Polizeieinsatz
Gestern, 20:38 Uhr

Bombendrohung: Terminals am Flughafen Stuttgart geräumt

Eurowings in Stuttgart
Eurowings in Stuttgart, © Flughafen Stuttgart

Verwandte Themen

STUTTGART - Ein junger Mann hat mit einer Bombendrohung am Stuttgarter Flughafen ein riesiges Verkehrschaos ausgelöst. Wegen eines Polizeieinsatzes im Sicherheitsbereich des Flughafens habe man den Flugverkehr zwischen 16.30 Uhr und 18.00 Uhr für etwa anderthalb Stunden unterbrechen müssen, teilte die Bundespolizei mit.

Nachdem der 24-Jährige einer Flughafenmitarbeiterin im Anschluss an die Sicherheitskontrolle gesagt habe, dass er eine Bombe in seinem Reisegepäck mit sich führe, habe die Bundespolizei die Terminals im Sicherheitsbereich räumen müssen und zudem An- und Abflüge ausgesetzt, teilte ein Sprecher mit.

Nach kurzer Zeit habe man die Maßnahme wieder beenden können. Durch eine Durchsuchung des betroffenen Bereiches habe eine tatsächliche Gefahrenlage ausgeschlossen werden können, so die Bundespolizei.

Der 24-jährige Mann wurde von seinem Flug nach Hurghada in Ägypten ausgeschlossen, teilte die Polizei mit. Gegen ihn habe man ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. Er sei nun wieder auf freiem Fuß.

Der Flugverkehr sei dann schrittweise wieder aufgenommen und die Passagierkontrollen geöffnet worden.

Fast 30 Flüge und 3.000 Menschen betroffen

Fast dreißig Flüge und etwa dreitausend Menschen seien von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen gewesen, teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Neun Flüge habe man gänzlich streichen müssen. Weitere neun Flüge habe man umgeleitet, vorwiegend über den Flughafen Nürnberg und den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Zudem sei es bei elf Flügen zu Verspätungen von bis zu drei Stunden gekommen.

"Die Abendstunden sind am Flughafen die Hauptverkehrszeit, da sind viele Flüge angesetzt. Wenn es da zu einer Unterbrechung kommt, dann ist es schon hart", sagte eine Sprecherin des Flughafens.

Wegen der Räumung des Sicherheitsbereiches mussten sich laut Bundespolizei alle Passagiere erneut einer Sicherheitskontrolle unterziehen. Anschließend habe es noch einige Zeit gedauert, bis sich die Situation normalisiert habe
© dpa | Abb.: Flughafen Stuttgart | 05.10.2026 18:50

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 06.10.2026 - 14:26 Uhr
Da kann ich ja nur hoffen, dass die deutsche Waschlappen-Gerichtsbarkeit den Airlines überhaupt ermöglicht, für diesen blöden Scherz sämtliche ihrer Unkosten bei ihm persönlich einzuklagen!

Der soll die nächsten 15 Jahre für diesen Unsinn arbeiten und zahlen müssen.
Na klar. Hauptsache erst einmal „Waschlappen-Gerichtsbarkeit“ grölen, bevor man sich mit so lästigen Dingen wie Rechtslage, Kausalität und Schadensersatz auseinandersetzt. Dass ein Gericht nicht einfach sämtliche Kosten auf Zuruf dem vermeintlichen Verursacher aufs Auge drückt, ist übrigens kein Zeichen von Schwäche, sondern nennt sich Rechtsstaat. Aber differenzieren wäre vermutlich zu viel verlangt.
Beitrag vom 06.10.2026 - 12:46 Uhr
Da kann ich ja nur hoffen, dass die deutsche Waschlappen-Gerichtsbarkeit den Airlines überhaupt ermöglicht, für diesen blöden Scherz sämtliche ihrer Unkosten bei ihm persönlich einzuklagen!

Der soll die nächsten 15 Jahre für diesen Unsinn arbeiten und zahlen müssen.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 09/2026

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden