Asiana verlässt Star Alliance
Älter als 7 Tage

Lufthansa richtet Strategie für Südkorea neu aus

Asiana Airbus A350-900
Asiana Airbus A350-900, © Airbus

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FRANKFURT - Asiana Airlines geht in Korean Air auf und verlässt die Star Alliance. Das Bündnis verabschiedet Asiana Airlines noch vor Jahresende. Lufthansa verliert einen wichtigen Partner in Seoul. Der Konzern passt seine Strategie für Südkorea an, bucht Passagiere auf Korean Air um - und knüpft neue Banden.

SAS wechselte von Star Alliance ins SkyTeam, ITA Airways gerade in Gegenrichtung - die Konsolidierung bricht Allianzstrukturen im Weltluftverkehr auf. Nächster Stopp: Südkorea.

Asiana Airlines wird die Star Alliance am 16. Dezember 2026, 23:59 Uhr koreanischer Standardzeit, nach 23 Mitgliedsjahren offiziell verlassen, teilte Lufthansa mit. Asiana Airlines mit Hauptsitz in Seoul wird von Korean Air geschluckt und fliegt künftig für SkyTeam. 

Kunden, die in einem Vielfliegerprogramm einer Star Alliance-Mitgliedsfluggesellschaft registriert sind, können noch Meilen auf von Asiana Airlines durchgeführten Flügen sammeln, die am oder vor dem 15. Oktober 2026 starten. Noch bis zum Exit-Termin löst Asiana Airlines zudem Star-Alliance-Meilen für Upgrades ein.

Nach dem Ausscheiden von Asiana Airlines aus der Star Alliance werden laut Lufthansa weiterhin 14 Star-Alliance-Mitgliedsfluggesellschaften weiterhin zum und vom Incheon International Airport fliegen, darunter Air Canada, Air China, Air India, Air New Zealand, EVA Air, Ethiopian Airlines, Lufthansa, LOT Polish Airlines, Swiss, Singapore Airlines, Shenzhen Airlines, Thai Airways, Turkish Airlines und United.

"Heute führen diese Mitgliedsfluggesellschaften monatlich mehr als 1.900 Direktflüge vom Incheon International Airport zu 29 Zielen weltweit durch", erklärte Lufthansa. Ab dem 17. Dezember 2026 wird Star Alliance aus 25 Mitgliedsfluggesellschaften bestehen.

Die Lufthansa Group hat sich nach eigenen Angaben "frühzeitig" auf diesen Übergang vorbereitet, um die Kontinuität für die Kunden zu gewährleisten - einschließlich einer "Umbuchung bestehender Tickets auf Korean Air ab September 2026". Gleichzeitig passt der Kranichkonzern seine Marktstrategie in Korea an.

Lufthansa arbeitet mit Jeju Air und Korail zusammen

"Da die überwiegende Mehrheit unserer Passagiere Seoul als Endziel ansteuert, liegt der Fokus auf der Aufrechterhaltung eines starken und attraktiven Angebots durch eine Kombination aus Flug- und Bodenanbindungen, einschließlich des fortgesetzten Lounge-Zugangs am Flughafen Incheon und verbesserter Inlandsverbindungen innerhalb Koreas", so Lufthansa.

Dies habe zu einer Vertiefung der Partnerschaft mit Jeju Air sowie zum Aufbau einer intermodalen Partnerschaft mit Korail, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Südkoreas, geführt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 23.06.2026 09:46

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