Iran-Krieg
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US-Regierung will iranische Fluggesellschaften weltweit isolieren

Iran Air ATR 72-600
Iran Air ATR 72-600, © ATR

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WASHINGTON - Die USA wollen im Zuge ihres Wirtschaftskriegs gegen den Iran dessen Fluggesellschaften weltweit isolieren. "Alle iranischen Fluggesellschaften werden weltweit stillgelegt", sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem US-Sender CNBC. Dies werde am Mittwoch geschehen.

Seinen Worten nach sollen vor allem Drittstaaten unter Druck gesetzt werden. "Wenn sie landen, darf man sie nicht mit Treibstoff versorgen, darf man ihnen keine Landedienste bereitstellen, darf man ihnen keine Tickets verkaufen, sonst wird man aus dem Dollarsystem ausgeschlossen", fügte er hinzu.

Vor fast zwei Wochen hatte die USA neue und umfassende Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor verhängt, darunter gegen 27 Airlines. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Bessent sagte weiter, dass die US-Regierung hinter den Kulissen Gespräche darüber geführt habe, den iranischen Luftfahrtsektor weiter zu isolieren. China hätte sich dabei kooperativ gezeigt. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping wird an diesem Mittwoch in Washington erwartet.

Türkei storniert Flugrechte

Am vergangenen Mittwoch hatte Mahan Air, die wichtigste und modernste private iranische Airline verkündet, künftig nicht mehr in die Türkei und in den Oman zu fliegen. Einen offiziellen Grund dafür nannte die Fluggesellschaft nicht. Die Sorge war jedoch groß, dass bald auch andere Airlines betroffen sein könnten.

Istanbul ist neben Dubai eine der wichtigsten Drehkreuze für viele Menschen, die in den Iran reisen. Internationale Fluggesellschaften meiden seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar Verbindungen in den Iran.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 21.09.2026 15:54

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Beitrag vom 23.09.2026 - 12:03 Uhr
Das dürfte für den iranischen Luftverkehr erhebliche Folgen haben. Die USA haben Anfang September tatsächlich weitere 36 Akteure aus dem iranischen Luftfahrtsektor sanktioniert und dabei ausdrücklich auch ausländische Unternehmen ins Visier genommen.

Interessant wird jetzt vor allem, wie Länder wie China oder andere wichtige Transitstaaten damit umgehen. Für die Airlines selbst ist es ohnehin schon schwierig genug, Ersatzteile, Wartung und internationale Abfertigung sicherzustellen. Wenn zusätzlich Tank-, Boden- und Ticketing-Dienstleistungen im Ausland wegfallen, dürfte sich das internationale Streckennetz weiter verkleinern.
Beitrag vom 22.09.2026 - 10:38 Uhr
Nein, das ist überhaupt nicht symbolisch und hat ganz dramatische Folgen. Seit Kriegsbeginn fliegt keine ausländische Airline mehr in den Iran (möglicherweise mit ein paar Ausnahmen in der Zeit nach der Unterzeichnung des MoU). Das hat nichts mit hineinlassen zu tun, die Versicherungen der Airlines untersagen das bestimmt. Wir hatten einen Flug SZG-IST-IKA mit THY gebucht für Verwandte. Letztlich wurde es VIE-MCT-IKA mit SalamAir und Mahan Air. Mahan Air fliegt ca. seit einer Woche nicht mehr nach MCT und ab morgen werden die letzten internationalen Verbindungen mit den anderen Airlines eingestellt (ausser wohl die nach Russland und China). Wenn uns jetzt Verwandte aus dem Iran besuchen wollten, müssten sie ca. 12 h mit dem Bus zur türkischen Grenze fahren, hoffen dass sie offen ist, dann mit dem Taxi oder Bus zum nächstgelegenen Flughafen (z.B. Van), dann mit dem Flugzeug nach Istanbul und dann von dort weiter. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären alt und gebrechlich und bräuchten eine medizinische Behandlung im Ausland... Echt nicht lustig, was die Amerikaner da machen.
Beitrag vom 22.09.2026 - 09:18 Uhr
Ich frage mich, ob das nicht eher Symbolcharakter als echte Folge hat. Die iranischen Airlines fliegen doch sowieso kaum noch international. So lange der Iran die ME3 und Turkish Airlines noch hinein lässt, bleibt die Anbindung weitgehend erhalten.

Turkish Airlines hat mittlerweile für Europa und die USA fast schon Systemrelevanz für die Erreichbarkeit von "Problemzonen". Die fliegen ja eigentlich fast überall hin, wo man mit den westlichen Airlines nicht mehr hinkommt wie nach Kabul, Iran, Russland oder auch zahlreiche periphere Ziele in Afrika.


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