Bis zu 2,5 Milliarden Euro
Älter als 7 Tage
Kosten bei BER-Umbau für Bundesregierung steigen
BERLIN - Der Ausbau des Regierungsbereichs am Hauptstadtflughafen BER wird nach einem Medienbericht sehr viel teurer als geplant.
Das Provisorium hält - Regierungsmitglieder und Staatsgäste reisen am BER seit Oktober 2020 über ein 70 Millionen Euro teures Interimsterminal ein und aus. Den Neubau eines repräsentativen Protokollterminals hatte die damalige Bundesregierung 2022 aus Kostengründen verworfen.
Der Ausbau des Regierungsbereichs steht aber weiter auf der Tagesordnung - und wird erheblich teurer: 1,7 Milliarden Euro statt 340 Millionen Euro, vielleicht sogar bis zu 2,5 Milliarden Euro. Über den neuen Kostenrahmen berichtet die
"Bild" unter Berufung auf Unterlagen der Immobilien-Bundesanstalt.
Größter Kostentreiber sei ein auf knapp 60 Hektar verdoppelter Platzbedarf für den Umzug der Flugbereitschaft an den BER. Die Regierungsflotte soll bis 2038 von Köln an den Hauptstadtflughafen verlegt werden.
© dpa | 18.12.2025 06:51
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Beitrag vom 19.12.2025 - 07:13 Uhr
@diver
Schließlich sollte es auf der Hand liegen, dass es keinen Sinn macht die Flugbereitschaft in Köln zu haben, wenn die Regierung in Berlin sitzt.
Gar so einfach ist das nicht. Der Transport von Regierungsmitgliedern und militärischer Führungsebene ist zwar die bekannteste Aufgabe der FlBschft, aber nicht die einzige.
Mit der "grauen Flotte" (A321LR) und Teilen der "weißen Flotte" (A319, A321-200) werden auch Soldaten, Material und Verwundete transportiert, außerdem wird der deutsche Anteil der MMU (3 A330 MRTT Tanker in Köln) von der FlBschft bereedert.
Da die meisten Bedarfsträger für den militärischen Lufttransport in Westdeutschland sitzen (v.a. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das westliche Mitteldeutschland), ist der Standort Köln eigentlich schon sinnvoll, zumindest für diesen Aufgabenbereich.
Dieser Beitrag wurde am 19.12.2025 07:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.12.2025 - 22:17 Uhr
Na gut, da wäre doch auch interessant zu wissen, mit welchen Kosteneinsparungen man dafür in Köln rechnet, um das überhaupt bewerten zu können?!
Die größten Kosteneinsparungen dürften nicht in Köln anfallen, sondern durch den Wegfall der Transferflüge entstehen (die Maschine fliegt leer von Köln nach Berlin, absolviert die Politikerreise und fliegt dann wieder leer zurück nach Köln). Vom ökologische Irrsinn dieses Konstrukts ganz zu schweigen.
Interessant in diesem Zusammenhang wäre aber, ob die Mehrkosten ausschließlich auf den Umzug der Flugbereitschaft zurückzuführen sind, oder ob man die Gelegenheit nutzt die ein oder andere Sonderlocke für das Regierungsterminal darin zu "verstecken".
Und warum war der Umzug der Flugbereitschaft bisher nicht "eingepreist"? Schließlich sollte es auf der Hand liegen, dass es keinen Sinn macht die Flugbereitschaft in Köln zu haben, wenn die Regierung in Berlin sitzt.
Beitrag vom 18.12.2025 - 08:04 Uhr
Na gut, da wäre doch auch interessant zu wissen, mit welchen Kosteneinsparungen man dafür in Köln rechnet, um das überhaupt bewerten zu können?!
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Schließlich sollte es auf der Hand liegen, dass es keinen Sinn macht die Flugbereitschaft in Köln zu haben, wenn die Regierung in Berlin sitzt.
Gar so einfach ist das nicht. Der Transport von Regierungsmitgliedern und militärischer Führungsebene ist zwar die bekannteste Aufgabe der FlBschft, aber nicht die einzige.
Mit der "grauen Flotte" (A321LR) und Teilen der "weißen Flotte" (A319, A321-200) werden auch Soldaten, Material und Verwundete transportiert, außerdem wird der deutsche Anteil der MMU (3 A330 MRTT Tanker in Köln) von der FlBschft bereedert.
Da die meisten Bedarfsträger für den militärischen Lufttransport in Westdeutschland sitzen (v.a. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das westliche Mitteldeutschland), ist der Standort Köln eigentlich schon sinnvoll, zumindest für diesen Aufgabenbereich.
Dieser Beitrag wurde am 19.12.2025 07:14 Uhr bearbeitet.
Die größten Kosteneinsparungen dürften nicht in Köln anfallen, sondern durch den Wegfall der Transferflüge entstehen (die Maschine fliegt leer von Köln nach Berlin, absolviert die Politikerreise und fliegt dann wieder leer zurück nach Köln). Vom ökologische Irrsinn dieses Konstrukts ganz zu schweigen.
Interessant in diesem Zusammenhang wäre aber, ob die Mehrkosten ausschließlich auf den Umzug der Flugbereitschaft zurückzuführen sind, oder ob man die Gelegenheit nutzt die ein oder andere Sonderlocke für das Regierungsterminal darin zu "verstecken".
Und warum war der Umzug der Flugbereitschaft bisher nicht "eingepreist"? Schließlich sollte es auf der Hand liegen, dass es keinen Sinn macht die Flugbereitschaft in Köln zu haben, wenn die Regierung in Berlin sitzt.