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Beitrag vom 15.06.2021 - 14:30 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (800 Beiträge)
Nimmt man sich bis zu sechs Stunden Zeit für die Zugfahrt

Wer bitte möchte sich 6 Stunden Zeit nehmen, wenn man in der Regel inkl. dem Vor- und Nachspiel beim Flug in der Regel mit 3 Stunden innerhalb Deutschlands hinkommt?

Und um die anderen 42% attraktiver zu machen, sollte man dann auch endlich mal die Strecken sanieren/ausbauen. Mein Lieblingsbeispiel: FRA - CGN geht in unter 1 Stunde, FRA - NUE krebst bei vergleichbarer Distanz über 2 Stunden im Schneckentempo durch die gegend, da die Strecke nicht für hohe Geschwindigkeiten ausgebaut ist.

Zudem ist es oftmals, wie beim Flug auch, nicht mit dem Start-Ziel getan. Man muss den ICE durch Bus/U-Bahn/S-Bahn/Regional Express/Regionalbahn erreichen und anschließend mit selbigen Mitteln zum Ziel kommen. Und dann wird es meiner Erfahung nach oft nervig. Die Fahrpläne sind nicht gut aufeinander abgestimmt - besonders wenn mehrere Anbieter ins Spiel kommen - und übersät von Unregelmäßigkeiten/Ausfällen/Störungen aller Art.

In 99% der Fälle meiner gängigsten Verbindung dauert vom Haushalt zum eigentlichen Ziel 5-6 Stunden - wenn es GUT läuft und ich meine Anschlüsse bekomme - bei rund 300km Entfernung mit ÖPNV/ICE. Mit dem Auto brauche ich bei normaler Verkehrslage 2,5 bis maximal 3 Stunden, mit dem Flugzeug trotz Weg zum Flughafen und vom Zielflughafen zum Ziel 3-4 Stunden.

DAS ist die Realität aus dem Alltag. Kann man aber natürlich als Politiker nicht wissen, wenn man sich mit der Flugbereitschaft und dicken fetten Limousinen durch die Gegend kutschieren lässt.

Und dann haben wir da ja noch unsere Grünen Spezialisten: Auto soll teuer werden, möglichst jeder soll ÖPNV/ICE fahren, aber sämtliche Ausbauprojekte werden gleichzeitig maximalst blockiert.

Sorry, aber macht erst einmal Eure Hausaufgaben, bevor wir über dieses Thema weiter diskutieren.

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2021 14:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.06.2021 - 15:14 Uhr
UserVJ 101
User (1318 Beiträge)
Dann gehe ich davon aus, dass dies auch an die Bundestagsabgeordneten kommuniziert wird und diese dann die Bahn nutzen, auch der Hubschrauber, den der Bundespräsident so gerne nutzt kann einer anderen Verwendung zugeführt werden.
Beitrag vom 15.06.2021 - 15:31 Uhr
UserAviation man
User (106 Beiträge)
Theoretisch ersetzbar, praktisch nein. Keiner setzt sich freiwillig 6 Stunden in den Zug.

Besonders und da kommt es darauf an, kein Umsteiger. Dann wird nicht mehr LH geflogen, sondern AF oder BA etc. um schneller ans Ziel zu kommen.
Beitrag vom 15.06.2021 - 16:00 Uhr
User4UPilot
User (391 Beiträge)
ich muss immer ganz schnell beim meiner Oma sein, ich bin wichtig und 6 Std ist einfach zu viel. Ich bin busy busy busy.... und Oma hat einen tighten Schedule, so wie ich.
Beitrag vom 15.06.2021 - 16:35 Uhr
UserA345
User (758 Beiträge)
Theoretisch ersetzbar, praktisch nein. Keiner setzt sich freiwillig 6 Stunden in den Zug.

Besonders und da kommt es darauf an, kein Umsteiger. Dann wird nicht mehr LH geflogen, sondern AF oder BA etc. um schneller ans Ziel zu kommen.

