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Flydubai-Copilot galt als Sicherheitsrisiko

Flydubai Boeing 737
Flydubai Boeing 737, © Flydubai

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ABU DHABI - Nach der Gewalttat in einem Cockpit einer Maschine der emiratischen Fluggesellschaft Flydubai ist einiges noch immer unklar. US-Medien berichten nun über brisante Infos zu dem mutmaßlichen Angreifer.

Der Copilot, der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv mit einer Notfallaxt verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden.

"ABC News" berichtet gestützt auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, dass der Mann von Oman Air suspendiert worden sei, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei.

Nach Informationen des US-Senders war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Er durfte demnach aber weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. Dem US-Sender CNN liegen ähnliche Informationen vor.

Pilot soll angeblich mit Behörden kooperieren

Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe.

Dem Sender "ABC News" zufolge versuchen Ermittler aktuell herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen. Der festgenommene Copilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll demnach mit den Ermittlungsbehörden kooperieren.

Er habe angedeutet, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen, zitiert der Sender Quellen, die über die Ermittlungen informiert sind.

Israel geht von dschihadistischem Terroranschlag aus

Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf seinen Kollegen kam. Dieser schaffte es nach eigenen Angaben trotz schwerer Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen.

Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen Angreifers sind noch immer ungeklärt. Die israelische Regierung geht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag aus - und auch ein hochrangiger Regierungsvertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sprach im Zusammenhang mit der Gewalttat jüngst von Terrorismus.

Der US-Sender "CNN" berichtet über ein LinkedIn-Profil, das unter dem Namen des mutmaßlichen Angreifers existiert haben soll und inzwischen gelöscht sei. Auf diesem sollen Stunden nach der Gewalttat zwei Posts abgesetzt worden sein. Wer diese veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant gewesen waren, ist demnach unklar.

In einem der Posts war laut "CNN" ein Video enthalten, das unter anderem mit einem Foto des früheren Al-Kaida-Chefs Ayman al-Zawahiri endet.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Flydubai | 03.10.2026 06:58

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Beitrag vom 04.10.2026 - 15:00 Uhr
Ich denke die Zugänge zum Cockpit sollten neu geregelt werden. Und zwar so dass eine weitere Person der Crew, immer wechselnd wer, einen Zugang von außen hat. Meinetwegen per Fingerabdruck, den man vor jedem Start neu einlesen muss. Also jeder von den zweien da vorne plus eine weitere Person.

Derlei Sicherheitsmechanismen sind üblicherweise öffentlich bekannt, dann können Sie gleich auf die Tür komplett verzichten. Wie wollen Sie hier Missbrauch, oder bspw. Erpressung etc. vorbeugen?

Das grundlegende Problem ist ja, dass man - bildlich gesprochen - dieses Fass hier kaum schließen kann ohne Gefahr zu laufen, ein anderes auf gefährliche Weise wieder zu öffnen. Es ist mithin ein echtes Dilemma.

Nach dem Germanwings-Absturz wurde das Thema psychische Erkrankungen von Piloten zu einem wichtigen in der gesamten Luftfahrtbranche - und ist es bis heute zu Recht. In diesem Fall stellt sich dagegen die Frage, warum ein gewaltbereiter politischer Extremist, der bei seinem vorherigen Arbeitgeber offenbar als solcher bereits aufgefallen und deshalb aus dem Flugdienst entfernt worden war, trotzdem Anstellung als Pilot bei einer anderen Airline in einem anderen Land finden konnte - in diesem Fall bei Flydubai - und dann auch noch entgegen existierender rechtlicher Bestimmungen auf einem Flug nach Israel eingesetzt wurde. Es wirft mithin zumindest Fragen nach der Einstellungspraxis von Piloten und nach dem Crew-Rostering bei Flydubai auf.

Dieser Beitrag wurde am 04.10.2026 15:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.10.2026 - 23:06 Uhr
Ich denke die Zugänge zum Cockpit sollten neu geregelt werden. Und zwar so dass eine weitere Person der Crew, immer wechselnd wer, einen Zugang von außen hat. Meinetwegen per Fingerabdruck, den man vor jedem Start neu einlesen muss. Also jeder von den zweien da vorne plus eine weitere Person.

Derlei Sicherheitsmechanismen sind üblicherweise öffentlich bekannt, dann können Sie gleich auf die Tür komplett verzichten. Wie wollen Sie hier Missbrauch, oder bspw. Erpressung etc. vorbeugen?
Beitrag vom 03.10.2026 - 20:11 Uhr

Zustimmung.
Allerdings ist wohl anzunehmen, daß der Täter, man kann ihn ja jetzt auch Attentäter nennen, das Flugzeug nicht nur einfach so zum Absturz gebracht, sondern wohl auch ein (aus seiner Sicht lohnendes) Ziel angesteuert hätte.


So ist das wohl. Man hat nach derzeitigem Wissensstand jedenfalls davon auszugehen, dass es kein Zufall war, dass ein nach Israel gehender Flug betroffen war, auf dem sich absehbar zahlreiche israelische Passagiere befanden.


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