Iran-Krieg
Gestern, 08:21 Uhr

USA ziehen im Eiltempo alle Bomber aus Fairford ab

B-1
B-1, © USAF, DVIDS

Verwandte Themen

FAIRFORD - Die US-Regierung zieht nach einem vereitelten Anschlagsversuch sämtliche Langstreckenbomber vom britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford ab. Das Pentagon betrieb die Zurückverlegung in die USA nach Medieninformationen "in ungewöhnlicher Eile". Das ist über die Hintergründe bekannt.

Nach einem vereitelten Anschlagsversuch auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford beordert das Pentagon alle dort stationierten Langstreckenbomber zurück in die USA.

"Wir können bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind", teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit.

Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor "Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit", kommentieren können, hieß es weiter.

Laut "New York Times" wurde die Notwendigkeit der Verlegung der Bomber weg von RAF Fairford als so dringlich eingestuft, dass einige Maschinen samt Besatzungen bereits starteten, während die benötigten Tankflugzeuge erst noch für die Unterstützung über dem Atlantik vorbereitet werden mussten.

Nach Informationen der "New York Times" erfolgte die Zurückverlegung "in ungewöhnlicher Eile" und steht konkret in Zusammenhang mit neuen Drohungen gegen die Airbase. Die US-Regierung fürchtete demnach einen weiteren Anschlagsversuch unter iranischer Regie.

Neue Erkenntnisse zu Anschlagsversuch

Demnach sagte ein US-Beamter, dass die Informationen zwar Teil jener Warnungen von vor drei Wochen seien. Die Lage habe sich in den vergangenen 24 Stunden allerdings aufgrund konkreter Details zugespitzt.

Ende September hatten Einsatzkräfte fünf Männer nahe des Stützpunkts aufgegriffen und zunächst unter Terrorverdacht festgenommen. Die Verdächtigen wurden zwischenzeitlich wieder unter strengen Auflagen freigelassen. Nach Medieninformationen führten sie einen nicht funktionsfähigen Sprengstoff bei sich.

Die USA nutzten Fairford im Iran-Krieg als Ausgangspunkt für Luftangriffe auf iranische Stellungen. An der Basis waren laut "New York Times" unter anderem zwölf B-1 stationiert, die nun allesamt zurück in die USA flogen.

Das Pentagon betonte in seiner jetzigen Mitteilung: "Die Piloten der amerikanischen Bomberflotte, darunter B-1, B-2 und B-52, sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen."
© aero.de, dpa | Abb.: USAF, DVIDS | 05.10.2026 06:43

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 05.10.2026 - 10:38 Uhr
"sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen." - Klingt irgendwie mehr nach Terrororganisation als nach Verteidigungsministerium...

Ist ja auch unter der aktuellen Regierung kein "Verteidigungsministerium" mehr, sondern ein "Kriegsministerium", das von einem alkoholsüchtigen ehemaligen FOX TV-Sternchen, das sich jetzt "Kriegsminister" nennt, geleitet wird.
Und ja, bei dem was die USA zB in der Karibik oder der Bombardierung ziviler Ziele im Iran abziehen, verwischen sich allmählich die Unterschiede zu klassischen Terrororganisationen.
Beitrag vom 05.10.2026 - 09:20 Uhr
"sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen." - Klingt irgendwie mehr nach Terrororganisation als nach Verteidigungsministerium...
Beitrag vom 05.10.2026 - 09:10 Uhr
Ich wünsche mir für meine Flüge kaltblütige Piloten. Minutenlange Schockstarre ist jedenfalls etwas, das für mich nicht zum Berufsbild des Piloten passt.



Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 09/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden