ideal wäre, muß man sich doch schon vor Augen führen wie es ohne die Anstrengungen aussehen würde.

Gerade die Beispiele Erfurt, Kassel, oder Rostock zeigen, dass durch ungenügende Anbindung ans weltweite Netz Kunden benachteiligt werden, indem ihnen übermäßig langwierige Anreisen per Zug zugemutet werden. Da sich eine Lufthansa seit Jahren aus der Fläche zurückzieht und Regionalairlines verschwinden kann man leider nicht feststellen wie der ökonomische Effekt für die Region gewesen wäre mit besserer Anbindung an die Drehkreuze. Die Frage lautet, hätte sich die Region mit entsprechenden Verbindungen besser entwickelt und würde der ökonomische Effekt die Kosten für Subventionen wettmachen?

Münster Osnabrück, Dortmund und Friedrichshafen sind Positivbeispiele für bestehende Netzanbindung. Für Erfurt und Kassel und Rostock wurde es noch nicht oder schon lange nicht mehr versucht.

Dieser Beitrag wurde am 23.02.2019 12:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.02.2019 - 12:55 Uhr
Userjasonbourne
User (1759 Beiträge)
Die Diskussionen um defizitäre Regionalflughäfen übersehen leider regelmäßig die positiven ökonomischen Effekte für die Regionen um die Flughäfen. Gerade am Hahn und Umgebung wurden nach dem Abzug der Amerikaner viele neue Firmenansiedelungen realisiert und die Infrastruktur inklusive Verkehrswege aufgewertet. Die Leute die an "diesen Standorten" arbeiten, nicht nur die am Airport oder bei den Airlines, machen den ökonomischen Vorteil aus.

Die Ansiedlung von Firmen kommt meist daher weil die Stadt großzügige Gewerbeflächen anbietet mit Förderung und ohne Gewerbesteuer hebesatz.
Dazu gibt es ein paar Findige (meistens Bauern) die aus ihrem Feld einen Parkplatz machen, und ein paar weitere die Service drum herum anbieten.

Die Flugverbindung ist doch für die regionale Wirtschaft bedeutungslos, die Flugziele sind nahezu ausnahmslos irgendwelche Tourisitk Verbindungen.


In anderen Länder werden geradezu Airports aus dem Boden gestampft um wirtschaftliche Entwicklung möglich zu machen, siehe China. Bei Subventionen muss man nach deren Wirksamkeit unterscheiden. Wenn dadurch eine Win-Win Situation entsteht sind sie durchaus berechtigt. Die Früchte des Aufbaus Ost sind doch das beste Beispiel. Hätte man dort nicht subventioniert, wäre die Republik ökonomisch geteilt und der soziale Friede wäre in Gefahr. Auch wenn alles noch nicht für alle so ist wie es ideal wäre, muß man sich doch schon vor Augen führen wie es ohne die Anstrengungen aussehen würde.

Früchte des AUfbaus Ost?
Investitionen?

Ich weiss nicht welchen Film sie fahren, ein gesunder ist es jedenfalls nicht.
Die Investitionen in den Aufbau Ost haben kaum zu wirklich sinnvoller Entwciklung geführt, im Gegenteil. Es sind einzelne Hubs (v.a. Sachsen mit Leipzig und Dresden) dazu der sonderfall Berlin, der Rest ist doch abgehängt.

Und diese Regionalairports sind nicht win - win, sie sind poltische Projekte bei denen der Steuerzahler irgendwelche LCC Airlines finanziert, damit die nicht an größeren Airports gebühren zahlen müssen.
Das Märchen vom Sozialen Frieden.....unbelegter, sozialdemokratisch kommunistischer Käse - oder meinen sie in Meck. Pom. interessiert es die Leute was in München los ist?
Der Stnadart hier ist dennoch um das X Fache höher.

Gerade die Beispiele Erfurt, Kassel, oder Rostock zeigen, dass durch ungenügende Anbindung ans weltweite Netz Kunden benachteiligt werden, indem ihnen übermäßig langwierige Anreisen per Zug zugemutet werden. Da sich eine Lufthansa seit Jahren aus der Fläche zurückzieht und Regionalairlines verschwinden kann man leider nicht feststellen wie der ökonomische Effekt für die Region gewesen wäre mit besserer Anbindung an die Drehkreuze. Die Frage lautet, hätte sich die Region mit entsprechenden Verbindungen besser entwickelt und würde der ökonomische Effekt die Kosten für Subventionen wettmachen?

Münster Osnabrück, Dortmund und Friedrichshafen sind Positivbeispiele für bestehende Netzanbindung. Für Erfurt und Kassel und Rostock wurde es noch nicht oder schon lange nicht mehr versucht.

Vollkommen abstrus.
Wer das vernünftig machen will - und von diesen Landratspisten fliegt man ja meist nach Malle und Antalya - der bündelt den Flugverkehr an den zentralen Flughäfen und bindet die Provinz passend an.
Dann hat man den Nachteil (Lärm, Emissionen, etc.) an einem Ort, kann das besser auslasten und verteilt die Kosten wie Flugsicherung, Feuerwehr, etc. auf wenigerer große Sntadorte und somit mehr Flüge.

Keiner der Regionalairports ist profitabel.
Die meisten haben nicht mal Airlines im Moment.

Man muss schon hart geblendet sein, um zu meinen das Regionalaiports besser anbunden werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall:
Zusperren, und zwar alle die sich nicht selbst finanzieren können.
Beitrag vom 25.02.2019 - 08:16 Uhr
Usercontrail55
User (1115 Beiträge)
Keiner der Regionalairports ist profitabel.
Die meisten haben nicht mal Airlines im Moment.

Das wird nicht richtiger wenn man es immer wiederholt. Diese Aussagen sind falsch und in dieser schwarz/weiß Sicht, nun ja, Käse. Wenn man sich die Airports im Einzelnen anschaut findet an jedem Airport Flugbetrieb statt, wenn auch reduziert. Das ist nach der Pleite von zwei Airlines innerhalb eines Monats nicht verwunderlich. Dennoch schließen sich langsam die entstandenen Lücken. Weiterhin wird man sehen, dass durchaus einige Airports operativ schwarze Zahlen schreiben.
Sicher kann man die grundsätzlich Frage stellen, muss jede Infratsukturmaßnahme ein Profitcenter sein oder ist sie im Gesamtkonzept für eine Region zu sehen. Wenn Gesamtkonzept könnte man fragen, wieviel Zuschuss macht hier Sinn? Erst wenn das geklärt ist kann man den Daumen über das Projekt heben oder senken. Aber etwas differenzierter sollte man das schon sehen.

Man muss schon hart geblendet sein, um zu meinen das Regionalaiports besser anbunden werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall:
Zusperren, und zwar alle die sich nicht selbst finanzieren können.
Das ist, mit Verlaub, Stammtisch.

Dieser Beitrag wurde am 25.02.2019 08:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.02.2019 - 11:16 Uhr
Userjasonbourne
User (1759 Beiträge)
Keiner der Regionalairports ist profitabel.
Die meisten haben nicht mal Airlines im Moment.

Das wird nicht richtiger wenn man es immer wiederholt. Diese Aussagen sind falsch und in dieser schwarz/weiß Sicht, nun ja, Käse. Wenn man sich die Airports im Einzelnen anschaut findet an jedem Airport Flugbetrieb statt, wenn auch reduziert. Das ist nach der Pleite von zwei Airlines innerhalb eines Monats nicht verwunderlich. Dennoch schließen sich langsam die entstandenen Lücken. Weiterhin wird man sehen, dass durchaus einige Airports operativ schwarze Zahlen schreiben.
Sicher kann man die grundsätzlich Frage stellen, muss jede Infratsukturmaßnahme ein Profitcenter sein oder ist sie im Gesamtkonzept für eine Region zu sehen. Wenn Gesamtkonzept könnte man fragen, wieviel Zuschuss macht hier Sinn? Erst wenn das geklärt ist kann man den Daumen über das Projekt heben oder senken. Aber etwas differenzierter sollte man das schon sehen.

Bitte, gerne eine Liste.
Ich sehe sie alle Verlust schreiben, jeder einzelne, wobei ich weiss das Memmingen nahe dran ist an der 0.
Ich freue mich über Fakten, nicht Fake news.
Die Dinger sind konzeptionell schon defizitär, einfach weil sie die Infrastruktur für so wenige Flüge vorhalten müssen.
FMM ist ja einer der besseren Regionalplätze, da gehen heute 11 Maschienen, morgen auch und das sind die beiden besten Reisetage der Woche.
Am Sonntag gehen dann 4....
 https://www.allgaeu-airport.de/home/rund-ums-fliegen/fliegen/abflug-ankunft/
Nicht eine der Verbindungen ist für die Regionale Wirtschaft relevant, das sind alles irgendwelche Nischenziele durch LCC die quersubventioniert werden.

Gesamtkonzept für eine Region? Was für ein Blanker Unsinn.
Das Wort Flugverkehr und Region passst nicht zusammen, zuminderstens nicht inn Deutschland, in den USA oder China macht das vlt. Sinn.
In Deutschland gilt: Die 10 größten Plätze ordentlich anbinden, und den Rest schließen wäre wesentlich effizienter. Nur sowas wie eine Planung auf Deutschland Ebene gilt es nicht, und unter dem Deckmantel der Strukturförderung agiert der Landrat dann gerne, und die Politiker verschleudern Steuergelder.
Besser noch, sie beschweren sich über Pay2 fly und unmenschliche Arbeitsbedingungen, gerne öffentlich, und stellen Ryanair dann einen Flughafen hin, für den die nichts zahlen müssen.
Das ist die traurige Wahrheit: Regionalflughäfen sind nichts weiter als eine indirekte Subvention für Ryanair, Wizz, und die anderen LCC die dort gegen geringste Gebühren fliegen.


Man muss schon hart geblendet sein, um zu meinen das Regionalaiports besser anbunden werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall:
Zusperren, und zwar alle die sich nicht selbst finanzieren können.
Das ist, mit Verlaub, Stammtisch.

Nein, das nennt man wirtschaftlichkeit. Wettbewerb.
Aber da predige ich leider im falschen Land, da wird ja sogar bei der Pleite einer kleinst Airline gerufen das der Staat einspringen muss und eine versicherung für die PAX her muss, die haben ja ihre 3,50 € für das ticket schon bezahlt....
Beitrag vom 25.02.2019 - 12:14 Uhr
UserEricM
User (1625 Beiträge)
Die Diskussionen um defizitäre Regionalflughäfen übersehen leider regelmäßig die positiven ökonomischen Effekte für die Regionen um die Flughäfen. Gerade am Hahn und Umgebung wurden nach dem Abzug der Amerikaner viele neue Firmenansiedelungen realisiert und die Infrastruktur inklusive Verkehrswege aufgewertet. Die Leute die an "diesen Standorten" arbeiten, nicht nur die am Airport oder bei den Airlines, machen den ökonomischen Vorteil aus.
Bei Subventionen muss man nach deren Wirksamkeit unterscheiden. Wenn dadurch eine Win-Win Situation entsteht sind sie durchaus berechtigt.

Hierzu müsste man denke ich unterscheiden ob ein subventionierter Flugplatz dazu führt, dass weitere Entwicklungen in der Gegend angeschoben werden.

Hahn zB wird primär zum wegfliegen und wiederkommen genutzt. Wenn mal jemand ankommt, dann fährt er weiter an den Rhein, ins RMG oder nach Heidelberg. Die Folge ist ein weitgehendes Ausbleiben lokaler Folgeeffekte.
Am Hahn sind ein paar Firmen aus der näheren Umgebung an den Flughafen selbst gezogen. Das waren ja keinen Ansiedlungen neuer Firmen...
Die neuen Firmen beschränken sich auf den Flughafen selbst und hatten mMn keinen Ainfluss auf die Entwicklung der Region. 10km vom Hahn weg ist heute genauso plattes Land wie 1995...

Auch zB Rostock als Landeplatz für Schiffsreisende, die direkt nach der Landung mit Bussen zur Küste weiterfahren, kann prinzipbedingt rund um den Flughafen keine weiteren Investitionen nach sich ziehen.

Ich denke eine Region muss erstmal für Industrie oder Touristen attraktiv werden, damit überhaupt jemand dahin kommen möchte. Erst wenn das geschafft ist, kann man ihnen das uU mit einem kleinen Flughafen erleichtern.

Aber nur einen Flughafen in die Pampa zu stellen und zu hoffen er würde irgendwie zur Entwicklung der Gegend führen, scheint illusorisch.

Dass alle erfolgreichen Regionen einen Flughafen haben ist eine Korrelation. Daraus einen kausalen Zusammenhang Flughafen->Erfolg ableiten zu wollen, wie das oft versucht wird, ist mMn nicht korrekt.
Beitrag vom 25.02.2019 - 12:31 Uhr
Usercontrail55
User (1115 Beiträge)
Keiner der Regionalairports ist profitabel.
Die meisten haben nicht mal Airlines im Moment.

Das wird nicht richtiger wenn man es immer wiederholt. Diese Aussagen sind falsch und in dieser schwarz/weiß Sicht, nun ja, Käse. Wenn man sich die Airports im Einzelnen anschaut findet an jedem Airport Flugbetrieb statt, wenn auch reduziert. Das ist nach der Pleite von zwei Airlines innerhalb eines Monats nicht verwunderlich. Dennoch schließen sich langsam die entstandenen Lücken. Weiterhin wird man sehen, dass durchaus einige Airports operativ schwarze Zahlen schreiben.
Sicher kann man die grundsätzlich Frage stellen, muss jede Infratsukturmaßnahme ein Profitcenter sein oder ist sie im Gesamtkonzept für eine Region zu sehen. Wenn Gesamtkonzept könnte man fragen, wieviel Zuschuss macht hier Sinn? Erst wenn das geklärt ist kann man den Daumen über das Projekt heben oder senken. Aber etwas differenzierter sollte man das schon sehen.

Bitte, gerne eine Liste.
Ich sehe sie alle Verlust schreiben, jeder einzelne, wobei ich weiss das Memmingen nahe dran ist an der 0.
Ah, die alte Masche. Sie behaupten etwas und wenn jemand sagt stimmt nicht fordern Sie Beweise. Machen wir es doch mal anders herum.
Stimmt FMM ist nahe an der Null, aber von Oben. Von FMM werden 50 Ziele angeboten und ob die Verbindungen in das Hinterland des Balkans Touristen aus dem Allgäu sind stelle ich mal in Abrede. Da Sie schon FMM als Beispiel nutzen, operativer Gewinn, in privater Hand ohne Zuschüsse (mal von der Straßenanbindung abgesehen) für die Investition in ein ILS steht Bayern unterstützend bereit. Das passiert aber mehrfach an unterschiedlichen Projekten in D stellt auch nicht die Profitabilität von FMM in Frage.
Ihr Meinung in Ehren, aber wenn die Wirtschaft der Region in einen Flughafen investiert um den Standort zu promoten, dann glaube ich eher den Wirtschaftsvertretern das so etwas ein Gewinn für die Region ist. Es sei denn Sie hätten Zahlen das die Auswirkung irrelvant sind.

Ich freue mich über Fakten, nicht Fake news.
Ich ich mich auch.
Die Dinger sind konzeptionell schon defizitär, einfach weil sie die Infrastruktur für so wenige Flüge vorhalten müssen.
FMM ist ja einer der besseren Regionalplätze, da gehen heute 11 Maschienen, morgen auch und das sind die beiden besten Reisetage der Woche.
Am Sonntag gehen dann 4....
 https://www.allgaeu-airport.de/home/rund-ums-fliegen/fliegen/abflug-ankunft/
Nicht eine der Verbindungen ist für die Regionale Wirtschaft relevant, das sind alles irgendwelche Nischenziele durch LCC die quersubventioniert werden.
Unbelegt und nebensächlich. Sie sagen es gibt Flughäfen ohne Flüge und keiner macht Gewinn. Ich habe das so nicht gefunden, hätten Sie da etwas Genaues?

Sonst bleibt es Stammtisch.


Dieser Beitrag wurde am 25.02.2019 12:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.02.2019 - 14:22 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (293 Beiträge)

Unbelegt und nebensächlich. Sie sagen es gibt Flughäfen ohne Flüge und keiner macht Gewinn. Ich habe das so nicht gefunden, hätten Sie da etwas Genaues?

Sonst bleibt es Stammtisch.


Ich stimme zwar der Pauschalisierung hier auch nicht zu, aber es gibt da schon einige Flughäfen bei denen Sie sicherlich zustimmen müssen, dass die keine nennenswerten Flugbewegungen haben (Kassel, Lübeck (ok, ist mittlerweile in privater Hand)).

Und selbst wenn wir nen Flughafen nehmen, der nur 3 oder 4 Flüge am Tag oder nur jeden zweiten Tag einen Flug hat, ist das einfach effizient. Denn da muss ich jasonbourne schon Recht geben, die Infraktur ist da und muss bezahlt werden. An jedem Tag, nicht nur an den Tagen, wo betrieb herrscht. Wir sehen es gerade am BER was der Flughafen jeden Tag kostet, obwohl es keinen Flugbetrieb gibt.

Und auch wenn Memmingen Flüge ins Hinterland des Balkans hat. Glauben Sie denn, dass diese Flüge die Wirtschaft in Memmingen ankurbeln? Oder sind das vielmehr Flüge von Billigfliegern, die nicht nach München wollten?
Beitrag vom 25.02.2019 - 15:33 Uhr
Usercontrail55
User (1115 Beiträge)
Die Diskussionen um defizitäre Regionalflughäfen übersehen leider regelmäßig die positiven ökonomischen Effekte für die Regionen um die Flughäfen. Gerade am Hahn und Umgebung wurden nach dem Abzug der Amerikaner viele neue Firmenansiedelungen realisiert und die Infrastruktur inklusive Verkehrswege aufgewertet. Die Leute die an "diesen Standorten" arbeiten, nicht nur die am Airport oder bei den Airlines, machen den ökonomischen Vorteil aus.
Bei Subventionen muss man nach deren Wirksamkeit unterscheiden. Wenn dadurch eine Win-Win Situation entsteht sind sie durchaus berechtigt.

Hierzu müsste man denke ich unterscheiden ob ein subventionierter Flugplatz dazu führt, dass weitere Entwicklungen in der Gegend angeschoben werden.

Hahn zB wird primär zum wegfliegen und wiederkommen genutzt. Wenn mal jemand ankommt, dann fährt er weiter an den Rhein, ins RMG oder nach Heidelberg. Die Folge ist ein weitgehendes Ausbleiben lokaler Folgeeffekte.
Am Hahn sind ein paar Firmen aus der näheren Umgebung an den Flughafen selbst gezogen. Das waren ja keinen Ansiedlungen neuer Firmen...
Die neuen Firmen beschränken sich auf den Flughafen selbst und hatten mMn keinen Ainfluss auf die Entwicklung der Region. 10km vom Hahn weg ist heute genauso plattes Land wie 1995...

Auch zB Rostock als Landeplatz für Schiffsreisende, die direkt nach der Landung mit Bussen zur Küste weiterfahren, kann prinzipbedingt rund um den Flughafen keine weiteren Investitionen nach sich ziehen.

Alles richtig, aber hier liegen Sie daneben. Aus Verbindungen zur Branche weiß ich, dass das Kreuzfahrtgeschäft in Warnemünde nur wegen des Flughafns so groß ist, mit den dazugehörigen landseitigen Jobs. Sonst liefe das über Hamburg Flughafen und Lübeck/Kiel.



Ich denke eine Region muss erstmal für Industrie oder Touristen attraktiv werden, damit überhaupt jemand dahin kommen möchte. Erst wenn das geschafft ist, kann man ihnen das uU mit einem kleinen Flughafen erleichtern.

Aber nur einen Flughafen in die Pampa zu stellen und zu hoffen er würde irgendwie zur Entwicklung der Gegend führen, scheint illusorisch.
Zustimmung, aber wer nicht versucht, der nicht gewinnt. Allerdings, das ist der Kern meiner Aussage, muss man das im Einzelfall prüfen und nicht pauschal beurteilen.
Dass alle erfolgreichen Regionen einen Flughafen haben ist eine Korrelation. Daraus einen kausalen Zusammenhang Flughafen->Erfolg ableiten zu wollen, wie das oft versucht wird, ist mMn nicht korrekt.
Beitrag vom 25.02.2019 - 15:45 Uhr
Usercontrail55
User (1115 Beiträge)

Unbelegt und nebensächlich. Sie sagen es gibt Flughäfen ohne Flüge und keiner macht Gewinn. Ich habe das so nicht gefunden, hätten Sie da etwas Genaues?

Sonst bleibt es Stammtisch.


Ich stimme zwar der Pauschalisierung hier auch nicht zu, aber es gibt da schon einige Flughäfen bei denen Sie sicherlich zustimmen müssen, dass die keine nennenswerten Flugbewegungen haben (Kassel, Lübeck (ok, ist mittlerweile in privater Hand)).
Stimme ich ja zu, stand aber nicht zur Auswahl.

Und selbst wenn wir nen Flughafen nehmen, der nur 3 oder 4 Flüge am Tag oder nur jeden zweiten Tag einen Flug hat, ist das einfach effizient. Denn da muss ich jasonbourne schon Recht geben, die Infraktur ist da und muss bezahlt werden. An jedem Tag, nicht nur an den Tagen, wo betrieb herrscht. Wir sehen es gerade am BER was der Flughafen jeden Tag kostet, obwohl es keinen Flugbetrieb gibt.
Auch Zustimmung. Wir kennen die einzelnen Zahlen nicht und auch nicht die einzelnen Absichten und Konzepte. Daher kann man sie nicht verteufeln und pauschal alle über einen Kamm scheren. Es gibt auch Erfolge.
Und auch wenn Memmingen Flüge ins Hinterland des Balkans hat. Glauben Sie denn, dass diese Flüge die Wirtschaft in Memmingen ankurbeln? Oder sind das vielmehr Flüge von Billigfliegern, die nicht nach München wollten?
Völlig egal was ich glaube. 50 Ziele sind mehr als Malle und Antalya, (Die Top 3 Ziele sind LON, DUB und PMI. Dahin gibt es einen Menge im Angenot ab MUC) und es scheint sich zu rechnen. Das war ja die Kernaussage, macht Verluste. Ich wehre mich gegen die undifferenzierte Verallgemeinerung, die lässt sich so nicht halten.
Nachtrag: Gibt neue Zahlen und Daten, Kiew ist jetzt Nr 3, auch ein touristisches Highlight für die Allgäuer)

Dieser Beitrag wurde am 25.02.2019 19:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.02.2019 - 15:58 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (293 Beiträge)

Unbelegt und nebensächlich. Sie sagen es gibt Flughäfen ohne Flüge und keiner macht Gewinn. Ich habe das so nicht gefunden, hätten Sie da etwas Genaues?

Sonst bleibt es Stammtisch.


Ich stimme zwar der Pauschalisierung hier auch nicht zu, aber es gibt da schon einige Flughäfen bei denen Sie sicherlich zustimmen müssen, dass die keine nennenswerten Flugbewegungen haben (Kassel, Lübeck (ok, ist mittlerweile in privater Hand)).
Stimme ich ja zu, stand aber nicht zur Auswahl.

Und selbst wenn wir nen Flughafen nehmen, der nur 3 oder 4 Flüge am Tag oder nur jeden zweiten Tag einen Flug hat, ist das einfach effizient. Denn da muss ich jasonbourne schon Recht geben, die Infraktur ist da und muss bezahlt werden. An jedem Tag, nicht nur an den Tagen, wo betrieb herrscht. Wir sehen es gerade am BER was der Flughafen jeden Tag kostet, obwohl es keinen Flugbetrieb gibt.
Auch Zustimmung. Wir kennen die einzelnen Zahlen nicht und auch nicht die einzelnen Absichten und Konzepte. Daher kann man sie nicht verteufeln und pauschal alle über einen Kann scheren. Es gibt auch Erfolge.
Und auch wenn Memmingen Flüge ins Hinterland des Balkans hat. Glauben Sie denn, dass diese Flüge die Wirtschaft in Memmingen ankurbeln? Oder sind das vielmehr Flüge von Billigfliegern, die nicht nach München wollten?
Völlig egal was ich glaube. 50 Ziele sind mehr als Malle und Antalya, (Die Top 3 Ziele sind LON, DUB und PMI. Da gibte es einen Menge im Angenot ab MUC) und es scheint sich zu rechnen. Das war ja die Kernaussage, macht Verluste. Ich wehre mich gegen die undifferenzierte Verallgemeinerung, die lässt sich so nicht halten.

Ich glaube dann sind wir beide uns einig, dass es solche und solche gibt. Auch wenn Sie es insgesamt wahrscheinlich etwas positiver sehen als ich ;-)
Beitrag vom 25.02.2019 - 16:26 Uhr
Userjasonbourne
User (1759 Beiträge)
Keiner der Regionalairports ist profitabel.
Die meisten haben nicht mal Airlines im Moment.

Das wird nicht richtiger wenn man es immer wiederholt. Diese Aussagen sind falsch und in dieser schwarz/weiß Sicht, nun ja, Käse. Wenn man sich die Airports im Einzelnen anschaut findet an jedem Airport Flugbetrieb statt, wenn auch reduziert. Das ist nach der Pleite von zwei Airlines innerhalb eines Monats nicht verwunderlich. Dennoch schließen sich langsam die entstandenen Lücken. Weiterhin wird man sehen, dass durchaus einige Airports operativ schwarze Zahlen schreiben.
Sicher kann man die grundsätzlich Frage stellen, muss jede Infratsukturmaßnahme ein Profitcenter sein oder ist sie im Gesamtkonzept für eine Region zu sehen. Wenn Gesamtkonzept könnte man fragen, wieviel Zuschuss macht hier Sinn? Erst wenn das geklärt ist kann man den Daumen über das Projekt heben oder senken. Aber etwas differenzierter sollte man das schon sehen.

Bitte, gerne eine Liste.
Ich sehe sie alle Verlust schreiben, jeder einzelne, wobei ich weiss das Memmingen nahe dran ist an der 0.
Ah, die alte Masche. Sie behaupten etwas und wenn jemand sagt stimmt nicht fordern Sie Beweise. Machen wir es doch mal anders herum.
Stimmt FMM ist nahe an der Null, aber von Oben. Von FMM werden 50 Ziele angeboten und ob die Verbindungen in das Hinterland des Balkans Touristen aus dem Allgäu sind stelle ich mal in Abrede. Da Sie schon FMM als Beispiel nutzen, operativer Gewinn, in privater Hand ohne Zuschüsse (mal von der Straßenanbindung abgesehen) für die Investition in ein ILS steht Bayern unterstützend bereit. Das passiert aber mehrfach an unterschiedlichen Projekten in D stellt auch nicht die Profitabilität von FMM in Frage.
Ihr Meinung in Ehren, aber wenn die Wirtschaft der Region in einen Flughafen investiert um den Standort zu promoten, dann glaube ich eher den Wirtschaftsvertretern das so etwas ein Gewinn für die Region ist. Es sei denn Sie hätten Zahlen das die Auswirkung irrelvant sind.

Jaja, so sind sie heute, die Polemiker. Wehe man fragt nach Fakten, dann kommt heisse Luft. Wiedersprüche, und anderen dann Stammtisch vorwerfen. Dumm nur wenn die eigenen Argumenten so dünn sind das mal sich schon selbst wiederspricht.

"Aus Verbindungen zur Branche weiß ich, dass das Kreuzfahrtgeschäft in Warnemünde nur wegen des Flughafns so groß ist, mit den dazugehörigen landseitigen Jobs. Sonst liefe das über Hamburg Flughafen und Lübeck/Kiel."

Das ist doch genau das Argument warum es Unsinn ist einen Regionalflughafen zu subeventionieren. Man hebelt den Wettbewerb aus, und statt das man mehr schafft, zieht man von wo anders geschäft ab.

Selbes Spiel in FMM: der existiert nur weil er zwischen München und Stuttgart liegt, und dort zieht er auch seine PAX her.
Tatsächlich hat FMM Gewinn gemacht 100.000€ bei 11, 6 Mio. Umsatz - nicht mal 1%....zum ersten Mal seit 11 Jahren, ist im Folgejahr aufgrund des AUsbaus schon wieder defizitär.
 https://www.allgaeu-airport.de/flughafen-memmingen-landet-in-der-gewinnzone/

Hier sieht man auch schön wie man sich das zurecht lügt: 1700 Arbeitsplätze...das ich nicht lache. Halt nur weil man da dran ein Gewerbegebiet aufgemacht hat.
Nimmt man jetzt den Gewinn und stellt ihn gegen den Verlust, ach ja, dann sind wir wieder bei "alle Regionalairpots sind defizitär".
FMM ist dabei noch das beste Beispiel - von den Ruinen in Kassel Calden etc. spreche ich ja garnicht.

Ich freue mich über Fakten, nicht Fake news.
Ich ich mich auch.
Die Dinger sind konzeptionell schon defizitär, einfach weil sie die Infrastruktur für so wenige Flüge vorhalten müssen.
FMM ist ja einer der besseren Regionalplätze, da gehen heute 11 Maschienen, morgen auch und das sind die beiden besten Reisetage der Woche.
Am Sonntag gehen dann 4....
 https://www.allgaeu-airport.de/home/rund-ums-fliegen/fliegen/abflug-ankunft/
Nicht eine der Verbindungen ist für die Regionale Wirtschaft relevant, das sind alles irgendwelche Nischenziele durch LCC die quersubventioniert werden.
Unbelegt und nebensächlich. Sie sagen es gibt Flughäfen ohne Flüge und keiner macht Gewinn. Ich habe das so nicht gefunden, hätten Sie da etwas Genaues?

Sonst bleibt es Stammtisch.


So, jetzt bringen sie auch mal was ausser Unsinn und schreiben mal welche der Landratspisten profitabel sind.

Hier noch eine garnicht so gewagte Aussage: In 10 jahren sind die AIrports fast alle zu.
existenzberechtigung haben die meisten nicht, und im kommenden Abschwung wird es die ersten zerlegen.

Wer nur ein bischen Ahnung hat, versteht sofort das Regionalflughäfen generell wenig bis keinen Sinn machen.
Beitrag vom 25.02.2019 - 18:53 Uhr
Usercontrail55
User (1115 Beiträge)
Keiner der Regionalairports ist profitabel.
Die meisten haben nicht mal Airlines im Moment.

Jaja, so sind sie heute, die Polemiker. Wehe man fragt nach Fakten, dann kommt heisse Luft. Wiedersprüche, und anderen dann Stammtisch vorwerfen. Dumm nur wenn die eigenen Argumenten so dünn sind das mal sich schon selbst wiederspricht.
Das ist keine heiße Luft nur mache ich nicht Ihre Arbeit. Sie behaupten was, ohne es belegen zu können. Ein paar Fakten haben Sie doch anschließend selbst recherchiert, geht doch, und die obige Aussage selbst widerlegt. Auch FDH ist operativ im Plus. Ich weiß gar nicht, warum Sie sich über Memmingen so aufregen. Ist komplett privat und kostet niemand was, im Gegenteil. Hier haben Sie noch ein paar Fakten, die Studie zu RLG hatte ich ja schon gepostet.
 https://www.b4bschwaben.de/b4b-nachrichten/memmingen-unterallgaeu_artikel,-so-viel-einfluss-hat-der-allgaeu-airport-auf-schwabens-wirtschaft-_arid,256588.html

"Aus Verbindungen zur Branche weiß ich, dass das Kreuzfahrtgeschäft in Warnemünde nur wegen des Flughafns so groß ist, mit den dazugehörigen landseitigen Jobs. Sonst liefe das über Hamburg Flughafen und Lübeck/Kiel."

Das ist doch genau das Argument warum es Unsinn ist einen Regionalflughafen zu subeventionieren. Man hebelt den Wettbewerb aus, und statt das man mehr schafft, zieht man von wo anders geschäft ab.
Da gehen unsere Meinungen auseinander. Nach Ihrer Logik kann es Investitionen nur geben, wenn von vornerein der Profit schon feststeht. Das ist bei Infrastruktur schwierig. Ich habe bereits gefragt, wie wollen Sie das messen? Mit Gewinn war die Antwort. Wie wollen Sie eine Straße, Autobahn, Bahnhof oder Hafen messen? Ohne die Ostseeautobahn wäre in der Region viel weniger los, die hat auch Milliarden gekostet. Sie ist Teil eines Projekts, die Ostseeküste zugänglicher machen für Wirtschaft, Handel und Tourismus. Und das läuft seit dem ganz gut und bringt Geld in die Kassen. Gleiches gilt für FDH. Da gibt es eine Menge High Tech Industrie auf der dt. Seite. Die ist da nur, weil man den Flughafen hat, sonst wäre die nachweißlich weg oder gar nicht erst hingekommen.
 https://www.weingarten.ihk.de/blob/rvihk24/servicemarken/presse_channel/cdownload_channel/4024892/c509262381c49c8d0ab33669a43993bd/Presse_2018_Standortumfrgae_FN_Ig_260318-data.pdf
Wo sehen Sie da einen Widerspruch oder wissen Sie mehr als die anderen? Die haben für den Standort die Luftanbindung sogar noch vor die der Straße und Schiene gestellt. Mir reicht das als Argument.
Mit der Gewinnorientierung wären in Deutschland wohl mehr blühende Landschaften. Durch die Konzentation auf wenige profitable Ballungszentren wäre der Rest des Landes leer und wir hätten in der Tat Wiesen und Wald. Das wäre auch in Ihrem geliebten Bayern so, denn da war außer Wald und Wiesen auch nicht viel sonder ist erst erblüht als jemand dort Geld hingeschafft hat. Geht gerne mal vergessen.

Hier sieht man auch schön wie man sich das zurecht lügt: 1700 Arbeitsplätze...das ich nicht lache. Halt nur weil man da dran ein Gewerbegebiet aufgemacht hat.
Wieder so eine Aussage. Können Sie das belegen oder bleiben Sie bei Stammtisch?

Jetzt hab ich ein paar Fakten genannt, mir egal ob Sie Ihnen gefallen oder nicht. Mir ging es um die unbegründete Pauschalität Ihrer Aussagen und die stimmen so nicht. Damit bin ich durch.

Dieser Beitrag wurde am 25.02.2019 21:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.02.2019 - 19:29 Uhr
Userjasonbourne
User (1759 Beiträge)
Haha, was sie Fakten nennen....

ich nenne das Kräuter rauchen, sich beweiräuchern oder der eigenen PR zuviel glauben schenken.

Eine Presseartikel, nett gesponsort.....

natürlich kostet FMM Geld, wer hat den Umbau und AUsbau bezahlt?

Klar, da sMärchen mit dem Flughafen, da kommt die Hightech industrie.
Die sind alle dafür bekannt immer mit den Flieger nach malle und in die anderen Urlaubsregionen zu fliegen....

Die Firmen sind da weil man die ewerbegebiete ausweist, subventiopniert und den Gewerbesteuer Hebesatz auf 0 setzt.