NASA-Mondmission
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Artemis-2-Crew macht sich auf den Weg zurück zur Erde

Mond und Erde
Mond und Erde, © NASA

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HOUSTON - Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mondmission sind auf dem Weg nach Hause. Ihre Kapsel "Orion" habe den Punkt passiert, an dem die Schwerkraft der Erde wieder stärker auf das Raumschiff wirke als die des Mondes, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in der Nacht auf Mittwoch mit.

In der Nacht zum Samstag (MESZ) soll die Crew - bestehend aus den US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und dem Kanadier Jeremy Hansen - im Pazifik wieder auf der Erde aufkommen.

Auf dem Weg unterhielten sich die vier in einer Audio-Schalte noch für einige Minuten mit den derzeit auf der Internationalen Raumstation ISS stationierten Astronauten. Die ISS-Astronautin Jessica Meir fragte ihre Kollegin Koch wie sie Mond und Erde aus der "Orion"-Perspektive erlebt habe. "Ich habe nicht nur die Schönheit der Erde bemerkt, sondern auch, wie viel Dunkelheit drumherum war und das hat es noch viel mehr besonders gemacht."

2019 hatten Meir und Koch gemeinsam den ersten ausschließlich mit Frauen besetzten ISS-Außeneinsatz absolviert. "Jessica, ich hatte immer gehofft, dass wir mal wieder gemeinsam im Weltraum sein würden, aber ich hätte nie gedacht, dass es so sein würde", sagte Koch.

"Immer Platzproblem" in "Orion"

"Artemis 2"-Astronaut Glover berichtete von den im Vergleich zur ISS noch einmal deutlich eingeschränkteren Platzverhältnissen. "Alles, was wir machen, fängt grundsätzlich immer erst mal mit einem Platzproblem an."

Artemis-2-Crew passiert den Mond, © XSL
 
Die vier "Artemis 2"-Astronauten sind die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes. Sie waren in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der "Orion"-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben und dann um den Mond herumgeflogen. Dabei entfernten sie sich auch weiter von der Erde als jemals Menschen zuvor.
© dpa, aero.de | Abb.: NASA | 08.04.2026 06:30

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Beitrag vom 08.04.2026 - 21:20 Uhr
Ja, das macht einem die Dimension des Problems Raumfahrt mal wieder so richtig bewusst.
Da steht eine 2600t schwere SLS auf der Startrampe, die es nur schafft, Orion in eine elliptische Umlaufbahn um die Erde zu bringen.
Danach übernimmt der kleine Motor im ESA Service Modul die minimale Rest-Beschleunigung in die Transferbahn zum Mond.
Und dann sind 99% des Treibstoffs der SLS + Service Modul insgesamt verbraucht. Mehr als kleine Kurskorrekturen oder minimale Anpassungen der Geschwindigkeit im Bereich von ein paar m/s sind für den gesamten Rest der Reise nicht mehr drin ...

Fun Fact am Rande:
Der im Artemis 2 Service Modul verbaute Motor ist ein AJ10-190  https://en.wikipedia.org/wiki/AJ10 der schon bei den Shuttles als Orbital-Motor verbaut war.
 https://en.wikipedia.org/wiki/Orbital_Maneuvering_System#/media/File:OMS_pod.jpg
Dieser konkrete Motor war bereits mehrmals mit dem Shuttle Atlantis im All, bevor er ins ESA Service Modul verbaut wurde.


Dieser Beitrag wurde am 09.04.2026 06:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.04.2026 - 19:50 Uhr
"macht sich auf den Weg zur Erde" - das klingt fast so, also ob irgendwer, irgendwas an der Flugbahn ändern könnte - seit dem Zünden der Triebwerke um aus dem Erdorbit in Richtung Mond zu beschleunigen, ist die Crew nur noch Passagier. Die Mission ist so ausgelegt, dass die Kapsel ohne weitere Schubphasen am Samstagmorgen im Pazifik wassert. Das Triebwerk des ESM kann maximal für kleine Korrekturen der Bahn verwendet werden.


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