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Sprengstoff-Drohne: Streit um Beweise für Russlands Schuld

DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle
DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle, © DHL

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BERLIN - Innenpolitiker von Union und SPD haben Forderungen der Opposition zurückgewiesen, die Bundesregierung müsse ihre Schuldzuweisung an Russland nach dem misslungenen Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle untermauern.

Wie immer bei Strafermittlungen sei die Staatsanwaltschaft Herrin des Verfahrens, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, am Rande einer Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestags.

Und wenn man wolle, dass diese Ermittlungen erfolgreich abgeschlossen werden, "dann gibt man nicht zwischendurch irgendwelche detaillierten Beweismittel der Öffentlichkeit preis, sondern die gehören hinterher in ein Gericht".

Die Grünen-Fraktion hatte die Sondersitzung beantragt, um neue Erkenntnisse zur hybriden Bedrohung durch Russland und zu deutschen Gegenmaßnahmen zu erhalten. Hintergrund ist der Drohnenfund Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle. Dort war eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet dies.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte deutsche Maßnahmen gegen Russland wegen des Vorfalls als "schweren Fehler" bezeichnet. "Wo sind die Beweise?", fragte der Kremlchef.

Koalition fordert Vertrauen in die Regierung

Fiedler rief die Opposition auf, der Bundesregierung in diesem Punkt zu vertrauen. "Man kann sicher sein, wenn der Bundeskanzler, wenn der Bundesinnenminister sich vor die Presse stellt und sagt, das war hier Russland und es gibt keinen Zweifel - und ich schließe mich dem ausdrücklich an - dann war es auch Russland."

Mehrere Politiker der AfD hatten Zweifel daran geäußert, dass Russland die Verantwortung für die Sprengstoff-Drohne trägt und von der Bundesregierung gefordert, sie solle nicht nur Belege, sondern Beweise dafür liefern.

Wenn die AfD, das BSW und auch die Linkspartei forderten, man müsse hier Beweise vorlegen, "dann spielt man damit genau das Spiel Putins, bis hin zur selben Wortwahl", sagte der innenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Alexander Throm (CDU).

Abgeordnete der Grünen und der Linken warfen der Bundesregierung vor, sie über die Erkenntnisse zu dem Anschlagsversuch in den vergangenen Wochen nicht ausreichend informiert zu haben.
© dpa-AFX, aero.de | 10.09.2026 14:26

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Beitrag vom 14.09.2026 - 08:40 Uhr

Wenn Sie sich richtig zurückerinnern, war es über ein Jahr Regierungssprech, daß es der Russe war.

Da Sind wohl eher SIE einer hallizunatorischen Erinnerung aufgesessen. Es gab NIE eine Verlautbarung der Bundesregierung, in der Russland als Urheber der Northstream-Sprenung bezichtigt wurde. Ganz im Gegenteil: die deutschen Behörden blieben äußerst zurückhaltend mit Zuweisungen.

Es gab allenfalls Arbeitshypothesen der Ermittlungsbehörden, die allerdings in verschiedene Richtungen liefen, darunter AUCH Richtung Russland.

Und natürlich gab es auch einzelne Äußerungen in der Presse und von einzelnen Politikern ohne Regierungsverantwortung, allerdings gab es auch Zuweisungen Richtung USA. Das waren allerdings Diskussionsbeiträge nach dem Motto „Nix wissen, aber viel behaupten“ - genau so wie Ihr Beitrag.

Beitrag vom 13.09.2026 - 03:00 Uhr
Hier hat niemand geschrieben, daß er der AfD glaubt.

Nein, Sie haben das durch Ihre Antwort "So wie der Russe auch Northstream in die Luft gesprengt hat?" nur glaubhaft suggeriert, denn auch das hat niemand geschrieben. Etwas bestreiten ws niemand so gesagt hat war schon immer das Mittel der Wahl.

Im übrigen, so wie es aussieht, waren es weder die "Russen" noch die "Ukrainer", sondern russische Ukrainer.


Der Satz stand im Zusammenhang der Glaubwürdigkeit von Regierungsäußerungen:
"Sie vertrauen DIESER Bundesregierung? Wird schon stimmen, was sie sagt? So wie der Russe auch Northstream in die Luft gesprengt hat?"
Wenn Sie sich richtig zurückerinnern, war es über ein Jahr Regierungssprech, daß es der Russe war. Das war der Kontext - und diese Verlautbarungen waren schlichte Propaganda.

Meine Haltung ist, daß wenn ein Politiker etwas sagt, ist es eine ganz schlechte Idee, das auch sofort zu glauben. Und das gilt für ALLE Politiker.
Wenn ich einer Regierungsverlaubarung nicht glaube, glaube ich dann Ihrer Auffassung automatisch den Verlautbarungen der Opposition?


Dieser Beitrag wurde am 13.09.2026 03:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.09.2026 - 22:01 Uhr
Hier hat niemand geschrieben, daß er der AfD glaubt.

Nein, Sie haben das durch Ihre Antwort "So wie der Russe auch Northstream in die Luft gesprengt hat?" nur glaubhaft suggeriert, denn auch das hat niemand geschrieben. Etwas bestreiten ws niemand so gesagt hat war schon immer das Mittel der Wahl.

Im übrigen, so wie es aussieht, waren es weder die "Russen" noch die "Ukrainer", sondern russische Ukrainer.



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