Man könnte ja mal mit Strecken wie z.B. NUE-MUC oder STR-MUC anfangen. Auf CGN-FRA gibts auch keine Flüge mehr sondern Züge mit LH-Flugnummer. Dass niemand freiwillig von HAM nach MUC mit dem Zug anreist um dann weiter nach Punta Banana zu fliegen, ist klar.
Beitrag vom 15.06.2021 - 16:52 Uhr
UserAviation man
User (106 Beiträge)
Theoretisch ersetzbar, praktisch nein. Keiner setzt sich freiwillig 6 Stunden in den Zug.

Besonders und da kommt es darauf an, kein Umsteiger. Dann wird nicht mehr LH geflogen, sondern AF oder BA etc. um schneller ans Ziel zu kommen.

Man könnte ja mal mit Strecken wie z.B. NUE-MUC oder STR-MUC anfangen. Auf CGN-FRA gibts auch keine Flüge mehr sondern Züge mit LH-Flugnummer. Dass niemand freiwillig von HAM nach MUC mit dem Zug anreist um dann weiter nach Punta Banana zu fliegen, ist klar.

Ich sprach von 6 Stunden!!!
Nicht MUC-NUE (wobei gerade hier ohne Bahnhof, ist der Flieger wieder die Nr.1)
Solange die Mehrheit der Deutschen keinen teuren Sprit will, kein Interesse an e-Autos hat, wird es nicht weit kommen mit dem Klimaschutz.
Beitrag vom 15.06.2021 - 16:56 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (800 Beiträge)
Man könnte ja mal mit Strecken wie z.B. NUE-MUC oder STR-MUC anfangen. Auf CGN-FRA gibts auch keine Flüge mehr sondern Züge mit LH-Flugnummer.

Das habe ich ja schon zu Beginn der Diskussion beleuchtet.

CGN - FRA wurde auf Hochgeschwindigkeit ausgebaut und damit entfiel der Flug ganz von selbst, ohne Weiteres zutun der Politik.

NUE - MUC gibt es aber noch gar nicht und hier kommen dann unsere Grünen Freunde ins Spiel. ÖPNV und Zug statt Flug ja bitte, neue Strecken oder Streckenausbau nein danke. Ökostrom ja bitte, Stromtrassen für den Ökostrom nein danke. Darf beliebig fortgesetzt werden.

STR - MUC kenne ich nicht, aber es gibt da noch so ein tolles Projekt durch die Alpen, dass genau an der Deutschen Grenze im Nichts endet, weil die Grünen seit Jahren mobil gegen die Europastrecke machen.

Es fehlt aber auch nicht nur am Ausbau, es fehlt auch an Gerät für höhere Taktung. Dafür fehlt aber dann wiederrum die Kapazität auf den Strecken, die einfach voll sind (kenne das von FRA nach NUE, da muss der ICE öfter mal wegen vorausfahrender oder entgegenkommender ICE's/Güterzüge halten und man verpasst dann seinen Anschluss am Ziel).

Dazu kommt der miserable Zustand der Züge.

An dieser Stelle hätte ich dann mal nichts dagegen, wenn man 100MRD in die Hand nimmt und unkompliziert und unbürokratisch rasch alles ausbaut und saniert. Aber das wird ein ewiges Wunschdenken bleiben.
Beitrag vom 15.06.2021 - 17:21 Uhr
Userzappa42m
User (105 Beiträge)
Wie Ein_Fliegereiint.. schon bei CGN-FRA deutlich macht erst muss das
Angebot da sein. Und zwar zuverlässig und mit einer IT die einen bei Irrops
unterstützt. Ich bin am Samstag in FRA gelandet wollte mit dem Zug weiter nach Düsseldorf. 30minuten vor Abfahrt fehlte der Wagen in dem mein reservierter Sitz war. Automatische Umbuchung des Platzes? denkste. 20Minuten vor Abfahrt wurde der Zug storniert. Automatische Umbuchung? denkste.
Den Service habe ich wenn ich den Anschlussflug nach DUS mitbuche. Also werde ich weiter fliegen.
Beitrag vom 15.06.2021 - 17:30 Uhr
UserA345
User (758 Beiträge)

Ich sprach von 6 Stunden!!!

