Die im November 2024 vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah zeigt Risse: Israel hat am Freitag und Dienstag wieder gegnerische Stellungen im Libanon angegriffen. Trotzdem starten auch aus Europa inzwischen wieder Linienflüge in den Libanon.
"Der Waffenstillstand (...) hat die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah verringert", stellt die EASA in einer neuen Lagebewertung fest. "Obwohl in letzter Zeit Verstöße gegen die Waffenruhe zu beobachten waren, war der internationale Flughafen Beirut nicht unmittelbar von Militäroperationen betroffen."
Die europäische Luftfahrtbehörde sieht weiter "Restrisiken". Anflüge auf Beirut "über dem Meer in Zusammenarbeit mit der Flugsicherung vor Ort" hält die EASA aber für vertretbar. Das Risiko für eine "Fehlidentifikation" ziviler Flüge sei unter diesen Voraussetzungen "ausreichend gemindert".
Lufthansa hatte in der Nahost-Krise die Linien nach Tel Aviv, Teheran und Beirut über Monate auf Eis gelegt. Inzwischen fliegt der Konzern wieder regelmäßig nach Israel und in den Iran - und hat auch erste Linien in den Libanon wieder hergestellt.
Eurowings fliegt, wie auch der Konkurrent Condor, seit einigen Tagen wieder aus Düsseldorf und Berlin nach Beirut.
Während der Airbus A320 vom BER sein Ziel am vergangenen Freitag nach 3:21 Stunden Flugzeit erreichte, brach die später gestartete A320neo aus Düsseldorf den Landeanflug auf Beirut offenbar wegen der israelischen Militäroperation ab - und wich nach Zypern aus.
Die Crew habe die Umleitung mit einer beim Start nicht absehbaren Entwickung erklärt, sagte ein Passagier des Flugs aero.de.
© aero.de | Abb.: Eurowings | 02.04.2025 09:25







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