Norwegen und NH Industries, ein Konsortium aus Airbus und Leonardo, legen einen Dauerstreit um 14 NH90 bei.
Norwegen hatte die Maschinen 2001 für Küstenmissionen bestellt, erste Hubschrauber konnte NH Industries aber erst zehn Jahre später ausliefern. Richtig warm wurden die Norweger mit dem Modell nie, 2022 kippte die Stimmung endgültig.
"Egal wie viele Technikerstunden oder Ersatzteile wir reinstecken, die NH90 wird nie die Anforderungen der norwegischen Streitkräfte erreichen", zog der damalige norwegische Verteidigungsminister Bjorn Arild Gram die Reißleine.
Die Frustgrenze war da lange erreicht - statt 3.900 Flugstunden pro Jahr brachte es die NH90-Flotte in Norwegen nur auf rund 700 Einsatzstunden in der Luft. Als Ersatz hat Norwegen SH-60R Seahawk bei Sikorsky bestellt.
Höhere Betriebskosten als die F-16
Das Modell entpuppte sich auch für andere Verwender als teurer Fehlkauf: Belgien und Australien stiegen bei der NH90 ebenfalls wieder aus. Eine Flugstunde mit der wartungsintensiven NH90 sei effektiv teurer gewesen als eine F-16-Flugstunde, wetterte Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken im Sommer gegen den NATO-Heli.
NH Industries nimmt die 14 NH90 von Norwegen jetzt zurück - und überweist dafür 375 Millionen Euro nach Oslo.
© aero.de | Abb.: Airbus | 08.11.2025 06:52







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