A330 MRTT+
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Der erste A330neo-Tanker zeigt sich in Toulouse

Airbus A330 MRTT
Airbus A330 MRTT, © Airbus A330 MRTT

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TOULOUSE - Bei Airbus rollt die nächste Tankflugzeug-Generation über das Vorfeld - wenngleich noch nicht aus eigener Kraft, da ohne Triebwerke. Die soll die erste A330 MRTT+ zeitnah erhalten. Der Erstflug des A330neo-Tankers ist noch dieses Jahr geplant. Bis zur ersten Auslieferung wird es aber noch etwas dauern.

Noch ist der erste Airbus A330 MRTT+ eine (fast) ganz gewöhnliche A330-800. Selbst die Fenster für die Passagiere sind noch sichtbar.

Was dem Flugzeug bisher fehlt, sind die beiden Trent 7000-Turbofans von Rolls-Royce, und die militärische Ausrüstung, durch die sie schließlich zum vollwertigen "Multi Role Tanker Transport"-Flugzeug wird.

Selbige erhält sie später im spanischen Airbus-Werk Getafe. Geplant ist, dass das Flugzeug nach seiner Fertigstellung in Toulouse noch in diesem Jahr zum dortigen A330 MRTT Centre übersiedelt.

Die erste Vertreterin der neuen Tanker-Riege von Airbus trägt die Seriennummer 2140 und das aufgeklebte Testkennzeichen F-WWCB. Der Schriftzug "MRTT+" prangt bereits am hellgrauen Seitenleitwerk, ansonsten präsentiert sich der Widebody auf dem ersten Foto vom Werksgelände in Toulouse komplett "nackt", in der bei Airbus üblichen gelben Grundierung.

Airbus A330 MRTT+, © Aviation Toulouse
 
Einen konkreten Termin für den Jungfernflug gibt es offiziell bislang nicht, lange dürfte es allerdings nicht mehr dauern, bis der erste Airbus A330 MRTT auf Basis der kleineren neo-Variante A330-800 in Toulouse zum ersten Mal abhebt.

A330 MRTT+ ist sparsamer und besser

Airbus hatte den neuen Tanker und Transporter im Sommer 2024 auf der Luftfahrtmesse in Farnborough gelauncht. Die Plus-Version der A330 MRTT nutzt Triebwerke, überarbeitete Aerodynamik und geänderte Flügelspitzen der A330neo. Damit übernimmt die MRTT+ die Effizienz- und Reichweitenvorteile des Airliners und soll einen rund acht Prozent geringeren Treibstoffverbrauch aufweisen.

Diese Verbesserungen lassen sich für größere Reichweiten oder für eine höhere Treibstoffabgabe bei Luftbetankungen gewinnbringend nutzen. Airbus betont zudem, dass die Maschine zu großen Teilen mit der bisherigen Version übereinstimmt, sodass Ausbildung und Wartung auf bestehenden Strukturen aufbauen können.

Erstkunde Thailand

Bislang wurden 85 A330 MRTT der alten Version von elf Kunden bestellt, darunter Australien, Kanada, Frankreich, Saudi-Arabien, Singapur, die NATO und das Vereinigte Königreich.

Erstkunde der neuen A330 MRTT+ ist die thailändische Luftwaffe, die 2025 ein Exemplar bestellt hat. Es soll bis 2029 ausgeliefert werden und erhält laut Airbus sowohl ein Schlauch-Trichter-Betankungssystem als auch einen zentralen Tankauslegerb am Heck. Außerdem sind eine VIP-Kabine sowie ein MedEvac-Kit zum Transport verletzter Personen Teil des Vertrages.
© Flug Revue, Patrick Zwerger | Abb.: Airbus | 20.09.2026 06:46

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Beitrag vom 21.09.2026 - 14:14 Uhr
Sie meinten wohl die KC-46.

Der "neue" Tanker der USAF, die KC-46, ist das Sorgenkind in diesem Kontext.

Selbstverständlich war auch von meiner Seite der KC-46 gemeint.

KC-135 war Schlichtweg ein Verschreiber.
Beitrag vom 20.09.2026 - 19:43 Uhr
Das mit Abstand modernste Tankflugzeug der Welt ist ein europäisches Produkt. Hervorragende Ingenieurskunst made in Europe!
Aber während wir Deutschen brav und Männchen machend US-Kampfflugzeuge kaufen und sogar über eine Aufstockung des Auftrags nachdenken, wird die US-Regierung quasi als Dankeschön im Gegenzug wieder KEIN europäisches Produkt wie den MRTT+ kaufen. Wann fangen wir endlich an, uns zu emanzipieren???

Die Amerikaner sind weltgrößter Betreiber von Airbus Hubschraubern. Besonders die UH-72A ist in Stückzahlen von deutlich über 400 vorhanden. Man kann nicht sagen, dass sie bei uns nichts kaufen würden.
Die F-35 ist für die Bundeswehr genauso alternativlos wie die CH-47 oder die P-8. Es gibt einfach nichts vergleichbares in Europa.
Beitrag vom 20.09.2026 - 18:56 Uhr
Bei den Unterhaltskosten welche so ein großes Flugzeug mit sich bringt müssten die für eher simple Missionen wie Betanken, Sensoren tragen usw. eigentlich schon längst durch Drohnen ersetzt worden sein aber die Entwicklung dieser hat sich bisher natürlich hauptsächlich auf die Anforderungen des War on Terror d.h. eher kleinere Nutzlasten konzentriert.

Der Aufwand für einen Umbau eines Airliners in einen Tanker ist natürlich auch vergleichsweise gering weshalb das für Airbus wirtschaftlich sicher Sinn macht aber Grund zum Jubel gibt es an der Stelle ganz sicher auch keinen.
Denn auch hier hängt Europa den USA hinterher nachdem die zumindest für ihre Marine bereits Tankerdrohnen (Boeing Stingray) einführen und die AirForce wird sowas in der Art wohl auch lange vor den Europäern bekommen nachdem die Beschaffung in Europa wie so vieles hoffnungslos politisiert ist und so kaum echte Innovationen aber dafür umso mehr Pressekonferenzen und bunt leuchtende Weihnachtsbäume entstehen und natürlich spürt darüber hinaus nur ein Militär welches auch im Einsatz überhaupt die Notwendigkeit von so langweiligen Dingen wie Logistik, Instandsetzung usw.


Was ist das denn für ein Beitrag?

1. Schon der A330MRTT war besser als die amerikanische Konkurrenz

2. Der neue A330MRTT+ wird diesen Abstand noch weiter erhöhen.

3. Die Stingray als Tanker bringt der USAF gar nichts, sondern nur den Betreibern von Flugzeugen mit Schlauch-Trichterverfahren. Was ist daran also technologischer Fortschritt? Der einzige Grund für die Stingray ist, dass das Trägergeschwader deutlich weiter entfernt vom Ziel verbleiben kann, OHNE in die Reichweite der gegnerischen Flugzeuge zu geraten.

WO sind die Amerikaner denn den Europäern nun voraus?






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