Der etwa zehnminütige Ausflug führt die Kunden auf eine Höhe von rund 100 Kilometern, inklusive einer kurzen Phase der Schwerelosigkeit. Die Rakete startet in der texanischen Wüste bei Van Horn und fliegt weitgehend automatisiert. Der Ausflug könnte sich noch kurzfristig verschieben.
Die Blue-Origin-Raketenflüge für zahlungskräftige Kunden stehen vor allem wegen ihres geringen wissenschaftlichen Nutzens, der Wirkung auf Umwelt sowie des elitären Charakters in der Kritik. Es handle sich um unnötigen Weltraumtourismus für Superreiche, lautet der Vorwurf.
Benthaus, die als Ingenieurin bei der europäischen Raumfahrtbehörde Esa arbeitet, und der frühere Raumfahrt-Ingenieur Hans Königsmann wollen gemeinsam mit den US-Unternehmern Joey Hyde, Neal Milch, Adonis Pouroulis und Jason Stansell an dem Flug mit der Rakete "New Shepard" teilnehmen.
Königsmann hatte bis 2021 bei der Konkurrenz von Blue Origin gearbeitet - dem Raumfahrt-Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk. Die gebürtige Kielerin Benthaus ist seit einem Mountainbike-Unfall querschnittsgelähmt. Ein Nilpferd-Stofftier, das sie nach dem Unfall im Krankenhaus dabeihatte, will sie nun auch mit ins All nehmen.
Sie sei schon vom Weltraum fasziniert, seit sie als Kind "Star Wars" gesehen habe, sagte die 33-Jährige im Vorfeld.
Blue Origin bietet die Kurztrips für Touristen, die nach einem ganz besonderen Ausflug suchen, seit einigen Jahren an. Rund ein Dutzend Starts gab es bisher. Etwa 80 zahlungskräftige Kunden waren den Angaben zufolge bisher an Bord, unter anderem die Musikerin Katy Perry und der Schauspieler William Shatner. Beim ersten Flug 2021 war Gründer Bezos selbst dabei. Zu den genauen Kosten für ein Ticket äußert sich das Unternehmen nicht.
© dpa | 16.12.2025 14:50







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