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Nein, 2026 lief für den Flughafen Bremen nicht gut: Lufthansa schockte die Hansestadt mit der Einstellung der Hubzubringer nach Frankfurt. Erst nach Entgeltreduktionen stimmte Lufthansa zu, die Verbindung ans Frankfurter Interkontnetz 2027 zumindest in reduziertem Umfang wieder aufzunehmen.
Ryanair soll daraufhin ebenfalls Sonderkonditionen beansprucht haben - und meldete für den Sommer 2027 nach gescheiterten Verhandlungen mit den Flughafenverantwortlichen kein Programm in Bremen an. Ryanair stellte mit rund 400.000 Passagieren pro Jahr zuletzt ein Fünftel des Aufkommens am Flughafen.
Aufsichtsratschef Kai Stührenberg bezeichnete den Ryanair-Rückzug in der aktuellen Situation des Flughafens als "massiv ärgerlich". Denn der Fehlbetrag des Flughafens hatte sich zuvor auch so schon auf 13 Millionen Euro erhöht. Sparmaßnahmen werden nun verschärft - unter Regie eines Sanierungsgeschäftsführers.
Die Position ist jetzt besetzt: Rainer Schwarz (69) erhält einen Vertrag für ein Jahr, teilte der Flughafen-Aufsichtsrat mit.
Der Manager ist mit der deutschen Flughafenszene bestens vertraut. Schwarz leitete in seiner Laufbahn schon die Flughäfen Nürnberg, Düsseldorf, Berlin-Brandenburg und Rostock-Laage und zuletzt - bis Ende 2025 - den Flughafen Münster-Osnabrück. In Berlin wurde Schwarz im Zuge der BER-Verzögerungen geschasst, klagte erfolgreich gegen die Kündigung.
"Ruck, zuck wieder da"
In Bremen soll sich Schwarz ganz dem Turnaround widmen - und wird eventuell nochmal den Kontakt zu Ryanair suchen. Schwarz wird ein guter Draht zu Ryanair nachgesagt - der Flughafen Münster-Osnabrück hatte in seiner Amtszeit mit Ryanair-Strecken beachtliches Wachstum erzielt.
"Wenn man Ryanair wieder Möglichkeiten aufzeigt, die für sie attraktiv sind - und diese Möglichkeiten müssen so sein, dass der Bremer Flughafen nicht draufzahlt - dann ist Ryanair auch ruck, zuck wieder da", sagte der Manager laut "buten und binnen".
Nach Angaben aus dem Aufsichtsrat hatte Ryanair zuletzt Zugeständnisse im Umfang von vier Millionen Euro gefordert, während der Flughafen selbst nur rund drei Millionen Euro Umsatz mit der Airline machte.
"Ryanair wollte die Leistungen des Flughafens und die Nutzung seiner Infrastruktur nahezu kostenfrei erhalten", zitierte "n-tv" das Büro der Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Man sei Ryanair "weit entgegengekommen, aber irgendwann ist die Grenze erreicht".
© aero.de | Abb.: Flughafen Bremen, Ryanair | 19.10.2026 09:51







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