Genau das schrieb ich doch.

Voraussetzung für die angeführten Beispiele sind immer geeignet Bahntrassen und Bahnhöfe (Fernbahnanschluss fehlt in MUC). Das wurde a) jahrelang verpennt, b) war es wirtschaftspolitisch mitunter nicht gewollt und c) kostet der Ausbau richtig €€€. Dann soll die Politik mal dafür Sorge tragen, dass in Kürze auf möglichst vielen innerdeutschen Strecken die Bahn (mit Ökostrom) eine wirklich attraktive Alternative zum Flugzeug wird.

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2021 17:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.06.2021 - 19:35 Uhr
Userneutraler Beobac..
selbstständig
User (344 Beiträge)
Das die DB in einem nicht tollem Zustand ist ist - glaube ich - Konsens. Wer daran schuld hat, ist spekulativ. Auf jeden Fall trugen die Privatisierungspläne aus den 90igern (Dürr/Mehdorn Zeit) und die Einsparorgien in dieser Zeit zu einem großen Teil zu dem heutigen Zustand bei. Und selbstverständlich die unglaubliche Bürokratie für die Realisierung von Projekten (z.B. Neubaustrecke Erfurt - Nürnberg, auf der die Bauarbeiten fast 10 Jahre ruhten!).

Jedoch ganz so schlecht wie hier dargestellt ist die Bahn dann doch nicht.

@ein_Fliegerinter... schrieb oben: "FRA - NUE krebst bei vergleichbarer Distanz über 2 Stunden". Ich glaube mit dem Flieger schafft man es nicht, von Zentrum zu Zentrum, in 2 Stunden zu kommen. Und ich glaube darum geht es in dem Artikel. Reisen von Endpunkt zu Endpunkt in Deutschland und nicht um Anschlussflüge über einen Hub.

So kommt man zwar.B. mittlerweile von Berlin aus in fast alle wichtigen deutschen Metropolen (ja selbst nach München) in der Regel schneller von Zentrum (HbF) zu Zentrum. Und mit BahnCard 1.Klasse ist das sogar recht angenehm und auch nicht teurer als ein Flugticket.
Allerdings z.B. von Hamburg nach München trifft das nicht zu und da verstehe ich jeden der den Flug nimmt.

Es wäre daher zu wünschen, dass die deutsche Politik es mit Ihren Ankündigungen diesmal wirklich ernst meint und auch ernst macht, mit der schnellen und unbürokratisch Umsetzung. Und ja, da sind such die Grünen gefragt bzw. in der Verantwortung.
Beitrag vom 15.06.2021 - 21:47 Uhr
UserCS-TTP
User (3 Beiträge)
Ha, noi! Ich kann nicht für "die Deutschen" sprechen, aber ich hätte mir gerne bereits 2004 einen elektrischen gekauft. Nur: es gab halt keine. 2008 das erste Mal im Toyota Hybrid Taxi gesessen. Ich dachte: Okay! 2014 brauchte ich dann ein Fahrzeug für vier Erwachsene von 1,80 - 1,90 m und mit einer Reichweite von gut 600 km. Also rund 5 Stunden Fahrzeit ohne Tanken bis zum Ziel. Es wurde wieder kein elektrischer, sondern ein Benziner, kein Diesel - hier einen schönen Gruß an die VW-Betrogenen! Ich habe eine Garage gemietet und kann leider weder dort noch auf der Straße Tanken. Also benötige ich eine Reichweite von rund 200.000 km "Ironie aus".

Nö, ich mache das micht zu meinem persönlichen Problem. Entweder gibt es ein akzeptables Angebot, oder eben nicht.

In den 2000ern und 2010ern war ich beruflich und privat rund 70.000 km pro Jahr unterwegs, die Hälfte bis 2/3 per Bahn. Und Hamburg z.B. geht beruflich per Bahn leider gar nicht. Es werden nur 9 Arbeitsstunden pro Tag anerkannt. An einem Tag hin und zurück geht nur per Flugzeug. Übernachtung genehmigt der Arbeitgeber nicht. So?

1990 durfte ich beruflich first class mit dem TGV Atlantique von Paris nach Nantes fahren. Kostete soviel wie ein Flugticket. Das war eine interessante bodengebundene Alternative. Ob das energetisch günstiger war? Ich habe Zweifel. Die Strahlung liegt noch im Endlager.

Im Denken empfehle ich , von S/W mal auf Farbe umzuschalten.

Und nur zur Info: ich fahre mit dem Fahrrad ins Büro und die Wohnung braucht 1/10 der thermischen Energie, die mein Schulkamerad in seinem Haus verbrät, obwohl gedämmt.
Das Auto wird privat genutzt und nur am Wochenende und i.d.R. Langstrecke, aus familiären Gründen.

Den elektrischen Energiebdarf konnte ich seit 2007 um 40% senken. Mehr geht eigentlich nicht.

Und warum soll ich Fliegen jetzt blöd finden und wer sagt, Klimaschutz sei mir egal? Die Familie lebt halt leider im Ausland, 3.000 km entfernt.

Ich glaube nicht, dass an e-Autos kein Interesse besteht. Sind halt noch zu teuer und mann kann sie kaum Laden.

Als Physiker frage ich mich natürlich auch, was damit letztendlich gewonnen ist. Solange ich damit zum Zigaretten holen fahre - nichts!




Ich sprach von 6 Stunden!!!
Nicht MUC-NUE (wobei gerade hier ohne Bahnhof, ist der Flieger wieder die Nr.1)
Solange die Mehrheit der Deutschen keinen teuren Sprit will, kein Interesse an e-Autos hat, wird es nicht weit kommen mit dem Klimaschutz.
Beitrag vom 15.06.2021 - 23:26 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Nur mal eine kleine Anmerkung:

Die Lufthansa (und natürlich auch andere Airlines) ist evtl. auch deswegen so beliebt weil sie dort hingeht und dort investiert wo die Nachfrage ist und nicht irgendwo hin wos keiner merkt.

Bei der Deutschen Bahn ist das nämlich leider so.

Z.B. platzen die S-Bahnen München und Stuttgart seit Jahrzehnten aus allen Nähten und fahren auf Verschleiß bzw. Flickwerk und werden das auch für die kommenden Jahrzehnte tun wobei aus politischen Gründen für zig. Mrd. Euro ICE-Strecken durch die Pampa gebaut werden und das entsprechende rollende Material was am Ende eh nur relativ wenige nutzen gekauft wird.

Schon möglich dass VDE 8 ganz tolle Signaltechnik hat und Leipzig hat auch einen hammer Bahnhof, keine Frage.
Die Strecke Berlin-München nutzen pro Tag allerdings nicht mal 10.000 Menschen und in Leipzig aus/einsteigen tun davon vielleicht ein paar hundert sofern er dort überhaupt hällt wärend in München fast 1.000.000 Menschen (!) pro Tag die S-Bahn nutzen.

(Dabei fällt ein weiteres Problem auf: Deutschland ist zu kleingliedrig für Expresszüge à la Japan wo mal eben zwei Stationen über 10 Mio. Menschen verbinden aber das ist wieder was anderes)

Solange die Politik bei der Bahn irgendwas zu melden hat, und sie hat heute ziemlich viel zu melden, wird dieses Verkehrssystem nicht wettbewerbsfähig funktionieren.

Egal ob mit CSU oder ohne, die Bahn war auch schon vor CSU Verkehrsministern und vor der vermeintlichen Privatisierung scheiße.
(u.a. hätt Deutschland deswegen fast den Frankreichfeldzug im WK2 verloren, wer sich dafür interessiert kann die genaue Geschichte auf Wiki nachlesen aber nur soviel: wer konnte der ist auch damals schon geflogen und das bei einer wesentlich schlechteren Sicherheitsbilanz als heute)

Die Privatisierung und Liberalisierung, also tatsächlich und nicht nur formal, hat die Luftfahrt so gut gemacht wie sie heute ist.

Natürlich haben die staatlich finanzierte Grundlagen wie auch teilweise die Infrastruktur das ermöglicht aber der Betrieb UND AUSBAU der Infrastruktur wurde privat und/oder regional durch Städte und/oder Bundesstaaten/länder bewältigt und tun das weiterhin.

Letzteres ist besonders wichtig, man sieht das auch ziemlich deutlich an den städtisch organisierten ÖPNV Systemen und dem "aus Berlin organisierten" ÖPNV also der DB.

(Das hat evtl. auch damit zu tun dass regionale Entscheidungsträger eher Verantwortung für ihre Entscheidugen übernehmen müssen das die Entscheidungsträger irgendweiner Zentralregierung irgendwo weit weg aber das hat mit dem Thema wirklich nichts zu tun)

Wer glaubt dass der Stuttgarter Regionalverkehr und die damit verbundenen Investitionen, betrieblichen Abläufe, Schwerpunktsetzungen etc. aus Berlin gesteuert werden sollten der hat den Schuss noch nicht gehört.

Weder kann Berlin zentral die Heizungen im ganzen Land steuern, so wie das in der DDR der Fall war, noch kann Berlin in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Krisensituation irgendwas auf die Reihe bekommen, so wie wir das seit Anfang 2020 sehn.
Beitrag vom 15.06.2021 - 23:40 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Bevor mir die Eisenbahn-Kids jetzt die Wörter im Munde verdrehen:

Liberalisierung ist nicht automatisch Privatisierung

Es würde schon reichen wenn die Betroffenen ihre Infrastruktur selbst planen, bauen und betreiben (und bewachen) dürfen.

Ob das jetzt durch die öffentliche Hand, also Gemeinden, Landkreise oder Bundesländer oder durch private Unternehmen oder eine Kombination bzw. Kooperation aus beidem geschieht ist im Grunde egal.

Die Gemeinden/Städte haben in vielen Fällen gezeigt was sie können, so viel Leistung aus so wenig Geld zu generieren würde eine staatliche Bahn nie hinbekommen.

Die Privaten sind aber auch nicht schlecht solange sie die Infrastruktur nur betreiben, ich sag nur Agilis usw. usw. usw. aber auch mit Infrastruktur kann es in starken Märkten wie der Eurotunnel/ Eurostar und Italo (beide Expresszüge in einem verglichen mit Deutschland grundverschiedenen d.h. zentralisierten Umfeld MIT NACHFRAGE) funktionieren.
Beitrag vom 16.06.2021 - 00:33 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (800 Beiträge)
@ein_Fliegerinter... schrieb oben: "FRA - NUE krebst bei vergleichbarer Distanz über 2 Stunden". Ich glaube mit dem Flieger schafft man es nicht, von Zentrum zu Zentrum, in 2 Stunden zu kommen. Und ich glaube darum geht es in dem Artikel. Reisen von Endpunkt zu Endpunkt in Deutschland und nicht um Anschlussflüge über einen Hub.

Das klappt aber ja nur so lange man auch im Zentrum wohnt. Ist mir klar, wenn ich am Hauptbahnhof in Frankfurt wohne und mein Ziel am Hauptbahnhof in Nürnberg, dass ich mit 2 Stunden hinkomme. Aber der used case ist doch ein wenig anders. Das muss man schon ganzheitlich betrachten. Aus der Vorstadt kommt man weder in 5 Minuten zum Hbf noch zum Flughafen. Gibt sich am Ende nicht viel.

Zu meinem Beispiel: FRA Fernbahnhof - NUE Hbf mit dem Zug dauert 2h5 bis 2h20.

FRA - NUE - NUE Hbf. nicht viel länger: ca. 60 Minuten für vom Check-In bis zum los rollen. Flugzeit inkl. rollen in FRA und NUE ca. 35 Minuten. 15 Minuten von NUE zur U-Bahn NUE, 10-20 Minuten mit der U-Bahn zum NUE Hbf. Macht 2h bis 2h10.

So meine Erfahrung.

Beide Optionen wenn alles glatt geht. Hier geht aber beim ICE leider ziemlich oft was in die Hose.
Beitrag vom 16.06.2021 - 08:57 Uhr
Userneutraler Beobac..
selbstständig
User (344 Beiträge)
Nur mal eine kleine Anmerkung:

Die Lufthansa (und natürlich auch andere Airlines) ist evtl. auch deswegen so beliebt weil sie dort hingeht und dort investiert wo die Nachfrage ist und nicht irgendwo hin wos keiner merkt.


Wo (ausser Terminal 2 in MUC) hat die LH 'selber investiert' (wo keiner hingeht?)?

Bei der Deutschen Bahn ist das nämlich leider so.

Was ist 'da so'?

Z.B. platzen die S-Bahnen München und Stuttgart seit Jahrzehnten aus allen Nähten und fahren auf Verschleiß bzw. Flickwerk und werden das auch für die kommenden Jahrzehnte tun wobei aus politischen Gründen für zig. Mrd. Euro ICE-Strecken durch die Pampa gebaut werden und das entsprechende rollende Material was am Ende eh nur relativ wenige nutzen gekauft wird.


Wurden nicht auch viel 'Landrats-Airports' in die 'Pampa' gebaut (nicht von LH & Co. - die da NICHT hingehen!?

Schon möglich dass VDE 8 ganz tolle Signaltechnik hat und Leipzig hat auch einen hammer Bahnhof, keine Frage.
Die Strecke Berlin-München nutzen pro Tag allerdings nicht mal 10.000 Menschen und in Leipzig aus/einsteigen tun davon vielleicht ein paar hundert sofern er dort überhaupt hällt wärend in München fast 1.000.000 Menschen (!) pro Tag die S-Bahn nutzen.

10.000 Menschen die nicht fliegen, ist doch schon mal eine tolle Sache. Und wieviel Millionen nutzen täglich die S- Bahn in Berlin? Also das hat München nicht exklusiv... .

(Dabei fällt ein weiteres Problem auf: Deutschland ist zu kleingliedrig für Expresszüge à la Japan wo mal eben zwei Stationen über 10 Mio. Menschen verbinden aber das ist wieder was anderes)

Hier gebe ich Ihnen völlig recht, was aber einer vernünftigen, gut den Gegebenheiten angepassten Ertüchtigung der Bahn nicht entgegenspricht.

Solange die Politik bei der Bahn irgendwas zu melden hat, und sie hat heute ziemlich viel zu melden, wird dieses Verkehrssystem nicht wettbewerbsfähig funktionieren.

