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Airbus nimmt sich bis 2029 deutlich mehr Gewinn vor

Guillaume Faury
Guillaume Faury, © Airbus

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LONDON - Airbus will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Vor allem das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets soll dazu beitragen, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) auf 12 bis 13 Milliarden Euro steigt. Airbus plant dafür auch konkrete Produktverbesserungen.

Für 2026 hat Konzernchef Guillaume Faury rund 7,5 Milliarden im Auge. So will Airbus binnen drei Jahren fünf Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Außerdem denkt das Management über eine extralange Version des Großraumjets A350 nach.

Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller und Zulieferer seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt.

Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen: Die Airbus-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um mehr als zwei Prozent zu.

Airbus sitzt in seinem Kerngeschäft mit Passagierjets auf prallvollen Auftragsbüchern. Vor allem wegen Engpässen bei Zulieferern wie Triebwerksbauern kommt der Konzern kaum hinterher, die starke Nachfrage der Fluggesellschaften nach seinen Flugzeugen zu stillen. So musste Faury die ehrgeizigen Produktionsziele für die meistgefragte Flugzeugfamilie A320neo wiederholt in die Zukunft verschieben.

Dafür zuständig ist seit diesem Jahr der neue Spartenchef Lars Wagner. Der Manager hatte zuvor den Chefposten beim deutschen Triebwerksbauer MTU aufgegeben. Binnen drei Jahren soll er den bereinigten operativen Gewinn der Sparte auf etwa zehn Milliarden Euro nach oben treiben. Das wäre fast doppelt so viel wie noch 2025.

Wagner rechnet sich für die kommenden Jahre bei den Passagierjets teils deutlich höhere Margen aus. So ist Airbus mit seiner Modellfamilie A320neo Marktführer bei den Mittelstreckenjets und will die Produktion der Reihe bis 2027 auf monatlich 70 bis 75 Maschinen steigern.

Danach solle sie erst einmal bei 75 bleiben, bevor man über weitere Steigerungen nachdenke, sagte Wagner. Der kleinere Airbus A220 soll im Jahr 2028 mit einer Produktion von dann 13 Stück pro Monat die Gewinnschwelle erreichen.

Höhere Standardisierung in der A320neo-Familie

Die A321neo, das aktuell absatzstärkste und kommerziell wichtigste Airbus-Modell, wird mit Technik aus der A321XLR aufgewertet. Das Paket "STEP4" (Synchronized Targeted Embodiment Point) bringt A320neo, A321neo und A321XLR technisch enger zusammen.

Die A321neo übernimmt dabei die elektronische Seitenrudersteuerung und die inneren, einteiligen Flaps der von der A321XLR. Die Modi der Flugsteuerung werden angeglichen, die A321neo erhält zudem ein neues Flight-Data-Management Unit. Diese Änderungen und E-Ruder will Airbus mit etwas Versatz auch in der A320neo einführen.

In der vorderen A321neo-Kabine zieht Airbus - wie in der A321XLR - eine getrennte Temperaturzone ein. Quer über die A320neo-Modellfamilie führt Airbus einen neuen Lufteinlass für die APU ("Cobra Duct") und Titansitzschienen ein, die ein latentes Korrosionsproblem abstellen sollen.

Die Standardisierungen sollen helfen, im A320neo-Programm stabil über jährliche Produktionsraten von 1.000 Flugzeugen zu kommen, teilte Airbus am Dienstag mit.

Airbus prüft noch A350-Doppelstretch

Größere Chancen als bislang wittert Wagner im Markt der Großraumjets für die Langstrecke, bei denen der kriselnde Konkurrent Boeing aus den USA bisher den größeren Teil des Marktes beherrscht. Gerade für den Airbus A350 sehe er die Chance, die Produktion künftig weit über die für 2028 geplanten 12 Maschinen pro Monat zu steigern.

Es gebe eine große Nachfrage nach diesen Maschinen, sagte Wagner. "Wir müssen in der Lage sein, den Kunden frühere Slots anzubieten." Zudem prüfe Airbus die Entwicklung einer verlängerten Version der A350 - noch länger als das derzeit größte Modell A350-1000. "Es gibt aber noch keine Entscheidung über den Stretch", stellte Finanzvorstand Thomas Toepfer klar.

Grund für die Überlegungen: Die Airlines tendieren laut Wagner immer stärker zu den größten Versionen der jeweiligen Flugzeugfamilien. So entfielen bei der A320neo-Reihe inzwischen 75 Prozent des Auftragsbestands auf die Langversion A321neo. Zudem gebe es einen Trend zu Varianten mit größerer Reichweite.

Die Rüstungs- und Raumfahrtsparte Defence & Space und das Hubschraubergeschäft steuern zum konzernweiten Ergebnis vergleichsweise wenig bei. Für 2029 setzt Faury ihnen einen bereinigten operativen Gewinn von 1,3 und 1,2 Milliarden Euro zum Ziel.

Für 2026 sieht der Manager den Konzern auf Kurs. So soll Airbus in diesem Jahr etwa 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern und damit den bisherigen Rekord von 863 Maschinen aus dem Jahr 2019 übertreffen. Der bereinigte operative Gewinn soll rund 7,5 Milliarden Euro erreichen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 21.07.2026 18:05

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Beitrag vom 22.07.2026 - 08:46 Uhr
Twin Engine A380 bauen ;)

Technisch heute leider nicht möglich. Limitierender Faktor sind die Leistungsreserven der Motoren

Das Trent900 bzw. auf das EA GP7200 der A380 liefern 70.000lbs Schub.

In der One Engine Out Climb Performance für 3° braucht die A380 also 210.000lbs Schub (3 mal maximal Schub).

Bei einem Twin muss das mit einem Motor erreicht werden.

Das GE90 (ist ja bekanntlich stärker als das GE9X) liefert maximal 115.000lbs Schub (GE9X: 105.000lbs).

Ergo, ein Twinjet muss immer viel mehr Leistungsreserven haben als ein Quadjet, denn er verliert bei Triebwerksausfall 50% seiner Leistung, wohingegen das beim Quad nur 25% sind.

Emirates hat einige A380 mit 68.000 maximal Schub, aber das macht es nicht realisierbarer, zumal Qantas beispielsweise mit 72.000lbs fliegt.

Es gibt schlichtweg kein Triebwerk, dass 200.000lbs Schub liefert und dabei wirtschaftlich ist.
Beitrag vom 22.07.2026 - 08:26 Uhr
Twin Engine A380 bauen ;)


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