Viele Touristen zieht es an die gleichen Orte - die Europäische Kommission will dabei helfen, das etwas auszugleichen. "Die Hälfte der touristischen Übernachtungen in Europa konzentriert sich auf lediglich 13 Prozent der Regionen", sagte EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas in Brüssel.
Beliebte Reiseziele stünden deshalb vor der Herausforderung, das richtige Gleichgewicht zu finden - insbesondere während der sommerlichen Hochsaison.
Mit einer neuen Tourismusstrategie wolle die EU-Kommission deshalb erreichen, dass "echter Mehrwert" geschaffen und zugleich die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung geschützt werde.
"Wir müssen auf die Anliegen all jener Menschen reagieren, die dem Tourismus in ihren Heimatregionen zunehmend skeptisch gegenüberstehen. Wir müssen diese lokalen Gemeinschaften und Unternehmen unterstützen, anstatt einfach nur immer höhere Besucherzahlen anzustreben", sagte Tzitzikostas Journalisten.
Ziel: Tourismus soll allen zugutekommen
Innerhalb der nächsten sechs Monate werde man Empfehlungen für einen ausgewogenen Tourismus vorlegen, kündigte der griechische Politiker an. Besucherströme sollen nach Angaben der Behörde gleichmäßiger über Jahreszeiten und Reiseziele verteilt werden.
In der EU sind vor allem die einzelnen Staaten für Regelungen zum Thema Tourismus zuständig. Mit einer übergreifenden Strategie, die nicht verbindlich ist, will Brüssel aber helfen, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen.
So soll zum Beispiel in den kommenden Jahren eine Tourismusakademie zur Ausbildung von Fachpersonal entstehen, die Infrastruktur in Europa soll verbessert werden, Daten sollen besser geteilt, Europa als weltweites Reiseziel gestärkt und besonders in Krisen wie der Preiskrise infolge des Iran-Kriegs noch besser zusammengearbeitet werden.
Austausch zu Reizthema Kreuzfahrten
Besonderes Augenmerk soll auch auf Kreuzfahrttourismus gelegt werden. "Kreuzfahrten bringen Besucher und wirtschaftliche Aktivitäten in Hafenstädte und Küstenregionen. Wenn jedoch sehr viele Passagiere gleichzeitig ankommen, kann dies die lokale Infrastruktur, die Umwelt und die Bevölkerung erheblich belasten." Darüber sollen sich verschiedene Akteure austauschen.
Im europäischen Tourismussektor sind laut Tzitzikostas mehr als 20 Millionen Menschen beschäftigt und 5 Millionen Unternehmen aktiv. 99 Prozent davon seien kleine und mittlere Unternehmen. Die EU ziehe 40 Prozent der weltweiten Touristen an. Gleichzeitig fehlten geschätzt 1 Million Arbeitskräfte.
Zudem setzen demnach Klimawandel, internationaler Wettbewerb etwa aus Asien sowie die Kriege in Iran und der Ukraine mit Folgen für das Sicherheitsgefühl mancher Urlauber und etwa Flugpreise der Branche zu.
Bis zum Ende des laufenden Langzeithaushalts (2021 bis 2027) werde die Branche voraussichtlich 18 Milliarden Euro an EU-Unterstützung erhalten haben.
© dpa | 04.11.2026 12:30







Kommentare (9) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Ziehen Sie dann einen zweiten über den ersten?
Lifehack: Aluhut ist sooo 2025...
Gegen Orgonstahlung und EU-verordnete Impfchips hilft nachweislich nur das Alu-Ganzkörperkondom, also besser immer _alles_ einwickeln.
:D
Der gute Mann kann mit dieser unmöglichen Koalition leider nicht mehr viel erreichen aber das kann er!
Dann wird man nämlich auch sehen wie wichtig die Ukraine-Hilfen diesen angeblichen Europa- und Menschenfreunden wirklich sind oder ob sie mit "GreenDeal" und co. eigentlich nur das Werk des Russen von innen heraus verrichten wollen.
Wie sind wir denn jetzt von Tourismusstrategie auf diesen Schwurbel-OT-Ausbruch gekommen?
Ich fürchte spätestens nach gestern Abend müssen wir Bayern alle die Aluhüte aufsetzen. Andy Grove hätte wohl gesagt:
„nur die Paranoiden überleben“
Die Leyen will einfach nur ihre Macht ausbauen, was anderes steckt hinter diesem EU-Getexte nicht dahinter.
Haben Sie mal gesehen was zB im Sommer in Madrid los war?
"Overtourism" ist ein echtes Problem für viele Regionen.
Also können Gemeinden, Landkreise, (Bundes-)Länder usw. dieses uralte Problem nicht alleine lösen oder wie?
Schon mal was von Kurtaxe gehört?
Brennerautobahn?
Zugspitzbahn?