Die Politik hatte und hat noch immer bei der Bahn viel zu melden (SEIT dem Ende des 2.WK (den Sie hier völlig sinnfrei ins Spiel - siehe weiter unten - brachten). Das war im übrigen bei der LH früher auch der Fall - bis Sie privatisiert wurde. Das hat, zumindest bis zu dem Zeitpunkt ab dem LH und Co. das "Race to the Bottom" Spiel begannen mitzuspielen, gut geklappt. Bei der Bahn hat der Privatosierungsversuch unter Dürr/Mehdorn jedoch nur Schaden angerichtet, da völlig falsche Zeilrichtung. Das Beispiel Groß Britannien hätte man sich da durchaus vorher mal anschauen sollen. Seitdem hat die Bahn mit den damals verursachten Schäden zu kämpfen. Und - und da haben Sie sicher auch Recht - damit, dass Sie (wieviele andere Gremien etc.) als "Altersparkposition" für (un)fähige Politiker*Innen missbraucht wird. Die von der Materie keine Ahnung haben.

Egal ob mit CSU oder ohne, die Bahn war auch schon vor CSU Verkehrsministern und vor der vermeintlichen Privatisierung scheiße.
(u.a. hätt Deutschland deswegen fast den Frankreichfeldzug im WK2 verloren, wer sich dafür interessiert kann die genaue Geschichte auf Wiki nachlesen aber nur soviel: wer konnte der ist auch damals schon geflogen und das bei einer wesentlich schlechteren Sicherheitsbilanz als heute)

Die Privatisierung und Liberalisierung, also tatsächlich und nicht nur formal, hat die Luftfahrt so gut gemacht wie sie heute ist.

Nunja, wie schon oben erwähnt: mit der Privatisierung (bei der im übrigen sehr viel Staats- also Volksvermögen quasi verschenkt wurde) wurde LH tatsächlich besser. Wenn ich mir allerdings die heutigen Leistungen für die Paxe, die Einsparungen/ bzw. Streichungen beim Service, das Outsourcing von Dienstleitungen an Billigheimer (und deren Leistungen für die Paxe), die Platzverhältnisse im Flugzeug etc. anschaue, dann finde ich Ihre Aussage schon sehr gewagt.

Natürlich haben die staatlich finanzierte Grundlagen wie auch teilweise die Infrastruktur das ermöglicht aber der Betrieb UND AUSBAU der Infrastruktur wurde privat und/oder regional durch Städte und/oder Bundesstaaten/länder bewältigt und tun das weiterhin.

Wie in der Regel auch der Ausbau der Infrastruktur z.B. für die Anbindung eines Flughafens auch.

Letzteres ist besonders wichtig, man sieht das auch ziemlich deutlich an den städtisch organisierten ÖPNV Systemen und dem "aus Berlin organisierten" ÖPNV also der DB.

DB und ÖPNV sind zwei völlig verschiedene Dinge. Die DB betreibt (teilweise) - nach der Ausschreibung und Gewinn dieser in vielen Städten im Auftrag DER STÄDTE/REGIONEN den ÖPNV, und nicht der Bund. Genauso viel ÖPNV wird aber mittlerweile auch von privaten Betreibern bedient. Das ist Fakt.

(Das hat evtl. auch damit zu tun dass regionale Entscheidungsträger eher Verantwortung für ihre Entscheidugen übernehmen müssen das die Entscheidungsträger irgendweiner Zentralregierung irgendwo weit weg aber das hat mit dem Thema wirklich nichts zu tun)

S.o..

Wer glaubt dass der Stuttgarter Regionalverkehr und die damit verbundenen Investitionen, betrieblichen Abläufe, Schwerpunktsetzungen etc. aus Berlin gesteuert werden sollten der hat den Schuss noch nicht gehört.

Werfen Sie ja nicht.

Weder kann Berlin zentral die Heizungen im ganzen Land steuern, so wie das in der DDR der Fall war, noch kann Berlin in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Krisensituation irgendwas auf die Reihe bekommen, so wie wir das seit Anfang 2020 sehn.

Für Ihren öfteren DDR "Vergleiche" sind Sie ja bekannt. Die sind aber, mit Verlaub, meistens völlig deplatziert, noch haben die Verhältnisse und Zustände in der DDR GLÜCKLICHERWEISE nicht das Geringste mit den Zuständen in der heutigen BR Deutschland zu tun.
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